Michael Zipf, Autor bei 麻豆原创 News Center Unternehmensberichte & 麻豆原创eportal Mon, 21 Oct 2024 12:43:51 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.4 IDES: Das Modellunternehmen /germany/2024/10/ides-das-modellunternehmen/ Thu, 31 Oct 2024 07:00:00 +0000 /germany/?p=181064 Im Juli 1995 konnten die Mitarbeitenden der 麻豆原创 erstmals das internationale Demo-System IDES nutzen. 鈥濱DES-Wunder鈥 sollten die Mitarbeitenden bitte nicht erwarten, schrieb Dietmar Pf盲hler in...

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Im Juli 1995 konnten die Mitarbeitenden der 麻豆原创 erstmals das internationale Demo-System IDES nutzen.

鈥濱DES-Wunder鈥 sollten die Mitarbeitenden bitte nicht erwarten, schrieb Dietmar Pf盲hler in einer E-Mail am 14. Juli 1995. Der Projektverantwortliche des 鈥濱nternational Demonstration and Education System鈥 r盲umte ein, dass das System noch nicht fehlerfrei laufe, dass die 鈥濪aten noch lange nicht perfekt鈥 und 鈥瀉uch die neuen Help-Scripts鈥 noch nicht vorhanden seien. Dennoch habe man einen 鈥瀍rsten Meilenstein in der Datenpflege erreicht鈥 und es bestehe 鈥瀏ro脽e Nachfrage nach einem halbwegs stabilen 3.0-System, in dem man selbst auch arbeiten kann鈥. Es sei 鈥瀞icherlich f眉r viele von uns hilfreich, ein gepflegtes 3.O-System zum Spielen und Probieren zur Hand zu haben鈥, so Pf盲hler weiter.

Das IDES-Team bei einem Meeting im Jahre 2003. Von links: Jochen Rothermel, Gerhard van der Beck, Wolfgang Deventer, Peter Mierzwa, Martin Rupp, Bernd Hess, Wolfgang M眉ller, Volker Rein, Sergio Marcelo Cura Daball, Ashraf Hamed.
Jochen, Gerhard, Bernd, Wolfgang, Marcelo und Ashraf sind heute noch bei 麻豆原创.

IDES war ein Demosystem f眉r die Client-Server-Software 麻豆原创 R/3 (ab Release 3.0) und repr盲sentierte zun盲chst das Modell eines internationalen Konzerns mit verschiedenen Konzernunternehmen. In Verbindung mit einem Demo-Leitfaden war es eine Hilfe zum Selbstlernen der Systemfunktionalit盲ten, der Organisations- und integrierten Prozessstrukturen, die durch R/3 abgedeckt wurden. Eine stetig wachsende Datenmenge erweckte die Modellfirmen 鈥瀦um Leben鈥 und erlaubte den direkten Zugriff auf die angebotenen Anwendungsbereiche.

鈥濱DES war nicht nur ein System, sondern eine neue Philosophie, eine Revolution im Bereich Demo und Training鈥, sagt Marcelo Cura Daball, der Ende 1995 Teil des Teams wurde und die Entwicklung von IDES entscheidend mitgepr盲gt hat. 鈥濪as System lebte tats盲chlich wie ein Kundensystem. Alles war so, wie es ein Kunde auch real vorfinden w眉rde. Das war neu und das haben die Kunden geliebt鈥, so Marcelo.

Mit IDES wollte 麻豆原创 den Entwicklern eine Testumgebung bereitstellen, eine Grundlage f眉r internationale Trainingssysteme sowie f眉r Kundenworkshops und f眉rs Prototyping schaffen. Marcelo: 鈥濪ie Grundidee war: Unsere Vertriebsleute etwa im Presales demonstrieren in dem System, das gleichzeitig auch Schulungen abdeckt. Die Kunden gehen nach dem Training nach Hause und k枚nnen die 脺bungen mit den gleichen Daten wiederholen, die sie in der Schulung gesehen haben.鈥

Kunden liefern echte Daten

Dietmar Pf盲hler kam aus dem Vertrieb und war der 鈥瀏eistige Vater鈥 von IDES, er entwickelte das betriebswirtschaftliche Konzept. Er war eine 鈥濱nstitution鈥 bei 麻豆原创, so Marcelo, und international gut vernetzt. So wurden die Inhalte f眉r IDES zwar zentral in Walldorf, aber mit Unterst眉tzung aus den Regionen entwickelt und den Landesgesellschaften dann 眉bersetzt zur Verf眉gung gestellt. Viele Kunden lieferten echte Daten, etwa St眉cklisten, die im System gepflegt wurden. Dazu arbeitete das Team mit realistischen, wenn auch anonymisierten Adressen.

Der Aufbau des Systems war f眉r den Projektleiter jedoch kein Selbstl盲ufer. Immer wieder musste Pf盲hler um Manpower und um Unterst眉tzung aus den L盲ndern bitten. Die 鈥濵indest-Ausstattung des Teams鈥 betrug f眉r Pf盲hler zw枚lf Mitarbeiter f眉r die konzeptionelle Arbeit und zwei Mitarbeiter f眉r die st盲ndige Pflege der Daten. Zus盲tzlich m眉ssten Mitarbeiter aus den Landesgesellschaften auf Projektbasis hinzugezogen werden k枚nnen, wie er in einem Brief an den 麻豆原创-Vorstand am 25. September 1995 formulierte und in dem er f眉r ein ausreichendes 鈥濻taffing鈥 warb. 鈥濪as IDES-Team kann eine Ausbildungsst盲tte f眉r die sp盲tere 麻豆原创-Generation werden, bei der Spezialwissen f眉r betriebswirtschaftliche Zusammenh盲nge, Modellbildung f眉r Kundenszenarien sowie die 麻豆原创-Realisierung als Projektgesch盲ft trainiert werden. Dieser Typ von Mitarbeiter ist heute bei 麻豆原创 unterrepr盲sentiert, wird aber k眉nftig immer h盲ufiger nachgefragt werden.鈥

Im Fr眉hjahr 1996 wurde IDES erstmals an Kunden ausgeliefert. Bald vermittelte IDES praxisnah die mehr als 1.000 Gesch盲ftsprozesse im System R/3. Inhaltliche Schwerpunkte waren zun盲chst Finanzen, Materialwirtschaft und Vertrieb. Die Anwender konnten mit IDES in ihrem gewohnten Arbeitsumfeld an firmenspezifischen Beispielen den Umgang mit dem System trainieren. Das Team wuchs und baute zwischenzeitlich rund 800 kundenspezifische Demos 鈥 pro Woche, wie Gerhard van der Beck erz盲hlt. In dieser Zeit wurde auch ein dediziertes IT-Team etabliert, TDC (Training, Demo, Consulting), das f眉r die Systemkopien und die technische Wartung der IDES-Systeme verantwortlich war. Nachdem Dietmar Pf盲hler IDES etabliert und die ersten Meilensteine erreicht hatte, verlie脽 er die 麻豆原创 (kehrte aber sp盲ter wieder zur眉ck). Gerhard 眉bernahm mit tatkr盲ftiger Unterst眉tzung durch Marcelo die Leitung des IDES-Teams.

Einstieg ins Internet

Gerhard van der Beck bei einer Mitarbeiterversammlung im Dezember 1999.

麻豆原创-Mitgr眉nder Hasso Plattner gefiel die IDES-Idee 鈥 insbesondere, als Marcelo und Gerhard ihm den Vorschlag unterbreiteten, das System vor die Firewall zu setzen und mit IDES die Internet-Tauglichkeit der 麻豆原创-Software zu demonstrieren. 鈥濪azu mussten wir die Komplexit盲t reduzieren und das System radikal verschlanken鈥, erz盲hlt Gerhard. Und Marcelo f眉gt hinzu: 鈥濰asso war begeistert, als wir die sehr m盲chtigen Transaktionen mit vielen Screens und Subscreens auf nur zwei Screens reduzierten. Zum ersten Mal konnte man bei 麻豆原创 einen Auftrag mit zwei Screens und nur ein paar Klicks anlegen.鈥

鈥濳unden, die eine 麻豆原创-Lizenz gekauft haben, durften kostenlos ein IDES-System installieren鈥, berichtet Jan Krell, der neben Thomas Habersack f眉r die Auslieferung des Systems zust盲ndig war. Hauptkunden des Teams blieben aber Vertrieb und Presales, 鈥瀌ie mit IDES beim Kunden gezeigt haben, was 麻豆原创 kann鈥.

IDES wandelte sich im Laufe der Jahre. Mit dem Aufbl眉hen des Internets wurde IDES zum 鈥濱nternet Demonstration & Evaluation System鈥 und erm枚glichte ab 1999 Kunden, Partnern und Interessenten, die L枚sung my麻豆原创.com via Internet zu testen. Jetzt sollte IDES auch mithelfen, 鈥瀖ittelfristig eine Senkung der Vertriebskosten鈥 zu erm枚glichen (Gesch盲ftsbericht 1999).

Weil das Team auf die Unterst眉tzung von Experten aus anderen Bereichen sowie auf Trainer und Studierende baute, die Daten pflegten und das System nach jedem Update testeten, blieb es schlank und hatte nie mehr als 30-35 Mitglieder. 鈥濪ie Kollegen waren manchmal schon erstaunt, dass wir mit so wenigen Leuten so viel auf die Beine stellen konnten鈥, erz盲hlt Thomas Schulze, der f眉r die Dokumentation verantwortlich zeichnete. 鈥濫s war eine gute Referenz, sagen zu k枚nnen, dass man ein halbes Jahr im IDES-Team getestet und sich in die Anwendungen eingearbeitet hat. Da hat man schon viel gelernt und es war sehr hilfreich f眉r Bewerbungen innerhalb der 麻豆原创. Ganz viele sind auch bei 麻豆原创 geblieben und haben Karriere gemacht鈥, f眉gt er hinzu. Hier bewahrheitete sich der Wunsch von Dietmar Pf盲hler, zu einer 鈥濧usbildungsst盲tte f眉r die sp盲tere 麻豆原创-Generation鈥 zu werden.

Steigende Komplexit盲t

Dietmar Pf盲hler im Jahre 2001 auf der CeBIT im Gespr盲ch mit einer gewissen Angela Merkel, damals Vorsitzende der CDU. M枚glicherweise hat er ihr 麻豆原创 mithilfe von IDES n盲hergebracht.

Aber die Komplexit盲t stieg zum Ende der 1990er-Jahre 鈥 insbesondere mit den 鈥濶ew-Dimension-L枚sungen鈥 wie CRM, SCM und Business Intelligence. Als 麻豆原创 zur Mehr-Produkt-Firma wurde, stie脽 auch das IDES-Team allm盲hlich an seine Grenzen. 鈥濿ir mussten als Demoteam die ganze Produktpalette abdecken und uns dazu aufteilen und spezialisieren鈥, erinnert sich Jan Krell. 鈥濧uf Dauer war diese Komplexit盲t f眉r uns nicht mehr leistbar鈥, erg盲nzt Thomas Schulze.

Hinzu kam, dass der neue Marketingchef Marty Homlish, der im Jahr 2000 zur 麻豆原创 kam, bald mit Unterst眉tzung von Hasso Plattner darauf dr盲ngte, 鈥瀠nser Demosystem besser und sch枚ner zu gestalten鈥, wie Gerhard van der Beck erz盲hlt.

Nicht zuletzt konnte IDES die gestiegenen Erwartungen der Kunden an eine einfache und schnelle M枚glichkeit des Testens im Internet mit dem Slogan 鈥濼est-drive Your Solution Online鈥 nicht erf眉llen, so Gerhard. 鈥濫s fehlte an Performance, und die Technologie, der Internet Transaction Server, lief noch nicht so stabil wie erhofft.鈥

IDES b眉脽te ganz allm盲hlich an Bedeutung ein. Doch auch wenn es nicht mehr IDES hei脽t: Das Team ist immer noch da und betreibt heute mit der und verschiedenen Technologien Demosysteme, mit denen 麻豆原创-Vertrieb und Presales beim Kunden Demos zeigen. Kunden, die sich ein Testpaket herunterladen wollen, verweisen Jan und Kollegen an die .

W盲hrend Dietmar Pf盲hler l盲ngst im Ruhestand ist und in dieser Zeit acht Jahre lang den von Dietmar Hopp gegr眉ndeten Verein 鈥炩 leitete, sind Marcelo Cura Daball und Gerhard van der Beck immer noch bei 麻豆原创 鈥 seit 36 beziehungsweise 30 Jahren. Sie haben IDES mit ihren Kolleginnen und Kollegen als innovatives Demosystem etabliert, das noch heute seine Anh盲nger (etwa bei University Alliances) hat. Gerhard bringt seine Expertise ins Team 鈥濩ustomer Adoption鈥 ein, Marcelo besch盲ftigt sich im Vorstandsbereich Customer Services & Delivery mit der Entwicklung von Automatisierungstools f眉r Demo- und Trainingssystemlandschaften. Beide demonstrieren, dass sie in 鈥瀒hrer鈥 麻豆原创 nicht zum alten Eisen geh枚ren.

Stolz auf IDES

鈥濧ls langj盲hriger Mitarbeiter im Sales und Presales und vor allem als fr眉herer Kunde von 麻豆原创 war mir die Bedeutung von erkl盲rbaren Beispielen immer ein Anliegen. Mit dem IDES-Projekt war es uns zum ersten Mal in die Hand gegeben, f眉r alle Mitarbeiter und sp盲ter auch f眉r die Kunden anhand von verst盲ndlichen Beispielen die komplexen Abl盲ufe innerhalb des Systems deutlich zu machen und damit das Lernen und Verstehen wesentlich zu unterst眉tzen.

Auch jetzt, nach so vielen Jahren, freue ich mich immer noch dar眉ber, dass diese schwierige Aufgabe in der gro脽en 麻豆原创-Familie als Gemeinschaftsprojekt geschaffen werden konnte und sp盲ter durch eine exzellente Gruppe dauerhaft fortgef眉hrt wurde.

Ich bin stolz auf 麻豆原创 und auf IDES und den Weg, den es genommen hat. Danke an alle, die IDES 眉ber so viele Jahre gepflegt und weiterentwickelt haben.鈥

Dietmar Pf盲hler

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麻豆原创-Geschichte: Eine Stimme f眉r Gro脽kunden /germany/2024/09/sap-geschichte-grosskunden/ Thu, 05 Sep 2024 06:00:00 +0000 /germany/?p=180174 Johann-Peter Kaimer nimmt uns mit in die fr眉hen 1990er Jahre und erz盲hlt von seinen Erfahrungen beim Verkauf von 麻豆原创 R/3 an namhafte Unternehmen. Johann-Peter Kaimer...

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Johann-Peter Kaimer nimmt uns mit in die fr眉hen 1990er Jahre und erz盲hlt von seinen Erfahrungen beim Verkauf von 麻豆原创 R/3 an namhafte Unternehmen.

Johann-Peter Kaimer kam im April 1992 zu 麻豆原创. Er wurde im neuen Team des Vertriebs f眉r Gro脽unternehmen eingestellt, das von 麻豆原创-Mitbegr眉nder Dietmar Hopp ins Leben gerufen wurde, um Gro脽kunden des Unternehmens zum Umstieg von 麻豆原创 R/2 auf 麻豆原创 R/3 zu bewegen. 麻豆原创 R/3 ist die Client/Server-Software, die 麻豆原创 im folgenden Jahr im gro脽en Stil einf眉hren wollte. Die anfangs kleine Gruppe erfahrener Vertriebsmitarbeiter hatte die Aufgabe, die komplexen Unternehmensstrukturen der Gro脽kunden mit zum Teil mehreren hundert Niederlassungen weltweit zu analysieren, Kontakte zu den Entscheidungstr盲gern zu kn眉pfen und als deren Sprachrohr bei 麻豆原创 zu fungieren.

Johann-Peter Kaimer verbindet einen Kundentermin in Brasilien mit dem Besuch eines Fu脽ballspiels.

Urspr眉nglich f眉r den Mittelstand konzipiert, stellte sich bald heraus, dass 麻豆原创 R/3 auch f眉r Tochtergesellschaften gro脽er Unternehmen geeignet war, die ihre eigene Software – in der lokalen Version ihrer Wahl – in einer modernen IT-Umgebung betreiben wollten. So dauerte es nicht lange, bis der Vertrieb f眉r Gro脽unternehmen aus dem Verborgenen auftauchte und mit gro脽en Namen wie Nestl茅, Krupp-Hoesch und Lufthansa wichtige Vertr盲ge abschloss.

Nach 12 erfolgreichen Jahren im Vertrieb von Gro脽unternehmen leitete Johann-Peter weitere zwei Jahre lang einen Gro脽auftrag im Immobiliensektor, bevor er ins Partnermanagement wechselte. Im Jahr 2015 ging er in den Ruhestand.

In seinem Interview beschreibt Johann-Peter, welchen Herausforderungen er und seine Kollegen auf der ganzen Welt gegen眉berstanden, was 麻豆原创 R/3 so besonders machte und warum 麻豆原创 f眉r ihn ein gro脽artiger Arbeitsplatz war.

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Das Ende der Gr眉nder盲ra /germany/2024/05/das-ende-der-gruenderaera/ Wed, 15 May 2024 06:00:00 +0000 /germany/?p=179368 Mit dem Ausscheiden Hasso Plattners aus dem 麻豆原创-Aufsichtsrat im Mai 2024 geht die 脛ra der Gr眉nderv盲ter bei 麻豆原创 endg眉ltig zu Ende. 鈥濻einen Nutzen kann man...

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Mit dem Ausscheiden Hasso Plattners aus dem 麻豆原创-Aufsichtsrat im Mai 2024 geht die 脛ra der Gr眉nderv盲ter bei 麻豆原创 endg眉ltig zu Ende.

鈥濻einen Nutzen kann man nicht beziffern, aber die 麻豆原创 w盲re ohne ihn niemals so erfolgreich geworden鈥, hat 麻豆原创-Mitgr眉nder Dietmar Hopp einst 眉ber Hasso Plattner gesagt. Mit der Hauptversammlung am 15. Mai wird Hasso nach 21 Jahren als Vorsitzender aus dem Aufsichtsrat ausscheiden.

Ein Gro脽er geht – und der Kanzler kommt zum Abschied: Ehrung f眉r Hasso Plattner

Ein Blick auf wichtige Meilensteine in Hassos insgesamt mehr als 52 Jahren bei 麻豆原创 macht deutlich: Hasso hat gemeinsam mit Dietmar Hopp und den Mitgr眉ndern den Markt f眉r betriebswirtschaftliche Realtime-Software geschaffen, er hat 麻豆原创 erfolgreich durch mehr als f眉nf Jahrzehnte IT-Geschichte gesteuert, er hat die globale Expansion vorangetrieben und 麻豆原创 von einer Ein-Produkt-Firma zum weltgr枚脽ten Anbieter von Unternehmensanwendungen entwickelt. Unerm眉dlich hat Hasso dem Unternehmen und seinen Mitarbeitenden immer wieder neue Horizonte er枚ffnet, hat technologische Trends aufgesp眉rt und mit seinem Forschergeist nicht nur den Umgang mit Daten revolutioniert.

1972: Die Anf盲nge

Hasso Plattner (sitzend) erl盲utert Kollegen von IBM und ICI die Realtime-Bildschirmanwendung.

Nachdem Hasso Plattner mit Dietmar Hopp die erste Realtime-Bildschirmanwendung in Deutschland realisiert hat, gr眉nden sie am 1. April 1972 gemeinsam mit den IBM-Kollegen Claus Wellenreuther, Klaus Tschira und Hans-Werner Hector die Firma Systemanalyse Programmentwicklung.

1973 wird die erste Finanzbuchhaltung, das System RF, fertiggestellt. Dabei steht das 鈥濺鈥 f眉r Realtime. Das unter F眉hrung von Hasso entwickelte System RF bildet den Grundstein f眉r die kontinuierliche Entwicklung weiterer Softwaremodule des Systems, das erst sp盲ter den Namen 鈥灺槎乖 R/1鈥 tr盲gt. 鈥濱ch habe vorher nichts von Finanzbuchhaltung verstanden und danach konnte ich Seminare halten vor CFOs. Und nicht, weil ich so viele B眉cher gelesen habe oder so schlau bin, sondern weil ich bei den Kunden gelernt habe, wie man ein solches System baut. Ich bin jeden Tag beim Kunden gesessen.鈥

1976:Die Aufbaujahre

Die Firma Systemanalyse Programmentwicklung wird in 麻豆原创 umbenannt. Noch bet盲tigen sich die Gr眉nder und ihre gerade mal rund 30 Mitarbeiter gleichzeitig als Entwickler, Verk盲ufer und Berater. Hasso Plattner und Dietmar Hopp spornen sich bei der Programmierung und beim Verkauf ihrer L枚sungen zu immer neuen H枚chstleistungen an. Hopp habe einmal 鈥瀖ehr verkauft als ich, was mir sehr gestunken hat鈥, erz盲hlt Hasso. Beide h盲tten in den Bereichen, in denen sich ihre F盲higkeiten und Aufgaben 眉berlappten, 鈥瀒ntern erbittert darum gerungen鈥, den anderen hinter sich zu lassen. Aber beide wissen auch, wie sie ihren Ehrgeiz und ihr Faible f眉r sportlichen Wettkampf zum Wohle der jungen Firma in die richtigen Bahnen lenken.

Sie sind ehrgeizig und spornen sich immer wieder gegenseitig zu H枚chstleistungen an: Dietmar Hopp (links) und Hasso Plattner (im Jubil盲umsjahr 2022).

1988: Umwandlung und B枚rsengang

Die 麻豆原创 GmbH wird in eine Aktiengesellschaft, die 麻豆原创 AG, umgewandelt. Mit dem Gang an die deutschen B枚rsen in Frankfurt und Stuttgart im Oktober erh盲lt 麻豆原创 die Finanzmittel f眉r die weitere Expansion.

Der B枚rsengang war der Beginn einer steilen Aktienkarriere.

1991: Entwicklung von R/3

Das System R/3 machte 麻豆原创 zum Global Player. Im Bild Hasso 1991 bei einem Hewlett-Packard-Event.

Hasso erz盲hlt 1997 anl盲sslich des 25. 麻豆原创-Geburtstags 眉ber 鈥瀌ie wohl dramatischste Situation鈥 in der 麻豆原创-Geschichte, die sich Ende Januar 1991 abspielte: 鈥濫in Jahr vor dem endg眉ltigen Liefertermin von R/3 stellten wir im Test fest, dass die Performance auf unserem Gro脽rechner v枚llig unzureichend und die Testbedingungen unakzeptabel sind. Sechs Wochen vor der geplanten Pr盲sentation auf der CeBIT in Hannover war das Projekt so gut wie gescheitert.

In der folgenden Krisensitzung, sie fand angesichts der Brisanz im Stehen statt, stoppten wir die Entwicklung f眉r die Mainframesysteme und sahen unsere letzte Chance in den neuen hochperformanten Unix-Workstations, die wir bis dato nur in der Entwicklung nutzten.

Die Pr盲sentation auf Unix schlug wie eine Bombe ein. Anderthalb Jahre sp盲ter begann die Auslieferung von R/3. Das war die Geburtsstunde des R/3. Eine kaufm盲nnische Anwendung f眉r netzwerkbasierte Rechner.鈥

1992: Auf nach Amerika

Als es Anfang der 1990er-Jahre ums Tempo der Einf眉hrung von 麻豆原创 R/3 geht, sorgt sich Mitgr眉nder Dietmar Hopp um die R/2-Ums盲tze in Deutschland. Hasso erinnert sich: 鈥濪ietmar und ich standen in seinem Zimmer und er sagte: Es sieht nicht gut aus, aber das Einzige, was ich mir vorstellen kann, Du packst das System ein und gehst nach Amerika.鈥 Sie vereinbaren, dass die Firma in Deutschland weiter die Mainframe-Software R/2 propagiert, aber in den USA alles auf die Karte R/3 setzt.

Auf der wenig sp盲ter folgenden Sapphire im September 1992 in Orlando k眉ndigt Hasso an: Wer jetzt das System R/3 bestellt, erh盲lt es innerhalb von sechs Wochen. Kurz danach im Oktober unterschreibt der Computerhersteller Convex einen Vertrag als erster R/3-Kunde in den USA. Und als sich wenig sp盲ter auch die zehntgr枚脽te amerikanische Firma, die 脰lfirma Chevron, f眉r R/3 entscheidet, macht sich die eigentlich f眉r den Mittelstand konzipierte Software endg眉ltig zu ihrem globalen Siegeszug auf.

Der Computerhersteller Convex war der erste R/3-Kunde in den USA.

1993: Partnerschaft

麻豆原创 beginnt die Zusammenarbeit mit Microsoft, dem gr枚脽ten Softwarehersteller der Welt.

Bill Gates kommt eigens zur Vertragsunterzeichnung nach M眉nchen eingeflogen und verk眉ndet: 鈥濿ir freuen uns, dass die 麻豆原创 als einer der erfolgreichsten Anbieter von Standardsoftware Microsofts Client-Server-Betriebssystem unterst眉tzt. Wir sind davon 眉berzeugt, dass viele Unternehmen das Engagement von 麻豆原创 als Ansto脽 sehen, sich gleicherma脽en f眉r Windows NT zu entscheiden.鈥

Der Beginn einer fruchtbaren Partnerschaft: Microsoft-Gr眉nder Bill Gates und Hasso Plattner.

Im Jahr 2010 gratuliert der Microsoft-Gr眉nder seinem 鈥濬reund und Kollegen鈥 zur Auszeichnung mit dem 鈥濼ransatlantic Partnership Award鈥. 鈥濱ch kenne Hasso seit mehr als drei Jahrzehnten und bin immer wieder beeindruckt von seinen Kenntnissen, seiner Energie und seinen Visionen.鈥

1997: 麻豆原创 feiert 25. Geburtstag

麻豆原创 wird 25 Jahre alt und feiert mit dem Ministerpr盲sidenten des Landes Baden-W眉rttemberg, Erwin Teufel (links), und dem damaligen Bundeskanzler Helmut Kohl (rechts). Dazwischen die Gr眉nder Dietmar Hopp, Klaus Tschira und Hasso Plattner.

Hasso wird zum Vorstandssprecher ernannt. In seiner Rede anl盲sslich des 25. 麻豆原创-Geburtstags spricht er 眉ber die Faktoren des Erfolgs: 鈥濪ie Konzentration auf das Produkt ist eine S盲ule des Erfolgs der 麻豆原创, denn der Erfolg eines Produktes einer Firma wird auch zum pers枚nlichen Erfolg ihrer Mitarbeiter, der mindestens ebenso wichtig ist wie die finanzielle Entlohnung. Die Identifikation unserer Mitarbeiter mit dem Produkt war stets die Triebfeder f眉r au脽ergew枚hnliche Leistungen. Wie stark die Meinungsverschiedenheiten auch immer waren, wir haben uns stets auf das Produkt zur眉ckbesinnen und neue Kr盲fte sammeln k枚nnen. 脺ber 25 Jahre haben die Gr眉nder und die Mitarbeiter der 麻豆原创 die urspr眉ngliche Produktvision nie verraten und nach anderen Besch盲ftigungsfeldern gesucht.鈥

1998: 麻豆原创 erobert New York

Am 3. August 1998 erscheinen die Buchstaben 麻豆原创 erstmals am 鈥濨ig Board鈥 der New York Stock Exchange, der gr枚脽ten B枚rse der Welt. Vorstandsprecher Hasso Plattner bezeichnet die B枚rseneinf眉hrung an der Wall Street als eine 鈥瀞trategische Notwendigkeit und konsequenten Meilenstein in der Geschichte der 麻豆原创鈥.

Der Gang an die New Yorker B枚rse steigerte den Bekanntheitsgrad der 麻豆原创 auf ihrem wichtigsten Absatzmarkt enorm.

Im selben Jahr gr眉ndet Hasso das Hasso-Plattner-Institut f眉r Softwaresystemtechnik (HPI) in Potsdam. 鈥濪ieses Institut hier in Potsdam ist mein Beitrag, international wettbewerbsf盲higen F眉hrungskr盲ftenachwuchs auszubilden, der die digitale Welt mitgestaltet und voranbringt.鈥

Hasso bildet nach dem Wechsel der beiden Gr眉nder Dietmar Hopp und Klaus Tschira vom Vorstand in den Aufsichtsrat zusammen mit Henning Kagermann die 麻豆原创-F眉hrungsspitze. 

1999: Revolution my麻豆原创.com

Um im bedeutsam werdenden Internet-Business erfolgreich zu sein, setzt Hasso auf die my麻豆原创.com-Strategie.

Im Mai k眉ndigt Hasso die neue Strategie my麻豆原创.com an und l盲utet damit eine komplette Neuausrichtung des Unternehmens sowie seines Produktangebots ein. my麻豆原创.com verbindet E-Commerce-L枚sungen mit den bestehenden ERP-Anwendungen auf der Grundlage modernster Webtechnologie.

Den Erfolg im Internet erkl盲rt Hasso zur 鈥灻渂erlebensfrage鈥. Nach der Live-Demo von my麻豆原创.com auf der Sapphire in Philadelphia im September 1999 鈥 eingeleitet durch den von Hasso an der E-Gitarre gespielten Queen-Song 鈥濱 want to break free鈥 鈥 lassen sich die Kunden schnell auf die 麻豆原创-Webstrategie ein. Hasso denkt schon wieder weiter: 脺ber das Hosten von Anwendungen auf 麻豆原创-Servern und die Abwicklung von Gesch盲ften online sagt er: 鈥濱ch bin mir sicher, dass das die Zukunft des Software-Verkaufs ist.鈥

2003: Vom Vorstand in den Aufsichtsrat

Hasso zieht sich aus dem Vorstand zur眉ck und wird zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats gew盲hlt.

Bei der Hauptversammlung sagt Hasso: 鈥濧us dem Shootingstar der 90er-Jahre ist ein Weltklasseunternehmen geworden, das auf einer Stufe mit IBM, Microsoft und Oracle steht.鈥

Mit Hassos R眉ckzug aus dem Vorstand ist Henning Kagermann (links) alleiniger Vorstandssprecher. (Rechts) Dietmar Hopp.

Mit gro脽er Leidenschaft und dem Blick f眉r technologische Trends treibt Hasso auch nach seinem Wechsel 2003 in den Aufsichtsrat als 鈥濩hief Software Advisor鈥 sein Unternehmen voran. Im selben Jahr gr眉ndet er das Hasso Plattner Institute of Design an der Universit盲t Stanford und f眉hrt mit Design Thinking einen neuen Ansatz ein, kreative L枚sungen f眉r komplexe Probleme zu finden.

2006: Die In-Memory-Datenbank

2006 beginnt Hasso mit Studierenden an seinem Hasso-Plattner-Institut, an den Grundlagen einer revolution盲ren In-Memory-Datenbank zu arbeiten. Das Ergebnis ist 麻豆原创 HANA (High-Performance ANalytic Appliance), eine von Grund auf neu entwickelte spaltenorientierte In-Memory-Datenbank.

Hasso: 鈥濫s ist nicht so einfach, als gro脽es Unternehmen auszubrechen und etwas radikal anderes zu machen. An der Universit盲t hat man die Freiheit.鈥

Gerne gibt Hasso sein Wissen an junge Menschen weiter.

2011: Treiber des Wachstums

Bei der Sapphire 2012 in Orlando spricht Hasso 眉ber die Bedeutung von 麻豆原创 HANA.

Die ersten Kunden implementieren die 麻豆原创-HANA-Plattform. Die Nachfrage nach 麻豆原创 HANA l盲sst sich mit der Nachfrage nach der 麻豆原创-R/3-Software zur Zeit ihrer Markteinf眉hrung vergleichen.

Zwei Jahre sp盲ter wird die komplette 麻豆原创 Business Suite auf 麻豆原创 HANA umgestellt. In den drei Jahren seit seiner Einf眉hrung erzielt 麻豆原创 HANA knapp 1,2 Milliarden Euro Umsatz und wird zu einem der wachstumsst盲rksten Produkte in der Geschichte der Unternehmenssoftware.

In einem Interview mit dem deutschen Handelsblatt sagt Hasso 2020 眉ber 麻豆原创 HANA: 鈥濪ie Hana-Datenbank ist in der Praxis so 眉berlegen, dass es dazu keine Alternative gibt. Und ganz ehrlich: Sie hat 麻豆原创 das Leben gerettet, weil wir damit unser ERP-System erst einmal ohne viel 脛nderung um einen Faktor beschleunigt und gleichzeitig physisch verkleinert haben 鈥 f眉r unsere Kunden eine Riesenkostenersparnis.鈥

2015: Die Stiftung

Hasso engagiert sich auch im Bildungs- und Kultursektor. Zu diesem Zweck gr眉ndet er 2015 die Hasso Plattner Foundation.

Zu seinem Engagement f眉r wohlt盲tige Zwecke geh枚rt etwa die F枚rderung der Gesundheitsversorgung und gesundheitlichen Aufkl盲rung in S眉dafrika. Auch die Stadt Potsdam hat Hasso viel zu verdanken. Das Hasso-Plattner-Institut ist die gr枚脽te Investition einer Einzelperson in die Stadt Potsdam und gleichzeitig das Projekt, das am meisten seine Handschrift tr盲gt. Das von ihm wieder aufgebaute Museum Barberini vervollst盲ndigt das Stadtbild Potsdams und bietet seiner beeindruckenden Sammlung impressionistischer Gem盲lde (der gr枚脽ten au脽erhalb Frankreichs) ein Zuhause. Mit dem Kunsthaus MINSK rettete er eine der wenigen architektonischen Ikonen der DDR-Zeit und schuf ein Zuhause f眉r seine DDR-Kunstsammlung.

Viel Prominenz bei der Er枚ffnung des Museums Barberini in Potsdam 2017.

Auf die Frage nach seinem gesellschaftlichen Engagement antwortet Hasso: 鈥濪as R眉stzeug f眉r mein Leben verdanke ich meinen Eltern und vor allem meinem Studium an der staatlichen Universit盲t Karlsruhe. Deshalb m枚chte ich im Bereich der Bildung etwas zur眉ckgeben, damit auch andere davon profitieren k枚nnen.鈥

2022: Von den Kunden lernen

Zum 50. Geburtstag der 麻豆原创 r盲t Hasso: 鈥濱ch empfehle, zur眉ck zu den Anf盲ngen der 麻豆原创 zu gehen und die 麻豆原创-Teams zum Kunden zu schicken. Sie sollen nicht unsere Standardsysteme implementieren, sondern herausfinden, was der Kunde mit Tools von 麻豆原创 und anderen Anbietern macht. Dann k枚nnen wir gezielt dort ansetzen. Es gibt viele interessante Unternehmen da drau脽en, von und mit denen wir lernen k枚nnen. Wir m眉ssen zu den Kunden gehen und mit ihnen zusammenarbeiten.鈥

Und er erg盲nzt in Richtung der Mitarbeitenden: 鈥濨ehandelt die Kunden gut 鈥 wenn wir sie erst einmal gewonnen haben, m眉ssen wir sie halten. Das ist eine der St盲rken der 麻豆原创. Und denkt niemals, es sei geschafft. Ihr m眉sst euch immer weiter anstrengen. Denn geschafft ist es nie.鈥

鈥濨ehandelt die Kunden gut鈥 鈥 Hassos Wunsch an die Mitarbeitenden zum 50. Geburtstag der 麻豆原创.

2024

Hasso verl盲sst den Aufsichtsrat. Die Gr眉nder盲ra bei 麻豆原创 geht endg眉ltig zu Ende.

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麻豆原创 R/3 im Norden ganz vorne /germany/2024/01/sap-r3-norden/ Fri, 26 Jan 2024 07:00:00 +0000 /germany/?p=177611 Vor mehr als 35 Jahren begann die Erfolgsstory der 麻豆原创 in den nordischen L盲ndern. Helle Dochedahl, Gesch盲ftsf眉hrerin 麻豆原创 Nordic & Baltic, und der ehemalige 麻豆原创-Vorstandssprecher...

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Vor mehr als 35 Jahren begann die Erfolgsstory der 麻豆原创 in den nordischen L盲ndern. Helle Dochedahl, Gesch盲ftsf眉hrerin 麻豆原创 Nordic & Baltic, und der ehemalige 麻豆原创-Vorstandssprecher Jim Hagemann Snabe erinnern sich 鈥 auch an einen der ersten produktiven 麻豆原创-R/3-Kunden.

Als Helle Dochedahl und Jim Hagemann Snabe sich Mitte der 1980er-Jahre an der Universit盲t in Aarhus/D盲nemark kennenlernten, konnten sie nicht wissen, dass sich ihre Wege noch einige Male kreuzen w眉rden. Zum Beispiel 1993.

Die Trends f眉r 2024: Wie generative KI ERP-Anwendungen auf vierfache Weise ver盲ndert

Snabe war Beratungsleiter bei 麻豆原创 in D盲nemark, wo er im April 1990 als junger Trainee direkt nach seinem Studium angeheuert hatte. 鈥灺槎乖 baute in diesen Jahren ihr internationales Gesch盲ft in gro脽em Stil aus und stellte junge Leute aus aller Welt ein, die nach einer zw枚lfmonatigen Schulung in Walldorf zur眉ck in ihre Heimatl盲nder geschickt wurden鈥, erz盲hlt Snabe. So kam er im April 1991 zur眉ck nach D盲nemark in ein B眉ro mit rund 25 Leuten, etwa die H盲lfte von ihnen waren Berater.

Und schon ein paar Monate sp盲ter fragte man ihn, ob er die Leitung der Beratung in D盲nemark 眉bernehmen wolle. Snabe dazu: 鈥濱ch war mit gerade mal 24 Jahren der J眉ngste, aber ich hatte in dem Jahr in Deutschland ein gutes und solides Verst盲ndnis vom damaligen 麻豆原创-R/2-System erworben. Es war ein Beleg f眉r die Kultur der 麻豆原创, den Mitarbeitern Vertrauen zu schenken und ihnen schnell M枚glichkeiten zu er枚ffnen, sich zu entwickeln.鈥

Unterst眉tzung von der Mutter

1993 also 鈥 Dochedahl war nach der Geburt ihres ersten Sohnes noch im Mutterschaftsurlaub bei einer kleinen d盲nischen ERP-Firma. Snabe suchte f眉r sein Beraterteam weitere Unterst眉tzung. Dochedahl meint: 鈥濱ch sah die Zeitungsanzeige, und da ich 眉ber Jim und andere ehemalige Kommilitonen einiges 眉ber 麻豆原创 wusste, kam ich ins Gr眉beln.鈥 Snabe lebte mit ihrem Mann, der ebenfalls in der IT-Branche t盲tig ist, noch in Aarhus. 麻豆原创 hatte sich jedoch bereits 1988 in der d盲nischen Hauptstadt niedergelassen. 鈥濫s war klar, wenn du in der IT etwas werden wolltest, musstest du nach Kopenhagen ziehen. Also rief ich erstmal meine Mutter an鈥, erz盲hlt Dochedahl. Die stimmte zu, ihre Tochter bei der Betreuung des Enkels zu unterst眉tzen. Als n盲chstes telefonierte Dochedahl mit Snabe, der sie sofort einstellte. Einer Sache musste Snabe zustimmen. Dochedahl: 鈥濱ch konnte und wollte wegen meines Kleinen nicht mehrere Monate nach Walldorf zur Schulung. Also brachte ich mir das meiste 麻豆原创-Wissen selbst bei. Ab und zu reiste ich aber doch f眉r eine Woche nach Walldorf.鈥

Mit dem Gro脽rechner-Programm 麻豆原创 R/2 befasste sich Dochedahl nach ihrem Einstieg 1993 nur noch am Rande. Denn 麻豆原创 hatte im Jahr zuvor die Client-Server-Software 麻豆原创 R/3 auf den Markt gebracht. Und die kleine d盲nische Landesgesellschaft sollte hierbei Geschichte schreiben.

Die Anf盲nge in den nordischen L盲ndern

R眉ckblende: Mit Marketing- und Vertriebsaktionen sowie ersten Kundenworkshops machte sich 麻豆原创 von 1987 an in Skandinavien einen Namen. Den ersten Businessplan f眉r die M盲rkte im Norden Europas entwarf Joergen Oestergaard. Er war bereits Anfang 1987 zum Gesch盲ftsf眉hrer der nordischen L盲nder ernannt worden. Die ersten 麻豆原创-R/2-Systeme waren schnell verkauft und implementiert waren und das Interesse der Unternehmen kontinuierlich wuchs, beschlossen der 麻豆原创-Vorstand und die Tochter 麻豆原创 International die Gr眉ndung der ersten Landesgesellschaften im Norden Europas: Im Februar wurden die 麻豆原创 Svenska AB und im M盲rz 1988 die 麻豆原创 Danmark A/S gegr眉ndet.

脺bersetzung ins Norwegische

W盲hrend Kundinnen und Kunden in Norwegen bis in die 1990er-Jahre von D盲nemark aus betreut wurden, k眉mmerten sich die Mitarbeitenden der 麻豆原创 in Schweden bis Ende der 1990er-Jahre auch um Firmen in Finnland. Gesch盲ftsf眉hrer der 麻豆原创 International, die seit 1984 von Biel/Schweiz aus das internationale Gesch盲ft der 麻豆原创 verantwortete und die Expansion in alle Welt vorantrieb, war Hans Schlegel. Er war auch dabei, als im April 1988 in einem Hotel und Skiresort n枚rdlich von Oslo die Kolleginnen und Kollegen der 麻豆原创 D盲nemark und der 麻豆原创 Schweden f眉r f眉nf Tage zum 鈥濶ordic Kick-off鈥 zusammenkamen. Mit von der Partie waren einige Mitarbeitende von A/S EDB (steht f眉r Electronic Data Processing), einem norwegischen IT-Unternehmen, das bereits seit 25 Jahren auf dem Markt agierte. Es sollte der 麻豆原创 als Partner helfen, das 麻豆原创-R/2-System zu verkaufen und ins Norwegische zu 眉bersetzen. Gemeinsam wollten die Teams im Hotel Storefjell ihre Aktivit盲ten koordinieren, Wissen und Erfahrungen austauschen.

Chemiekonzern Kemira bringt globales Gesch盲ft im Big Bang in die Cloud

Das gelang ihnen sehr gut, denn beide Landesgesellschaften entwickelten sich in den n盲chsten Jahren pr盲chtig. Die 麻豆原创 Schweden beispielsweise erwirtschaftete 1992 bereits einen Umsatz von rund 3,6 Millionen US-Dollar (ca. 30 Millionen schwedische Kronen). Zu ihren Kunden z盲hlten neben einigen Tochtergesellschaften deutscher Konzerne etwa die staatliche schwedische Eisenbahngesellschaft SJ (Statens J盲rnv盲gar), Ericsson Business Communications und die Skandinaviska Enskilda Banken (SEB).

Sich neu erfinden 鈥 rechtzeitig

Snabe kam schon 1991 erstmals mit 麻豆原创 R/3 in Ber眉hrung und begann mit dem Team der 麻豆原创 D盲nemark, 鈥瀌ie Vision von 麻豆原创 R/3 an erste Nordic-Kunden zu verkaufen鈥 鈥 noch bevor das Produkt im Juli 1992 offiziell auf den Markt kam. Zu den Firmen, die bereits 麻豆原创 R/2 im Einsatz hatten, geh枚rte der finnische Chemiekonzern Kemira, der seine Zentrale damals noch in Kopenhagen hatte.

Wie sich 麻豆原创-Mitgr眉nder Hasso Plattner in seinem Buch 鈥濪em Wandel voraus鈥 erinnert, war die Einf眉hrung von 麻豆原创 R/2 bei Kemira 鈥瀞ehr m眉hsam gewesen鈥. Darum habe er der Firma, einer 鈥濽NIX-Firma鈥, versprochen, 鈥瀞obald wir ein UNIX-System haben, werden wir Ihr System ersetzen鈥. Im Sommer 1992 war es so weit: Snabe und sein Team gewannen einen neuen 麻豆原创-R/3-Kunden f眉r 麻豆原创 und Kemira wurde laut Dochedahl 鈥瀦um ersten produktiven 麻豆原创-R/3-Kunden in einem nicht-deutschsprachigen Land鈥. Dochedahl war damals noch nicht bei 麻豆原创, aber sie besuchte den Kunden einige Zeit sp盲ter 鈥瀠nd sie erz盲hlten mir diese Geschichte und wie stolz sie waren, dass sie zu den Vorreitern geh枚rten und das Wagnis eingegangen waren鈥.

Leben neben dem B眉ro

F眉r Dochedahl hatte dieser Besuch der Kemira-Niederlassung auch eine pers枚nliche Note: 鈥濭egen眉ber vom Kemira-B眉ro sah ich ein St眉ck Land, das zum Verkauf angeboten wurde. Wir kauften das Grundst眉ck, bauten ein Haus und jetzt sind es 眉ber 28 Jahre, dass wir dort leben.鈥

Snabe sieht die erfolgreiche Einf眉hrung von 麻豆原创 R/3 bei Kemira, in den nordischen L盲ndern und 眉berall auf der Welt noch in einem anderen Licht. 鈥灺槎乖 war zu dieser Zeit mit 麻豆原创 R/2 sehr erfolgreich unterwegs. Doch trotz des Erfolgs beschloss die Firma, massiv in die n盲chste Generation von L枚sungen zu investieren. Ich denke, das geh枚rt zu den Gr眉nden, warum 麻豆原创 auch heute noch eine der wenigen erfolgreichen europ盲ischen IT-Firmen ist. 麻豆原创 konnte sich immer wieder aus einer Position der St盲rke heraus neu erfinden, anstatt wie viele Mitbewerber zu warten, bis sie in Schwierigkeiten waren.鈥


Helle Dochedahl

Im April 2023 feierte Dochedahl ihren 30. 麻豆原创-Geburtstag. 鈥濱ch wurde mit 麻豆原创 R/3 geboren鈥, sagt sie, verweist aber auch auf viele andere Meilensteine ihrer eigenen 麻豆原创-Historie. Sie erinnert sich gerne and die bereichernde Zusammenarbeit mit zahlreichen Unternehmen wie Arla, Carlsberg oder Velux in den ersten Jahren als Kollegin im nordischen Presales. 鈥濱ch hatte das gro脽e Gl眉ck, in vielen verschiedenen Bereichen wie Presales, Schulung, COO und jetzt Vertrieb arbeiten zu d眉rfen. Ich hatte Positionen in D盲nemark, Nordic, EMEA und EMEA S眉d inne, die mir die M枚glichkeit gaben, meine Karriere je nach Lebenslage und meinen pers枚nlichen W眉nschen anzupassen. Was ich an 麻豆原创 liebe, ist, dass man immer die Hand heben kann und es Entwicklungsm枚glichkeiten f眉r alle Lebensphasen gibt.鈥

Warum sie immer noch bei 麻豆原创 arbeitet? 鈥濵an bleibt in einem Unternehmen, in dem man sich wohlf眉hlt!鈥 sagte Dochedahl. 鈥濫s ist die Mischung aus tollen Kolleginnen und Kollegen, der wichtigen Arbeit, die wir f眉r unsere Kunden leisten, und der M枚glichkeit, immer wieder Neues auszuprobieren. Alles zusammen macht den Zauber aus.鈥


Jim Hagemann Snabe

Snabe kam 1990 als Trainee zu 麻豆原创 und arbeitete bald als Consulting Manager, bevor er im Oktober 1994 zu IBM wechselte. Im Januar 1997 kehrte er zur 麻豆原创 zur眉ck und wurde Gesch盲ftsf眉hrer von 麻豆原创 Schweden. Er hatte zahlreiche F眉hrungspositionen bei der 麻豆原创 inne, unter anderem in den Bereichen Vertrieb, Beratung und Entwicklung. Im Juli 2008 wurde Snabe zum Vorstandsmitglied der 麻豆原创 ernannt und war in dieser Rolle f眉r Innovation und Produktentwicklung verantwortlich. Im Februar 2010 wurde er gemeinsam mit Bill McDermott zum Vorstandssprecher berufen.

Nachdem er 2014 sein Vorstandsmandat niedergelegt hatte, war Snabe bis Juli 2017 Mitglied des Aufsichtsrats der 麻豆原创. Snabe ist heute unter anderem Aufsichtsratsvorsitzender bei Siemens und Northvolt.


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麻豆原创 Hellas /germany/2023/05/sap-hellas/ Fri, 05 May 2023 06:00:13 +0000 /germany/?p=165936 Im Mai feiern zwei M盲nner runde Geburtstage, die entscheidend am Aufbau der 麻豆原创 in Griechenland beteiligt waren: Phaedon Hadjisavvas und Dieter Matheis. Von seinem Haus...

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Im Mai feiern zwei M盲nner runde Geburtstage, die entscheidend am Aufbau der 麻豆原创 in Griechenland beteiligt waren: Phaedon Hadjisavvas und Dieter Matheis. Von seinem Haus auf Lesbos aufs Meer hinausschauen 鈥 das ist nichts f眉r Phaedon Hadjisavvas. Zumindest nicht andauernd. 鈥濱ch kann nicht zuhause sitzen und nichts tun鈥, sagt der ehemalige Gesch盲ftsf眉hrer der 麻豆原创 Hellas. 鈥濱ch mag es, besch盲ftigt zu sein.鈥

Nun ja, alles zu seiner Zeit, und wenn es die Zeit ist, abzuschalten, dann liebt es Phaedon, auf der drittgr枚脽ten griechischen Insel zu sein, die f眉r viele noch immer ein Geheimtipp ist: 鈥濴esbos ist anders als die anderen Inseln, ist urspr眉nglicher und hat weniger Touristen鈥, sagt er.

Manchmal wiederum hat er es gerne, viele Leute um sich herum zu haben. Zum Beispiel am 12. Mai. 聽Dann feiert der Sohn griechischer Zyprioten n盲mlich seinen 70. Geburtstag. Zu den Gratulanten wird einer geh枚ren, der zwei Wochen sp盲ter ebenfalls auf ein bewegtes Leben zur眉ckblicken kann: Der fr眉here Kaufm盲nnische Leiter der 麻豆原创, Dieter Matheis, wird 80 Jahre alt. Und gemeinsam werden die beiden Freunde dann auf die rund zehn Jahre ab 1994 zur眉ckblicken, in denen sie zusammen mit ein paar anderen 麻豆原创lern das Gesch盲ft in Griechenland und Zypern 眉beraus erfolgreich entwickelten.

麻豆原创 Hellas
Phaedon bei der Feier zum 5. Geburtstag der 麻豆原创 Hellas: Auch in diesem Jahr hat der ehemalige Gesch盲ftsf眉hrer allen Grund zum Feiern. Er wird 70 Jahre alt.

R眉ckblende: Nach seinem Studium in Frankreich startete Phaedon Hadjisavvas 1979 seine berufliche Laufbahn als Ingenieur f眉r die 脰l- und Gasbranche bei Exxon. In den Folgejahren schloss er zudem ein IT-Studium an einer amerikanischen Universit盲t ab.

Erfolgreiches R/2-Projekt

Im Jahr 1993 arbeitete Phaedon Hadjisavvas als Partner und Leiter einer IT-Beratungseinheit bei Coopers & Lybrand (die 1998 mit Price Waterhouse fusionierten). Er brachte alles N枚tige mit, als der 脰lmulti Mobil Oil (der 1999 mit Exxon fusionierte), einen Berater suchte, der bei der Installation eines 麻豆原创 R/2-Systems bei deren Tochtergesellschaft in Griechenland unterst眉tzen konnte 鈥 insbesondere, um die Anforderungen der griechischen Steuergesetzgebung in der neuen Software abzudecken. Phaedon war inzwischen zu einem Spezialisten in Lokalisierungsfragen geworden und hatte schon andere griechische Firmen dabei unterst眉tzt, ihre Software an die komplizierten griechischen Vorgaben anzupassen. 鈥濻o kam ich erstmals mit 麻豆原创 in Kontakt鈥, erinnert sich Phaedon. Im Fr眉hjahr 1994 hatte er das R/2-Projekt mit Hilfe von britischen Coopers-&-Lybrand-Beratern bei Mobil Oil erfolgreich abgeschlossen.

W盲hrenddessen nahm bei 麻豆原创 das Gesch盲ft mit der 1992 freigegebenen Client-Server-Software 麻豆原创 R/3 so richtig Fahrt auf. Von 1993 an schnellte die Nachfrage nach der Software 鈥濵ade in Germany鈥 insbesondere im Ausland in die H枚he. Doch 麻豆原创 fehlten bald die Menschen, um alle Anfragen zu bedienen und die auch von griechischen Firmen gew眉nschten Projekte zu realisieren. 麻豆原创-Chef Dietmar Hopp wollte andererseits den in der Region (dazu geh枚rten neben Griechenland, der T眉rkei und Israel auch die arabischen L盲nder) aktiven Konkurrenten Oracle und Baan keine Kunden kampflos 眉berlassen. Also beauftragte er den damaligen Vertriebschef der Region 脰stliches Mittelmeer, Naher Osten und Afrika, Wolfgang Kemna, nach Partnern Ausschau zu halten. Die w眉rden die Software- und Logorechte bekommen sowie Teile des Vertriebsumsatzes und die Einnahmen des Beratungsgesch盲fts f眉r sich verbuchen k枚nnen. Im Verlauf des Jahres 1994 vereinbarte Dietmar Hopp mit dem Griechen Nicolas Karageorgis, dass der ein solches Partnerunternehmen 鈥 die 麻豆原创 Hellas S.A. 鈥 gr眉ndet. 麻豆原创 w眉rde keinerlei Anteile an dieser Firma erwerben. Karageorgis hatte zuvor f眉r 麻豆原创 in S眉dafrika gearbeitet und war sp盲ter als selbstst盲ndiger Berater ma脽geblich am Aufbau der 麻豆原创 Arabien beteiligt gewesen.

Sichere Bank oder Risiko

Als Pr盲sident und Inhaber der 麻豆原创 Hellas fragte Karageorgis wenig sp盲ter Phaedon Hadjisavvas, ob er nicht Teil der 麻豆原创 Hellas werden wolle. Er nahm daraufhin im September 1994 die Einladung zu einem Treffen in Walldorf an, wo man von seinem erfolgreichen R/2-Projekt bei Mobil Oil wusste. 鈥濪ieter Matheis und Wolfgang Kemna boten mir den Job des Gesch盲ftsf眉hrers an鈥, erinnert sich Phaedon Hadjisavvas, der um einen Abend Bedenkzeit bat. 鈥濻chlie脽lich musste ich entscheiden, ob ich die sichere Zukunft als Partner bei Coopers & Lybrand gegen das Risiko eintausche, eine neue Firma zu starten. Eine Firma, die zwar eine fortschrittliche Software verkauft, die aber teuer und auf dem griechischen Markt noch v枚llig unbekannt ist, die weder 眉bersetzt ist noch die lokalen Steuergesetze abbildet.鈥

Phaedon Hadjisavvas besorgte sich an diesem Abend die 麻豆原创-Firmenbrosch眉re und den neuesten Finanzbericht und fand heraus, dass weit 眉ber 30 multinationale Konzerne, die griechische Tochterunternehmen hatten, bereits 麻豆原创-Kunden waren. Das Potenzial war gro脽, doch ein Punkt war ihm zus盲tzlich besonders wichtig: Die schnelle Lokalisierung von R/3 f眉r den griechischen Markt. Nur so k枚nne man die Konkurrenz, die mit ihrer englischsprachigen und kaum lokalisierten Software versuchte, Fu脽 zu fassen, ausbremsen. Damit rannte er bei den 麻豆原创lern am n盲chsten Morgen offene T眉ren ein. Gerhard Spoor, der zu Wolfgang Kemnas Team geh枚rte und sich um die Lokalisierung der 麻豆原创-Software f眉r die Region k眉mmerte, erhielt von Phaedon Hadjisavvas die Zusicherung, dass er ihm mit einer umfangreichen Dokumentation zu den gesetzlichen Anforderungen in Griechenland helfen k枚nne. Schnell war man sich einig und Hadjisavvas sagte zu. 鈥濱ch habe in den Augen von Dieter Matheis und Wolfgang Kemna die Verpflichtung gesehen, uns beim Aufbau der 麻豆原创 Hellas zu unterst眉tzen.鈥

Aber Dieter Matheis wollte mehr. 鈥濱ch sagte Phaedon, dass wir auch sein Team bei Coopers & Lybrand brauchten.鈥 Tats盲chlich konnte der neue 麻豆原创-Hellas-Gesch盲ftsf眉hrer schnell 13 seiner 14 bisherigen Mitarbeiter 眉berzeugen, mit ihm zu 麻豆原创 zu wechseln. Am 1. Oktober 1994 nahm Phaedon Hadjisavvas mit seinem neuen Team die Arbeit bei 麻豆原创 Hellas auf. Das erste R/3-System installierten sie beim Zementhersteller Titan.

Schon bald aber kam es zu Unstimmigkeiten zwischen dem Besitzer von 麻豆原创 Hellas, Nicolas Karageorgis, und der 麻豆原创-F眉hrung, wie sich Gerhard Spoor erinnert. 鈥濫s ging unter anderem um die griechische Lokalisierung, denn die musste ja jemand bezahlen.鈥 Zur Entwicklung einer griechischen Version der R/3-Software hatte sich die 麻豆原创 Hellas im Vertrag mit der 麻豆原创 AG verpflichtet.

Pioniere: das Team der 麻豆原创 Hellas 1994. Vordere Reihe: Dieter Matheis (4. von links) und Phaedon Hadjisavvas (5. von links).

Weggef盲hrten: Phaedon (links) und Wolfgang Kemna.

Vom Gesch盲ftsf眉hrer zum Inhaber

An einem Abend im Februar 1995 klingelte bei Phaedon Hadjisavvas das Telefon. 鈥濪ieter rief mich von seinem Privatanschluss an. Er erz盲hlte im Vertrauen, dass Dietmar Hopp entschieden habe, nicht mehr mit Karageorgis zusammenzuarbeiten. Und sie boten mir an, dass ich 麻豆原创 Hellas 眉bernehmen k枚nnte.鈥 Diesmal ben枚tigte Hadjisavvas keine Nacht zum 脺berlegen. Er sagte zu, und so war er pl枚tzlich der Inhaber von 麻豆原创 Hellas. Er lud sein Managementteam ein, ebenfalls Anteile an der Firma zu erwerben. So waren die Grundlagen gelegt, dass die 麻豆原创 Hellas mit Phaedon Hadjisavvas an der Spitze vom B眉ro in Athen aus eine eindrucksvolle Wachstums- und Erfolgsstory schreiben konnte. Es sollte bis zum Jahr 2000 dauern, bis 麻豆原创 die 麻豆原创 Hellas in eine 100-prozentige Tochterfirma umwandelte.

Zun盲chst aber ging es darum, die lokale griechische R/3-Version an den Start zu bekommen. Dazu z盲hlte nicht nur die 脺bersetzung. 鈥瀂um Gl眉ck hatten wir mehrere Mitarbeitende in Phaedon Hadjisavvas‘ Team, die sich auch hervorragend mit den rechtlichen und steuerlichen Besonderheiten auskannten鈥, erinnert sich Gerhard Spoor. 鈥濱n Griechenland gab es beispielsweise Regeln in der Buchhaltung, die wir weder in Deutschland und Europa noch im englisch-sprachigen Umfeld kannten, die also nachprogrammiert werden mussten. Und manche Gesch盲ftspraktiken waren einfach sehr griechenlandspezifisch. Da kam schon eine ganze Menge Arbeit auf uns zu 鈥 auch an Wochenenden.鈥

Zudem stellte sich heraus, dass fast jede Firma die als allgemeing眉ltig angenommenen rechtlichen Vorgaben unterschiedlich interpretierte. 鈥濿盲re es nach den Firmen gegangen, h盲tten wir f眉r jede eine eigene Lokalisierungsversion entwickelt鈥, sagt Spoor. 鈥濪as war nat眉rlich ausgeschlossen.鈥

So kam er auf die Idee, gemeinsam mit Phaedon Hadjisavvas eine Art Anwendergruppe f眉r griechische Kunden ins Leben zu rufen. Sie luden etwa 30 Firmen in ein Hotel ein und erarbeiteten gemeinsam mit ihnen eine Liste an Lokalisierungsanforderungen, auf die sich 鈥 nach teilweise langen Diskussionen 鈥 alle einigen konnten. 鈥濽nd in drei, vier Releases haben wir diese Anforderungen dann nach und nach ausgerollt鈥, so Gerhard Spoor.

Erfolgsfaktor Lokalisierung

Die Erwartungen des 麻豆原创-Vorstands an das Gesch盲ft in Griechenland waren, so erinnert sich Phaedon Hadjisavvas, nicht allzu gro脽. 鈥濻ie rechneten damit, dass wir in den n盲chsten f眉nf Jahren vielleicht ein Dutzend Kunden gewinnen k枚nnten.鈥 Es wurden rund 150, sagt er nicht ohne Stolz.

Der erste von Phaedon Hadjisavvas gewonnene Kunde war die Telco-Firma Telestet (heute Wind Hellas). 鈥濻ie entschieden sich f眉r uns, obwohl wir damals erst einen Teil der Lokalisierung umgesetzt hatten鈥, erz盲hlt er. Doch schon im Laufe des Jahres 1995 war das Momentum eindeutig auf Seiten der 麻豆原创 Hellas, die von Nikosia aus auch Firmen in Zypern betreute. Phaedon Hadjisavvas: 鈥濵it jedem neuen Release entschieden sich mehr Firmen, statt ihrer selbstgestrickten L枚sungen unsere Standardsoftware einzuf眉hren.鈥 23 neue Kunden waren es alleine im Jahr 1995.

F眉r das sich abzeichnende Wachstum ben枚tigte Hadjisavvas Berater. Doch w盲hrend andernorts die globalen Partner wie Deloitte, KPMG oder Ernst & Young Projekte 眉bernahmen, war die 麻豆原创 Hellas lange auf sich alleine gestellt. Phaedon Hadjisavvas: 鈥濻ie glaubten einfach nicht daran, dass griechische Unternehmen 麻豆原创 kaufen w眉rden. Also mussten wir selbst wachsen.鈥

1996 lud die 麻豆原创 Hellas rund 200 Absolventen von Universit盲ten in Griechenland zu einem Training ein. Es gab Kurse zu den unterschiedlichen Modulen der R/3-Software. Die 100 Besten stellte Phaedon ein. 鈥濶ur so konnten wir 眉berleben und den Markt erobern.鈥

Auch IBM war vom Erfolg der 麻豆原创 in Griechenland keineswegs 眉berzeugt, wie Phaedon Hadjisavvas erz盲hlt. Also streckte er die F眉hler zu den Hardwarepartnern Compaq und HP aus, die schnell an einer Zusammenarbeit interessiert waren. 鈥濫in Jahr lang redete ich nicht mit IBM. Erst als sie merkten, dass immer mehr Firmen von ihren AS/400-Systemen zur Konkurrenz wechselten, waren sie wieder gespr盲chsbereit.鈥

Zum Feiern in die 鈥瀏riechische Oper鈥

So zog Phaedon Hadjisavvas‘ Team einen Kunden nach dem anderen an Land 鈥 und wurde zum Stammgast in den Athener Bouzouki-Tanzlokalen. 鈥濿ir gehen in die griechische Oper鈥, wurde zum gefl眉gelten Wort f眉r die Mitarbeitenden der 麻豆原创 Hellas und ihre Kunden, wenn es mit einer Vertragsunterzeichnung oder einem Go-Live nach einigen durchgearbeiteten Wochenenden mal wieder einen Grund zum Feiern gab. 鈥濪ie Chemie stimmte einfach, im Team und mit unseren Partnern und Mentoren in Deutschland鈥, so Phaedon Hadjisavvas.

Das wurde auch deutlich bei der Feier zum 5. Geburtstag der 麻豆原创 Hellas im Jahre 2000. Rund 1.000 G盲ste, darunter die Gesch盲ftsf眉hrer der europ盲ischen 麻豆原创-T枚chter, F眉hrungskr盲fte aus Walldorf, Kunden und Partner waren dabei, als Dieter Matheis seinem 鈥濻tatthalter鈥 in Athen ein besonderes Geschenk machte: Zu den Kl盲ngen von Marilyn Monroes 鈥濰appy Birthday, Mr. President鈥, kletterte eine blonde Frau aus einer riesigen Torte und 眉berreichte Phaedon Hadjisavvas eine bulgarische Flagge. Dieter Matheis 眉bergab ihm damit zus盲tzlich zu Griechenland und Zypern (gegr眉ndet im Februar 1997) die Verantwortung f眉r die bulgarische 麻豆原创-Tochter. 鈥濪as war ein toller Vertrauensbeweis der 麻豆原创-F眉hrung鈥, sagt Hadjisavvas.

Im selben Jahr z盲hlte der Gesch盲ftsf眉hrer in den drei L盲ndern rund 270 Mitarbeitende, die sich um etwa 150 Unternehmen k眉mmerten. Jetzt schien es auch an der Zeit, den Partner 麻豆原创 Hellas enger ans 鈥濵utterschiff鈥 zu binden. Bei einem Vorstandstreffen in Griechenland, so erz盲hlt es Dieter Matheis, 鈥瀐aben wir beschlossen, zun盲chst 25 Prozent der Anteile zu 眉bernehmen. Phaedon Hadjisavvas brauchte Geld, um das Wachstum zu finanzieren.鈥

Und die 麻豆原创 brauchte Phaedon Hadjisavvas. J眉rgen Nitschke, zwischenzeitlich Nachfolger von Wolfgang Kemna als Leiter der Region, 眉berzeugte Hadjisavvas, sich f眉r zehn Jahre vertraglich an 麻豆原创 zu binden. Phaedon Hadjisavvas erinnert sich, dass Nitschke gesagt habe, 麻豆原创 Hellas sei der Wagen und er, Hadjisavvas, sei der Motor. So lange allerdings w眉rde Phaedon Hadjisavvas nicht bei 麻豆原创 bleiben.

J眉rgen Nitschke, Leiter der Region (links), gratuliert Phaedon Hadjisavvas zur erfolgreichen Aufbauarbeit bei 麻豆原创 Hellas.

Im August 2000 眉bernahm die 麻豆原创 AG die restlichen 75 Prozent und 麻豆原创 Hellas war nun eine 100-prozentige Landesgesellschaft der 麻豆原创. Es geh枚rte zur Strategie des Vertriebsleiters der Region EMEA, L茅o Apotheker, die Partner in der Region zu Niederlassungen zu machen, die von 麻豆原创 gef眉hrt wurden. Ein Grund: Viele Kunden, darunter Tochterunternehmen von multinationalen Konzernen, f眉hlten sich von den 麻豆原创-Partnerfirmen nicht ausreichend gut betreut. 鈥濪ie beschwerten sich immer wieder bei L茅o, bis der genug hatte und daf眉r pl盲dierte, die Firmen zu 眉bernehmen鈥, erinnert sich Gerhard Spoor.

Vom Partner zum Angestellten

Mit dem Wechsel zur Landesgesellschaft wandelte sich allerdings auch das Verh盲ltnis der 麻豆原创 Hellas zur Zentrale in Walldorf. 鈥濿ir kommunizierten nicht mehr als Partner miteinander, sondern als Angestellte und Vorgesetzte鈥, erinnert sich Phaedon Hadjisavvas. 鈥濪as ver盲nderte alles.鈥 Vor allem, so erz盲hlt er, konnten er und seine Leute in der Zusammenarbeit mit bestehenden und neuen Kunden nicht mehr 鈥瀌en griechischen Weg鈥 einschlagen. Anstatt geduldig zu sein, bis die Firmen von 麻豆原创 眉berzeugt waren, standen nun alle unter enormem Druck, die geplanten Ums盲tze pro Quartal nachzuweisen.

Drei Jahre nach Bildung der Landesgesellschaft musste Phaedon Hadjisavvas gehen 鈥 wie so einige Gesch盲ftsf眉hrer von Niederlassungen in dieser Zeit, die auf der Zentralisierungswelle bei 麻豆原创 nicht mitschwimmen wollten 鈥 oder durften.

Phaedon Hadjisavvas spricht 眉ber diese Zeit ohne Groll. Er wei脽, dass er mit seinem Team sein Bestes gegeben und 麻豆原创 als f眉hrenden Anbieter von Gesch盲ftssoftware in Griechenland und anderen L盲ndern der Region erst etabliert hat. Den Firmen sei damals bewusst geworden, 鈥瀌ass sie 麻豆原创 vertrauen m眉ssen, wenn sie sich modernisieren wollen鈥, sagt er. Und Dieter Matheis pflichtet bei. Der Einfluss, den die Einf眉hrung der 麻豆原创-Standardsoftware in griechischen Unternehmen auf die Wirtschaft hatte, sei nicht zu untersch盲tzen. 鈥濾iele griechische Firmen hatten vor uns weder ein Online-Bilanzsystem noch umfassendes betriebswirtschaftliches Know-how鈥, erz盲hlt Matheis. 鈥濷b Rechnungswesen oder Controlling, Produktionsplanung oder Lagerwirtschaft 鈥 die Firmen konnten sich erst mit unserer Software so aufstellen, dass sie zum Beispiel an die B枚rse im Land gehen oder einen Online-Handel aufbauen konnten.鈥 Die kleinen griechischen Firmen w眉rden noch heute vorwiegend mit Bargeld arbeiten, wei脽 er. Zwar konnten die gr枚脽eren Mittelst盲ndler, die bereit waren, sich zu ver盲ndern, 鈥瀍s zun盲chst gar nicht fassen, was mit unserer Software alles m枚glich ist. Und sie waren skeptisch, ob sie all die Funktionalit盲t w眉rden umsetzen k枚nnen. Aber wenn sie sich entschieden hatten, waren sie auch schnell 眉berzeugt.鈥

Aus Vertrauen wird Freundschaft

Phaedon Hadjisavvas hat in der Branche den Ruf, als 鈥濫vangelist鈥 der modernen Betriebswirtschaft die Gesch盲ftswelt in Griechenland ver盲ndert zu haben. Und er ist noch immer stolz, wenn er Weggef盲hrten von damals trifft und die sich bei ihm daf眉r bedanken, dass er ihnen einen Job mit einem guten Gehalt gegeben und sie in die 麻豆原创-Familie aufgenommen hat. 鈥濪as ist die beste Belohnung, die ich bekommen kann鈥, sagt er. Er sch盲tzt, dass er rund 15.000 M盲nnern und Frauen in Griechenland, Zypern und Bulgarien direkt oder indirekt zu einem ausk枚mmlichen Leben innerhalb des 麻豆原创-Universums verholfen hat.

Seinen Mitstreitern von damals, Wolfgang Kemna, Gerhard Spoor und insbesondere Dieter Matheis ist er 眉beraus dankbar f眉r die M枚glichkeiten, die sie ihm boten. 鈥濨asis des Erfolgs war das Vertrauen, das wir zur Zentrale in Walldorf aufgebaut haben鈥, sagt er in der R眉ckschau. Zu Dieter Matheis, den er als 鈥濭odfather der 麻豆原创 Hellas鈥 bezeichnet, hat sich eine enge Freundschaft entwickelt. 鈥濸haedon ist ein Vollblut-Vertriebsmann鈥, revanchiert sich Dieter Matheis. 鈥濱hn zeichnet aus, dass er sehr kundenorientiert, sehr ehrlich und korrekt ist. Er war nie korrumpierbar. Und ich finde es noch heute sehr angenehm, dass er nie Forderungen gestellt hat. Wir haben herrliche Abende miteinander verbracht, aber das hat er am n盲chsten Tag nie ausgenutzt.鈥

Obwohl sie聽ihren Ruhestand genie脽en k枚nnten, wollen die Beiden ihr Wissen noch immer an andere Firmen in Griechenland und ganz S眉dosteuropa weitergeben. Gemeinsam stehen sie etwa an der Spitze von , einem Partner und Distributor des : Phaedon Hadjisavvas als Vorstandsvorsitzender, Dieter Matheis als Pr盲sident des Vorstands. Ging es damals um R/3, 眉berzeugen sie heute Firmen aus der Region, auf 麻豆原创 S/4HANA zu migrieren. Einfach nur zuhause sitzen und nichts tun: Das ist weder f眉r keine der Beiden eine Option.

Wenn aus Gesch盲ftspartnern Freunde werden: Dieter Matheis und Phaedon Hadjisavvas.

Forderungsmanagement auf Griechisch

Phaedon Hadjisavvas hat im Laufe seiner Zeit als Chef der 麻豆原创 Hellas einen reichen Schatz an Anekdoten gesammelt. Hier erz盲hlt er von einem R/3-Kunden, der es 1998 nicht eilig hatte, die Rechnung f眉r die laufende Implementierung zu begleichen.

鈥濿ir warteten schon zwei Monate auf unser Geld. Da habe ich unser Team, das gerade beim Kunden gearbeitet hat, angewiesen, in einem nahe gelegenen Caf茅 eine Pause einzulegen. Kurz darauf beschwerte sich der Finanzvorstand des Kunden bei mir, dass unsere Leute gegangen seien. Ich sagte ihm, dass sie zur眉ckk盲men, sobald er die ausstehende Rechnung bezahlt habe. Eine halbe Stunde sp盲ter st眉rzte meine Sekret盲rin aufgeregt in mein B眉ro. Ein Kurier hatte eine graue Plastikt眉te mit f眉nf Millionen Drachmen (der damaligen griechischen W盲hrung) abgeliefert 鈥 in M眉nzen im Wert von einer Drachme. Okay, sagte ich zur Sekret盲rin, bitte z盲hle das Geld. Zehn Minuten sp盲ter rief der Kunde an, warum unsere Leute noch nicht zur眉ckgekehrt seien. Weil wir erst das Geld z盲hlen m眉ssen, sagte ich. Etwa eine Stunde sp盲ter war es so weit. Und der Kunde hatte die Lektion gelernt, die Arbeit unserer Berater zu respektieren.鈥

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Das 50-Jahre-Buch der 麻豆原创 ist da! /germany/2022/08/sap-50-jahre-buch/ Mon, 29 Aug 2022 09:29:43 +0000 /germany/?p=162417 Das 50-Jahre-Buch 鈥濭eschichte, Wirkung und Zukunft der 麻豆原创鈥 schl盲gt die Br眉cke zwischen der erfolgreichen Historie des Unternehmens hin zu einer nicht minder spannenden Zukunft. Die...

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Das 50-Jahre-Buch 鈥濭eschichte, Wirkung und Zukunft der 麻豆原创鈥 schl盲gt die Br眉cke zwischen der erfolgreichen Historie des Unternehmens hin zu einer nicht minder spannenden Zukunft.

Die gehen zu Ende, doch eines bleibt: das Buch zum 50. Geburtstag. Seit einigen Tagen ist das 368-Seiten starke Coffee-Table-Book zur 鈥濭eschichte, Wirkung und Zukunft der 麻豆原创鈥 erh盲ltlich.

Das Buch im Sonderformat ist eine Hommage an die f眉nf vision盲ren Gr眉nder und an die vielen, vielen Kolleginnen und Kollegen, die die 麻豆原创 in 50 Jahren zu dem gemacht haben, was sie heute ist: ein weltweit agierendes Unternehmen mit mehr als 110.000 Besch盲ftigten, ohne dessen Programme die globale Wirtschaft still stehen w眉rde.

In drei gro脽en Kapiteln erkunden die zahlreichen Autoren聽die Grundlagen des Erfolgs, die Wirkung des Unternehmens auf Wirtschaft und Gesellschaft und wie 麻豆原创 die Zukunft dieses Planeten mitgestalten will.

Diese einzigartige Publikation ist zudem der Versuch, zu ergr眉nden, wie es die handelnden Personen geschafft haben, dass die 麻豆原创 in einer sich immer schneller wandelnden Branche 眉ber tiefgreifende Umbr眉che in Wirtschaft und Gesellschaft hinweg stets Oberwasser behielt 鈥 und dass sie auch heute aus einer Position der St盲rke heraus ihrem eigenen Anspruch gerecht werden kann, die Abl盲ufe der Weltwirtschaft und das Leben der Menschen zu verbessern.

Dabei ist das 50-Jahre-Buch kein Geschichtsbuch 鈥 auch wenn Historiker gebeten wurden, ihre Sicht auf die vergangenen 50 麻豆原创-Jahre darzulegen. In dieser in ganz unterschiedlichen Stilen gestalteten Publikation, die die ganze Vielfalt der 麻豆原创 widerspiegeln soll, erz盲hlen die Autoren vor allem Geschichten: etwa 眉ber die ersten Anwender und die Anf盲nge in vielen L盲ndern dieser Erde, 眉ber L枚sungen und das 麻豆原创-Logo, 眉ber die 麻豆原创-Kultur und die Kundenmesse Sapphire 鈥 und 眉ber die Mitarbeitenden. Und weil das Buch nicht nur erkundet, wo die 麻豆原创 herkommt, sondern auch, wo sie hin will, blicken die Autoren ebenso voraus: auf die Zukunft der Arbeit, die Zukunft betriebswirtschaftlicher Software und auf die Vision einer Zukunft, in der sich der Erfindergeist der Menschen mit der Intelligenz der Maschinen auf empathische Weise verbindet.

Die klimaneutral gedruckte Publikation ist in deutscher und englischer Sprache erschienen. Sie zeigt mit vielen bislang unver枚ffentlichten Fotografien die ganze Vielfalt der 麻豆原创. Per QR-Code werden die Leserinnen und Leser zu weiteren interessanten digitalen Inhalten, Interviews und Informationen weitergeleitet.

Das 50-Jahre-Buch k枚nnen Sie 眉ber den zum Preis von 鈧38,90 (plus Versandgeb眉hren) erhalten.

ISB-Nummern:

  • Deutsch: 978-3-938833-60-5
  • Englisch: 978-3-938833-59-9

 

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麻豆原创 in S眉dostasien: V枚llig freie Hand /germany/2022/04/sap-in-suedostasien-singapur-unternehmen/ Fri, 01 Apr 2022 06:00:40 +0000 /germany/?p=160175 In Singapur nimmt die 麻豆原创 1989 ihr Gesch盲ft in den M盲rkten in S眉dostasien auf. Dabei hielten die Chefs die Vertriebler vor Ort an der langen...

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In Singapur nimmt die 麻豆原创 1989 ihr Gesch盲ft in den M盲rkten in S眉dostasien auf. Dabei hielten die Chefs die Vertriebler vor Ort an der langen Leine und vertrauten auf ihr Bauchgef眉hl.

Wir schreiben das Jahr 1989: In der Zentrale von Singapore Telecommunications, kurz Singtel, steht ein Treffen mit dem Steering Committee an. Der 麻豆原创-Vertreter Rudy van der Hoeven darf heute erl盲utern, warum sie unbedingt die 麻豆原创-Mainframe-Software R/2 einf眉hren m眉ssen. Was am Ende den Ausschlag gibt 鈥 der sich auch in Singapur ausbreitende gute Ruf der deutschen Standardsoftware oder van der Hoevens vertriebliche 脺berzeugungskraft 鈥 ist letztlich nebens盲chlich: Singtel wird zu einem der ersten 麻豆原创-Kunden in Singapur und viele weitere Telekommunikationsfirmen in Asien folgen. 鈥濪as war ein gro脽artiger Referenzkunde鈥, sagt van der Hoeven.

Und ein Kunde, der auch die 麻豆原创-Chefs im weit entfernten Europa 眉berrascht und erfreut. Denn in diesen ersten fr眉hen Tagen des sich anbahnenden globalen Runs auf 麻豆原创-Software gibt es keine ausformulierten Pl盲ne f眉r die Erschlie脽ung neuer M盲rkte. Das 鈥濨usiness Development鈥 besteht aus gro脽em Vertrauen der F眉hrungsspitze in die 麻豆原创ler vor Ort und einer entsprechend langen Leine, an der sie agieren k枚nnen.

Der Niederl盲nder Rudy van der Hoeven war nicht nur derjenige, der Ende der 1980er Jahre das 麻豆原创-Gesch盲ft in Australien ins Rollen brachte. Auf seinen Zwischenstopps von und nach Europa machte er stets in Singapur Station, wo viele amerikanische und europ盲ische Firmen ihre Asien-Zentralen angesiedelt hatten. Hans Schlegel, der seit 1984 vom schweizerischen Biel aus das internationale Gesch盲ft der 麻豆原创 aufbaute, erinnert sich: 鈥濺udy konnte es nicht lassen, auch mal schnell bei Unternehmen in Singapur vorbeizuschauen, und pl枚tzlich hatten wir Kunden wie Singapore Telecom, Military Defense of Singapore und andere.鈥

Ab f眉nf Kunden wird neu gegr眉ndet

Wie viele andere Unternehmen beschloss auch die 麻豆原创 ihre Zentrale f眉r die Region Asien-Pazifik in Singapur aufzuschlagen. 鈥濿enig sp盲ter fand ich mich und meine Familie im Oriental Hotel in Singapur wieder, um den Markt zu erkunden鈥, erz盲hlt Rudy van der Hoeven. 鈥濻o begann einer der verr眉cktesten, hektischsten und aufregendsten Abschnitte meines Lebens.鈥

Ebenfalls mit von der Partie war Van der Hoevens Landsmann Henk Verkou, der bis 1993 das Asiengesch盲ft der 麻豆原创 leiten sollte. Gemeinsam mit dem kaufm盲nnischen Leiter Dieter Matheis, der sich um alle rechtlichen Fragen k眉mmerte, hielt van der Hoeven Ausschau nach geeigneten B眉ror盲umen. Nach der offiziellen Gr眉ndung der 麻豆原创 Asia am 5. Juli 1989 er枚ffneten sie wenig sp盲ter im 25. Stock des Gateway East Building an der Beach Road in Singapur die erste 麻豆原创-Niederlassung in Asien und damit die Basis zur Eroberung der M盲rkte in Asien und der Pazifikregion.

Unterst眉tzung bekamen sie von einigen 麻豆原创-Kollegen aus der Schweiz 鈥 Hans-Peter Hohl, Jean-Daniel Berchier, Gunther Ottensmeyer, Malcolm Southern, Hannes Steiner 鈥 sowie den ersten lokalen Beratern, die man direkt von den Unis des Landes einstellte und dann f眉r rund ein Jahr zu Schulungen nach Walldorf schickte. 鈥濷hne sie h盲tten wir all die interessierten Firmen niemals zu gl眉cklichen Kunden machen k枚nnen鈥, sagt van der Hoeven 鈥 weder in Singapur noch in anderen s眉dostasiatischen L盲ndern. Er selbst bekam Unterst眉tzung im Vertrieb etwa durch Raymond Teh, der im Dezember 1991 zum Managing Director ernannt wurde. Das B眉ro in Singapur hielt Mary Ann Lee am Laufen, eine ehemalige Flugbegleiterin von Singapore Airlines.

麻豆原创 R/3 bringt das Gesch盲ft in Schwung

Im April 1990 unterzeichneten die beiden ersten Kunden in Malaysia R/2-Vertr盲ge: Jabatan Perkhidmatan Pos Malaysia (die Malaysische Post) sowie Permodalan Nasional Berhad, eine Investmentfirma unter der Zust盲ndigkeit der Regierung. Zwei Jahre sp盲ter folgte die Gr眉ndung der Landesgesellschaft in Malaysia wie auch die Er枚ffnung eines B眉ros in Thailand. Mit dem Erfolg zogen auch Strukturen ein: Dieter Matheis baute Controlling-Einheiten in den L盲ndern auf, stellte Finanz- und HR-Experten ein, die sich mit den lokalen Gegebenheiten auskannten.

So richtig in Fahrt kam das 麻豆原创-Gesch盲ft auch in S眉doastasien mit der Einf眉hrung der Client-Server-Software 麻豆原创 R/3. Bis 1994 hatte 麻豆原创 in Malaysia acht R/3-Systeme installiert und war f眉r rund ein Viertel der Ums盲tze in der Region Asien-Pazifik verantwortlich. Zu den Kunden z盲hlten nun auch Tenaga Nasional, Sapura Holdings, Diethelm Holdings (Malaysia) Berhad und Caltex Malaysia.

Im Mai 1995 gr眉ndete 麻豆原创 die Landesgesellschaft auf den Philippinen. Kurz nach der Er枚ffnung der B眉ros im philippinischen Wirtschafts- und Finanzzentrum Makati City gingen die ersten Kunden Procter and Gamble Philippines und die San Miguel Corporation mit R/3 live. Im selben Monat 枚ffnete auch die Landesgesellschaft in Thailand ihre T眉ren. Von ihrem B眉ro in Bangkok aus betreuten anfangs zw枚lf Mitarbeitende sieben Kunden. Eine Herausforderung: W盲hrend in den ehemals britischen Kronkolonien wie Singapur und Malaysia das System R/3 in seiner englischsprachigen Version im Einsatz war, stellte Thail盲ndisch die Lokalisierungsteams vor einige Probleme. Werner Konik, damals f眉r die Lokalisierung der Software in Asien zust盲ndig: 鈥濼hail盲ndisch ist technisch noch komplexer als die Doppel-Byte-Sprachen wie Japanisch und Koreanisch. Es ist eine Multi-Byte-Sprache, bei der bis zu vier Zeichen der Datenbank ein darstellbares Zeichen auf Papier oder Bildschirm beschreiben.鈥

Aber die 麻豆原创-Entwickler meisterten auch diese H眉rde, so dass in Thailand und den anderen s眉dostasiatischen L盲ndern immer h盲ufiger auch lokale Unternehmen zu 麻豆原创-Kunden wurden.

Ein Bekenntnis von 麻豆原创 erwartet

Die Gr眉ndung der Landesgesellschaften erleichterte dabei vielen Unternehmen die Entscheidung f眉r 麻豆原创. 鈥濪ie Kunden wollten ein Bekenntnis der 麻豆原创 haben, wollten sichergehen, dass wir immer Leute vor Ort haben, die sie bei Problemen unterst眉tzen k枚nnen鈥, sagt Dieter Matheis. Und so blieb die 麻豆原创 auch in den L盲ndern und unterst眉tzte ihre Kunden, als die Finanz-, W盲hrungs- und Wirtschaftskrise Ende der 1990er Jahre den Staaten in S眉dostasien schwer zusetzte.

Als 麻豆原创 im April 1997 auch eine Landesgesellschaft in Indonesien gr眉ndete, hatte sich die Firma zur dominierenden Kraft auf dem ERP-Markt in S眉dostasien entwickelt. Der Marktanteil in den ASEAN-Staaten lag 1997 bei mehr als 42 Prozent und die damalige Country Managerin des Marktforschungsunternehmens IDC in Malaysia, Selinna Chin, meinte, die 麻豆原创 setze sich mit ihren weltweiten Installationen und der ausgezeichneten Produktpalette 眉ber eine gro脽e Anzahl von Branchen hinweg 鈥瀌eutlich von anderen Anbietern ab鈥.

Neben der technischen 脺berlegenheit d眉rfte ein weiterer Aspekt den Erfolg der 麻豆原创 in S眉dostasien und anderen asiatischen L盲ndern erst m枚glich gemacht haben: Vertrauen. Les Hayman, von 1996 an President South Asia Pacific, dr眉ckte es so aus: 鈥瀂u dieser Zeit leiteten wir die L盲nder auf eine Art, die ich kreative Anarchie nennen w眉rde. Wir hatten komplett freie Hand und solange die 麻豆原创-F眉hrung von unserem starken Bekenntnis zur 麻豆原创 眉berzeugt war und die Zahlen stimmten, gab es keinerlei Einmischung von oben.鈥

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麻豆原创 in Indien: Vom Lokalisierungsteam zum globalen Entwicklungszentrum /germany/2022/03/sap-in-indien-lokalisierungsteam-globalen-entwicklungszentrum-india/ Fri, 25 Mar 2022 07:00:55 +0000 /germany/?p=160172 Die spannende Erfolgsgeschichte der 麻豆原创 Labs India zeugt von Weitblick, der Bereitschaft Neues zu wagen und viel Unternehmergeist. Rao Prasada und seine Kollegen schwitzen in...

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Die spannende Erfolgsgeschichte der 麻豆原创 Labs India zeugt von Weitblick, der Bereitschaft Neues zu wagen und viel Unternehmergeist.

Rao Prasada und seine Kollegen schwitzen in diesen Novembertagen des Jahres 1998. Sie schleppen Server sowie schwere 21-Zoll-Monitore in die B眉ros auf dem 12. Stock des neuen ITPL-Geb盲udes (International Technology Park Limited) in Whitefield, rund 15 Kilometer au脽erhalb des Zentrums von Bangalore. Bis zum 13. November m眉ssen die Systemadministratoren alles ins Laufen gebracht haben. An diesem Tag n盲mlich werden die 麻豆原创 Labs India offiziell er枚ffnet und die etwa 100 麻豆原创-Mitarbeitenden sollen an ihrem neuen Arbeitsplatz gleich loslegen k枚nnen. Es klappt. Am ersten Tag der neuen 麻豆原创 Labs India sind die Systeme konfiguriert, das Netzwerk eingerichtet. 鈥濧lle konnten live gehen鈥, erinnert sich Prasada.

Heute sind die 麻豆原创 Labs India ein bedeutender Teil des globalen Netzwerks der 麻豆原创 Labs mit rund 9.000 Mitarbeitenden, die an den f眉nf Standorten Bengaluru, Gurgaon, Mumbai, Hyderabad und Pune arbeiten.

Auf dem 2003 eingeweihten eigenen Campus in Whitefield arbeiten heute an die 10.000 Menschen. Die meisten von ihnen sind 麻豆原创ler, dazu kommen zahlreiche Mitarbeitende von Drittfirmen. Prasada, der jetzt ein Team von IT-Experten in den Labs leitet, ist wie viele andere aus den Anfangsjahren noch immer hier. Das liege auch daran, dass er sich bei 麻豆原创 nie gelangweilt habe, sagt Prasada. Er ist Teil der spannenden Geschichte der 麻豆原创 Labs India und hat mit dazu beigetragen, dass wir hier eine echte Erfolgsstory erz盲hlen k枚nnen 鈥 vom Lernen und 脺ber-den-Tellerrand-Blicken, von Lokalisierung und Globalisierung, von Wachstum und Skalierung.

Und von fortw盲hrender Innovation. F眉r Clas Neumann, der die 麻豆原创 Labs India von 1999 bis Anfang 2005 als Gesch盲ftsf眉hrer (zuerst zusammen mit Udo Urbanek, sp盲ter mit Martin Prinz) und von 2007 als Pr盲sident entscheidend mitgepr盲gt hat, begr眉ndete 麻豆原创 nicht nur die Disziplin der Entwicklung von Standardsoftware. 鈥灺槎乖 folgte nicht dem damaligen Trend, IT-Arbeit am unteren Ende der Wertsch枚pfungskette in Offshore-L盲nder wie Indien zu verlagern鈥, sagt Neumann, der heute Chef des globalen Netzwerks der 麻豆原创 Labs ist. Vielmehr wurden die Labs in Indien als eines der wichtigsten Entwicklungszentren integriert und so wurde 麻豆原创 zum Vorreiter f眉r Prozesse der verteilten Forschung und Entwicklung.鈥

麻豆原创 Labs India: Gro脽e strategische Bedeutung als Entwicklungsstandort

Heute sind die 麻豆原创 Labs India nach Walldorf der zweitgr枚脽te Entwicklungsstandort der 麻豆原创. In Bangalore, Gurgaon und Pune arbeiten Teams an allen wichtigen L枚sungen von S/4HANA 眉ber 麻豆原创 HANA, bis hin zu allen Gesch盲ftsbereichsl枚sungen. Als einer von vier 鈥濭lobal Hubs鈥 (neben Deutschland, China und USA) laufen in den 麻豆原创 Labs India viele F盲den zusammen. Zahlreiche erfolgreiche L枚sungen werden ma脽geblich in Bangalore programmiert. Gro脽e Teams in den meisten Vorstandsbereichen arbeiten eng mit Kunden in aller Welt zusammen. Dazu kommen unter anderem ein Co-Innovation Lab und der erste 麻豆原创-interne Startup-Accelerator, das 麻豆原创 Startup Studio, das 2016 in Bangalore live ging.

Diese Stellung im 麻豆原创-Universum mussten sich die Labs freilich erst erarbeiten.

Gegen Ende der 90er Jahre und mitten im 鈥濱nternet-Hype鈥 wuchs 麻豆原创 weiter zweistellig. Aber Trends wie Customer Relationship oder Supply Chain Management und die auf diesen Feldern erfolgreichen jungen Firmen wie Siebel und I2 griffen 麻豆原创 von mehreren Seiten aus an. Um dagegenzuhalten und die n枚tigen Angebote m枚glichst rasch auf den Markt zu bringen, musste die 麻豆原创 ihre Entwicklungsmannschaft aufstocken. Die F眉hrung um die Vorstandsvorsitzenden Hasso Plattner und Henning Kagermann schlug zwei Wege ein: Akquisitionen und den Aufbau von neuen Labs in L盲ndern, in denen Entwickler leichter zu finden waren als an den bisherigen Standorten Walldorf, Silicon Valley und Tokio.

Ende 1997 erwarb 麻豆原创 einen 50-Prozent-Anteil an der Kiefer & Veittinger GmbH (K&V), einem europ盲ischen Marktf眉hrer von Sales-Force-Automation-Software, und stieg so in den sich entwickelnden CRM-Markt ein. Die 1986 in Mannheim in der N盲he von 麻豆原创 gegr眉ndete Firma hatte bereits 1995 ein Entwicklungszentrum in Bangalore mit bald 90 Mitarbeitern errichtet. Einer von ihnen war Rao Prasada. 鈥濪ie Hardware, die wir komplett importierten, war schwer. Aber unser Gesch盲ftsf眉hrer Udo Urbanek trug den Monitor beim Umzug selbst ins neue B眉ro鈥, erinnert er sich. Auch die freit盲glichen Partys sowie das inoffizielle K&V-Firmenmotto 鈥濿ork hard, party harder鈥 blieben ihm im Ged盲chtnis. 鈥濿ir haben die Feten fortgesetzt, was sicherlich zum Zusammenwachsen beigetragen hat鈥, sagt Prasada und schmunzelt. Beeindruckt war er nach dem kompletten Zusammenschluss 1998 von der 鈥瀘ffenen Unternehmenskultur, jeder half jedem und jeder sprach mit jedem, egal auf welcher Ebene.鈥

Zwei S盲ulen der neuen 麻豆原创 Labs

Die 眉bernommenen K&V-Mitarbeiter bildeten eine S盲ule der neuen 麻豆原创 Labs. Die andere war ein Team von Experten bei 麻豆原创 Indien, die die 麻豆原创-Software lokalisierten und an die indischen Vorschriften anpassten.

Im M盲rz 1996 hatte die 麻豆原创 ihre Tochter 麻豆原创 India in Bangalore mit B眉ros in Mumbai und New Delhi gegr眉ndet. Ihre Aufgaben waren der Verkauf und die Implementierung von 麻豆原创-Software. Jetzt kam das Lokalisierungsteam dazu. Zu ihm geh枚rte Uma Rani TM. Sie hatte bei Tata Consulting Services bereits Erfahrung mit 麻豆原创-Software gesammelt, implementierte 麻豆原创 bei der indischen Hewlett-Packard-Tochter, lie脽 sich zur Beraterin f眉r Sales & Distribution (SD) zertifizieren und schulte andere bald in ABAP. 鈥灺槎乖 R/3 verbreitete sich schnell in Indien und 麻豆原创 war in der Gesch盲ftswelt bald gut bekannt. In der Welt der Entwickler war das noch nicht so鈥, erinnert sich Uma Rani TM. Zusammen mit einem kleinen Team in Singapur, das sich insbesondere um die Anpassung der Software f眉rs Personalwesen und die Gehaltsabrechnung (auch f眉r andere asiatische L盲nder) k眉mmerte, arbeitete sie anfangs mit nur drei Kollegen an den Modulen SD, MM (Materialmanagement) und FI (Finanzwesen) f眉r die 鈥濩ountry Version India鈥.

H枚chste Zeit f眉r 麻豆原创, die Zahl der Entwickler zu erh枚hen. Im Dezember 1997 entschied 麻豆原创, das Lokalisierungsteam aus Singapur nach Indien zu bringen und mit dem Team, das die Landesversion verantwortete, zusammenzuf眉hren. Zudem war ein vom 麻豆原创-Vorstand initiiertes Projekt unter der Leitung von Clas Neumann (damals Assistent von Vorstand Peter Zencke) und Thomas Vetter (Assistent von Vorstandssprecher Henning Kagermann) zu dem Schluss gekommen, dass Bangalore ein geeigneter Standort war, um m枚glichst rasch den Mangel an gut ausgebildeten Entwicklern zu beheben. Und so gingen die 麻豆原创 Labs India im November 1998 offiziell an den Start. Die ersten gemeinsamen Labs-Gesch盲ftsf眉hrer waren Udo Urbanek und Werner Konik, der das Lokalisierungsprojekt f眉r Asien geleitet hatte. Bei der Einweihung der B眉ros im ITPL-Geb盲ude in Bangalore sagte Vorstand Peter Zencke, dass der Fokus der Labs darauf liegen w眉rde, die Lokalisierung von 麻豆原创 R/3 f眉r die Region Asien-Pazifik voranzutreiben, Software f眉rs Customer Relationship Management und L枚sungen f眉r die High-Tech, 脰l- und Gas-, sowie Luft-, Raumfahrt und Verteidigung zu entwickeln.

Enge Zusammenarbeit mit Walldorf

Von Anfang an arbeiteten die Entwicklungsteams in Bangalore eng mit den Kollegen in Deutschland und an anderen Standorten zusammen. F眉r Martin Prinz, der die Leitung der 鈥濩ountry Version India鈥 von Werner Konik 眉bernommen hatte, bewies sein Team in Indien, dass es neben der traditionellen zentralisierten Entwicklung auch funktionieren konnte, gemeinsam mit Entwicklern an anderen Standorten eine L枚sung zu programmieren. 鈥濱n unserem Fall klappte es, weil wir in so engem Austausch mit dem Core-Entwicklungsteam in Deutschland standen und eine Menge Unterst眉tzung von dort bekamen鈥, so Martin Prinz.

鈥濫s war eine interessante Erfahrung鈥, sagt Uma Rani TM, die in dieser Zeit an Martin Prinz berichtete. 鈥濧us Entwicklungssicht war es nicht einfach, aber wir konnten so viel lernen. Martin und die Gesch盲ftsf眉hrer versuchten, immer f眉r uns verf眉gbar zu sein.鈥

Trotz besten Willens auf beiden Seiten musste man sich zun盲chst aneinander gew枚hnen. 鈥濷ft kam es vor, dass die Kollegen in den Meetings pl枚tzlich ins Deutsche wechselten鈥, sagt Uma Rani TM. 鈥濪ann mussten wir uns bemerkbar machen.鈥 Rao Prasada erinnert sich, dass Gesch盲ftsf眉hrer Udo Urbanek 鈥瀏ro脽en Wert auf P眉nktlichkeit legte, bei Meetings und bei Aufgaben, die zu erledigen waren鈥. Eine Eigenschaft, die Rao dann auch ins Private einflie脽en lie脽 鈥 nicht immer zum Wohlwollen seiner Familie. Dass die Deutschen gerne etwas direkter kommunizieren, lernte Prasada schnell. 鈥濪af眉r erhielt ich auch immer sofort Unterst眉tzung, wenn ich ein Problem hatte und Hilfe brauchte.鈥

Auch die beiderseitigen Reisen nach Indien sowie Deutschland halfen, das Verst盲ndnis f眉reinander aufzubauen. Und sie erm枚glichten es allen, weit 眉ber den eigenen Tellerrand zu blicken 鈥 nicht nur in kulinarischen Dingen. 鈥濫in vegetarisches Gericht in der Walldorfer Kantine zu bekommen oder ein Restaurant in Walldorf oder Heidelberg zu finden, war damals nicht so einfach鈥, sagt Uma Rani TM und l盲chelt milde. 鈥濧ber wir kamen zurecht.鈥

Englisch entwickelte sich ganz allm盲hlich zur Unternehmenssprache. Erstmals investierte 麻豆原创 auch in interkulturelles Training, zun盲chst f眉r Deutsche und Inder, sp盲ter auch f眉r andere Nationen. 鈥濻o hat der Aufbau der Labs in Indien auch entscheidend zur Globalisierung der 麻豆原创 beigetragen鈥, sagt Clas Neumann.

2001 arbeiteten bereits mehr als 500 麻豆原创ler in Bangalore.

Steiles Wachstum der Mitarbeiterzahl

Zwar verlangsamte das Platzen der Dotcom-Blase den Mitarbeiteranstieg in Bangalore kurz, aber von 2003 an ging es nur noch steil nach oben. Im November 2003 er枚ffneten die Labs ihren neuen Campus in Whitefield. Martin Prinz, der nun zusammen mit Clas Neumann die Labs leitete, beschrieb deren Rolle damals so: 鈥濪ie 麻豆原创 Labs India sind f眉r 麻豆原创 ein Ort, um f眉r die Zukunft zu skalieren. Wir m眉ssen zeigen, dass wir gesund und schnell wachsen k枚nnen und gleichzeitig stabil und verl盲sslich bleiben.鈥

Ende 2004 war die Mitarbeiterzahl auf 1.352 angestiegen und jeder Gesch盲ftsbereich war in Indien vertreten. Georg Kniese, heute Global Head Corporate Development and M&A, 眉bernahm Anfang des neuen Jahres mit Martin Prinz die gemeinsame Gesch盲ftsf眉hrerposition. Die Labs investierten nun massiv ins Training der Mitarbeiter und st盲rkten die Entwicklungs- und Supporteinheiten. Ziel war es, ein globales Zentrum des 麻豆原创-Wissens zu errichten. 鈥濪abei wollten wir nahe an unseren Kunden sein, die Lokalisierung weiter vorantreiben, kundenspezifisch entwickeln und bei Eskalationen pr盲sent sein鈥, sagt Kniese in seiner R眉ckschau. Ende 2005 z盲hlten die 麻豆原创 Labs India fast 2.300 Mitarbeitende.

Ende 2007 waren es noch einmal 1.000 Mitarbeitende mehr und die 麻豆原创 Labs India r眉ckten an die Stelle des zweitgr枚脽ten Entwicklungsstandorts hinter Walldorf. Mit Kush Desai wurde 2007, nach Georg Knieses R眉ckkehr nach Deutschland, erstmals ein Inder Gesch盲ftsf眉hrer der 麻豆原创 Labs India. Sein Pendant am Standort Gurgaon war Ferose V.R. Zum ersten Mal 眉bernahmen Teams in Bangalore auch die globale Verantwortung f眉r ein Produkt, Employee Self-Services.

鈥濻oweit ich das beurteilen kann, waren wir das erste Unternehmen, das eine L枚sung von der ersten Bedarfsanalyse bis zum finalen Produkt und der Wartung in Bangalore entwickelte鈥, sagt Clas Neumann. Viele Firmen sowie Universit盲ten pilgerten daraufhin nach Bangalore, um von 麻豆原创 zu lernen, wie globale Forschung und Entwicklung funktionierten, erinnert er sich. 鈥濿ir hatten damit sicherlich auch einen Einfluss auf die IT-Branche in Indien鈥, so Neumann.

Uma Rani TM hat das schnelle Wachstum in diesen Jahren noch gut in Erinnerung. Es beruhte ihrer Ansicht nach auf dem Schema: Wir brauchen Entwickler, also schauen wir nach Indien, dort sind sie preiswert. 鈥濿as den Vorteil hatte, dass sich aufgrund des Wachstums viele neue Entwicklungsm枚glichkeiten f眉r die Mitarbeiter ergaben.鈥

Sie selbst hatte 2003 nach f眉nf Jahren im Lokalisierungsteam und dem Abschluss eines MBAs die Chance genutzt, das IMS-Team (Installed Base Maintenance & Support) in Bangalore zu 眉bernehmen. 鈥濵eine Manager, etwa Bernd Welz und Barbara Althoff-Simon, haben mich immer sehr unterst眉tzt und gef枚rdert鈥, sagt Uma Rani TM. Zurzeit ist sie 鈥 in ihrem 25. 麻豆原创-Jahr 鈥 Head of Application Innovation Services.

Indische Kunden profitieren von der N盲he zu den Labs

2007 war Indien der am schnellsten wachsende Markt f眉r 麻豆原创. Die Ums盲tze verdoppelten sich, wie das auch in den Folgenjahren immer wieder der Fall war. Ein Grund f眉r diese Erfolge waren und sind f眉r Clas Neumann die 麻豆原创 Labs. Der Vertrieb in Indien profitiere sehr von der N盲he zu den Entwicklern. Sehr h盲ufig w眉rden die Vertr盲ge erst durch Meetings in Bangalore zur Unterschriftsreife gebracht. 鈥濪ie Labs haben den Kunden von Anfang an gezeigt: 麻豆原创 ist gekommen, um zu bleiben. Und 麻豆原创 stellt die notwendige Expertise vor Ort zur Verf眉gung鈥, so Neumann.

Im April 2010 眉bernahm Ferose V.R. die alleinige Leitung der 麻豆原创 Labs India. Er ermunterte die inzwischen mehr als 4.000 Mitarbeitenden, mit neuen Ideen zu experimentieren und kreative L枚sungen f眉r die Probleme zu finden, 眉ber die sie sich mitunter beklagten: zum Beispiel die fehlende Kinderbetreuung. Er gr眉ndete auch ein AppHaus auf dem Campus in Bangalore, wo Designer, Entwickler sowie Marketeers gemeinsam an innovativen L枚sungen arbeiteten. Und er startete mehrere Interessengruppen f眉r Mitarbeiter, etwa einen Lesezirkel, 鈥瀠m eine einzigartige Arbeitsumgebung f眉r die Mitarbeiter und eine Kultur der Innovation zu schaffen鈥.

Von August 2014 an leitete Dilip Khandelwal die 麻豆原创 Labs India. Die Zahl der Mitarbeitenden stieg von rund 5.000 in seinem ersten Jahr als Managing Director auf etwa 9.500 Mitarbeitende. Mehr als 2.500 von ihnen arbeiten im Gerd Oswald Innovation Space, einem modernen, 50-Millionen-Euro teuren Geb盲ude, das im April 2017 zu Ehren des langj盲hrigen 麻豆原创-Vorstands und Labs-Unterst眉tzers eingeweiht wurde. 鈥濽m Innovation zu f枚rdern, ist es wichtig, eine Arbeitsumgebung zu schaffen, die das freie Denken erm枚glicht, in der mutige Ideen gedeihen und M枚glichkeiten geschaffen werden, eng zusammenzuarbeiten鈥, sagte Khandelwal bei der Er枚ffnung.

F枚rderung f眉r Start-ups

Eine von ihm vorangetriebene Initiative war die Gr眉ndung des 麻豆原创 Startup Studio. Hier bieten die Labs Firmengr眉ndern ein Jahr lang Beratung und Unterst眉tzung, Infrastruktur und Technologie, um ihr Start-up voranzubringen. So k枚nnen sie in den schicken R盲umen auf dem Labs-India-Campus von 麻豆原创-Mitarbeitern profitieren, die ihnen helfen, ihre Idee zur Marktreife zu bringen und mit der Firma erfolgreich zu expandieren. Nicht zuletzt k枚nnen die Start-ups hier auch Kontakte zu 麻豆原创-Kunden und Partnern kn眉pfen. 麻豆原创 arbeitet bei Bedarf mit den Firmengr眉ndern zusammen, um das eigene L枚sungsportfolio zu erg盲nzen.

Im September 2019 眉bernahm Sindhu Gangadharan die Leitung der 麻豆原创 Labs India, etwa 20 Jahre, nachdem sie in den Labs als Programmiererin angefangen hatte. Auch sie hat sich vorgenommen, die Stellung der Labs India innerhalb des globalen 麻豆原创-Labs-Netzwerks und innerhalb der indischen IT-Branche auszubauen und weiter zu st盲rken.

Auch Rao Prasada ist noch immer bei 麻豆原创. Er will weiter Teil der Erfolgsgeschichte der 麻豆原创 Labs India bleiben.

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麻豆原创 in Lateinamerika /germany/2022/03/sap-in-lateinamerika/ Fri, 18 Mar 2022 07:00:03 +0000 /germany/?p=160170 Wer in Lateinamerika erfolgreich sein will, braucht Pragmatismus und Durchhalteverm枚gen, ein gutes Team und gute Nerven. Das galt in den 1990er-Jahren genauso wie heute. Von...

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Wer in Lateinamerika erfolgreich sein will, braucht Pragmatismus und Durchhalteverm枚gen, ein gutes Team und gute Nerven. Das galt in den 1990er-Jahren genauso wie heute.

Von einem besinnlichen Weihnachtsfest konnte f眉r die mexikanische Regierung und die Chefs der Zentralbank keine Rede sein: Am 20. Dezember 1994 mussten die W盲hrungsh眉ter des zentralamerikanischen Landes den Peso gegen眉ber dem US-Dollar um rund 15 Prozent abwerten. Das Land war nicht mehr in der Lage, den fixierten Kurs seines Pesos gegen眉ber der US-W盲hrung aufrechtzuerhalten. Die Folge war ein massiver Abzug ausl盲ndischen Kapitals. Dies belastete die mexikanischen Unternehmen schwer und f眉hrte letztlich zu einer Wirtschaftskrise im Land鈥 mit negativen Folgen auch f眉r andere Staaten in Lateinamerika.

Nur wenige Monate zuvor, im April 1994 hatte die 麻豆原创 in Mexiko ihre 19. Landesgesellschaft gegr眉ndet 鈥 die erste in Lateinamerika. Jetzt befand sich die junge 麻豆原创-Tochter mitten in der sp盲ter sogenannten 鈥濼equila-Krise鈥, wie sich Maricarmen Ortiz erinnert. Die Mexikanerin war im September von IBM zu 麻豆原创 gewechselt und unterst眉tzte Kunden als Beraterin. Mit Gesch盲ftsf眉hrer Raul V茅jar und ihren etwa 15 Kollegen galt es nun, die unter Druck geratenen mexikanischen Firmen davon zu 眉berzeugen, dass 鈥瀍s insbesondere in Krisenzeiten sinnvoll ist, in Software zu investieren und man sich so Wettbewerbsvorteile verschaffen kann鈥, erz盲hlt Ortiz.

Es war wahrlich nicht die einzige wirtschaftliche und politische Krise, die die 麻豆原创-Mitarbeitenden seit den ersten Schritten auf dem lateinamerikanischen Kontinent besch盲ftigte 鈥 und die sie seitdem gemeistert haben.

Politische und 枚konomische Krisen

Handelskonflikte, die Verstaatlichung von Unternehmen, Regierungswechsel, Finanz- und W盲hrungskrisen: 鈥濫s war und ist immer etwas los鈥, sagt James Gunn. Er begann im Juni 1997 als Controller f眉r die Region Lateinamerika bei 麻豆原创 in Newtown Square und ist heute auf Seiten von Finance & Administration f眉r strategische Projekte zust盲ndig. 鈥濱nstabilit盲t wurde zu einer Konstante. Und unsere Aufgabe war es, als Botschafter der Region der 麻豆原创-F眉hrung in Walldorf zu erkl盲ren, vor welchen gro脽en Herausforderungen jedes Land stand und was wir taten, um dennoch unsere Ziele zu erreichen.鈥

Was meistens gelang, wie Peter Rasper respektvoll anerkennt. Rasper ist 2019 als kaufm盲nnischer Leiter in den Vorruhestand gegangen. Er hatte das L盲ndercontrolling in Nord- und S眉damerika Mitte der 1990er-Jahre aufgebaut. Die Zahlen seien h盲ufig 鈥 wie andernorts auch 鈥 鈥瀉uf den letzten Dr眉cker鈥 geliefert worden, sagt Rasper. Manche Vertriebler h盲tten Meisterschaft dabei erlangt, 鈥濾ertr盲ge zu bunkern und dann aus der Schublade zu ziehen, wenn es n枚tig war鈥. Doch die Kollegen in Lateinamerika h盲tten immer 鈥瀌en richtigen Spirit gehabt.鈥 鈥濱hre improvisierende, pragmatische und emotionale Art gepaart mit unserem Entwicklungsansatz und Kundenfokus haben diese Erfolgsgeschichte erst m枚glich gemacht.鈥

Das sieht auch der US-Amerikaner und 鈥濭ringo鈥 James Gunn so. Er war nicht nur beeindruckt, auf welch hohem englischen Sprachniveau er mit Kollegen in Lateinamerika diskutieren konnte. 鈥濱ch finde es auch ph盲nomenal, wie die Leute unser Unternehmen durch all diese Krisen hindurchman枚vriert haben.鈥

Teamgeist und Kundenorientierung

Mehrere Faktoren d眉rften neben einem hervorragenden Produkt, das meist schon fr眉h an die lokalen Anforderungen angepasst wurde, f眉r das erfolgreiche 鈥濳risenmanagement鈥 ausschlaggebend (gewesen) sein. Die nachfolgend dargestellten drei geh枚ren sicher dazu:

Erstens der unersch眉tterliche Teamgeist: 鈥濿ir waren anfangs nicht viele Leute und mussten alles tun und uns dabei gegenseitig unterst眉tzen鈥, erinnert sich Lorena Dames. Sie kam im Juli 1994 zur 麻豆原创 in Argentinien und ist heute COO f眉r Customer Experience in Lateinamerika. 鈥濨erater f眉hrten Demos vor und machten Support; Mitarbeitende aus der Rechtsabteilung erkl盲rten das Produkt und schlossen Vertr盲ge ab. Wir waren eine eingeschworene Truppe 鈥 alle 盲hnlich jung 鈥, und 麻豆原创 gab uns Gelegenheit, enge pers枚nliche Beziehungen aufzubauen, die uns durch dick und d眉nn gef眉hrt haben.鈥 Und das 眉ber Team- und L盲ndergrenzen hinweg. Beim Aufbau neuer Landesgesellschaften kamen die Mitarbeitenden von bereits gegr眉ndeten zu Hilfe, rekrutierten neue Leute, etablierten Prozesse und brachten ihre Erfahrungen ein.

Thomas Hanser kann das nur best盲tigen. 鈥濫s ist Teil der lateinamerikanischen Kultur, sich untereinander zu helfen鈥, sagt der IT-Spezialist. Er hat die Infrastruktur nicht nur in Brasilien, sondern auch in vielen anderen 麻豆原创-Landesgesellschaften aufgebaut. 鈥濽nd ich finde, dass das seit jeher auch zur 麻豆原创-Kultur geh枚rt: Wir f眉hlen uns als Teil von etwas Gr枚脽erem und unterst眉tzen uns, um gemeinsame Ziele zu erreichen und uns gemeinsam weiterzuentwickeln.鈥 Das sei bis heute so, sagt der Brasilianer, dessen Gro脽eltern einst von Deutschland nach Brasilien ausgewandert sind und der heute bei 麻豆原创 das globale Outsourcing von IT-Services verantwortet.

Ein zweiter Faktor ist der unbedingte Kundenfokus: Klar, 麻豆原创 habe die besten Leute und die besten L枚sungen, sagt Ricardo Avila. Aber f眉r den Venezolaner, der 1996 bei 麻豆原创 in der Rechtsabteilung anfing, war f眉r das erfolgreiche Navigieren durch alle Krisen die 鈥濩ustomer-First-Einstellung鈥 ausschlaggebend sowie die Bereitschaft, den Kunden nichts vorzumachen. 鈥濿enn eine Funktionalit盲t noch nicht verf眉gbar oder Teile der Software noch nicht lokalisiert waren, dann haben wir das zugegeben und versprochen, die Funktionalit盲t in ein paar Monaten zu liefern. Und das haben wir dann auch gemacht鈥, erz盲hlt Avila. Dennoch blieben Konflikte nicht aus, wenn etwa die hohen Erwartungen der Kunden mit den Ressourcen der 麻豆原创 nicht in Einklang zu bringen waren.

Die Kunden nicht im Stich lassen

Gerd Bizer erinnert sich an eine solche 鈥瀉ndere鈥 Krise: 鈥濱ch habe Mitte 1996 das Lokalisierungsprojekt f眉r Argentinien 眉bernommen. In einem Meeting machten uns die Vertreter der argentinischen Anwendergruppe zwei Stunden lang rund, schrien uns an, bezeichneten uns als Betr眉ger. Als wir die Missverst盲ndnisse gekl盲rt hatten, wurden wir schnell zu besten Freunden. Da habe ich gelernt, welch gro脽e Rolle Emotionen in Lateinamerika spielen鈥, sagt Bizer, der 2019 in den Vorruhestand gegangen ist. Innerhalb von ein paar Monaten 鈥瀢ar das Thema beruhigt鈥, und die Kunden waren zufrieden.

Nat眉rlich laufe nicht immer alles reibungslos, habe jedes Projekt seine Herausforderungen, r盲umt Peter Rasper ein. Aber die 麻豆原创 habe sich auch bei der Expansion in Lateinamerika den Ruf erarbeitet, die Kunden nie h盲ngenzulassen und stets eine L枚sung f眉r etwaige Probleme zu finden. Dies galt etwa in der Wirtschaftskrise 2001 in Argentinien. Jorge Schiavo berichtet, dass die 麻豆原创 bei den unter Druck geratenen Kunden die Wartungskosten einfror. 鈥濻o haben wir mitgeholfen, die Firmen und ihre Mitarbeiter zu sch眉tzen鈥. Schiavo kam 1995 als 12. Mitarbeiter in Argentinien zur 麻豆原创. 鈥瀂udem haben wir mit besonderen Ma脽nahmen daf眉r gesorgt, dass unsere eigenen Mitarbeiter angesichts Abwertung und hoher Inflation ihr Geld nicht verlieren鈥, f眉gt er hinzu. Weiterhin bringt er seine Finanzexpertise und Erfahrungen mit dem argentinischen Steuerrecht ein und optimiert globale und regionale Finanzprozesse.

Nicht zuletzt 鈥 und das ist ein dritter wichtiger Faktor f眉r erfolgreiches Krisenmanagement auf dem Kontinent 鈥 鈥瀐aben wir meiner Erinnerung nach nie einen Standort in Lateinamerika dicht gemacht鈥, sagt Peter Rasper. Zwar seien Entlassungen nicht immer vermeidbar gewesen, aber 麻豆原创 habe nach der Maxime gearbeitet, ihre Kunden nicht im Stich zu lassen und stets mit einer schlagkr盲ftigen Truppe vor Ort zu bleiben.

Schwierige Lage in Venezuela

Das Team von 麻豆原创 Andina y del Caribe mit einigen Partnervertretern auf dem Dach des B眉rogeb盲udes in Caracas/Venezuela im Jahr 1997. Der gro脽e Mann in der ersten Reihe (6. von links) ist Eduardo Santaella, der erste Gesch盲ftsf眉hrer. Direkt hinter ihm steht Ricardo Avila. Der 5. von rechts in der ersten Reihe ist Francisco Fern谩ndez.

Dies geschah zumindest so lange, bis die Wirtschaft in Venezuela kollabierte. Die derzeit 盲u脽erst schwierige politische und wirtschaftliche Lage in Venezuela l盲sst selbst 麻豆原创 an Grenzen sto脽en, was viele Mitarbeitenden der ersten Stunde in Lateinamerika sehr traurig macht. 鈥濿ir haben w盲hrend meiner Zeit als Berater immer gesagt, dass es angesichts des 脰lreichtums des Landes unm枚glich ist, dass die 脰lfirmen pleite gehen鈥, sagt Francisco Fernandez. Er war mit dabei, als die 麻豆原创 1996 ihr B眉ro in Caracas er枚ffnete. 鈥濽nd jetzt ist quasi das ganze Land pleite. Es ist unfassbar.鈥

In den 1990er-Jahren hat die 麻豆原创 von Venezuela aus ganz Mittelamerika, die Karibik und den Norden S眉damerikas betreut. 鈥濱ch wei脽 nicht, wie viele Flugzeuge jeden Montag von Caracas aus mit 麻豆原创-Beratern an Bord in die Nachbarl盲nder geflogen sind鈥, erz盲hlt Fernandez. 鈥濾enezuela war anderen L盲ndern weit voraus.鈥

鈥濱nzwischen mussten wir die meisten Mitarbeiter an andere Standorte verlegen鈥, berichtet Ricardo Avila. 鈥濽nd die Kunden betreuen wir von anderen L盲ndern aus.鈥

Aber die Maxime bleibt: Egal, wie einschneidend eine Krise in Lateinamerika auch ist, sagt Avila, 鈥瀢ir bleiben pragmatisch und optimistisch. Und lassen unsere Kunden nicht h盲ngen. Wir f眉hlen uns ihnen, der Region und unseren Kolleginnen und Kollegen gegen眉ber verpflichtet.鈥

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麻豆原创 in 脰sterreich – Gipfelsturm mit Durchhalteverm枚gen /germany/2021/04/unternehmensgeschichte-oesterreich/ Fri, 16 Apr 2021 06:00:20 +0000 /germany/?p=155219 In 35 Jahren bauten die Mitarbeitenden der Landesgesellschaft in 脰sterreich nach einer kurzen Talstrecke einen Berg an Vertrauen auf. Lesen Sie hier die Geschichte der...

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In 35 Jahren bauten die Mitarbeitenden der Landesgesellschaft in 脰sterreich nach einer kurzen Talstrecke einen Berg an Vertrauen auf. Lesen Sie hier die Geschichte der 麻豆原创 in der Alpenrepublik.

麻豆原创-Berater kennen sich aus auf Flugh盲fen und Autobahnen. F眉r Rolf F枚ll hie脽en die Ziele in den fr眉her 1980er Jahren unter anderem Linz, Salzburg, Klagenfurt und Wien. Oder auch Lenzing, Laakirchen und Nettingsdorf. Der Betriebswirt f眉r Datenverarbeitung hatte am 1. Januar 1980 bei 麻豆原创 im Team von Mitgr眉nder Dietmar Hopp begonnen und sich schnell einen guten Ruf als Berater f眉r Materialwirtschaft erarbeitet. Eher zuf盲llig standen bald zahlreiche 枚sterreichische Firmen auf der von ihm betreuten Kundenliste.

Weil das 麻豆原创-Gesch盲ft mit der inzwischen erh盲ltlichen Standard-Software 麻豆原创 R/2 in diesen Jahren so richtig Fahrt aufnahm, verbrachten F枚ll und seine Kollegen nun oder Flieger. 鈥濵anchmal wusste ich am Ende der Woche nicht mehr, an welchem Flughafen ich Anfang der Woche meinen Wagen geparkt hatte鈥, erinnert er sich. Sechs Jahre nach seinem Einstieg, im Fr眉hjahr 1986, f眉hrte der durchschlagende Erfolg des R/2-Programmpakets in 脰sterreich zur Gr眉ndung der zweiten 麻豆原创-Landesgesellschaft (nach der Schweiz, die 1984 gegr眉ndet worden war). Rolf F枚ll wurde ihr erster Gesch盲ftsf眉hrer.

Aber der Reihe nach.

UDie Nettingsdorfer Papierfabri, heute Smurfit Kappa, war der erste 麻豆原创-Kunde im Ausland.
Die Nettingsdorfer Papierfabrik, heute Teil von Smurfit Kappa, setzt weiterhin auf 麻豆原创-Software.

Als Dieter Blessing und Gerald Malter sich im September 1976 zum ersten Mal dem Gel盲nde der Nettingsdorfer Papierfabrik n盲herten, drang ihnen der viele Papierwerke umgebende Gestank in die Nasen. 鈥濫s verschlug uns fast den Atem鈥, erinnert sich Blessing. 鈥濪ie Geb盲ude auf dem riesigen Werksgel盲nde waren veraltet. Und der EDV-Raum sah von au脽en aus wie kurz nach dem Krieg.鈥

Doch der erste Eindruck t盲uschte: 1976 geh枚rte die Nettingsdorfer Papierfabrik in der N盲he von Linz, wo die beiden jungen 麻豆原创-Experten eine Materialwirtschaft des Systems R (das Modul RM) installieren sollten, zu den Vorreitern der damaligen elektronischen Datenverarbeitung.

Wertvoller Referenzkunde聽f眉r die 麻豆原创 in 脰sterreich

Peter Burgholzer vom ersten 麻豆原创-Kunden im Ausland, der Nettingsdorfer Papierfabrik.
Referenzkunde: Peter Burgholzer vom ersten 麻豆原创-Kunden im Ausland, der Nettingsdorfer Papierfabrik, bei seiner Rede 1996 anl盲sslich des 10. Geburtstags der 麻豆原创 in 脰sterreich.

鈥濽nd das lag vor allem an Peter Burgholzer鈥, erz盲hlt Blessing. Der Leiter EDV/Organisation der Papierwerke war zuvor zu Gast gewesen beim 麻豆原创-Kunden ICI (Imperial Chemical Industries) im badischen 脰stringen. Dort lernte er MIAS, das Material-, Informations- und Abrechnungssystem kennen, das die 麻豆原创-Gr眉nder zusammen mit einigen 麻豆原创- und ICI-Mitarbeitern f眉r den britischen Faserhersteller entwickelt und installiert hatten. Burgholzer war beeindruckt und beschloss, dass seine Papierwerke den Einkauf von B眉romaterial, Ersatzteilen und Maschinen in Zukunft nicht mehr per Bleistift, sondern IT-gest眉tzt erledigen sollten. Blessing: 鈥濪as war schon ein Quantensprung, dass man jetzt eine Bestellung, einen Wareneingang, eine Rechnungspr眉fung, aber auch die Lagerhaltung mithilfe des Computers abarbeiten konnte.鈥 Und so wurde die Nettingsdorfer Papierfabrik der erste 麻豆原创-Kunde im Ausland.

Kurze Zeit sp盲ter folgte die OKA, die Ober枚sterreichische Kraftwerke AG (heute Energie AG Ober枚sterreich). Nach und nach entschieden sich nicht nur Firmen in Ober枚sterreich, sondern bald auch rund um die Hauptstadt Wien f眉r 麻豆原创. Und das meist, weil Peter Burgholzer mit seiner Papierfabrik als Referenzkunde diente und die 麻豆原创-L枚sungen in h枚chsten T枚nen lobte. 鈥濨urgholzer hat die Werbetrommel f眉r uns in ganz 脰sterreich ger眉hrt. Ihm hat die 麻豆原创 viel zu verdanken鈥, sagt Blessing.

Dem Informatiker, der Anfang 1976 zur 麻豆原创 gekommen war, wurden bald die Reisen nach 脰sterreich, zur Wacker Chemie nach M眉nchen und anderen Kunden in Deutschland zu viel. Ende 1980 lie脽 er 麻豆原创 hinter sich, arbeitete zun盲chst als Freelancer und gr眉ndete 1989 die ABS Analyse Beratung Software GmbH, die er heute noch leitet.

Mit Wiener Wurzeln

Blessings Nachfolge bei der Nettingsdorfer Papierfabrik trat Rolf F枚ll an. 鈥濫s gab alle vier Wochen freitags ein Treffen in Walldorf mit Dietmar Hopp und seinem Team鈥, erz盲hlt F枚ll. 鈥濪a wurden Kunden-Anforderungen und Probleme besprochen und neue Kunden an die Berater verteilt. Ich hatte Hopp einmal erz盲hlt, dass meine Mutter aus Wien stammte und ich noch entfernte Verwandtschaft in 脰sterreich hatte. Und da ich ohnehin noch nicht so viele Kunden hatte, bekam ich die Papierfabrik zugewiesen.鈥 Im August 1980 pr盲sentierte er Peter Burgholzer und dessen Team das neue R/2-System.

麻豆原创-Mitgr眉nder Dietmar Hopp mit dem 麻豆原创-Team in 脰sterreich.
Viel Vertrauen: 麻豆原创-Mitgr眉nder Dietmar Hopp (links) lie脽 dem Team der 麻豆原创 in 脰sterreich freie Hand.

Bald geh枚rten auch die Vereinigten 脰sterreichischen Eisen- und Stahlwerke (V脰EST) in Linz zu seinen Kunden. 鈥濪ie waren mit ihren rund 30.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine ganz andere Nummer鈥, erinnert sich F枚ll, der den Stahlkonzern in den kommenden Jahren als Hauptberater f眉r Materialwirtschaft betreuen sollte. Chemiefaser Lenzing, Papierfabrik Laakirchen, die Biochemie GmbH in Kundl (sp盲ter Sandoz), Steyr-Traktoren, der Zementhersteller Perlmooser oder der Schmuck- und Uhrenhersteller Swarovski waren weitere Firmen, bei denen F枚ll bis 1985 das System R/2 installierte.

Die 枚sterreichische Wirtschaft war durch einige Besonderheiten gepr盲gt, erz盲hlt er. 鈥濫s gab die verstaatlichten Unternehmen und die vielen kommunalen Energieversorger, die insbesondere an unseren Finanzl枚sungen interessiert waren, es gab die eher mittelst盲ndischen Produktionsbetriebe mit dem Schwerpunkt auf Materialwirtschaft und die umfangreiche 枚ffentliche Verwaltung.鈥 W盲hrend bei den privaten und den verstaatlichten Unternehmen vor allem IBM-Rechner liefen, auf denen Software bereits installiert war, bauten Beh枚rden und Verwaltungen eher auf Siemens. Der M眉nchner Elektrokonzern stattete als Lizenznehmer die schl眉sselfertig gelieferten Rechenzentren mit 麻豆原创-Software unter dem Namen SAFIR (Siemens Anwendungs-Finanzbuchhaltung in Realtime) aus.

Zwei Schwerpunktregionen

So entwickelten sich zwei Schwerpunkte des 脰sterreich-Gesch盲fts: In der Region zwischen Linz und Salzburg standen viele Chemie- und Papierfabriken auf der 麻豆原创-Kundenliste, im Gro脽raum Wien waren die staatlich orientierten Branchen wie die 脰sterreichische Mineral枚lverwaltung (OMV), die 枚sterreichische Nationalbank oder der Maschinen- und Motorenhersteller Simmering-Graz-Pauker angesiedelt.

Die Zahl der Kunden stieg von Jahr zu Jahr. 鈥濺/2 war das richtige Produkt f眉r den 枚sterreichischen Markt, den wir gar nicht aktiv erschlie脽en mussten鈥, sagt Rolf F枚ll. Noch gab es keinen eigenst盲ndigen Vertrieb. Die 麻豆原创-Berater pr盲sentierten ihre L枚sungen, wenn sie dazu eingeladen wurden. 鈥濽nd wir haben geliefert. Wir haben Vertrauen gewonnen, wir waren zuverl盲ssig, mit uns konnte man reden und fachsimpeln, aber nicht 眉ber Preise verhandeln. Wir hatten es meist mit EDV-Leuten zu tun, weniger mit Eink盲ufern. Wenn die dazu geholt werden mussten, war das meiste schon geregelt.鈥 Einen weiteren Schub gab es, als 麻豆原创 R/2 auch auf die kosteng眉nstigeren IBM-Gro脽rechner der Serie 4341 portiert werden konnte.

Doch mit dem wachsenden Erfolg ging einher, dass die 枚sterreichischen Kunden immer lautst盲rker nach Betreuung und Beratung vor Ort riefen 鈥 auch weil sie die hohen Reisekosten der 麻豆原创-Berater nicht mehr bezahlen wollten.

Vom vereinten Europa noch keine Spur

Bei einem der monatlichen Treffen in Walldorf 1984 machte F枚ll Dietmar Hopp auf die Beschwerden der 枚sterreichischen Kunden aufmerksam. Gleichzeitig beschlossen Kunden in 脰sterreich auf Initiative einiger Managerinnen und Manager bei Simmering-Graz-Pauker, sich zu einem 鈥濨enutzerkreis鈥 zusammenzuschlie脽en. So kam es im M盲rz 1985 bei V脰EST in Linz zu einem Treffen der 枚sterreichischen Kunden, an dem auch Dietmar Hopp und Hasso Plattner teilnahmen. 鈥濽nd am Abend kam Hopp im Hotel zu mir und fragte mich, ob ich mir vorstellen k枚nnte, die Landesgesellschaft in 脰sterreich aufzubauen? Ich sagte, vorbehaltlich der Zustimmung meiner Frau, bin ich dabei. Und am n盲chsten Tag hat er dann den Kunden verk眉ndet, die 麻豆原创 komme nach 脰sterreich.鈥

F眉r Rolf F枚ll begann nun eine spannende Zeit, in der er nicht nur viel 眉ber Aufbau, Organisation und Verwaltung einer Landesgesellschaft lernte, sondern auch 眉ber die 脰sterreicher und die Schwierigkeiten, die einem Zoll und B眉rokratie im noch nicht vereinigten Europa bereiten k枚nnen. Dass an der Grenze bisweilen Schreibmaschinen, Wandkalender und Firmenwagen beschlagnahmt wurden und er als Ausl盲nder einen amtlichen 鈥濨ef盲higungsnachweis鈥 seiner beruflichen Qualifikation ben枚tigte, entlockt F枚ll heute nur noch ein Schmunzeln.

F眉r h枚heren Puls sorgte da schon diese Begebenheit: 鈥濽m sich in 脰sterreich aufzuhalten, brauchte man eine Arbeitsbewilligung鈥, erz盲hlt F枚ll. 鈥濽m eine Arbeitsbewilligung zu bekommen, brauchte man einen Arbeitgeber, den wir aber nicht hatten. Der wurde ja erst gegr眉ndet. Und um eine Firma gr眉nden zu k枚nnen, brauchte der Gesch盲ftsf眉hrer einen Wohnsitz in 脰sterreich. Da Hopp mich zum Gesch盲ftsf眉hrer auserkoren hatte, musste ich einen Wohnsitz haben, konnte aber keinen nehmen, weil ich keinen Arbeitgeber hatte. Es war die Quadratur des Kreises.鈥

Kein 脰sterreich im Namen

Da kam ihm ein guter Freund bei V脰EST zu Hilfe: Peter Ustupsky war die treibende Kraft f眉r die Einf眉hrung der Materialwirtschaft bei V脰EST gewesen und verantwortete danach bis zu seiner Pensionierung zahlreiche weitere Projekte bis hin zur sp盲teren Migration von 麻豆原创 R/2 auf 麻豆原创 R/3. F枚ll: 鈥濫r war in all den Jahren ein zuverl盲ssiger Unterst眉tzer der 麻豆原创 in 脰sterreich.鈥

F枚ll durfte die Adresse von Ustupskys Ferienhaus in der N盲he von Linz als Wohnsitz bei den Beh枚rden angeben. Nachdem Ustupsky auch die Fremdenpolizei ein paar Mal mit dem Hinweis abgewimmelt hatte, F枚ll sei eben st盲ndig in 脰sterreich unterwegs, gelang es F枚ll, Anfang des Jahres 1986 die 麻豆原创, eine Gesellschaft mit beschr盲nkter Haftung und Sitz in Wien, zu gr眉nden. Noch fehlte der Namenszusatz 鈥灻杝terreich oder Austria鈥. F枚ll: 鈥濿eil f眉r die Verwendung des Nationenbegriffes ein besonders ausf眉hrliches, zeit- und kostenaufw盲ndiges Genehmigungsverfahren notwendig gewesen w盲re und wir diese Zeit nicht hatten, haben wir darauf erstmal verzichtet.鈥

Am 12. Februar 1986 erfolgte der Eintrag ins Handelsregister, die Gewerbegenehmigung f眉r die Standorte Wien und Linz wurde im M盲rz erteilt und zum 1. April nahm die Gesellschaft ihre Arbeit auf. Aus Deutschland waren mit dabei Uwe Jansen, der als RM-Experte unter anderem die Austrian Airlines betreute, und Gerhard Setzer, eine Koryph盲e f眉r die Module RF (Finanzbuchhaltung) und RA (Anlagenbuchhaltung), der sich insbesondere um die zahlreichen Stadtwerke-Kunden k眉mmerte.

F枚ll richtete 鈥 entsprechend der beiden regionalen Schwerpunkte 鈥 zwei B眉ros ein, Pate stand dabei erneut die Papierbranche: Am Hauptsitz in Wien kam das kleine Team anfangs in R盲umen des Papierlieferanten Bunzl & Biach unter; die Niederlassung in Linz bezog ein B眉ro beim ersten Kunden Nettingsdorfer Papierfabrik. Hier f眉hrte Gerda Bodingbauer nicht nur das Sekretariat, sondern erledigte auch die Buchhaltung, Spesenabrechnungen und vieles mehr. F眉r die steuerlichen und juristischen Fragen beim Aufbau der Gesellschaft holte sich F枚ll Unterst眉tzung durch 枚sterreichische Fachleute und Berater.

Geplatzte Partnerschaft, neue Partnerschaft

F枚ll berichtete zusammen mit seinem Team an die 麻豆原创 International im schweizerischen Biel, die unter der Leitung von Hans Schlegel im September 1984 gegr眉ndet worden war. Schlegel flog ein, wenn neue Vertr盲ge zu unterzeichnen waren. So mancher 枚sterreichische Kollege, der bislang Kunden in der Schweiz betreut hatte, zog es nun vor, in der Heimat Firmen von 麻豆原创 zu 眉berzeugen und anschlie脽end die Systeme zu installieren.

Der damalige Leiter von 麻豆原创 International, Hans Schlegel, beim 10. Firmengeburtstag.
Hat ma脽geblich zum Aufbau der 麻豆原创 in 脰sterreich beigetragen: der damalige Leiter von 麻豆原创 International, Hans Schlegel (anl盲sslich des 10. Firmengeburtstags).

Im Oktober 1986 herrschte pl枚tzlich helle Aufregung 鈥 bei 麻豆原创 und bei den von Siemens in 脰sterreich betreuten Kunden. Denn die Partnerschaft, die es dem Elektrokonzern erm枚glichte, 麻豆原创-Software zu vertreiben und auf ihren Rechnern zu installieren, war geplatzt. Damit erhielten die Firmen, die 麻豆原创-Software auf ihren Siemens-Maschinen installiert hatten und von Siemens betreut wurden, vom einen auf den anderen Tag keine Wartung mehr, womit auch keine neuen Versionen mehr eingespielt werden konnten. 鈥濪a bangten nicht nur die Firmen um ihre Investitionen, da ging es auch um Existenzen und pers枚nliche Schicksale鈥, erinnert sich F枚ll. 鈥濱ch bin damals von einer Veranstaltung zur n盲chsten gehetzt, um den Leuten zu versichern, dass die 麻豆原创 sie nicht im Regen stehen lassen wird und dass wir mit allen Beteiligten Mittel und Wege finden werden, um einen reibungslosen Vertrags眉bergang von Siemens 脰sterreich auf die 麻豆原创 zu gew盲hrleisten.鈥

Dies gelang 鈥 mit einer Ausnahme 鈥 und innerhalb eines Jahres hatte die 麻豆原创 in 脰sterreich mit Unterst眉tzung von Hans Schlegel, der sich nach wie vor ums Vertragswesen k眉mmerte und die Gespr盲che mit dem Siemens-Management f眉hrte, weitere rund 40 Kunden hinzugewonnen. Und das, obwohl die Kunden nun f眉r die Software bezahlen mussten, die sie bislang ja als kostenloses Add-on zur Siemens-Hardware erhalten hatten.

Weil aber 麻豆原创 noch nicht 眉ber gen眉gend Beraterinnen und Berater verf眉gte, ging Rolf F枚ll Partnerschaften mit mehreren Beratungsfirmen, darunter auch Siemens, ein. Beim Thema Kostenrechnung war die Firma des deutschen Kostenrechnungsexperten Hans-Georg Plaut, die auch 枚sterreichische Firmen auf diesem Gebiet unterst眉tzte, der Partner der Wahl. 鈥濵it dieser Strategie konnten wir viel Vertrauen bei den Kunden aufbauen.鈥 聽Und in 脰sterreich entwickelte sich allm盲hlich ein Netzwerk an Partnern, wie es seit Anfang der 1980er Jahre auch andernorts entstand. Der Grund: 麻豆原创 musste einen Teil der Implementierung und Programmpflege Partnern 眉berlassen, um das eigene Personalwachstum in 眉berschaubaren Grenzen zu halten.

Schwere Zeiten

Einen Tiefschlag musste das junge Team bereits kurz nach der Gr眉ndung wegstecken, als RF-Experte Gerhard Setzer auf tragische Weise ums Leben kam. W盲hrend einer Autofahrt erlitt er einen Magendurchbruch, schaffte es noch an eine Rastst盲tte, konnte dort aber nicht mehr gerettet werden. 鈥濻eine Familie war nach 脰sterreich gezogen, er hatte seine Wohnung in Walldorf bereits verkauft鈥, erz盲hlt F枚ll. 鈥濻einer Familie zu helfen, hatte h枚chste Priorit盲t, und der Kaufm盲nnische Leiter Dieter Matheis hat damals von Walldorf aus alles M枚gliche und Notwendige getan, um die reibungslose R眉ckkehr seiner Familie nach Deutschland zu gew盲hrleisten. Wir verloren einen Kollegen und Freund. Ihn fachlich zu ersetzen war unm枚glich.鈥

Aber es musste weitergehen, zumal die Nachfrage nach 麻豆原创 R/2 ungebrochen blieb und der Bedarf an 麻豆原创-Know-how st盲ndig stieg. F枚ll legte von Beginn an gro脽en Wert darauf, sein Team mit 脰sterreichern zu verst盲rken. 鈥濿ir brauchten Leute, die den Markt kennen, die Kundenbeziehungen hatten, die die Sprache sprechen und die Befindlichkeiten ihrer Landsleute kennen鈥, erz盲hlt er. 鈥濻o lernten wir, dass ein 脰sterreicher nichts kauft, was er nicht billiger bekommen kann. Da wir aber eine Preisliste hatten, an die wir uns strikt halten mussten, haben wir den Preis manchmal im Voraus etwas angehoben, damit der Eink盲ufer des Kunden ihn dann wieder auf den Listenpreis senken konnte.鈥

Auf dem Weg zum ERP-Gipfel

Unvermeidlich war, dass 麻豆原创 manche der ersten Mitarbeitenden von Kunden abwarb. Heinz Hartinger und Otto Weiner kamen 1986 von Simmering-Graz-Pauker, Wolfgang Runge im selben Jahr von V脰EST und Franz Zipp von Chemiefaser Lenzing. Dar眉ber waren die Kunden nat眉rlich zun盲chst nicht gl眉cklich, doch F枚ll fand auch hierf眉r eine L枚sung: 鈥濱ch habe den Kunden zugesagt, dass wir ihnen bei der Ausbildung ihrer neuen Mitarbeitenden helfen und sie die- oder denjenigen, die oder den sie verloren haben, als Beraterin bzw. Berater zu einem erm盲脽igten Stundensatz bekommen. Damit waren die meisten einverstanden.鈥

So wuchs die 麻豆原创 auch in 脰sterreich kr盲ftig, und nach zwei Jahren, in denen Rolf F枚ll nur eine Wochenendbeziehung mit seiner Familie f眉hren konnte, bat er Dietmar Hopp um eine neue Aufgabe. Bevor er ab 1. Januar 1988 Leiter des neuen Internationalen Schulungszentrums in Walldorf wurde, stellte er sicher, dass er die 麻豆原创 in 脰sterreich in einheimische H盲nde 眉bergeben konnte. Sein Nachfolger wurde Egon Greger, der 1987 als Leiter der Kostenrechnung von Adidas zur 麻豆原创 gewechselt war, um RK-Kunden zu beraten. Und von 1991 an sollte dann Heinz Hartinger die Gesch盲ftsf眉hrung 眉bernehmen und die 麻豆原创 in 脰sterreich (und sp盲ter auch in ganz Osteuropa) zum Gipfel der ERP-Anbieter f眉hren.

Die Einbindung lokaler Kr盲fte geh枚rt f眉r F枚ll neben der Qualit盲t und Funktionalit盲t des Produkts R/2 zu den Gr眉nden f眉r den fr眉hen Erfolg der 麻豆原创 beim s眉dlichen Nachbarn. 鈥濽nd dass es uns gelungen ist, eine Vertrauensbasis zu den Kunden aufzubauen, weil wir sie niemals h盲ngengelassen haben.鈥

Heute hat die 麻豆原创 脰sterreich GmbH mehr als 480 Mitarbeitende und 1.900 Kunden. Darunter ist auch weiterhin die jetzt als Smurfit Kappa Nettingsdorf firmierende Papierfabrik, in der 1976 alles begann.

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Vom Nobody zum ERP-Star – 25 Jahre 麻豆原创 in China (Teil 2) /germany/2021/01/china-unternehmengeschichte-25-jahre/ Thu, 07 Jan 2021 08:00:13 +0000 /germany/?p=153759 Wer einen Markt erobern will, muss ihn manchmal erst schaffen. Und dann Durchhalteverm枚gen zeigen. Wie 麻豆原创 mithalf, die Grundlagen f眉r den Aufstieg Chinas zur Weltmacht...

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Wer einen Markt erobern will, muss ihn manchmal erst schaffen. Und dann Durchhalteverm枚gen zeigen. Wie 麻豆原创 mithalf, die Grundlagen f眉r den Aufstieg Chinas zur Weltmacht zu legen.

Genau sieben Journalisten hatten sich in einem Hotelzimmer in Peking eingefunden, als Klaus Zimmer die 麻豆原创ekonferenz er枚ffnete. Wenige Tage zuvor war der Deutsche von Siemens zu 麻豆原创 gewechselt und nun im Januar 1997 stellte 麻豆原创 den neuen Gesch盲ftsf眉hrer der Region Greater China der 脰ffentlichkeit vor. 鈥濱ch wollte den Journalisten von ERP-Software erz盲hlen, aber die hatten den Begriff noch nie geh枚rt鈥, erinnert sich Zimmer.

Unternehmen, die lieber Geld f眉r neue Maschinen als f眉r Software ausgaben; globale Beratungsfirmen, die noch nicht bereit waren, in China zu investieren; eine 麻豆原创-F眉hrungsmannschaft, die China von Walldorf aus erst allm盲hlich in den Blick nahm: Als Klaus Zimmer sein Amt antrat, fand er einen Software-Markt vor, der keiner war. 鈥濻oftware und Services hatten damals noch keinen Wert in China鈥, erz盲hlt Zimmer. 鈥濽nd es gab noch ein paar andere Herausforderungen鈥, f眉gt er hinzu.

Aber der Reihe nach.

Klaus Zimmer lebte schon seit 1989 in China und baute dort das Telekommunikationsgesch盲ft f眉r seinen Arbeitgeber Siemens auf (眉ber die Anf盲nge der 麻豆原创 in Greater China und wie 麻豆原创 von der Vertriebspartnerschaft mit Siemens profitierte, lest Ihr im聽ersten Teil聽der 麻豆原创-China-Story). Zimmer erkannte schon fr眉h das Potenzial von 麻豆原创-Software und trug 1990 ma脽geblich dazu bei, den ersten 麻豆原创-Kunden in China, Shanghai Machine Tool Works, zu gewinnen. Es sollte aber noch bis Ende 1996 dauern, bis Walldorf einen Wechsel von Klaus Zimmer zur 麻豆原创 forcierte.

Universit盲ten als Multiplikatoren

Im Mai 1996 gr眉ndeten 麻豆原创 und Siemens in Shanghai auf Betreiben von Klaus Zimmer und 麻豆原创-Vorstand Peter Zencke im Beisein von 麻豆原创-Mitgr眉nder Klaus Tschira, der ein gro脽er China-Fan war, die 鈥濻tiftung f眉r Soziale Marktwirtschaft鈥. Die beiden Partner investierten zehn Millionen DM, um gemeinsam zehn Rechenzentren in China mit R/3-Software von 麻豆原创 und Hardware von Siemens auszustatten. Ziel war es auch, die Wirtschaftswissenschaften zu st盲rken, 麻豆原创-Knowhow an die Universit盲ten im Land zu bringen und 麻豆原创-Schulungen im Lehrplan zu etablieren, erinnert sich Clas Neumann, der dann als Assistent von Peter Zencke zum Bevollm盲chtigten der Stiftung ernannt wurde. Fortan reisten regelm盲脽ig Lehrkr盲fte aus China auf Einladung der Stiftung nach Walldorf, um im Internationalen Schulungszentrum zu 麻豆原创-Experten ausgebildet zu werden. Anl盲sslich des Staatsbesuchs des deutschen Bundespr盲sidenten Roman Herzog im November 1996 wurde ein Trainingszentrum an der Zhejiang Universit盲t in Hangzhou 聽er枚ffnet. 鈥濿盲hrend des Besuchs habe ich mit Klaus Tschira und Peter Zencke vereinbart, dass ich zu 麻豆原创 komme鈥, erinnert sich Zimmer.

Und noch etwas vereinbarten die Gespr盲chspartner: 鈥濱ch habe Wert darauf gelegt, dass ich mindestens drei Jahre Zeit bekomme, den Markt aufzubauen und profitabel zu werden鈥, sagt Zimmer. Eine Anschubfinanzierung, wie sie der Kaufm盲nnische Leiter Dieter Matheis in anderen Regionen gab, die dann nach einigen Monaten auf eigenen F眉脽en stehen konnten, w眉rde hier nicht reichen. Zumal die ersten internationalen Kunden wie Metro und BASF ihre in China implementierte Software 眉ber globale Vertr盲ge abrechneten und auch so kein Geld aufs chinesische 麻豆原创-Konto floss. Nicht zuletzt, so Zimmer, 鈥瀐errschte bei 麻豆原创 noch teilweise die Einstellung vor, die Software w眉rde sich von alleine vertreiben und man ben枚tige weder ein Sales-Team noch Marketing. Aber man kannte uns hier ja nicht.鈥

Die Teilnehmer am ersten 麻豆原创-Training in China in den 1990ern. Rechts von der Mitte Klaus Zimmer.

Zahlen mit Potenzial und starke Konkurrenz

W盲hrend 麻豆原创 in Japan 1997 bereits 380 Millionen Deutsche Mark umsetzte, kam Hongkong laut Zimmer auf rund vier Millionen DM. Und China? Verpasste das vorgegebene Budget von einer Million DM.

Zimmer: 鈥濫s lag eine titanische Aufgabe vor uns in einem riesigen Land, das nur in Hardware denkt und sich aufs Kopieren spezialisiert hat. Dazu kam gerade, als wir loslegten, noch ein starker Gegner.鈥

Der US-Konkurrent Oracle hatte nach Zimmers Sch盲tzung rund 90 Prozent des Datenbankmarkts in China f眉r sich vereinnahmt. Und fing nun ebenfalls an, Anwendungssoftware zu vertreiben.

In Ermangelung eines Werbebudgets setzte Zimmer auf pers枚nliche Kontakte. 鈥濱ch hatte einen guten Bekannten bei Microsoft, der hat mich bei seinen Kunden mit ins Spiel gebracht. Und wenn sie Geld f眉r Microsoft ausgegeben haben, war der Weg nicht mehr weit zu betriebswirtschaftlichen Anwendungen.鈥

F眉r Zimmer stand fest: 鈥濻eeing is Believing.鈥 Referenzkunden mussten her, und zwar im Land selbst. So entwickelte er seine 鈥濴euchtturm-Strategie鈥, die ihm in Singapur und Walldorf bald den Spitznamen des 鈥濴euchtturm-W盲chters鈥 einbrachte. Er richtete sein Augenmerk zum Beispiel auf Hightech-Firmen wie Legend (ab 2004 Lenovo), die sich bei der Konkurrenz umschauten und sahen, dass etwa Hewlett-Packard die Logistik mit 麻豆原创 betreibt 鈥 und sich dann Ende 1998 auch f眉r 麻豆原创 entschieden. Als sich immer mehr Staatskonzerne international aufstellten, blickten die wiederum auf Legend und folgten deren Beispiel.

Leuchtt眉rme wachsen in die H枚he

Auf 盲hnliche Weise eroberte 麻豆原创 in China 眉ber den 鈥濴euchtturm鈥 Sinopec die Petrochemie und viele andere Unternehmen der 脰l- und Gasbranche. Auch die Stahl- und Metallurgie-Industrie nahm f眉r Zimmer eine strategische Rolle ein. Zun盲chst vereinbarte er eine Kooperation mit einem Institut in Peking, brachte dessen Mitarbeiter auf 麻豆原创-Kosten nach Deutschland zu den Stahlkonzernen Krupp und Thyssen und implementierte dann eine erste R/3-Anwendung bei Henan Steel in Zhengzhou. 鈥濱nnerhalb von 18 Monaten hatten wir 20 Kunden aus der Metallbranche鈥, erinnert sich Zimmer.

鈥濽nsere Leuchtturm-Kunden hatten gro脽en Einfluss auf ihre Mitbewerber鈥, sagt Yi Sha, der am 1. April 1997 als Berater bei 麻豆原创 in Peking anfing. 鈥濪ie Herausforderung bestand f眉r uns vor allem darin, das Konzept von ERP-Software bei den chinesischen Unternehmen zu etablieren. Und sie davon zu 眉berzeugen, dass unsere Software die nationalen Anforderungen abdecken kann.鈥

Das funktionierte immer besser, denn die Lokalisierung der Software schritt voran und die Leuchtt眉rme waren zufrieden. Auch in diesem Fall zeigte sich die 脺berlegenheit der 麻豆原创-Systemarchitektur. Clas Neumann: 鈥濽nsere Software war den L枚sungen der US-Wettbewerber 眉berlegen und besser zu lokalisieren. Die Anpassung an lokale Gesetze und Sprachen war bei 麻豆原创 aufgrund unserer Wurzeln im Herzen Europas schon immer ein Teil der DNA. Und hier konnten wir zudem von den Erfahrungen der japanischen Kollegen profitieren, deren R/3-Version ebenfalls auf einem Double-Byte-basierten UI aufbaute.鈥

So konnte sich 麻豆原创 gegen眉ber Oracle behaupten, obwohl die Amerikaner besser bekannt und finanziell besser aufgestellt waren. 鈥濧ber ihre Software war nicht so ausgereift wie die von 麻豆原创鈥, stellt auch Klaus Zimmer r眉ckblickend fest. 鈥濻o haben deren Kunden nicht so enthusiastisch 眉ber die Software gesprochen wie die 麻豆原创-Kunden 眉ber R/3.鈥

麻豆原创-Mitarbeiter im B眉ro in Shanghai feiern 1997 ihren ersten 鈥濭eburtstag鈥: Cicy Hu in der Mitte mit Kappe.

Das China-Gesch盲ft nimmt Fahrt auf

Zusammen mit seinem Team tingelte Zimmer von Unternehmen zu Unternehmen, von Beh枚rde zu Beh枚rde. Unterst眉tzung erhielt er von Vorstand Peter Zencke und Clas Neumann, der Zencke in allen China-Angelegenheiten beiseite stand. Clas: 鈥濱ch bin oft mit Peter durch China gereist und wir sind stundenlang bei irgendwelchen Funktion盲ren und B眉rgermeistern gesessen, um das Gesch盲ft anzusto脽en.鈥 Clas half Klaus Zimmer, ein Netzwerk nach Deutschland zu kn眉pfen, und bereitete seine Besuche in Walldorf vor. Dort trafen sie sich etwa mit Partnermanagern von IBM, HP, Siemens-Nixdorf und anderen Hardware-Herstellern, um gemeinsame Initiativen zu entwickeln. W盲hrend Hard- und Softwarefirmen sich allm盲hlich auf dem chinesischen Markt breit machten, hielten sich die Beratungs- und Servicepartner noch merklich zur眉ck. 鈥濪ie meisten wollten noch nicht in China investieren鈥, erz盲hlt Zimmer. 鈥濻o mussten wir unseren eigenen Service aufbauen und haben lange Zeit rund 80 Prozent der Implementierungen selbst umgesetzt.鈥

1999 z盲hlte 麻豆原创 in Greater China mehr als 110 Kunden, darunter auch zunehmend chinesische Firmen wie die Fastfood-Kette Mr. Kon oder die Reederei Cosco.

Mit dem Beitritt Chinas in die Welthandelsorganisation 2001 nahm das Software-Gesch盲ft weiter Fahrt auf. Das war auch das Jahr, in dem 麻豆原创 in China erstmals Gewinn machte. 鈥濽nd 麻豆原创 entwickelte sich zum Goldstandard鈥, sagt Zimmer. 鈥濷racle war nur die zweitbeste Option.鈥 Laut der Marktforscher von IDC lag der Anteil der 麻豆原创 am chinesischen ERP-Markt im Mai 2003 bei 28,7 Prozent gegen眉ber 10 Prozent f眉r Oracle. Jetzt installierte 麻豆原创 auch einen Channel-Vertrieb mit zun盲chst 12 Partnern und drei Distributoren f眉r die Mittelstandsl枚sung 麻豆原创 Business One. Leuchtturm-Kunden in anderen Branchen 鈥 etwa der Energiewirtschaft 鈥 folgten. Zimmer: 鈥濪as war ein Schneeballeffekt, der sich langsam aufbaute und ab 2002, 2003 dann so richtig ins Rollen kam.鈥

Auf dem Weg zum Mainstream

Und Klaus Zimmer ritt diese Welle. Bei den Kunden pr盲sentierte er auf Chinesisch, den Journalisten erkl盲rte er respektvoll und geduldig, warum ERP-Software f眉r die chinesische Wirtschaft so wichtig war. 鈥濫RP wurde zum Mainstream, und 麻豆原创 gleich mit鈥, sagt Zimmer. 鈥濽nd ich wurde quasi zum Mister ERP.鈥 Er trat im chinesischen Fernsehen auf, und als das Magazin Metropol 眉ber 麻豆原创 berichtete, erschien Zimmer auf dem Titelbild und sein Konterfei war auf allen U-Bahn-Stationen in Shanghai zu sehen.

Das blieb auch der chinesischen Staatsf眉hrung nicht verborgen. 脺ber Kontakte in der deutschen Botschaft in Peking vertiefte Zimmer die Beziehungen zwischen 麻豆原创 und der deutschen und chinesischen Regierung. Als Bundeskanzler Gerhard Schr枚der bei seinem China-Besuch 2004 Zimmer fragte, was er f眉r ihn tun k枚nne, bat er ihn, darauf einzuwirken, dass bei Auftr盲gen von Staatskonzernen auch ausl盲ndische IT-Firmen ber眉cksichtigt werden. 鈥濪as hat er in einem Brief an den Premierminister Wen Jiabao getan. Und als Schr枚der bei einem von uns organisierten Event vor rund 100 chinesischen Wirtschafts- und Regierungsvertretern in einer frei gehaltenen und sehr kraftvollen Rede uns und die deutsche Wirtschaft anpries, habe ich ihm anschlie脽end einen Job als Vertriebler bei 麻豆原创 angeboten鈥, erinnert sich Zimmer und lacht. Er selbst setzte sich in vielen Gespr盲chen mit der chinesischen Regierung daf眉r ein, Software einen h枚heren Stellenwert einzur盲umen. Mit Erfolg: Die Regierung f枚rderte nun die Informationstechnik (worunter man vor allem ERP verstand), investierte in die universit盲re Ausbildung von IT-Experten und vergab etwa Kredite an Unternehmen, die Gesch盲ftssoftware einf眉hren wollten, um ihre Effizienz zu erh枚hen.

Doch es blieb weiterhin aufw盲ndig, die Unternehmen dazu zu bewegen, mehr Geld f眉r Software auszugeben. Zimmer: 鈥濩hinesische Kunden sind sehr anspruchsvoll. Viele erachteten Services als selbstverst盲ndlich und es war schwierig, sie von der Notwendigkeit der Wartung zu 眉berzeugen.鈥

Als Dank f眉r dessen 眉berzeugende Rede beim Thought Leadership Forum 2004 bot 麻豆原创-China-Chef Klaus Zimmer (links) dem damaligen deutschen Bundeskanzler Gerhard Schr枚der scherzhaft einen Vertriebsjob bei 麻豆原创 an.

Besonderer Teamgeist

Die Mitarbeiter aber blieben geduldig, gewannen Kunde f眉r Kunde und das Unternehmen wuchs. Die 麻豆原创 z盲hlte in China im Jahr 2004 rund 500 Mitarbeiter, darunter seit 2003 auch die ersten etwa 50 Entwickler (siehe Box). Fast alle stammten aus dem Land. Zimmer baute von Beginn an auf chinesische Mitarbeiter, w盲hrend die Konkurrenz ihre F眉hrungspositionen vorwiegend mit ausl盲ndischem Personal besetzte. 鈥濿ir waren ein eingefleischtes Team und hatten einen ganz besonderen Spirit鈥, erinnert sich Zimmer. 鈥濽nd wir hatten alle das gemeinsame Ziel, die chinesischen Unternehmen mit ERP-Software und modernen Gesch盲ftsprozessen effizienter und st盲rker zu machen鈥, erg盲nzt Yi Sha, der noch immer f眉r 麻豆原创 als Berater, jetzt im Presales, arbeitet.

Das sei ihnen ja auch gelungen, sagt Yi Sha: 鈥濵it ihren modernen betriebswirtschaftlichen Konzepten und bew盲hrten Gesch盲ftspraktiken hat die 麻豆原创 den Wert der IT in der chinesischen Wirtschaft enorm gesteigert.鈥 Und Cicy Hu, die schon im Juli 1996 zu 麻豆原创 kam und heute als Senior Finance Specialist das Finanzteam vor Ort verst盲rkt, f眉gt hinzu: 鈥濽nsere Software hat die Arbeitsabl盲ufe und Management-Konzepte der Firmen in China ver盲ndert.鈥

Beide sind stolz, mitgeholfen zu haben, die 麻豆原创 in China als erfolgreiche Marke zu etablieren. 鈥濱ch bin noch immer der gl眉cklichste Mensch, wenn ich einen Kunden von 麻豆原创 眉berzeugt habe und er dann erfolgreich live geht鈥, sagt Yi Sha.

Klaus Zimmer, Peter Zencke und Clas Neumann (von links) 1999 bei einem Bankett im Shanghai Cypress Hotel.

Respekt und viel Freiraum

Das war wohl auch die Einstellung, auf die sich Klaus Zimmer bei seinen Leuten immer verlassen konnte. 鈥濫ntscheidend war, dass wir das bessere Team hatten鈥, sagt er. 鈥濱ch war hier mit einer guten Kernmannschaft 眉ber zehn Jahre zugange, w盲hrend andere ihre Managementteams vier- oder f眉nfmal komplett austauschten. Wir haben das gemeinsam aufgebaut, wir mussten beharrlich sein, haben einige T盲ler durchwandert, haben aber auch viele gemeinsame Erfolge gefeiert. Und das funktioniert nur, wenn man sich respektiert und vertraut. Diese Stabilit盲t und Standhaftigkeit f眉hrte auch zu Stabilit盲t im Markt.鈥

Zimmer, der inzwischen als President f眉r 麻豆原创 Nordasien neben Festlandchina, Hongkong und Taiwan auch S眉dkorea verantwortete, sch盲tzte den Freiraum, den ihm die 麻豆原创-Zentrale in Walldorf gew盲hrte 鈥 auch wenn er sich gerade in den Anfangszeiten etwas mehr Unterst眉tzung gew眉nscht h盲tte. 鈥濱ch kam ja von Siemens und war 眉berrascht, dass man mir im Grunde die Firma hier komplett anvertraut hat. Nat眉rlich musste ich meine Zahlen berichten, aber ich hatte in Allem freie Hand.鈥

Das 盲nderte sich in seiner Wahrnehmung Mitte der 2000er Jahre, als die 麻豆原创-Zentrale in der Anbindung der Landesgesellschaften ihrem Namen eher gerecht werden wollte. Bevor er 2008 die 麻豆原创 verlie脽, riet er Vorstandssprecher Henning Kagermann, in chinesische Unternehmen zu investieren, um einfacher Zugang zur 枚ffentlichen Verwaltung in China zu bekommen. 2011 wechselte Zimmer zum IT-Entwickler und -Dienstleister Neusoft, wo er noch heute als Direktor t盲tig ist.

In seinem letzten 麻豆原创-Jahr 2007 verbuchte Klaus Zimmer mit dem China-Gesch盲ft immerhin einen niedrigen zweistelligen Millionen-Euro-Gewinn. Es gab nun einen Markt f眉r ERP-L枚sungen, die chinesische Wirtschaft legte auch dank 麻豆原创-Software die Basis f眉r den folgenden Aufstieg zur Weltmacht.

Als Klaus Zimmer seine letzte 麻豆原创ekonferenz er枚ffnete, war 麻豆原创 in China eine angesehene Marke geworden. Statt sieben Journalisten wie zehn Jahre zuvor kamen diesmal 200.

2005 erhielt Klaus Zimmer (stehend, 2. von rechts) mit zahlreichen weiteren Unternehmenschefs den China Business Award. Im Bild auch zu sehen: Jack Ma, Gr眉nder von Alibaba (stehend, 6. von links).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Neuland im Reich der Mitte – 25 Jahre 麻豆原创 in China (Teil 1) /germany/2020/12/unternehmensgeschichte-china/ Tue, 29 Dec 2020 08:00:22 +0000 /germany/?p=153731 Vor 25 Jahren ging 麻豆原创 in China offiziell an den Start. Mit Pioniergeist und Pragmatismus entstand eine schlagkr盲ftige Landesgesellschaft. Am ersten Tag kam David Burger...

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Vor 25 Jahren ging 麻豆原创 in China offiziell an den Start. Mit Pioniergeist und Pragmatismus entstand eine schlagkr盲ftige Landesgesellschaft.

Am ersten Tag kam David Burger auf Rollerblades. Ins 麻豆原创-B眉ro. In Peking. In Freizeitkleidung. Im Jahre 1994.

鈥濺ollerblades geh枚rten Anfang der 90er Jahre nicht gerade zu den angesagten Transportmitteln auf chinesischen Stra脽en鈥, sagt Yazhao Liu und lacht. Er ist der erste von zehn Mitarbeitern, die 麻豆原创 damals einstellte 鈥 noch bevor die 麻豆原创 (Beijing) Software System Co. Ltd. im November 1995 offiziell gegr眉ndet wurde. Und David Burger war der erste Gesch盲ftsf眉hrer der 麻豆原创 in China. So locker er sich den Mitarbeitern pr盲sentierte, so hemds盲rmelig und pragmatisch ging der Australier die Aufgabe an, den Boden f眉r 麻豆原创 zu bereiten 鈥 in einem Land, das in den kommenden 25 Jahren einen unvergleichlichen wirtschaftlichen Aufschwung erleben und sich als Weltmacht etablieren w眉rde. 鈥濫s war faszinierend und v枚lliges Neuland 鈥 eine einmalige Chance.鈥

Die 麻豆原创 zu nutzen wusste, denn heute arbeiten mehr als 6.000 Mitarbeiter an 14 Standorten in 12 chinesischen St盲dten, und fast 16.000 Unternehmen in Greater China sind 麻豆原创-Kunden. 鈥濿ir hatten eine Ahnung, dass sich hier etwas Gro脽es entwickeln k枚nnte鈥, sagt David Burger im R眉ckblick, 鈥瀉ber keiner konnte vorhersehen, wie schnell es passieren und wie gro脽 es werden w眉rde.鈥

Denn noch steckte die 1978 begonnene Reform- und 脰ffnungspolitik der chinesischen F眉hrung in den Kinderschuhen, ebenso der Ausbau der technischen Infrastruktur. 鈥濧ls wir 1994 das erste B眉ro einrichteten, konnten wir nur schwer eine Firma finden, die uns die notwendigen Kabel f眉r unsere IT liefern konnte鈥, erinnert sich Yazhao. 鈥濽nd leistungsstarke Server aufzutreiben war genauso schwierig.鈥

脛hnlich rudiment盲r waren die EDV-Kenntnisse, und von einem breiten Verst盲ndnis betriebswirtschaftlicher Software konnte in den chinesischen Firmen noch keine Rede sein. Doch auch David Burger und sein Team hatten noch viel Arbeit vor sich, um eine schlagkr盲ftige 麻豆原创-Organisation aufzubauen. Wirklich viel Arbeit.

鈥濿ir haben irrsinnig geschuftet, 120-Stunden-Wochen waren keine Seltenheit鈥, sagt Burger. 鈥濧ber das war es Wert.鈥 Seine Mitarbeiter folgten ihm bedingungslos 鈥 vor allem, als es wenige Monate nach Gr眉ndung der Firma Ger眉chte gab, die 麻豆原创 k枚nne die Geh盲lter der Mitarbeiter nicht mehr zahlen. Yazhao: 鈥濿ir waren sehr besorgt, aber David rief uns an und sagte, dass er notfalls mit Bargeld nach Peking komme. Da wussten wir, dass er ein verantwortungsbewusster Chef ist.鈥

Rollerbladen auf dem Platz des Himmlischen Friedens: David Burger sorgte Anfang der 1990er Jahre in Peking f眉r Aufsehen.

Die Anf盲nge in Hongkong

Ein Blick zur眉ck: David Burger hatte bereits 1987 erstmals mit 麻豆原创 zu tun gehabt, und zwar als Mitarbeiter der Beratungsfirma Andersen Consulting. 鈥濪amals gab es ein gemeinsames Projekt und zehn Andersen-Leute kamen nach Walldorf, um gemeinsam die Internationalisierung der 麻豆原创 voranzutreiben鈥, erz盲hlt Burger. 鈥濪ie 麻豆原创-Gr眉nder und Vorst盲nde schulten uns, und ich wurde schnell von Andersen an 麻豆原创 ausgeliehen.鈥 David ging nach Australien und Asien und implementierte dort 麻豆原创 R/2 bei den ersten Kunden, vorne weg die Malaysische Post, die ihren Vertrag im April 1990 unterzeichnet hatte. 1991 zog es Burger zur眉ck nach Europa, er k眉ndigte bei Andersen, und 麻豆原创 sicherte sich schon im August des Jahres die Dienste des Australiers, zun盲chst in der damaligen Abteilung 鈥濺X鈥, die sich mit modul眉bergreifender Integration befasste und sich zur internationalen Beratungstruppe entwickelte.

脺ber gr枚脽ere Projekte mit Procter & Gamble und Telecom Australia (sp盲ter Telstra) landete Burger in Hongkong, einer Stadt, die ihn rasch in ihren Bann zog. 麻豆原创 gr眉ndete 1992 eine Niederlassung in der britischen Kronkolonie. 鈥灺槎乖 hatte ein tolles Team vor Ort, aber den Mitarbeitern fehlte ein bisschen die F眉hrung鈥, erinnert sich Burger. Also sprach er mit Lutz Kettner, dem damaligen Leiter der Internationalen Beratung und sp盲teren Asien-Chef, und der gab ihm gr眉nes Licht, nach Hongkong umzusiedeln. 鈥濴utz sagte: ,Gute Idee, mach das einfach mal.麓 Ich bekam viel Freiraum und habe das Ganze dort in die Hand genommen. Vor allem habe ich den Leuten Mut gemacht, auf gr枚脽ere Kunden zuzugehen, und so sind wir mit Unterst眉tzung aus Walldorf ein bisschen offensiver in den Markt gegangen.鈥

Der Erfolg lie脽 nicht lange auf sich warten: Die Kowloon-Canton Railway Corporation (KCRC), die Reederei Orient Overseas Container Line (OOCL) und mehrere andere Firmen vor Ort standen neben den Niederlassungen internationaler Konzerne bald auf der 麻豆原创-Kundenliste. Um die Software zu implementieren, ben枚tigte das Team Unterst眉tzung aus Deutschland. Burger: 鈥濻o viele Leute mit R/2-Erfahrung gab es damals in ganz Asien nicht.鈥

Erste Schritte in China

Derweil erschien 麻豆原创 auch auf dem chinesischen Festland auf der Bildfl盲che 鈥 wenn auch nur sehr allm盲hlich und nur mit Unterst眉tzung des Partners Siemens, der eine globale Vertriebslizenz f眉r 麻豆原创-Software hatte. Das deutsche Elektrotechnik-Unternehmen war schon seit 1872 in China aktiv. 1985 vereinbarte Siemens mit der Volksrepublik einen intensiven Technologie- und Know-how-Transfer, der auch gemeinsame Joint Ventures vorsah. Wegen einer solchen Joint-Venture-Studie mit der chinesischen Planungsbeh枚rde in Peking kam im Fr眉hjahr 1985 auch ein junger deutscher Siemens-Mitarbeiter nach China und Hongkong. Ende 1989 war er erneut in der Region, diesmal in Shanghai: Klaus Zimmer.

鈥濻iemens entsandte mich 1989 nach Shanghai, um die Telekommunikationssparte in Ost- und S眉dchina aufzubauen. Es gab ein Projekt der Weltbank bei Shanghai Machine Tool Works, um deren Logistik und Produktionssteuerung zu verbessern鈥, erz盲hlt Klaus Zimmer. Er suchte nach einer geeigneten Software und stie脽 auf 麻豆原创 R/2. Wenige Wochen sp盲ter traf er sich als Projektverantwortlicher im Peninsula Hotel in Hongkong mit Hans Schlegel, dem Gesch盲ftsf眉hrer der 麻豆原创 International. Ebenfalls dabei war 麻豆原创-Vertriebler Rudy van der Hoeven, der die聽ersten 麻豆原创-Kunden in Australien聽und Singapur gewonnen hatte. Siemens gewann den Weltbank-Deal im Wert von mehreren Millionen US-Dollar (laut Zimmer gegen ein separates Angebot, das Rudy van der Hoeven gemeinsam mit IBM abgegeben hatte). Zimmer: 鈥灻渂er einen Unterauftrag ging davon eine Million Deutsche Mark an 麻豆原创.鈥 So wurde Shanghai Machine Tool Works der erste 麻豆原创-Kunde in China.

Im Zuge der Zusammenarbeit mit der chinesischen Regierung stattete Siemens-Nixdorf (Siemens hatte die deutsche Nixdorf Computer AG im Oktober 1990 眉bernommen) zu dieser Zeit 18 Universit盲ten im Lande mit Gro脽rechnern aus. 鈥濱ch ging 1992 zur Tongji-Universit盲t in Shanghai, mietete deren Siemens-Computer und installierte R/2 darauf鈥, erz盲hlt Zimmer. Es folgten das erste R/2-Training und weitere Herausforderungen. 鈥濿ir mussten das englisch-sprachige Training und die 麻豆原创-Begriffe irgendwie f眉r die chinesischen Operator verdaulich machen. Also gaben wir den englischen Transaction Codes eine chinesische Bedeutung und erstellten ein einfaches Handbuch f眉r die Operator. Sie wussten nun, was der englische Begriff im Chinesischen bedeutete und konnten das System so bedienen.鈥

Das Feedback auf die 麻豆原创-Software war sehr positiv, erinnert sich Zimmer. 鈥濿ie gro脽 musste da erst das Potenzial sein, wenn das System auf Chinesisch verf眉gbar sein w眉rde鈥, dachte er sich. In einem weiteren Gespr盲ch mit Rudy van der Hoeven und Henk Verkou, dem damaligen Asien-Chef der 麻豆原创, vereinbarte er, dass 鈥瀒ch auf ihrer Liste ganz oben stehe, wenn 麻豆原创 nach China kommt.鈥

Es sollte bis 1997 dauern, ehe Klaus Zimmer die 麻豆原创 in China verst盲rkte.

Die Mitarbeiter im Jahre 1996. Rechts Yazhao Liu, heute IT Director f眉r Greater China und Vietnam.

Erste Erfolge in Taiwan

W盲hrend die ersten Firmen in China auf 麻豆原创 aufmerksam wurden, richteten David Burger und sein Team von Hongkong aus auch ihren Blick auf Taiwan, 鈥瀢o die Unternehmen ebenfalls fr眉her als in China die Bedeutung von Software erkannten鈥. Hier gab es zahlreiche Manager, die Zeit in den USA verbracht hatten, die englische Sprache war weit verbreitet, die Firmen waren auf westliche M盲rkte ausgerichtet. 鈥濻o trafen wir hier auch des 脰fteren auf Oracle und haben ihnen gleich ordentlich in die Suppe gespuckt鈥, erinnert sich Burger. 鈥灺槎乖 war noch ziemlich unbekannt, aber als zum Beispiel die ersten Chip-Hersteller 麻豆原创 installierten, folgten die Mitbewerber in der Branche schnell.鈥 Es habe ein bisschen 鈥濿ildwest-Stimmung鈥 geherrscht, sagt Burger: 鈥濪ie ersten Software-Vertr盲ge wurden schnell verfasst und unterschrieben. Es ging sehr pragmatisch und hemds盲rmelig zu. Und es gab viel Vertrauen und wenig Formalit盲t.鈥

Einmal im Monat flog Burger allerdings nach Walldorf, um an der einen oder anderen Vorstandssitzung teilzunehmen und mit dem Kaufm盲nnischen Leiter Dieter Matheis die Finanzen zu planen. 鈥濪as Gesch盲ft in Greater China war Anfang der 90er Jahre aber noch nicht wirklich der Rede wert und im Vergleich zu Japan oder den USA irrelevant.鈥

麻豆原创 startet das 鈥濩hina-Projekt鈥

Und doch machte sich im Vorstand ganz allm盲hlich die 脺berzeugung breit, dass dies nicht so bleiben w眉rde. Peter Zencke war nach seiner Berufung in den 麻豆原创-Vorstand 1993 unter anderem f眉r den Ausbau des Gesch盲fts in der Region Asien-Pazifik zust盲ndig und gr眉ndete Anfang 1994 mit Unterst眉tzung von 麻豆原创-Mitgr眉nder Klaus Tschira das 鈥濩hina-Projekt鈥, in dem die Aktivit盲ten zur Eroberung der Region geb眉ndelt wurden.

Rund 1.000 Interessenten aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung lockte die 麻豆原创 an, als sie im Oktober 1994 auf einer Pr盲sentationstour in den drei chinesischen St盲dten Peking, Shanghai und Tianjin sich und ihre L枚sungen vorstellte. Peter Zencke leitete die Tour und sagte damals: 鈥濪ie 麻豆原创 muss jetzt pr盲sent sein, um den Grundstein zu legen f眉r ein langfristiges Vertrauen der chinesischen Unternehmen, Beh枚rden und Wirtschaftsfunktion盲re in die 麻豆原创.鈥 Zencke wusste aber auch: 鈥濿ir m眉ssen als 麻豆原创 im chinesischen Markt sehr viel Geduld haben, sondern sind wir schnell wieder drau脽en.鈥

Die G盲steliste umfasste Mitarbeiter von bereits in China ans盲ssigen 麻豆原创-Partnerfirmen, Politiker der Zentralregierung und Unternehmensvertreter aus der jeweiligen Stadt. 麻豆原创 nutzte die Kompetenz zweier externer Berater, um die richtigen Personen und Institutionen anzusprechen und kulturelle Fettn盲pfchen zu vermeiden.

Mitarbeiter und externe Berater

Der Chinese Xinxiang Chen erwies sich von Beginn an als unerl盲ssliche St眉tze des kleinen 麻豆原创-Teams. 鈥濫r war sehr, sehr wichtig f眉r uns鈥, sagt David Burger. 鈥濪r. Chen hatte Beziehungen zu den Universit盲ten und Ministerien, er war bei Kundengespr盲chen dabei, wenn es um Joint Ventures ging, er half uns, geeignete B眉ror盲ume zu finden. Und er hatte ein Auto mit Fahrer, das uns jederzeit zur Verf眉gung stand.鈥 (Dass daf眉r in der 麻豆原创-Zentrale in Walldorf stattliche Spesenrechnungen eintrudelten, ist eine andere Geschichte.)

脺ber sehr gute Beziehungen verf眉gte auch der deutsche Sinologie-Professor Siegfried Englert. Er startete Ende der 1980er Jahre an der damaligen Fachhochschule in Ludwigshafen, unweit von Walldorf, ein Pilotprojekt, das ein Studium der Betriebswirtschaft, der chinesischen Sprache und Kultur miteinander verband. Zuvor war er Stipendiat der Peking-Universit盲t gewesen, betreute dann Stipendiaten der Volksrepublik in Deutschland, initiierte Partnerschaften zwischen Universit盲ten, Provinzen und Kommunen. 麻豆原创-Vorstand Klaus Tschira kannte Englert und beauftragte ihn, beim Aufbau des 麻豆原创-Gesch盲fts mitzuhelfen. 鈥濫r unterst眉tzte uns in allen Fragen, vom t盲glichen Betrieb und der 脺bersetzung bis hin zu Personalthemen鈥, erinnert sich Yazhao Liu. 鈥濽nd er empfahl uns auch, wie 麻豆原创 auf Chinesisch hei脽en sollte.鈥

Umzug an die Tsinghua-Universit盲t

Nachdem David Burger 1994 die ersten Mitarbeiter eingestellt hatte, er枚ffnete 麻豆原创 im Oktober 1994 im 鈥濨eijing Lufthansa Center鈥 ein B眉ro alleine f眉r repr盲sentative Zwecke und um Telefonanrufe entgegenzunehmen. Die Mitarbeiter zogen in zwei R盲ume des Beijing Institute of Economic Management ein. Aber hier reichte bald der Platz nicht mehr und Burgers Team fand wenige Monate sp盲ter besser geeignete R盲ume am Rande des Campus der Tsinghua-Universit盲t in der Shuang Qing Road. 鈥濱n einem zweist枚ckigen Geb盲ude hatten wir unsere B眉ros, dahinter in einem weiteren Geb盲ude einen Schulungsraum und eine Art Wohnzimmer f眉r die Kollegen, die von weiter her kamen鈥, erinnert sich Yazhao. 鈥濪ie Geb盲ude mussten wir aber erstmal renovieren und die R盲ume dienten bisweilen auch als Schlafquartiere, wenn wir mal wieder etwas l盲nger arbeiteten鈥, erz盲hlt Burger. Eine Heizung gab es zun盲chst nicht, und im ersten Winter 1995 freuten sich die Mitarbeiter auf jede Pause, um sich die klammen Finger an einer Tasse Tee oder Suppe zu w盲rmen.

Das Leben in Peking? 鈥濶ennen wir es authentisch鈥, sagt Burger. 鈥濶och waren nur sehr wenige Menschen aus dem Westen in der Stadt zu sehen. Westliche Lebensmittel gab es kaum. Man hatte gerade die Stra脽e zum Flughafen geteert, aber es war alles noch sehr staubig und dreckig.鈥 Burger lebte in Peking anfangs im Holiday Inn. 鈥濱ch war aber sowieso die meisten Zeit im Flugzeug unterwegs鈥, so der Australier. Auf seiner Visitenkarte stand nicht mehr nur 鈥濭esch盲ftsf眉hrer 麻豆原创 Hongkong鈥, sondern auch 鈥濭esch盲ftsf眉hrer 麻豆原创 China鈥, sp盲ter 鈥濭esch盲ftsf眉hrer Greater China鈥. 鈥濪as brauchtest du, um Gesch盲fte zu machen.鈥

Die n盲chsten Vertr盲ge konnten Burger und sein Team mit den chinesischen Tochtergesellschaften multinationaler Konzerne und Joint Ventures abschlie脽en, darunter Volkswagen, BASF, Metro, Siemens, Henkel, Samsung, Mitsubishi Electric und Powerchip Semiconductor. Der erste Kunde, den das Team eigenst盲ndig von 麻豆原创 眉berzeugte, war Shanghai Mitsubishi Elevator, erinnert sich Burger. 鈥濪as war der erste gro脽e Schritt, ein Unternehmen mit einer vollen R/3-Lizenz zu gewinnen.鈥 Der erste lokale Kunde nach Shanghai Machine Tool Works wurde sp盲ter der Instant-Nudelhersteller Kang Shi Fu (Master Kong).

Die erste chinesische Sprachversion

麻豆原创 brachte ihre neue Client-Server-Software R/3 seit 1993 in immer mehr L盲nder- und Sprachversionen auf den Markt. Jetzt musste auch eine chinesische Variante folgen. Yazhao Liu und seine Kolleginnen und Kollegen 眉bersetzten in ihrem ersten Jahr das R/3-Finanzmodul vom Englischen in Mandarin, erz盲hlt er. Sie arbeiteten dabei eng mit dem 鈥濩hina-Projekt鈥 und Lokalisierungsteams in Walldorf und in Japan zusammen. 鈥濧ls gro脽er Vorteil erwiesen sich unsere Erfahrungen aus der japanischen R/3-Version, schlie脽lich baut auch das chinesische R/3 auf der Double-Byte-Architektur auf鈥, so Vorstand Peter Zencke.

Der Gesch盲ftsf眉hrer von 麻豆原创 Japan, Sam Nakane, und der Amerikaner Tom Shirk, der von M盲rz 1994 an ein Entwicklungszentrum in Tokio leitete und dort die japanische R/3-Version st盲ndig verbesserte, griffen den Kollegen in China unter die Arme. 鈥濻am und Tom waren wahnsinnig wichtig f眉r uns und haben nicht nur bei der Lokalisierung, sondern beim Aufbau des gesamten China-Gesch盲fts mitgeholfen鈥, sagt David Burger.

Im Fr眉hjahr 1995 waren die ersten R/3-Module in Mandarin 眉bersetzt, im Laufe des Jahres stand eine vollst盲ndig lokalisierte Version zur Verf眉gung 鈥 wenn auch noch mit manchen M盲ngeln.

Schwerer Stand bei der Entwicklung

Jetzt trat ein weiterer deutscher China-Fan auf den Plan: Clas Neumann. Der Betriebswirtschaftsstudent der Fachhochschule Ludwigshafen (und Student von Prof. Siegfried Englert) kehrte 1995 nach eineinhalb Jahren in China nach Deutschland zur眉ck und bewarb sich bei 麻豆原创 um eine Praktikantenstelle. 鈥濻ie dachten, ich k枚nnte etwas beitragen und gaben mir die M枚glichkeit, beim China-Projekt anzuheuern.鈥

Schon bald stellte ihn 麻豆原创 im damaligen Team 鈥濱nternational Development鈥 ein und 眉bertrug ihm die Verantwortung f眉r die Weiterentwicklung der chinesischen R/3-Version. 鈥 Die Idee war: Es ist einfacher, jemandem wie mir, der Chinesisch spricht, ABAP beizubringen, als den ABAP-Entwicklern Chinesisch鈥, erinnert sich Clas. 鈥濪amit war ich daf眉r verantwortlich, dass die L枚sung rechtlich in China funktioniert. Da ging es zum Beispiel um Cashflow-Statements und vor allem um die neue Mehrwertsteuer, die gerade in dem Jahr in China eingef眉hrt wurde.鈥

Im Sommer 1995 war er schon wieder zur眉ck in Peking und wuchs fortan immer mehr in seine Rolle als Verbindungsmann zwischen China und Deutschland hinein. Bei den Entwicklungskollegen in Walldorf hatte Clas allerdings noch einen schweren Stand. 鈥灺槎乖 hatte zu dem Zeitpunkt weltweit schon rund 6.000 Kunden. Wenn ich mit meinen Anforderungen bei den Entwicklern ankam, haben die mich angeschaut und gefragt: Wie viele Kunden habt Ihr jetzt in China, drei oder vier? Dann habe ich angefangen, ihnen neben der Anforderungsliste auch noch Seidenschals aus China mitzubringen, um ihnen das Land etwas ans Herz zu legen鈥, erz盲hlt Clas schmunzelnd. Die erste Zeile Code im R/3-System, die mit der gesetzlichen Lokalisierung des Produkts f眉r China zu tun hatte, stammte dann auch von ihm selbst. Seine Verbindungen zur 麻豆原创-Entwicklung sind seitdem sehr eng: Clas sollte sp盲ter eine ma脽gebliche Rolle beim Aufbau eines Entwicklungszentrums in Shanghai spielen.

Deutschland-Reise: Yazhao Liu 1997 in Heidelberg.

Die Grundlagen f眉r den Aufstieg

Am 2. November 1995 wurde schlie脽lich die 麻豆原创 (Beijing) Software System Co. Ltd. gegr眉ndet.

Allm盲hlich hatte 麻豆原创, was man ben枚tigte, um ein erfolgreiches Gesch盲ft aufzubauen: Mitarbeiter, ein B眉ro, erste Kunden. Doch es gab noch viel zu kl盲ren: 鈥濿ie bauen wir einen Vertrieb und eine Beratung auf, wie sieht der Support aus, wie schulen wir die Kunden, wie gehen wir mit internationalen Firmen um, die schon da sind, w盲hrend wir lernen, die Marke 麻豆原创 in einem Land zu etablieren, in dem keiner 麻豆原创 kannte?鈥, sagt David Burger.

Und es gab eine weitere Herausforderung, wie Clas Neumann erkl盲rt, der heute unter anderem Chef des globalen Netzwerks der 麻豆原创 Labs ist: 鈥濻oftware und das Konzept, daf眉r eine Lizenzgeb眉hr zu verlangen, waren noch nicht weit verbreitet. Viele chinesische Firmen fanden es widersinnig, f眉r geistiges Eigentum zu zahlen, wenn der Wert einer CD nur ein paar Cent betrug.鈥

Den damaligen Einfluss der 麻豆原创 auf die chinesische Wirtschaft sch盲tzt David Burger deshalb gering ein. 鈥濿ir haben uns noch ziemlich viel mit uns selbst, mit unserer Produktentwicklung und dem Aufbau des Teams besch盲ftigt, aber ich wollte sicherstellen, dass wir eine Basis haben, von der aus wir auch nachhaltig Erfolg haben k枚nnen.鈥

Die Fr眉chte seiner Arbeit hat er dann nicht mehr selbst geerntet: David Burger verlie脽 die 麻豆原创 im Sommer 1996. 鈥濱ch hatte schon fr眉h Verantwortung f眉r eine Region gehabt, hatte aber das Gef眉hl, noch viel lernen zu m眉ssen. Um eine bessere F眉hrungskraft zu werden, wollte ich mit Leuten arbeiten, die besser waren als ich, die mehr Erfahrung hatten.鈥 So entschied er sich, zu IBM zu wechseln und die Verantwortung f眉r deren ERP-Gesch盲ft in Asien zu 眉bernehmen.

Die Grundlage f眉r den Aufstieg der 麻豆原创 in China aber hatte Burger mit seinem kleinen Team gelegt. Einige sind noch immer bei 麻豆原创: Yazhao Liu ist heute IT Director f眉r Greater China und Vietnam.

Wenige Monate nach Burgers Weggang kam Klaus Zimmer als neuer Gesch盲ftsf眉hrer an Bord. Unter ihm trug die 麻豆原创 ma脽geblich dazu bei, in China einen Softwaremarkt zu etablieren und Software den Stellenwert zu geben, den sie schon lange im Westen hatte. So nahm auch das 麻豆原创-Gesch盲ft in China geh枚rig an Fahrt auf. Und Shanghai entwickelte sich zu einem wichtigen Entwicklungsstandort der 麻豆原创. Aber das ist eine andere Geschichte.

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Dietmar Hopp wird 80: Der Dietmar-Hopp-Spirit /germany/2020/04/dietmar-hopp-geburtstag-80/ Sun, 26 Apr 2020 06:00:02 +0000 /germany/?p=148747 Dietmar Hopp feiert Geburtstag. Der Mitgr眉nder, ehemalige Vorstandssprecher und Aufsichtsratsvorsitzende der 麻豆原创 wird am 26. April 80 Jahre alt. Seine Werte pr盲gen die 麻豆原创 noch...

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Dietmar Hopp feiert Geburtstag. Der Mitgr眉nder, ehemalige Vorstandssprecher und Aufsichtsratsvorsitzende der 麻豆原创 wird am 26. April 80 Jahre alt. Seine Werte pr盲gen die 麻豆原创 noch heute.

Hunderte blaue Ballons steigen auf, die Band spielt 鈥濵armor, Stein und Eisen bricht鈥, so mancher Mitarbeiter verdr眉ckt eine Tr盲ne oder zwei. Es ist der 11. Mai 1998, Dietmar Hopp wird zusammen mit Mitgr眉nder Klaus Tschira von den Kolleginnen und Kollegen verabschiedet, beide wechseln vom Vorstand in den Aufsichtsrat. 鈥濫s war eine emotionale Angelegenheit鈥, wird Hopp sp盲ter sagen.

Dietmar Hopp verabschiedet sich aus dem 麻豆原创-Vorstand.
Verabschiedung von Dietmar Hopp und Klaus Tschira als Vorst盲nde der 麻豆原创 AG durch die Belegschaft.

Hasso Plattner h盲lt eine humorige Laudatio auf Hopp. Der habe gl眉cklicherweise zwischen Brutto und Netto unterscheiden k枚nnen, so dass die Gr眉nder bez眉glich der Finanzkraft der jungen Firma 鈥瀒mmer gut schlafen konnten鈥. Hopp habe zudem ein Gesp眉r daf眉r gehabt, die 鈥濨ig Points鈥 zu machen, er habe im Unternehmen einen unersch眉tterlichen Teamgeist verankert, den Mitarbeitern stets viel zugetraut und sie ermuntert, Verantwortung zu 眉bernehmen.

Als Hopp 2005 auch den 麻豆原创-Aufsichtsrat verl盲sst, lobt Hasso Plattner ihn erneut: 鈥濪ietmar Hopp hat sowohl als Mitgr眉nder, als Vorstand wie auch als Aufsichtsratsmitglied die Entwicklung der 麻豆原创 wesentlich gepr盲gt. Seine聽 Kompetenz und seine F盲higkeit, die Mitarbeiter der 麻豆原创 zu motivieren, bestimmten seine erfolgreiche T盲tigkeit an der F眉hrungsspitze des Unternehmens.鈥

Jetzt, noch einmal 15 Jahre sp盲ter, feiert Dietmar Hopp seinen 80. Geburtstag und er wird nicht darum herumkommen, dass Menschen 鈥 in- und au脽erhalb des 麻豆原创-Umfeldes 鈥 erneut Lobeshymnen auf ihn anstimmen und umfangreiche Dankesworte verfassen.

Nicht nur die 麻豆原创 und ihre mehr als 100.000 Mitarbeiter gratulieren einem Mann, der stets das Wohl der Kolleginnen und Kollegen sowie der Kunden im Blick hatte, der die 麻豆原创 gepr盲gt und ihren Erfolg erst m枚glich gemacht hat. Auch die Metropolregion Rhein-Neckar ehrt einen ihrer gr枚脽ten Wohlt盲ter. Dietmar Hopp hat sich schon jetzt mit seinem gro脽z眉gigen finanziellen Engagement f眉r Kinder, Jugendliche und Senioren, f眉r die Medizin, Bildung, Klimaschutz und den Sport unsterblich gemacht.

Respekt vor einem 鈥濴eader鈥

Wer heute ehemalige und noch aktive 麻豆原创-Mitarbeiter auf Dietmar Hopp anspricht, bekommt R眉ckmeldungen, die vor allem gro脽en Respekt ausdr眉cken. Respekt vor einem Menschen, der mit seinem Weitblick, seinem Mut und Gesp眉r f眉rs Machbare und mit seiner Art, die Mitarbeiter mitzunehmen und ihnen Vertrauen zu schenken, als echte F眉hrungskraft gesehen wurde. 鈥濫r war eben ein Leader鈥, meinte ein fr眉herer Kollege.

鈥瀂u viel der Ehre鈥, wird Dietmar Hopp sicher bescheiden sagen und wieder auf den Teamerfolg verweisen. Und doch kommt es nicht von ungef盲hr, dass die Mitarbeiter, die ihn kennengelernt haben, ihrem fr眉heren 鈥濾adder Hopp鈥 noch immer einen Logenplatz in ihren Erinnerungen bewahren. Und wer w眉rde bestreiten, dass es insbesondere Dietmar Hopp war, der in der jungen 麻豆原创 Umgangsformen und Einstellungen und damit eine Kultur etablierte, die in ihren Grundz眉gen und trotz aller Ver盲nderungen noch heute das Unternehmen ausmachen?

V盲ter des integrierten ERP-Systems: Die 麻豆原创-Gr眉nder Klaus Tschira, Hans-Werner Hector, Dietmar Hopp und Hasso Plattner.
Die 麻豆原创-Mitgr眉nder Klaus Tschira, Hans-Werner Hector, Dietmar Hopp und Hasso Plattner.

Dabei sind es nicht Management-Handb眉cher, sondern Hopps Erfahrungen als Kind und junger Erwachsener sowie die Werte der Eltern, die ihm als moralische Richtschnur dienen und ihn zu einem verantwortungsvollen und menschlichen Unternehmenslenker machen, der nie die Bodenhaftung verliert.

Es herrscht Krieg, als Dietmar Hopp 1940 als j眉ngstes von vier Kindern in Heidelberg zur Welt kommt. Die Familie lebt in Hoffenheim im Kraichgau. Der Vater ist Lehrer, die M眉tter k眉mmert sich um die Kinder und den Haushalt. Entbehrungen und Verzicht pr盲gen das Leben der Familie. Auch nach Kriegsende, das immerhin alle 盲u脽erlich unversehrt erleben, gibt es wenig zu verteilen. Der kleine Dietmar sammelt Alteisen, verdient ein paar Pfennige hinzu. Er ist ein guter Sch眉ler, besonders begabt in den Naturwissenschaften.

Eine wichtige Rolle in seinem Leben spielt auch der Fu脽ball. Mit 17 Jahren wird er bereits in die 1. Herren-Mannschaft der TSG Hoffenheim berufen. Bezahlt wird noch in Naturalien. Von einem Bauern aus der Nachbarschaft erh盲lt der St眉rmer f眉r jedes Tor eine Dose Leberwurst.

Wunsch nach Wohlstand

Schon bald reift in ihm der Wunsch, beruflich erfolgreich und wirtschaftlich unabh盲ngig zu sein. Er gibt Mathe-Nachhilfe und verkauft nach dem Abitur 1960 Garagentore an die Bauherren, die in der 鈥濿irtschaftswunderzeit鈥 ihre kleinen Eigenheime errichten. Eine Lehrerkarriere einzuschlagen, findet er 鈥瀎inanziell nicht aufregend genug鈥 und entscheidet sich f眉r ein Studium der Elektrotechnik, Fachrichtung Nachrichtentechnik, an der Technischen Universit盲t Karlsruhe. 鈥濱ch war schon getrieben davon, Geld zu verdienen. Also habe ich geschaut, wo der Bedarf und die Chancen am gr枚脽ten sind.鈥

1965 schlie脽t Hopp sein Studium als Diplom-Ingenieur ab und bewirbt sich bei IBM, weil er wei脽, 鈥瀌ass die am besten bezahlen.鈥 Er durchl盲uft eine 18-monatige Grundausbildung beim amerikanischen Computer-Platzhirsch und beginnt seine Laufbahn 1966 als Systemberater in der Au脽enstelle in Mannheim.

Bei seinen Kundenbesuchen bemerkt Hopp, dass sich die Firmen immer wieder mit 盲hnlichen Schwierigkeiten herumschlagen m眉ssen. Im Faserwerk des britischen Chemiekonzerns ICI im benachbarten 脰stringen soll er von 1971 an die Auftragsabwicklung und Versandsteuerung modernisieren. Mit dabei ist sein Assistent Hasso Plattner. Sie entwickeln in neun Monaten ein System, 鈥瀒n dem die Eingaben im Real-Time-Verfahren verarbeitet werden鈥, erz盲hlt Hopp. Und es reift bei beiden die 脺berzeugung, dass die Zukunft der Datenverarbeitung in Unternehmen in Standardprogrammen liegt, die die betrieblichen Abl盲ufe integrieren.

Sie beschlie脽en, diese Idee in einer eigenen Firma umzusetzen und gr眉nden am 1. April 1972 gemeinsam mit den IBM-Kollegen Claus Wellenreuther, Klaus Tschira und Hans-Werner Hector das Unternehmen Systemanalyse Programmentwicklung, die sp盲tere 麻豆原创. Es ist der Beginn einer Weltkarriere, die in den Anf盲ngen ma脽geblich von Dietmar Hopp vorangetrieben wird.

Programmierer, Verk盲ufer, Kapit盲n

Mit seinen Kollegen programmiert Hopp bei den ersten Kunden wie ICI, Knoll und Schott das System R und den Nachfolger R/2. Der Spezialist f眉r Dialogprogrammierung entwickelt sich auch zum besten Verk盲ufer des jungen Unternehmens, f眉r den eine Absage des potenziellen Kunden h枚chstens eine vorl盲ufige ist.

ERP-Systeme der ersten Generation: R und R/2
Erste Kunden wie ICI, Knoll und Schott implementieren das ERP-System R und den Nachfolger R/2.

Von Beginn an 眉bernimmt Hopp in der jungen Firma die Rolle des 鈥濵annschaftskapit盲ns鈥, der daf眉r sorgt, dass sich eine eingeschworene Gemeinschaft bildet und alle Teammitglieder in dieselbe Richtung laufen. F眉r Hasso Plattner zeigt sich hier 鈥濰opps gro脽e St盲rke, den Laden wie eine Fu脽ballmannschaft zusammenzuhalten.鈥

Hopp ist 眉berzeugt, dass sich die Mitarbeiter nur entfalten und innovative Ideen entwickeln k枚nnen, wenn man ihnen Vertrauen schenkt und Fehler toleriert. Er legt gro脽en Wert darauf, eine Unternehmenskultur zu etablieren, die von Offenheit, Hilfsbereitschaft, Verantwortungsgef眉hl, hoher Lernbereitschaft und dem Willen gepr盲gt ist, den Kunden niemals h盲ngenzulassen. Dagegen sind ihm Arroganz, Egoismus und hierarchisches Denken stets ein Gr盲uel. 鈥濿ir haben diese Kultur nie definiert, wir haben sie einfach gelebt鈥, sagt er bei seiner Verabschiedung 1998.

Nach dem B枚rsengang der 麻豆原创 im Jahre 1988 wird Hopp Vorstandssprecher der 麻豆原创 AG. Seine Verantwortungsbereiche umfassen Entwicklung und Vertrieb, Beratung auf nationaler und internationaler Ebene, Verwaltung sowie 脰ffentlichkeitsarbeit und 麻豆原创e.

Von 1997 an teilt er sich die Aufgabe des Vorstandssprechers mit Hasso Plattner. Nach seinem Ausscheiden aus dem Vorstand 1998 wechselt Hopp in den 麻豆原创-Aufsichtsrat, dessen Vorsitzender er bis 2003 ist. Zwei Jahre sp盲ter scheidet er aus diesem Gremium aus.

Investor und Wohlt盲ter

Seit seinem R眉ckzug aus dem operativen Gesch盲ft der 麻豆原创 ist Hopp unter anderem als Investor, insbesondere in der Biotech-Branche, t盲tig. Er, der nie sonderlich gerne verreist ist, f眉hlt sich vor allem der Region verpflichtet, in der er die 麻豆原创 mitgegr眉ndet hat. 鈥濪iese Gesellschaft, diese Menschen haben mir meinen Aufstieg erm枚glicht, ihnen m枚chte ich etwas zur眉ckgeben鈥, sagt Hopp. Statussymbole interessieren ihn nicht. Er ist 眉berzeugt: 鈥濫igentum verpflichtet, Reichtum verpflichtet noch viel mehr.鈥

1995 gr眉ndet er die Dietmar-Hopp-Stiftung als gemeinn眉tzige GmbH. Die Stiftung z盲hlt zu den gr枚脽ten Privatstiftungen Europas und f枚rdert gemeinn眉tzige Projekte aus den Bereichen Sport, Medizin, Soziales und Bildung. Der Schwerpunkt der F枚rderaktivit盲ten liegt in der Metropolregion Rhein-Neckar. Bis heute hat die Stiftung rund 800 Millionen Euro an Spendengeldern vergeben. 鈥濪ie Arbeit mit der Stiftung l枚st gro脽e Zufriedenheit aus鈥, sagt Hopp. 鈥濫s ist ein wundersch枚nes Gef眉hl, helfen zu k枚nnen.鈥

Eine Herzensangelegenheit ist ihm seit jeher die F枚rderung der Jugend. Mit 鈥濧npfiff ins Leben鈥 etabliert er 2001 eine Organisation, die Kindern und Jugendlichen 眉ber den Sport bessere Perspektiven f眉r Schule, Ausbildung und Beruf er枚ffnet.

Dietmar Hopp war und ist selbst ein begeisterter Sportler, spielte neben Fu脽ball auch Tennis und h盲lt sich auf dem Laufband fit. Noch heute gibt ihm der Golfsport die M枚glichkeit, sich mit anderen zu messen. 1997 gr眉ndet er den Golf-Club St. Leon-Rot.

Hopp unterst眉tzt dar眉ber hinaus die TSG 1899 Hoffenheim, seinen Heimatverein. Sein Engagement seit 1990 erm枚glichte dem Verein den Aufstieg aus der Kreisliga A in die 1. Fu脽ball-Bundesliga.

Eng verbunden: 麻豆原创 und Fu脽ballverein TSG Hoffenheim
Hopp unterst眉tzt die TSG 1899 Hoffenheim, seinen Heimatverein. Sein Engagement seit 1990 erm枚glichte dem Verein den Aufstieg aus der Kreisliga A in die 1. Fu脽ball-Bundesliga.

Seit 15 Jahren hat Dietmar Hopp keine offizielle 麻豆原创-Funktion mehr inne. Aber 眉bers Geschehen in seinem Unternehmen ist er noch immer bestens informiert. Mit mehr als 100.000 Mitarbeitern ist die 麻豆原创 nicht mehr zu vergleichen mit der Firma, die Hopp 2005 offiziell hinter sich lie脽. Vieles hat sich ver盲ndert und sicher nicht alles zum Besseren. Aber wer die M枚glichkeit hatte, das Unternehmen 眉ber viele Jahre und an verschiedenen Orten kennenzulernen, der sp眉rt, dass es ihn weiter gibt, diesen 麻豆原创-Spirit, der alle verbindet: den Team- und Innovationsgeist, die Offenheit und den Respekt gegen眉ber anderen, die Bereitschaft, Vertrauen zu schenken, Verantwortung zu 眉bernehmen und sich mit aller Kraft einzusetzen f眉r die Kunden und f眉r die Kolleginnen und Kollegen, wenn sie nach Rat und Unterst眉tzung fragen. Es ist der Dietmar-Hopp-Spirit!

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Alles Gute zum Geburtstag, Dietmar Hopp!

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麻豆原创 Korea: Lange Leine, kurzer Draht /germany/2019/09/sap-korea-lange-leine-kurzer-draht/ Fri, 27 Sep 2019 07:00:55 +0000 /germany/?p=144691 Als die 麻豆原创 in den 1990ern Standardsoftware nach Korea brachte, war vor allem Samsung schnell elektrisiert. Nicht nur f眉r die Beratung brachen spannende Zeiten an....

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Als die 麻豆原创 in den 1990ern Standardsoftware nach Korea brachte, war vor allem Samsung schnell elektrisiert. Nicht nur f眉r die Beratung brachen spannende Zeiten an.

F眉r Christoph Behrendt begann ein fr眉hes Kapitel seiner Karriere bei 麻豆原创 mit einem Fauxpas: Sein Chef Lutz Kettner hatte den jungen Berater Ende 1994 nach Seoul geschickt, damit er bei einem Projekt nach dem Rechten sieht. Christoph kam nach einer langen Flugreise m眉de im Hotel Westin Chosun an und erfuhr, dass der Kollege, mit dem er sein Zimmer teilen w眉rde, schon da sei: 鈥濳ollege? Zimmer teilen? Ich sagte, dass da wohl etwas schiefgelaufen sein m眉sse. Zum einen war ich alleine vor Ort, zum anderen wacht man mit sieben Stunden Zeitunterschied halt oft nachts auf鈥, erz盲hlt Christoph, der heute bei 麻豆原创 innerhalb der Intelligent Enterprise Group das Team Industry & Cross Development leitet.

Christoph Behrendt 1993 in Singapur 鈥 posiert vor einer Weltkarte mit Analoguhren zu den verschiedenen Zeitzonen
Christoph Behrendt 1993 in Singapur 鈥 wenig sp盲ter ging麓s nach Korea.

Also suchte sich die zwei Meter gro脽e 鈥濴angnase鈥 ein paar Stra脽en weiter ein anderes Hotel. Was Christoph da noch nicht wusste: Es war in Korea 眉blich, auf Gesch盲ftsreisen sein Zimmer mit einem Kollegen zu teilen. 鈥濱ch habe die Koreaner und ihre Gastfreundschaft verletzt鈥, sagt Christoph und r盲umt ein, dass durchaus noch weitere kulturelle Herausforderungen auf ihn und seine Kolleginnen und Kollegen warteten, die in den kommenden Monaten das erw盲hnte Projekt zum Laufen und die Voraussetzungen f眉r die Landesgesellschaft Korea schaffen w眉rden.

Was Christoph auch nicht wusste: Das Projekt beim Kunden Samsung Electronics w眉rde die Grundlage f眉r eine bis heute reichende sehr erfolgreiche Partnerschaft zwischen der 麻豆原创 und dem Mischkonzern Samsung bilden. W盲hrend die 麻豆原创 mit ihrer Standardsoftware Samsungs globale Expansion erst m枚glich machte, sorgten die Koreaner daf眉r, dass die 麻豆原创 ein globales Betreuungskonzept f眉r ihre Kunden entwickelte, das zur Blaupause f眉r viele weitere Global Player wurde.

Konzept der Standardsoftware eingef眉hrt

Ansicht des Westin Chosen Hotel in Seoul/Korea
Das Westin Chosun Hotel in Seoul: Erstes 麻豆原创-B眉ro in Korea und f眉r viele Monate das Zuhause f眉r Christoph Behrendt und das 麻豆原创-Berater-Team.

Denn in der erst 1989 in Singapur gegr眉ndeten Region 麻豆原创 Asien passierte es noch h盲ufig, dass die Vertriebler von Singapur aus den Unternehmen ihre Software verkauften, ihnen dann aber aus Ressourcengr眉nden nicht erkl盲ren konnten, wie sie sie zum Laufen bringen w眉rden. Auf der anderen Seite wussten viele IT-Experten in Korea und anderen asiatischen L盲ndern mit dem Konzept der Standardsoftware noch nichts anzufangen. Christoph: 鈥濨ei Samsung arbeiteten tausende Entwickler, die alle exzellent programmieren konnten. Als ich dort ankam, codierten sie gerade einen Vertriebsauftrag 鈥 bis ich ihnen zeigte, dass es das in 麻豆原创 R/3 l盲ngst gab. Sie machten erstmal gro脽e Augen, als sie sahen, wie umfassend unsere Funktionalit盲t bereits war. Klar, dass sie dann alle Module erlernen wollten.鈥

Innerhalb weniger Tage lotste Christoph nun mithilfe seines Chefs mehrere Berater nach Korea, die Schulung um Schulung, Kurs um Kurs hielten. Einer von ihnen war Stefan Eichinger, der das erste Mal nach Asien reiste. Der Applikationsberater f眉r Anlagenbuchhaltung sollte in einem Workshop herausfinden, ob das R/3-Modul die Anforderungen der Koreaner abdeckte. 鈥濪as war angesichts der Tatsache, dass keiner von uns koreanisch sprach, nicht so einfach. Aber mit Dolmetschern und Englisch konnten wir uns so gut verst盲ndigen, dass ich nach 14 Tagen mit einer gro脽en Liste an Kundenw眉nschen zur Standard-Entwicklung nach Walldorf zur眉ckkehrte.鈥

Immer mehr Einheiten des koreanischen Mischkonzerns meldeten sich nun und wollten die deutsche Software nutzen. 鈥濱nnerhalb der ersten sechs, sieben Monate hatten wir bestimmt weit 眉ber 30 Projekte alleine bei Samsung laufen鈥, erinnert sich Christoph. Und weil sich die Vorz眉ge von R/3 in der eng vernetzten koreanischen Wirtschaft schnell herumsprachen, klopften bald andere Unternehmen, von Hyundai bis LG, bei Christoph und seinem Team an. 鈥濲etzt konnten wir nicht mehr so hemds盲rmelig agieren, jetzt mussten wir das Ganze strukturiert angehen鈥, so Christoph.

Das sah auch die 麻豆原创-F眉hrung in Deutschland so. Der f眉r die Region Asien zust盲ndige Vorstand Peter Zencke r盲umte ein, dass die 麻豆原创 hier anfangs nicht gen眉gend in die R/3-Schulung der Mitarbeiter und Kunden investiert hatte. Fortan stellte 麻豆原创 in mehreren asiatischen L盲ndern zahlreiche zus盲tzliche Berater ein und baute in Singapur ein Support-Team mit Verf眉gbarkeit rund um die Uhr auf.

Er枚ffnung der Landesgesellschaft

Im Oktober 1995 er枚ffnete die neue Landesgesellschaft 麻豆原创 Korea offiziell ihr B眉ro 鈥 noch immer im Westin Chosun Hotel. Lutz Kettner baute gemeinsam mit Christoph und anderen das Gesch盲ft weiter aus, sie holten Partner an Bord und stellten koreanische Mitarbeiter ein. Eine von ihnen war Alice Hee Jeong Hong. 鈥濫s f眉hlt sich an wie gestern, als ich zum Bewerbungsgespr盲ch ins Hotel kam und mir 眉berlegte, ob ich die richtige Entscheidung treffen w眉rde.鈥

Sie traf sie wohl, denn Alice ist noch immer bei 麻豆原创 und als Head of Enterprise Support f眉r Kunden in Korea zust盲ndig. Auch sie erinnert sich gerne an die Arbeit f眉r Samsung Electronics, die sie zwei Jahre lang als Technical Quality Manager betreute. 鈥濿ir haben damals Tag und Nacht f眉r den Kunden gearbeitet. Aber ich habe so viel gelernt und eine Menge Erfahrung gesammelt.鈥

Auch die Samsung-Chefs lernten schnell, dass ihr bisheriger Ansatz, die eigenen Leute alles programmieren zu lassen, angesichts der bereits entwickelten Standardmodule wenig sinnvoll und zudem mit ihren Expansionspl盲nen nicht kompatibel war. Schon im September 1994 hatten Samsung und 麻豆原创 vereinbart, dass die Koreaner f眉nf Jahre lang als neutraler Entwicklungspartner agieren w眉rden. Samsung hoffte, bis Juni 1995 zun盲chst eine koreanische R/3-Version auf den Markt bringen zu k枚nnen. 鈥濧ber sie hatten angesichts der F眉lle an Funktionalit盲t und eines nicht abrei脽enden Stroms an Innovation keine Chance鈥, sagt Christoph. Das 麻豆原创-Globalisierungsteam von Georg Hage-H眉lsmann lieferte nun innerhalb weniger Monate eine koreanische Version, die nicht nur in die Landessprache 眉bersetzt war, sondern auch die Steuergesetzgebung und andere rechtliche Anforderungen abdeckte.

Samsung auf Expansionskurs

So konnte auch Samsung Ressourcen umschichten und 麻豆原创-Expertise aufbauen. Denn die Koreaner waren l盲ngst auf globalem Expansionskurs und profitierten davon, dass die 麻豆原创 ihre Internationalisierung schon einige Jahre zuvor vorangetrieben hatte. 鈥濫gal, wo auf der Welt Samsung neue Niederlassungen er枚ffnete, die 麻豆原创 war meist schon da und konnte helfen鈥, sagt Christoph. 鈥濽nd ich kann mir nicht vorstellen, wie diese Expansion h盲tte gelingen sollen, wenn sie alles selbst programmiert h盲tten.鈥

Vertriebschef Gery Messer beim Telefonat im 麻豆原创-B眉ro im Westin Chosen Hotel/Korea
Pioniere im 麻豆原创-B眉ro im Westin Chosun Hotel: der damalige Vertriebschef Gery Messer.

Gleichzeitig stiegen die Anforderungen der Koreaner. 鈥濿ir mussten komplexeste Prozesse abbilden, alles, was die verschiedenen Branchen brauchten, wollte Samsung haben鈥, erz盲hlt Christoph, der seine Zelte nie ganz in Asien aufschlug. 鈥濫s war unbedingt notwendig, immer wieder in die Zentrale nach Walldorf zur眉ckzukommen, die Anforderungsliste mit der Entwicklung und dem Support zu besprechen und Leute f眉r Asien und f眉r den Kunden zu begeistern.鈥 So erfand 麻豆原创 auch die Rolle des Customer Support Managers (CSM), der sich strukturiert um einen Gro脽kunden k眉mmerte, und entwickelte ein globales Konzept der Betreuung von Kunden der Gr枚脽enordnung Samsungs. Dazu geh枚rte, das Partnernetz enger zu kn眉pfen und verst盲rkt auf Entwicklerressourcen in den jeweiligen L盲ndern zur眉ckzugreifen anstatt Programmierer aus Deutschland zu den Kunden zu schicken. 鈥濻o lie脽 sich die langfristige Betreuung sicherstellen鈥, sagt Christoph. Samsung wurde damit zum Vorreiter eines 眉bergreifenden Konzepts, das sp盲ter auch bei Kunden wie Procter & Gamble oder Nestl茅 umgesetzt wurde.

Schnelle Entscheidungsprozesse

Zusammen mit seinen Beraterkollegen implementierte Christoph 麻豆原创-Software in vielen anderen asiatischen L盲ndern von Indien 眉ber Japan bis Thailand. Sie gaben ihr Wissen weiter und lernten selbst immer wieder dazu. So w眉rde er 鈥 wenn er nochmal eine Schulung vor koreanischen ITlern hielte 鈥 wohl nicht mehr mit der flachen Hand auf den Tisch schlagen, um die vor sich hind枚sende Gruppe vor dem kompletten Wegd盲mmern zu bewahren. Die Koreaner hatten schlie脽lich jeden Tag zw枚lf Stunden zu arbeiten und noch jeweils zwei Stunden Fahrt nach Hause hinter sich zu bringen.

Die Aufbauarbeit in Korea hat ihn gepr盲gt 鈥 und den Umgang mit seinen Mitarbeitern: 鈥濻uch Dir die Richtigen aus, gib ihnen maximales Vertrauen, entwickle sie weiter und halt ihnen den R眉cken frei, falls mal etwas schief geht!鈥 Die 麻豆原创 sei 鈥瀞uper gut darin gewesen, ihre Leute an der langen Leine zu f眉hren. Und die Bereitschaft, sich gegenseitig auszuhelfen, egal wo und wie, war sehr, sehr hoch.鈥 Dazu waren die Wege kurz. Christoph: 鈥濿enn Samsung eine L枚sung f眉r ihre Schiffsbausparte brauchte, haben wir geschaut, wer bei uns hierzu Erfahrung hat und wie wir die Expertise nach Korea bringen. Wir waren sehr schnell und flexibel. Und wenn wir eine Entscheidung brauchten, haben wir sie bekommen 鈥 auf beiden Seiten.鈥

So wuchsen die Teams zusammen. Wozu beitrug, dass 麻豆原创ler, Kunden und Partner viel Zeit miteinander verbrachten 鈥 auch nach Feierabend und am Wochenende. Wenn Christoph und seine Kollegen in Seoul arbeiteten, 眉bernachteten sie zwar weiterhin bevorzugt in Einzelzimmern. Christoph: 鈥濧ber als Team sind wir gemeinsam durch dick und d眉nn gegangen.鈥

Die Partnerschaft mit Samsung

Die Zusammenarbeit der 麻豆原创 mit dem koreanischen Mischkonzern Samsung reicht zur眉ck bis ins Jahr 1994, als man ein erstes Partnerabkommen schloss. Das Tochterunternehmen Samsung Electronics war der erste 麻豆原创-R/3-Kunde in S眉dkorea. Viele weitere Konzernt枚chter, etwa Samsung SDS oder Samsung Life Insurance, sind ebenfalls 麻豆原创-Kunden. 2016 kaufte Samsung Electronics mit 麻豆原创 Hybris Merchandising die erste Cloud-L枚sung.

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麻豆原创 in Australien: Cowboys im Wilden Osten /germany/2019/07/geschichte-sap-australien/ Fri, 26 Jul 2019 06:00:24 +0000 /germany/?p=141520 Globale Kunden, die Software auch bei ihren T枚chtern einsetzen wollten, brachten 麻豆原创 nach Australien und sp盲ter Neuseeland 鈥 gemeinsam mit M盲nnern mit reichlich Abenteuerlust. 1987...

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Globale Kunden, die Software auch bei ihren T枚chtern einsetzen wollten, brachten 麻豆原创 nach Australien und sp盲ter Neuseeland 鈥 gemeinsam mit M盲nnern mit reichlich Abenteuerlust.

1987 fing der Niederl盲nder Rudy van der Hoeven an, f眉r 麻豆原创 International im schweizerischen Biel zu arbeiten. Die Gesellschaft in Biel war 1984 unter der Leitung von Hans Schlegel gegr眉ndet worden, um 麻豆原创-L枚sungen au脽erhalb von Deutschland zu vermarkten und zu verkaufen. Als van der Hoeven bei 麻豆原创 anfing, waren in Biel nur rund 20聽Mitarbeiter besch盲ftigt. Es gab jedoch bereits weitere B眉ros in den Niederlanden, Belgien, Frankreich, Spanien und 脰sterreich.

Die Geschichte der 麻豆原创 in Australien beginnt 鈥 in den Niederlanden

Van der Hoeven wurde zur Schulung in verschiedenen Logistikmodulen nach Walldorf geschickt und sollte sich um globale Kunden k眉mmern. Lachend erinnert er sich daran, wie er bei einem Kundenbesuch in den Niederlanden einige Mitarbeiter kennenlernte, die offenbar Englisch redeten, deren Aussprache ihm aber v枚llig fremd war.

鈥濫s stellte sich nat眉rlich heraus, dass sie Australier waren鈥, berichtet er. 鈥濻ie waren aus Moorabbin, einem Vorort von Melbourne, zu einer Schulung gekommen.鈥

Eines Abends lud van der Hoeven sie nach ein paar Bier ein, die Zentrale von 麻豆原创 International in Biel zu besuchen. Um ihnen den Besuch schmackhaft zu machen, schlug er vor, dies doch gleich mit einem kurzen Skiurlaub zu verbinden. In einem kleinen Schweizer Skidorf 眉berzeugte er sie, 鈥瀌ass die Logistiksoftware von 麻豆原创 ein absolutes Muss f眉r ein Fertigungsunternehmen auch in Australien sei鈥, erz盲hlt er. Da weitere multinationale Konzerne in Down Under bereits Interesse an 麻豆原创 zeigten, erlaubte Hans Schlegel seinem Mitarbeiter, 鈥濧ustralien vorzubereiten鈥. Van der Hoeven: 鈥濫r ernannte mich zum Gesch盲ftsf眉hrer von 麻豆原创 Australien und trug mir auf, das Projekt zum Erfolg zu f眉hren.鈥

Scott Russell, President, 麻豆原创 Asia Pacific Japan, blickt auf 30 Jahre 麻豆原创 in APJ zur眉ck.

Terra Incognita f眉r 麻豆原创 in Australien

Mutig machte sich van der Hoeven 1988 gemeinsam mit Bruno T枚dtli, dem damaligen Chef des Basis-Teams von 麻豆原创 International, auf in unbekanntes Terrain. Von dort flogen sie nach Sydney, um 麻豆原创聽R/2 in der IT-Zentrale eines gro脽en Kunden zu installieren. Bei diesem Anlass f眉hrte er seine erste Live-Demo eines 麻豆原创-Systems durch聽鈥 眉ber eine 盲u脽erst langsame Telefonleitung mit 麻豆原创 in Deutschland verbunden.

Doch damit das Projekt wirklich ein Erfolg werden konnte, ben枚tigte van der Hoeven Hilfe. Seine neuen Kunden verlangten von 麻豆原创 鈥瀍ine klare Zusage鈥, erinnert sich der damalige 麻豆原创-Finanzvorstand Dieter Matheis. 鈥濻ie wollten den Vertrag nur unterzeichnen, wenn wir die Gr眉ndung einer australischen Niederlassung und die Einrichtung eines 麻豆原创-B眉ros im Land nachweisen konnten.鈥 So kam es, dass Matheis im Januar 1989聽鈥 mitten in der Vorbereitung des Jahresabschlusses聽鈥 nach Sydney flog. Innerhalb einer Woche schaffte er es, sich eine Gr眉ndungsurkunde ausstellen zu lassen und geeignete B眉ror盲ume in Chatswood, einem Vorort von Sydney, anzumieten.

Danach ging alles relativ schnell. Die neu gegr眉ndete 麻豆原创-Niederlassung lie脽 das gesamte Mobiliar aus Deutschland und eine Gruppe erfahrener Berater aus der Schweizer Landesgesellschaft einfliegen, bevor die ersten australischen Mitarbeiter eingestellt und zur Schulung ein Jahr nach Deutschland geschickt wurden.

1989 schloss das Gr眉ndungsteam mit zehn Kunden Vertr盲ge f眉r 麻豆原创聽R/2 ab聽鈥 ein Rekord, der erst vier Jahre sp盲ter gebrochen wurde. 鈥濿ir hatten einen sehr guten Lauf鈥, sagt Schlegel. Aber alle Vertriebserfolge w盲ren ohne die tatkr盲ftige Unterst眉tzung durch Presales-Kollegen und Berater, die die Software anschlie脽end installierten, nicht m枚glich gewesen oder verpufft. 鈥濪azu wurden Rudy und das Team sehr gut vom Finance- und-Administration-Team und von Leuten wie Ernie Gunst unterst眉tzt鈥, erg盲nzt er.

麻豆原创-Mitgr眉nder und Vorstandssprecher Dietmar Hopp (links) und der kaufm盲nnische Leiter Dieter Matheis
Lie脽en den Pionieren in Australien weitgehend freie Hand: 麻豆原创-Mitgr眉nder und Vorstandssprecher Dietmar Hopp (links) und der kaufm盲nnische Leiter Dieter Matheis.

Selbst der damalige Vorstandssprecher Dietmar Hopp machte der neuen Niederlassung seine Aufwartung. Van der Hoeven, der Australien 1989 verlie脽 und mit der Gr眉ndung der 麻豆原创-Niederlassung in Singapur sein n盲chstes Abenteuer in Angriff nahm, erinnert sich: 鈥濪ietmar Hopp besuchte uns eines Tages in Australien und wollte sich bei diesem Anlass auch mit einem Kunden treffen. Wir nahmen ihn mit zu einer Aluminiumfabrik, da er auch einen Kurzurlaub auf einer der Ferieninseln am Great Barrier Reef machen wollte. Ich werde nie die Gesichter der Entwickler dort vergessen, als Hopp ihnen pers枚nlich zwei Stunden lang ABAP-Tricks beibrachte. Ich war allerdings selbst 眉berrascht. Sp盲ter habe ich diese Geschichte immer wieder in Verkaufsgespr盲chen erz盲hlt.鈥

Auf Wachstumskurs in Australien

Im Mai 1994 wurde Les Hayman zum Gesch盲ftsf眉hrer ernannt. Die 麻豆原创 setzte ihren Wachstumskurs fort. Zum traditionellen Kundenstamm in der Fertigungsindustrie kamen Kunden aus dem Einzelhandel, der Telekommunikationsbranche und der Versorgungswirtschaft hinzu. Um mit diesem Wachstum Schritt zu halten, er枚ffnete 麻豆原创 Australia eine weitere Niederlassung in Brisbane und verdoppelte ihre B眉rofl盲che in Melbourne.

Im April 1995 wurde die Zentrale in das Gesch盲ftsviertel North Sydney verlegt. Das riesige, weithin sichtbare 麻豆原创-Firmenlogo in der Skyline von North Sydney war ein klares Zeichen f眉r das Wachstum und die Pr盲senz der 麻豆原创 in Australien.

Am 1.聽Januar 1995 weitete 麻豆原创 Australia ihre Gesch盲ftst盲tigkeit offiziell auf Neuseeland aus und er枚ffnete B眉ros in Auckland und Wellington.

1996 wurde Hayman zum President f眉r die Region S眉dostasien-Pazifik ernannt. In diesem Jahr wechselten Australien und Neuseeland au脽erdem von der Region Amerika in die Region Asien-Pazifik. Laut Hayman war es zu Beginn durchaus vern眉nftig, Australien und Neuseeland in der Region Amerika zu f眉hren, 鈥瀌a die Marketing- und Vertriebsmethoden der Amerikaner und Australier recht 盲hnlich sind. Angesichts des Wachstums und der zunehmenden Reife der Unternehmen war es jedoch nicht l盲nger sinnvoll, Australien und Neuseeland vom Rest der Region Asien zu trennen.鈥

Partnerschaften mit Universit盲ten

Am 16.聽April 1997 wurde das Ausbildungs- und Schulungszentrum Sapient College offiziell in Sydney er枚ffnet. Ziel des Sapient College war es, 麻豆原创-Kunden und -Partnern, Studierenden an Hochschulen und Business Schools sowie anderen Interessierten Fachwissen und IT-Kenntnisse zu vermitteln.

Firmenschild vor dem Geb盲ude des ersten Ausbildungs- und Schulungszentrum Sapient College in Sydney
Das erste Ausbildungs- und Schulungszentrum Sapient College in Sydney.

Es war das erste 麻豆原创-spezifische College weltweit. 鈥濬眉r uns ist das Sapient College eine M枚glichkeit, etwas zur眉ckzugeben鈥, erkl盲rte Hayman 2002 in einem Interview f眉r das 麻豆原创-Mitarbeitermagazin. 鈥濱ndem wir Schulungen f眉r die Gemeinschaft und f眉r Hochschulen anbieten, tragen wir zu einem besseren technischen Verst盲ndnis und einer st盲rkeren Nutzung von Technologien in unserer Gesellschaft bei.鈥

鈥濪ie Anfangsjahre waren sehr hektisch und turbulent鈥, berichtete Hayman, der im September 2017 verstorben ist. 鈥濧ber es waren aufregende Zeiten, und ich bin stolz darauf, dass ich in diesen Anfangsjahren mit dabei sein durfte. Es war sehr spannend, ein St眉ck Geschichte zu schreiben.鈥

Rudy van der Hoeven, der heute in Bangkok lebt, sieht es ganz genauso: 鈥濫ines k枚nnen Sie mir glauben: Die 麻豆原创 war das beste Unternehmen, f眉r das ich je gearbeitet habe. Und das habe ich vor allem meinem Chef Hans Schlegel zu verdanken. Solange ich neue Kunden an Land zog, lie脽 er mich Cowboy im Wilden Osten sein.

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麻豆原创PHIRE NOW: Das 鈥濿oodstock der IT鈥 /germany/2019/05/sapphire-now-das-woodstock-der-it/ Tue, 07 May 2019 07:00:01 +0000 /germany/?p=140242 Vom 7. bis 9. Mai begr眉脽t die 麻豆原创 wieder Tausende von Kunden, Partnern, Interessenten und Mitarbeitern in Orlando, Florida, zu den beiden Gro脽veranstaltungen 麻豆原创PHIRE NOW...

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Vom 7. bis 9. Mai begr眉脽t die 麻豆原创 wieder Tausende von Kunden, Partnern, Interessenten und Mitarbeitern in Orlando, Florida, zu den beiden Gro脽veranstaltungen . Dieses Jahr feiert die 麻豆原创-Kundenkonferenz 麻豆原创PHIRE NOW ihr 30-j盲hriges Jubil盲um. Ein Grund zur眉ckzublicken, wie alles begann.

Vor 30 Jahren veranstaltete die 麻豆原创 in Princeton, USA, die erste 麻豆原创PHIRE 鈥 und wurde so zum Vorreiter einer neuen Form der Kundeninteraktion.

鈥濿er war der M枚rder?鈥 Tom Pfister wei脽 es nicht mehr genau. Aber dass die 麻豆原创-Kunden und -Partner an runden Zehner-Tischen sa脽en, unterschiedliche Rollen spielten und beim gemeinsamen 鈥濵urder Mystery Quiz鈥 versuchten, den B枚sewicht zu ermitteln, ist dem ehemaligen 麻豆原创-Mitarbeiter noch so pr盲sent, als sei es gerade erst passiert.

Wir schreiben den 9. November 1989. Im Hotel Scanticon in Princeton, New Jersey, haben sich rund 250 麻豆原创-Kundenvertreter zur ersten nordamerikanischen Anwenderkonferenz versammelt. Fast alle Kunden und Partner aus Nordamerika sind vertreten, die Liste reicht von Andersen Consulting 眉ber Dow Chemical, Du Pont, Esso, GE und ICI bis hin zu Mannesmann Pipe & Steel, Marriott, Price Waterhouse und der Westinghouse Elevator Company. Der Titel der Konferenz: 麻豆原创PHIRE.

Tom Pfister geh枚rte zu den Organisatoren der Konferenz und erinnert sich auch daran, wie der damalige stellvertretende Vorstandsvorsitzende Hasso Plattner am ersten Konferenztag einen Vortrag unterbricht und die G盲ste auf ein weltbewegendes Ereignis aufmerksam macht: In Berlin ist am sp盲ten Abend die Mauer gefallen und Tausende Menschen str枚men 眉ber die nun ge枚ffneten Grenz眉berg盲nge nach Westberlin. Auf die Frage eines Teilnehmers, was er denn nun in seiner Heimatstadt zu tun gedenke, antwortet Plattner laut Tom Pfister mit dem ihm eigenen Weitblick: 鈥濴and kaufen!鈥

麻豆原创PHIRE, 2001 in Lissabon, Portugal

麻豆原创PHIRE: Von Beginn an international

鈥濫s waren wahrlich spannende Zeiten鈥, sagt Pfister heute im R眉ckblick. 鈥濽nd wer h盲tte gedacht, dass sich aus diesem Event ein globales Kundentreffen mit mehr als 20.000 Teilnehmern vor Ort entwickeln w眉rde.鈥 Zu dem 2018 noch einmal rund 600.000 Nutzer vor ihren Bildschirmen hinzukamen.

Seit 30 Jahren l盲dt die 麻豆原创 nun Kunden und Partner zur 麻豆原创PHIRE ein, die seit 2010 麻豆原创PHIRE NOW hei脽t und 2006 erstmals gemeinsam mit der amerikanischen Anwendergruppe ASUG veranstaltet wurde. Mit dabei ist das 鈥濿ho’s Who鈥 der globalen IT-Branche. 脺ber die drei Jahrzehnte hinweg fungierten allerdings keineswegs nur die USA als Gastgeber: Bei der 麻豆原创PHIRE Australasia im Jahre 1993 in Hobart/Australien beispielsweise informierten sich 150 Vertreter von Kunden, Analystenh盲usern, Hardware- und Beratungspartnern unter dem Motto 鈥濪oing 麻豆原创cessful Business Down Under鈥 眉ber die im Jahr davor ver枚ffentlichte Client-Server-L枚sung 麻豆原创 R/3. 1996 fand eine 麻豆原创PHIRE zum ersten Mal in Japan statt 鈥 mit 5.000 Teilnehmern.

麻豆原创PHIRE, 1997 in Orlando, USA

Und nicht immer liefen 麻豆原创-Kundenkonferenzen unter dem Namen 鈥灺槎乖碢HIRE鈥. Die allererste internationale Kundenmesse der 麻豆原创 n盲mlich fand im Juni 1989, also f眉nf Monate vor der ersten nordamerikanischen 麻豆原创PHIRE, mit fast 500 Teilnehmern aus mehr als 20 L盲ndern im schweizerischen Lausanne statt und hie脽 鈥濱nternational R/2 User Conference鈥 oder 鈥濺2USER89鈥. 麻豆原创 ist damit 鈥瀌ie Erfinderin der globalen Anwender-Konferenzen in der IT-Branche鈥, sagt Pfister.

Zwei Jahre sp盲ter kamen bereits mehr als 1.000 IT-Experten aus 26 L盲ndern zur zweiten Konferenz 鈥灺槎乖 USER91鈥 nach Nizza in Frankreich (Motto: Making Waves). Dort sprach unter anderen der amerikanische聽聽眉ber eine gro脽e Welle namens Internet, die auf die Menschen zurolle 鈥 und war seinen Zuh枚rern damit gedanklich noch weit voraus. 1994 wurden die Anwendermessen in Europa und die 麻豆原创PHIRE zur 麻豆原创PHIRE International zusammengef眉hrt. In S眉dafrika hei脽en die Kundenveranstaltungen 麻豆原创HILA.

Tom Pfister (zweite Reihe rechts) in Lausanne, 1989.

Direktes Feedback der Kunden

脺berall gleich sind im Grunde die Ziele, die schon聽Heinz Roggenkemper, damals der erste President von 麻豆原创 America, in seiner Einladung zur ersten 麻豆原创PHIRE 1989 formulierte: 鈥灺槎乖碢HIRE ist eine Gelegenheit, Informationen auszutauschen 鈥 zu den Produkten und Gesch盲ftsstrategien der 麻豆原创 und den Erfahrungen der Anwender. Das Ziel der 麻豆原创PHIRE ist es, Dialog zu erm枚glichen.鈥 Von Beginn an sei es darum gegangen, Netzwerke zu kn眉pfen und voneinander zu lernen, sagt Tom Pfister. 鈥濽nd die 麻豆原创 wollte h枚ren, welche Anforderungen die Kunden hatten 鈥 Anwendergruppen gab es ja noch nicht.鈥 Pfister erinnert sich: 鈥濿盲hrend einer Breakout-Session in Nizza 1991 fragte ein Kunde den Mitgr眉nder Klaus Tschira, ob man eine Funktionalit盲t nicht ins System integrieren k枚nne und Tschira antwortete: ,Okay, wir fangen n盲chste Woche an, sie zu programmieren.’鈥

Nat眉rlich nutzte die 麻豆原创 ihre Kundenmessen, um den eigenen Anh盲ngern ihre Innovationen von 麻豆原创 R/3 眉ber my麻豆原创.com bis hin zu und n盲her zu bringen. Doch immer wieder 枚ffneten die Events auch den Blick 眉ber den Tellerrand der IT: der Energieexperte Daniel Yergin, der Verleger Malcom Forbes, Apollo-13-Kommandant James Lovell, Ex-US-Au脽enministerin Condoleezza Rice oder Ex-US-Pr盲sident Barack Obama 鈥 die Liste der Gastredner ist lang und bunt. Genauso wie die der musikalischen G盲ste: Jedes Jahr freuen sich die 麻豆原创PHIRE-Besucher 眉ber einen Show-Act der Extraklasse aus mindestens 30 Jahren Musikgeschichte. So standen schon Bon Jovi, Duran Duran, Sting, Jennifer Lopez, Coldplay, Justin Timberlake, Van Halen und viele mehr auf der 麻豆原创PHIRE-B眉hne. In diesem Jahr wird Lady Gaga ihre Hits pr盲sentieren.

Und bisweilen sorgte die 麻豆原创-F眉hrung selbst f眉r hohen Unterhaltungswert: 1994 etwa waberte Nebel und zuckten grelle Lichtblitze durchs Kongresszentrum von Disney World, als Hasso Plattner mit krachender E-Gitarre auf die B眉hne schritt und Oh Carol von Chuck Berry anstimmte, bevor er ein 鈥濺/3 Technology Update鈥 gab.

Entertainment damals und heute: Hasso Plattner links (1995), Justin Timberlake rechts (2018).

麻豆原创PHIRE NOW: Eine Veranstaltung mit Geschichte

Rund 50 Jahre nach dem legend盲ren Happening und Urahn der Open-Air-Konzerte ist die 麻豆原创PHIRE f眉r Tom Pfister 鈥瀌as Woodstock der IT鈥. Klar, sagt er, die 麻豆原创PHIRE sei nicht mehr die gr枚脽te Kundenmesse der Branche. Aber vor allem eine Sache mache die 麻豆原创-Anwenderkonferenz so besonders: 鈥濪ie 麻豆原创PHIRE hat Geschichte鈥, sagt Pfister. 鈥濽nd f眉r viele ist sie so relevant wegen ihrer Vielfalt und der Mischung der Teilnehmer.鈥 Die 麻豆原创PHIRE war von Anfang an eine internationale Konferenz, hier teilen Anwender aus Nord- und S眉damerika ihre Erkenntnisse mit Kolleginnen und Kollegen aus Asien und Europa, hier treffen 麻豆原创-Veteranen mit 眉ber 20 Jahren 麻豆原创PHIRE-Erfahrung auf junge 鈥濶eueinsteiger鈥, hier k枚nnen Start-up-Gr眉nder von etablierten Konzernen und Mittelst盲ndlern lernen. Nicht zuletzt, sagt Pfister, tauschen sich auch Alumni und ehemalige 麻豆原创ler, die nun in anderen Firmen oder als Investoren t盲tig sind, mit aktuellen 麻豆原创-Mitarbeitern aus. Dazu eine Heerschar von Journalisten, Analysten und Bloggern, die noch wochenlang nach der 麻豆原创PHIRE 眉ber das Event berichten. Tom Pfister: 鈥濽nd alle eint das Interesse an IT und wie Unternehmen von ihren Errungenschaften profitieren k枚nnen.鈥溾濽nd wer war beim Murder Mystery Quiz bei der ersten 麻豆原创PHIRE nun eigentlich das Opfer?鈥 Das wei脽 Pfister noch einigerma脽en genau: 鈥濲edenfalls keiner der Kunden!鈥

Weitere Informationen:

: Kunden k枚nnen die Keynotes im General Session Theater und im Best-Run Theater w盲hrend der Veranstaltung live 眉ber聽听辞诲别谤听 erleben. Hier findet man den .

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