Im Mai feiern zwei M盲nner runde Geburtstage, die entscheidend am Aufbau der 麻豆原创 in Griechenland beteiligt waren: Phaedon Hadjisavvas und Dieter Matheis. Von seinem Haus auf Lesbos aufs Meer hinausschauen 鈥� das ist nichts f眉r Phaedon Hadjisavvas. Zumindest nicht andauernd. 鈥濱ch kann nicht zuhause sitzen und nichts tun鈥�, sagt der ehemalige Gesch盲ftsf眉hrer der 麻豆原创 Hellas. 鈥濱ch mag es, besch盲ftigt zu sein.鈥�
Nun ja, alles zu seiner Zeit, und wenn es die Zeit ist, abzuschalten, dann liebt es Phaedon, auf der drittgr枚脽ten griechischen Insel zu sein, die f眉r viele noch immer ein Geheimtipp ist: 鈥濴esbos ist anders als die anderen Inseln, ist urspr眉nglicher und hat weniger Touristen鈥�, sagt er.
Manchmal wiederum hat er es gerne, viele Leute um sich herum zu haben. Zum Beispiel am 12. Mai. 聽Dann feiert der Sohn griechischer Zyprioten n盲mlich seinen 70. Geburtstag. Zu den Gratulanten wird einer geh枚ren, der zwei Wochen sp盲ter ebenfalls auf ein bewegtes Leben zur眉ckblicken kann: Der fr眉here Kaufm盲nnische Leiter der 麻豆原创, Dieter Matheis, wird 80 Jahre alt. Und gemeinsam werden die beiden Freunde dann auf die rund zehn Jahre ab 1994 zur眉ckblicken, in denen sie zusammen mit ein paar anderen 麻豆原创lern das Gesch盲ft in Griechenland und Zypern 眉beraus erfolgreich entwickelten.

R眉ckblende: Nach seinem Studium in Frankreich startete Phaedon Hadjisavvas 1979 seine berufliche Laufbahn als Ingenieur f眉r die 脰l- und Gasbranche bei Exxon. In den Folgejahren schloss er zudem ein IT-Studium an einer amerikanischen Universit盲t ab.
Erfolgreiches R/2-Projekt
Im Jahr 1993 arbeitete Phaedon Hadjisavvas als Partner und Leiter einer IT-Beratungseinheit bei Coopers & Lybrand (die 1998 mit Price Waterhouse fusionierten). Er brachte alles N枚tige mit, als der 脰lmulti Mobil Oil (der 1999 mit Exxon fusionierte), einen Berater suchte, der bei der Installation eines 麻豆原创 R/2-Systems bei deren Tochtergesellschaft in Griechenland unterst眉tzen konnte 鈥� insbesondere, um die Anforderungen der griechischen Steuergesetzgebung in der neuen Software abzudecken. Phaedon war inzwischen zu einem Spezialisten in Lokalisierungsfragen geworden und hatte schon andere griechische Firmen dabei unterst眉tzt, ihre Software an die komplizierten griechischen Vorgaben anzupassen. 鈥濻o kam ich erstmals mit 麻豆原创 in Kontakt鈥�, erinnert sich Phaedon. Im Fr眉hjahr 1994 hatte er das R/2-Projekt mit Hilfe von britischen Coopers-&-Lybrand-Beratern bei Mobil Oil erfolgreich abgeschlossen.
W盲hrenddessen nahm bei 麻豆原创 das Gesch盲ft mit der 1992 freigegebenen Client-Server-Software 麻豆原创 R/3 so richtig Fahrt auf. Von 1993 an schnellte die Nachfrage nach der Software 鈥濵ade in Germany鈥� insbesondere im Ausland in die H枚he. Doch 麻豆原创 fehlten bald die Menschen, um alle Anfragen zu bedienen und die auch von griechischen Firmen gew眉nschten Projekte zu realisieren. 麻豆原创-Chef Dietmar Hopp wollte andererseits den in der Region (dazu geh枚rten neben Griechenland, der T眉rkei und Israel auch die arabischen L盲nder) aktiven Konkurrenten Oracle und Baan keine Kunden kampflos 眉berlassen. Also beauftragte er den damaligen Vertriebschef der Region 脰stliches Mittelmeer, Naher Osten und Afrika, Wolfgang Kemna, nach Partnern Ausschau zu halten. Die w眉rden die Software- und Logorechte bekommen sowie Teile des Vertriebsumsatzes und die Einnahmen des Beratungsgesch盲fts f眉r sich verbuchen k枚nnen. Im Verlauf des Jahres 1994 vereinbarte Dietmar Hopp mit dem Griechen Nicolas Karageorgis, dass der ein solches Partnerunternehmen 鈥� die 麻豆原创 Hellas S.A. 鈥� gr眉ndet. 麻豆原创 w眉rde keinerlei Anteile an dieser Firma erwerben. Karageorgis hatte zuvor f眉r 麻豆原创 in S眉dafrika gearbeitet und war sp盲ter als selbstst盲ndiger Berater ma脽geblich am Aufbau der 麻豆原创 Arabien beteiligt gewesen.
Sichere Bank oder Risiko
Als Pr盲sident und Inhaber der 麻豆原创 Hellas fragte Karageorgis wenig sp盲ter Phaedon Hadjisavvas, ob er nicht Teil der 麻豆原创 Hellas werden wolle. Er nahm daraufhin im September 1994 die Einladung zu einem Treffen in Walldorf an, wo man von seinem erfolgreichen R/2-Projekt bei Mobil Oil wusste. 鈥濪ieter Matheis und Wolfgang Kemna boten mir den Job des Gesch盲ftsf眉hrers an鈥�, erinnert sich Phaedon Hadjisavvas, der um einen Abend Bedenkzeit bat. 鈥濻chlie脽lich musste ich entscheiden, ob ich die sichere Zukunft als Partner bei Coopers & Lybrand gegen das Risiko eintausche, eine neue Firma zu starten. Eine Firma, die zwar eine fortschrittliche Software verkauft, die aber teuer und auf dem griechischen Markt noch v枚llig unbekannt ist, die weder 眉bersetzt ist noch die lokalen Steuergesetze abbildet.鈥�
Phaedon Hadjisavvas besorgte sich an diesem Abend die 麻豆原创-Firmenbrosch眉re und den neuesten Finanzbericht und fand heraus, dass weit 眉ber 30 multinationale Konzerne, die griechische Tochterunternehmen hatten, bereits 麻豆原创-Kunden waren. Das Potenzial war gro脽, doch ein Punkt war ihm zus盲tzlich besonders wichtig: Die schnelle Lokalisierung von R/3 f眉r den griechischen Markt. Nur so k枚nne man die Konkurrenz, die mit ihrer englischsprachigen und kaum lokalisierten Software versuchte, Fu脽 zu fassen, ausbremsen. Damit rannte er bei den 麻豆原创lern am n盲chsten Morgen offene T眉ren ein. Gerhard Spoor, der zu Wolfgang Kemnas Team geh枚rte und sich um die Lokalisierung der 麻豆原创-Software f眉r die Region k眉mmerte, erhielt von Phaedon Hadjisavvas die Zusicherung, dass er ihm mit einer umfangreichen Dokumentation zu den gesetzlichen Anforderungen in Griechenland helfen k枚nne. Schnell war man sich einig und Hadjisavvas sagte zu. 鈥濱ch habe in den Augen von Dieter Matheis und Wolfgang Kemna die Verpflichtung gesehen, uns beim Aufbau der 麻豆原创 Hellas zu unterst眉tzen.鈥�
Aber Dieter Matheis wollte mehr. 鈥濱ch sagte Phaedon, dass wir auch sein Team bei Coopers & Lybrand brauchten.鈥� Tats盲chlich konnte der neue 麻豆原创-Hellas-Gesch盲ftsf眉hrer schnell 13 seiner 14 bisherigen Mitarbeiter 眉berzeugen, mit ihm zu 麻豆原创 zu wechseln. Am 1. Oktober 1994 nahm Phaedon Hadjisavvas mit seinem neuen Team die Arbeit bei 麻豆原创 Hellas auf. Das erste R/3-System installierten sie beim Zementhersteller Titan.
Schon bald aber kam es zu Unstimmigkeiten zwischen dem Besitzer von 麻豆原创 Hellas, Nicolas Karageorgis, und der 麻豆原创-F眉hrung, wie sich Gerhard Spoor erinnert. 鈥濫s ging unter anderem um die griechische Lokalisierung, denn die musste ja jemand bezahlen.鈥� Zur Entwicklung einer griechischen Version der R/3-Software hatte sich die 麻豆原创 Hellas im Vertrag mit der 麻豆原创 AG verpflichtet.


Vom Gesch盲ftsf眉hrer zum Inhaber
An einem Abend im Februar 1995 klingelte bei Phaedon Hadjisavvas das Telefon. 鈥濪ieter rief mich von seinem Privatanschluss an. Er erz盲hlte im Vertrauen, dass Dietmar Hopp entschieden habe, nicht mehr mit Karageorgis zusammenzuarbeiten. Und sie boten mir an, dass ich 麻豆原创 Hellas 眉bernehmen k枚nnte.鈥� Diesmal ben枚tigte Hadjisavvas keine Nacht zum 脺berlegen. Er sagte zu, und so war er pl枚tzlich der Inhaber von 麻豆原创 Hellas. Er lud sein Managementteam ein, ebenfalls Anteile an der Firma zu erwerben. So waren die Grundlagen gelegt, dass die 麻豆原创 Hellas mit Phaedon Hadjisavvas an der Spitze vom B眉ro in Athen aus eine eindrucksvolle Wachstums- und Erfolgsstory schreiben konnte. Es sollte bis zum Jahr 2000 dauern, bis 麻豆原创 die 麻豆原创 Hellas in eine 100-prozentige Tochterfirma umwandelte.
Zun盲chst aber ging es darum, die lokale griechische R/3-Version an den Start zu bekommen. Dazu z盲hlte nicht nur die 脺bersetzung. 鈥瀂um Gl眉ck hatten wir mehrere Mitarbeitende in Phaedon Hadjisavvas‘ Team, die sich auch hervorragend mit den rechtlichen und steuerlichen Besonderheiten auskannten鈥�, erinnert sich Gerhard Spoor. 鈥濱n Griechenland gab es beispielsweise Regeln in der Buchhaltung, die wir weder in Deutschland und Europa noch im englisch-sprachigen Umfeld kannten, die also nachprogrammiert werden mussten. Und manche Gesch盲ftspraktiken waren einfach sehr griechenlandspezifisch. Da kam schon eine ganze Menge Arbeit auf uns zu 鈥� auch an Wochenenden.鈥�
Zudem stellte sich heraus, dass fast jede Firma die als allgemeing眉ltig angenommenen rechtlichen Vorgaben unterschiedlich interpretierte. 鈥濿盲re es nach den Firmen gegangen, h盲tten wir f眉r jede eine eigene Lokalisierungsversion entwickelt鈥�, sagt Spoor. 鈥濪as war nat眉rlich ausgeschlossen.鈥�
So kam er auf die Idee, gemeinsam mit Phaedon Hadjisavvas eine Art Anwendergruppe f眉r griechische Kunden ins Leben zu rufen. Sie luden etwa 30 Firmen in ein Hotel ein und erarbeiteten gemeinsam mit ihnen eine Liste an Lokalisierungsanforderungen, auf die sich 鈥� nach teilweise langen Diskussionen 鈥� alle einigen konnten. 鈥濽nd in drei, vier Releases haben wir diese Anforderungen dann nach und nach ausgerollt鈥�, so Gerhard Spoor.
Erfolgsfaktor Lokalisierung
Die Erwartungen des 麻豆原创-Vorstands an das Gesch盲ft in Griechenland waren, so erinnert sich Phaedon Hadjisavvas, nicht allzu gro脽. 鈥濻ie rechneten damit, dass wir in den n盲chsten f眉nf Jahren vielleicht ein Dutzend Kunden gewinnen k枚nnten.鈥� Es wurden rund 150, sagt er nicht ohne Stolz.
Der erste von Phaedon Hadjisavvas gewonnene Kunde war die Telco-Firma Telestet (heute Wind Hellas). 鈥濻ie entschieden sich f眉r uns, obwohl wir damals erst einen Teil der Lokalisierung umgesetzt hatten鈥�, erz盲hlt er. Doch schon im Laufe des Jahres 1995 war das Momentum eindeutig auf Seiten der 麻豆原创 Hellas, die von Nikosia aus auch Firmen in Zypern betreute. Phaedon Hadjisavvas: 鈥濵it jedem neuen Release entschieden sich mehr Firmen, statt ihrer selbstgestrickten L枚sungen unsere Standardsoftware einzuf眉hren.鈥� 23 neue Kunden waren es alleine im Jahr 1995.
F眉r das sich abzeichnende Wachstum ben枚tigte Hadjisavvas Berater. Doch w盲hrend andernorts die globalen Partner wie Deloitte, KPMG oder Ernst & Young Projekte 眉bernahmen, war die 麻豆原创 Hellas lange auf sich alleine gestellt. Phaedon Hadjisavvas: 鈥濻ie glaubten einfach nicht daran, dass griechische Unternehmen 麻豆原创 kaufen w眉rden. Also mussten wir selbst wachsen.鈥�
1996 lud die 麻豆原创 Hellas rund 200 Absolventen von Universit盲ten in Griechenland zu einem Training ein. Es gab Kurse zu den unterschiedlichen Modulen der R/3-Software. Die 100 Besten stellte Phaedon ein. 鈥濶ur so konnten wir 眉berleben und den Markt erobern.鈥�
Auch IBM war vom Erfolg der 麻豆原创 in Griechenland keineswegs 眉berzeugt, wie Phaedon Hadjisavvas erz盲hlt. Also streckte er die F眉hler zu den Hardwarepartnern Compaq und HP aus, die schnell an einer Zusammenarbeit interessiert waren. 鈥濫in Jahr lang redete ich nicht mit IBM. Erst als sie merkten, dass immer mehr Firmen von ihren AS/400-Systemen zur Konkurrenz wechselten, waren sie wieder gespr盲chsbereit.鈥�
Zum Feiern in die 鈥瀏riechische Oper鈥�
So zog Phaedon Hadjisavvas‘ Team einen Kunden nach dem anderen an Land 鈥� und wurde zum Stammgast in den Athener Bouzouki-Tanzlokalen. 鈥濿ir gehen in die griechische Oper鈥�, wurde zum gefl眉gelten Wort f眉r die Mitarbeitenden der 麻豆原创 Hellas und ihre Kunden, wenn es mit einer Vertragsunterzeichnung oder einem Go-Live nach einigen durchgearbeiteten Wochenenden mal wieder einen Grund zum Feiern gab. 鈥濪ie Chemie stimmte einfach, im Team und mit unseren Partnern und Mentoren in Deutschland鈥�, so Phaedon Hadjisavvas.
Das wurde auch deutlich bei der Feier zum 5. Geburtstag der 麻豆原创 Hellas im Jahre 2000. Rund 1.000 G盲ste, darunter die Gesch盲ftsf眉hrer der europ盲ischen 麻豆原创-T枚chter, F眉hrungskr盲fte aus Walldorf, Kunden und Partner waren dabei, als Dieter Matheis seinem 鈥濻tatthalter鈥� in Athen ein besonderes Geschenk machte: Zu den Kl盲ngen von Marilyn Monroes 鈥濰appy Birthday, Mr. President鈥�, kletterte eine blonde Frau aus einer riesigen Torte und 眉berreichte Phaedon Hadjisavvas eine bulgarische Flagge. Dieter Matheis 眉bergab ihm damit zus盲tzlich zu Griechenland und Zypern (gegr眉ndet im Februar 1997) die Verantwortung f眉r die bulgarische 麻豆原创-Tochter. 鈥濪as war ein toller Vertrauensbeweis der 麻豆原创-F眉hrung鈥�, sagt Hadjisavvas.
Im selben Jahr z盲hlte der Gesch盲ftsf眉hrer in den drei L盲ndern rund 270 Mitarbeitende, die sich um etwa 150 Unternehmen k眉mmerten. Jetzt schien es auch an der Zeit, den Partner 麻豆原创 Hellas enger ans 鈥濵utterschiff鈥� zu binden. Bei einem Vorstandstreffen in Griechenland, so erz盲hlt es Dieter Matheis, 鈥瀐aben wir beschlossen, zun盲chst 25 Prozent der Anteile zu 眉bernehmen. Phaedon Hadjisavvas brauchte Geld, um das Wachstum zu finanzieren.鈥�
Und die 麻豆原创 brauchte Phaedon Hadjisavvas. J眉rgen Nitschke, zwischenzeitlich Nachfolger von Wolfgang Kemna als Leiter der Region, 眉berzeugte Hadjisavvas, sich f眉r zehn Jahre vertraglich an 麻豆原创 zu binden. Phaedon Hadjisavvas erinnert sich, dass Nitschke gesagt habe, 麻豆原创 Hellas sei der Wagen und er, Hadjisavvas, sei der Motor. So lange allerdings w眉rde Phaedon Hadjisavvas nicht bei 麻豆原创 bleiben.

Im August 2000 眉bernahm die 麻豆原创 AG die restlichen 75 Prozent und 麻豆原创 Hellas war nun eine 100-prozentige Landesgesellschaft der 麻豆原创. Es geh枚rte zur Strategie des Vertriebsleiters der Region EMEA, L茅o Apotheker, die Partner in der Region zu Niederlassungen zu machen, die von 麻豆原创 gef眉hrt wurden. Ein Grund: Viele Kunden, darunter Tochterunternehmen von multinationalen Konzernen, f眉hlten sich von den 麻豆原创-Partnerfirmen nicht ausreichend gut betreut. 鈥濪ie beschwerten sich immer wieder bei L茅o, bis der genug hatte und daf眉r pl盲dierte, die Firmen zu 眉bernehmen鈥�, erinnert sich Gerhard Spoor.
Vom Partner zum Angestellten
Mit dem Wechsel zur Landesgesellschaft wandelte sich allerdings auch das Verh盲ltnis der 麻豆原创 Hellas zur Zentrale in Walldorf. 鈥濿ir kommunizierten nicht mehr als Partner miteinander, sondern als Angestellte und Vorgesetzte鈥�, erinnert sich Phaedon Hadjisavvas. 鈥濪as ver盲nderte alles.鈥� Vor allem, so erz盲hlt er, konnten er und seine Leute in der Zusammenarbeit mit bestehenden und neuen Kunden nicht mehr 鈥瀌en griechischen Weg鈥� einschlagen. Anstatt geduldig zu sein, bis die Firmen von 麻豆原创 眉berzeugt waren, standen nun alle unter enormem Druck, die geplanten Ums盲tze pro Quartal nachzuweisen.
Drei Jahre nach Bildung der Landesgesellschaft musste Phaedon Hadjisavvas gehen 鈥� wie so einige Gesch盲ftsf眉hrer von Niederlassungen in dieser Zeit, die auf der Zentralisierungswelle bei 麻豆原创 nicht mitschwimmen wollten 鈥� oder durften.
Phaedon Hadjisavvas spricht 眉ber diese Zeit ohne Groll. Er wei脽, dass er mit seinem Team sein Bestes gegeben und 麻豆原创 als f眉hrenden Anbieter von Gesch盲ftssoftware in Griechenland und anderen L盲ndern der Region erst etabliert hat. Den Firmen sei damals bewusst geworden, 鈥瀌ass sie 麻豆原创 vertrauen m眉ssen, wenn sie sich modernisieren wollen鈥�, sagt er. Und Dieter Matheis pflichtet bei. Der Einfluss, den die Einf眉hrung der 麻豆原创-Standardsoftware in griechischen Unternehmen auf die Wirtschaft hatte, sei nicht zu untersch盲tzen. 鈥濾iele griechische Firmen hatten vor uns weder ein Online-Bilanzsystem noch umfassendes betriebswirtschaftliches Know-how鈥�, erz盲hlt Matheis. 鈥濷b Rechnungswesen oder Controlling, Produktionsplanung oder Lagerwirtschaft 鈥� die Firmen konnten sich erst mit unserer Software so aufstellen, dass sie zum Beispiel an die B枚rse im Land gehen oder einen Online-Handel aufbauen konnten.鈥� Die kleinen griechischen Firmen w眉rden noch heute vorwiegend mit Bargeld arbeiten, wei脽 er. Zwar konnten die gr枚脽eren Mittelst盲ndler, die bereit waren, sich zu ver盲ndern, 鈥瀍s zun盲chst gar nicht fassen, was mit unserer Software alles m枚glich ist. Und sie waren skeptisch, ob sie all die Funktionalit盲t w眉rden umsetzen k枚nnen. Aber wenn sie sich entschieden hatten, waren sie auch schnell 眉berzeugt.鈥�
Aus Vertrauen wird Freundschaft
Phaedon Hadjisavvas hat in der Branche den Ruf, als 鈥濫vangelist鈥� der modernen Betriebswirtschaft die Gesch盲ftswelt in Griechenland ver盲ndert zu haben. Und er ist noch immer stolz, wenn er Weggef盲hrten von damals trifft und die sich bei ihm daf眉r bedanken, dass er ihnen einen Job mit einem guten Gehalt gegeben und sie in die 麻豆原创-Familie aufgenommen hat. 鈥濪as ist die beste Belohnung, die ich bekommen kann鈥�, sagt er. Er sch盲tzt, dass er rund 15.000 M盲nnern und Frauen in Griechenland, Zypern und Bulgarien direkt oder indirekt zu einem ausk枚mmlichen Leben innerhalb des 麻豆原创-Universums verholfen hat.
Seinen Mitstreitern von damals, Wolfgang Kemna, Gerhard Spoor und insbesondere Dieter Matheis ist er 眉beraus dankbar f眉r die M枚glichkeiten, die sie ihm boten. 鈥濨asis des Erfolgs war das Vertrauen, das wir zur Zentrale in Walldorf aufgebaut haben鈥�, sagt er in der R眉ckschau. Zu Dieter Matheis, den er als 鈥濭odfather der 麻豆原创 Hellas鈥� bezeichnet, hat sich eine enge Freundschaft entwickelt. 鈥濸haedon ist ein Vollblut-Vertriebsmann鈥�, revanchiert sich Dieter Matheis. 鈥濱hn zeichnet aus, dass er sehr kundenorientiert, sehr ehrlich und korrekt ist. Er war nie korrumpierbar. Und ich finde es noch heute sehr angenehm, dass er nie Forderungen gestellt hat. Wir haben herrliche Abende miteinander verbracht, aber das hat er am n盲chsten Tag nie ausgenutzt.鈥�
Obwohl sie聽ihren Ruhestand genie脽en k枚nnten, wollen die Beiden ihr Wissen noch immer an andere Firmen in Griechenland und ganz S眉dosteuropa weitergeben. Gemeinsam stehen sie etwa an der Spitze von , einem Partner und Distributor des : Phaedon Hadjisavvas als Vorstandsvorsitzender, Dieter Matheis als Pr盲sident des Vorstands. Ging es damals um R/3, 眉berzeugen sie heute Firmen aus der Region, auf 麻豆原创 S/4HANA zu migrieren. Einfach nur zuhause sitzen und nichts tun: Das ist weder f眉r keine der Beiden eine Option.

Forderungsmanagement auf Griechisch
Phaedon Hadjisavvas hat im Laufe seiner Zeit als Chef der 麻豆原创 Hellas einen reichen Schatz an Anekdoten gesammelt. Hier erz盲hlt er von einem R/3-Kunden, der es 1998 nicht eilig hatte, die Rechnung f眉r die laufende Implementierung zu begleichen.
鈥濿ir warteten schon zwei Monate auf unser Geld. Da habe ich unser Team, das gerade beim Kunden gearbeitet hat, angewiesen, in einem nahe gelegenen Caf茅 eine Pause einzulegen. Kurz darauf beschwerte sich der Finanzvorstand des Kunden bei mir, dass unsere Leute gegangen seien. Ich sagte ihm, dass sie zur眉ckk盲men, sobald er die ausstehende Rechnung bezahlt habe. Eine halbe Stunde sp盲ter st眉rzte meine Sekret盲rin aufgeregt in mein B眉ro. Ein Kurier hatte eine graue Plastikt眉te mit f眉nf Millionen Drachmen (der damaligen griechischen W盲hrung) abgeliefert 鈥� in M眉nzen im Wert von einer Drachme. Okay, sagte ich zur Sekret盲rin, bitte z盲hle das Geld. Zehn Minuten sp盲ter rief der Kunde an, warum unsere Leute noch nicht zur眉ckgekehrt seien. Weil wir erst das Geld z盲hlen m眉ssen, sagte ich. Etwa eine Stunde sp盲ter war es so weit. Und der Kunde hatte die Lektion gelernt, die Arbeit unserer Berater zu respektieren.鈥�


