Andreas Schmitz, Autor bei Â鶹ԭ´´ News Center Unternehmensberichte & Â鶹ԭ´´eportal Thu, 02 May 2024 11:22:11 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1.4 Künstliche Intelligenz revolutioniert die Einkaufsstrategie /germany/2021/01/ki-einkaufsstrategie/ Wed, 13 Jan 2021 08:00:17 +0000 /germany/?p=153980 Strategische Ziele transparent machen und geeignete Maßnahmen durch künstliche Intelligenz auswählen: Mit MALISSA macht Â鶹ԭ´´ Consulting den Einkäufer zum Architekten der Lieferkette. Sven Rademacher erinnert...

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Strategische Ziele transparent machen und geeignete Maßnahmen durch auswählen: Mit MALISSA macht Â鶹ԭ´´ Consulting den Einkäufer zum Architekten der Lieferkette.

erinnert sich gut, warum er sich schon vor mehr als zwanzig Jahren für den Einkauf interessiert hat. „Die Erfolge waren sehr gut messbar“, sagt der Principal Consultant bei Â鶹ԭ´´ Consulting, der selbst Erfahrungen als Einkaufschef gesammelt hat. Lange galt: Steigt der Umsatz, steigt auch der Gewinn. Sind die Rahmenbedingungen aber schlechter, etwa durch die Corona-Pandemie, kann sich eine Kostensenkung um zehn Prozent genauso stark auf das Ergebnis auswirken wie ein 20-prozentiges Umsatz-Plus. Heute reicht der Blick auf Kosten und Umsatz nicht mehr aus. Zur Strategie des Einkaufs kommen neue Ziele hinzu. Das Unternehmen soll in Zeiten des Klimawandels nachhaltig wirtschaften und trotz Corona-Pandemie, Tsunamis, Währungsschwankungen und kriselnden Zulieferern risikosicher sein. Der Einkauf soll innovativ sein und seine Stakeholder zufrieden stellen.

Nachhaltigkeit, Risikomanagement, Kosten: Wettbewerb zwischen den Zielen

„Es entstehen zwangsläufig Zielkonflikte“, erläutert , der wie Rademacher als Principal Consultant von Â鶹ԭ´´ Consulting Praxiserfahrung aus dem Einkauf mitbringt. So unterschiedliche Ziele miteinander zu vereinbaren, ist komplex. Einerseits ist es nachhaltiger, Produkte aus der Umgebung zu beschaffen. Doch sind vergleichbare Produkte aus Fernost oft günstiger und von gleicher Qualität. Nur auf einen Zulieferer zu setzen, schafft die Chance, Einkaufsvolumina zu bündeln und so gute Preise auszuhandeln. Doch darf dieser in keinerlei Krise geraten. Mehrere Zulieferer an verschiedenen Standorten zu beauftragen, teilt und senkt damit das Risiko – ist aber teurer. Kosten reduzieren, das Risiko geringhalten, die Nachhaltigkeit fördern: Das sind Ziele, die künftig zu jeder Einkaufsstrategie gehören. „Damit werden Einkäufer mehr und mehr zu den Architekten der Lieferkette im Unternehmen“, sagt Einkaufs-Experte Göring. Voraussetzung: Die Lieferkette ist digitalisiert.

Transparenz der Lieferkette: Voraussetzung für strategischen Einkauf

Ein Blick in den vom Beratungshaus PWC zeigt, dass zwei Drittel der Unternehmen aktuell dabei sind, den strategischen Einkauf zu digitalisieren, die Digitalisierung an Rang zwei der Top-Prioritäten der Einkaufsabteilung steht (hinter der Kompetenzentwicklung) und dass für fast jedes Unternehmen (88%) die Datenanalyse und zwei Drittel der Unternehmen künstliche Intelligenz wichtig wird. „Die komplette Lieferkette muss transparent sein“, sagt auch Â鶹ԭ´´-Chief-Business-Consultant Konrad Marx. Genau das schafft MALISSA, eine Anwendung, die auf einer offenen Cloud-Plattform (Â鶹ԭ´´ Cloud Platform) aufsetzt, Schnittstellen zu allen nötigen Datenquellen mitbringt und dabei nicht auf Â鶹ԭ´´ beschränkt ist.

MALISSA: Zieldiamant zeigt, welche Maßnahmen erfolgreich sind

MALISSA ist ein Kürzel und steht für MAchine Learning based Intelligent Supply Strategy Application. Die Idee ist, in einem „Zieldiamanten“ die Ziele eines Unternehmens transparent zu machen, die im Wettbewerb zueinanderstehen. „Zwölf Einkaufshebel werden definiert, die gegenüber den Unternehmenszielen gemappt werden“, erläutert Rademacher. „Global Sourcing“ oder „Redesign to Cost“ sind zwei solcher Hebel, die dann den entsprechenden Zielen wie etwa Kostensenkung, Nachhaltigkeit oder Risikomanagement zugeordnet werden. Das Besondere an MALISSA: Die Wirkung jedes Hebels wird analysiert und MALISSA merkt sich den Erfolg (oder Misserfolg). Je mehr Hebel definiert und analysiert wurden und je mehr Unternehmen MALISSA einsetzen, umso einfacher wird es für andere, den geeigneten Ansatz für die Optimierung ihrer Einkaufsstrategie zu finden – per künstlicher Intelligenz. „Wir bilden die Strategie in einem durchgängigen Datenmodell ab“, sagt Rademacher. So wird transparent, welche Maßnahmen die definierten Ziele am besten erfüllen. „MALISSA ermöglicht also das aktive Management der Strategieumsetzung“, so Rademacher, „das ist für Manager sehr wichtig.“

Künstliche Intelligenz schafft Vorteile im Wettbewerb

Als strategisches Tool ist MALISSA besonders darauf angelegt, mittel- bis langfristige Planungen zu ermöglichen und zu steuern. Das heißt natürlich nicht, dass Unternehmen nicht auf kurzfristige Veränderungen reagieren können. Das ist gerade jetzt wichtig, in Zeiten der Corona-Pandemie: „Bei Anwendung (künstlich) intelligenter Ansätze analysiert MALISSA ständig interne wie externe Daten und hilft so, kurzfristige Probleme früh zu erkennen und auf dieser Basis Strategien zu entwickeln, die das Unternehmen wettbewerbsfähig gegenüber der Konkurrenz machen“, so Rademacher.

Weitere Informationen:

MALISSA: Drei bis sechs Monate vom Validierungsworkshop bis zum ersten Piloten

Validierungsworkshop, Roadmap, Implementierung und erste Piloten für definierte Warengruppen sind in der Regel innerhalb von drei bis sechs Monaten gemacht. Das Gesamtprojekt dauert in der Regel zwischen neun und zwölf Monaten. Vorteil des Konzepts: Ist MALISSA einmal aufgesetzt, kann das Unternehmen die strategischen Ziele selbst neu gewichten und anpassen.

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Â鶹ԭ´´ Runs Â鶹ԭ´´:

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Transformation: Â鶹ԭ´´-Studien für die richtigen Schritte /germany/2020/10/transformation-studien-richtige-schritte/ Mon, 12 Oct 2020 06:00:46 +0000 /germany/?p=152427 Transformationsstudien von Â鶹ԭ´´ Services helfen Unternehmen, sich gegen Eruptionen im Geschäft zu wappnen und im Fall der Fälle schnell zu reagieren. Die Corona-Pandemie war ein...

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Transformationsstudien von Â鶹ԭ´´ Services helfen Unternehmen, sich gegen Eruptionen im Geschäft zu wappnen und im Fall der Fälle schnell zu reagieren. Die Corona-Pandemie war ein Warnsignal. Denn alle sind betroffen. Fragen an , Head of Business Transformation Services, Â鶹ԭ´´ Österreich und Schweiz.

COVID-19 hat die Wirtschaft durcheinandergewirbelt. Welche Herausforderungen ergeben sich daraus für Industrie und IT?

Keywan Nadjmabadi, Head of Business Transformation Services, Â鶹ԭ´´ Österreich und Schweiz.

Keywan Nadjmabadi: Klar ist: Die Welt ist mit und nach Corona nicht mehr dieselbe. «The new normal» hat enorme Auswirkungen auf Unternehmen. Neben den Anforderungen für eine vermehrt digitale (Remote-)Arbeit sind Geschäftsprozesse und ganze Geschäftsmodelle betroffen. Die neue Situation zeigt über alle Branchen und Unternehmensgrößen hinweg Schwächen – aber auch Potentiale. Die Pharma- und Biotech-Branche, aber auch Unternehmen des Online-Handels oder der Verpackungsindustrie beispielsweise erleben einen Boom und müssen sich schnell an neue Anforderungen anpassen. Darin steckt viel Potential für mehr Effizienz und inkrementelle Innovation. Andere Branchen wie die der Reise- oder Eventveranstalter müssen sich neben Effizienzsteigerungen auch mit disruptiver Innovation befassen und die Geschäftsmodelle komplett überdenken. Es steht ausser Frage, dass IT dabei eine Schlüsselrolle spielt. Dieser «unfreiwillige Push» Richtung Digitalisierung hat die Position der IT in Unternehmen endgültig verlagert – weg vom reinen Cost Center hin zum Business Enabler.

Erfolgsfaktoren für Digitalisierung und TransformationÌý

Wie weit sind die Unternehmen in Sachen Digitalisierung und Transformation?

Fast alle CIOs (98%) glauben an eine Veränderung der Businessmodelle durch Digitalisierung (McKinsey), aber nur etwa 40 Prozent haben bereits signifikante Fortschritte auf diesem Weg erreicht (Gartner). Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist ein umfassender Plan, mit dem Unternehmen initial fundierte IT-Entscheidungen treffen und die Weichen für die digitale Transformation legen. Dieser Plan begleitet sie über mehrere Jahre und wird dabei kontinuierlich aktualisiert und erweitert. Viele Unternehmen halten die Â鶹ԭ´´-Transformation für nötig und wichtig, scheuen sich allerdings noch, in eine initiale Planung zu investieren.

Welche Rolle spielt Â鶹ԭ´´ ERP bzw. Â鶹ԭ´´ S/4HANA in der Transformation?Ìý

Die IT steht vor der Herausforderung, die nötige Agilität und Flexibilität für diese schnelle Veränderung zu gewährleisten. Die beste Prozess- oder Business-Idee ist wertlos, wenn die IT sie nicht umsetzen kann. Wichtige Faktoren sind beispielsweise die Entwicklungszeit, Integration oder Skalierbarkeit. Hier kann Â鶹ԭ´´ mit der Vision des intelligenten Unternehmens – und damit auch – eine wesentliche Rolle spielen. Dabei geht es um weit mehr als eine neue Version von Â鶹ԭ´´-Software.

Wie unterstützt Â鶹ԭ´´-Services Unternehmen, die noch keinen klaren Transformationsplan haben?

Es geht immer um drei Fragen: Warum macht es Sinn, die Geschäftsprozesse oder -modelle zu verändern? Was kann die Technologie dazu beitragen? Und: Wie kommen wir gemeinsam dorthin? Wir erarbeiten also zusammen mit Kunden von den Strategie- und den Businessanforderungen kommend eine Ziel-IT-Landschaft sowie einen für das Unternehmen vertretbaren und machbaren Transformationsplan. Wichtig dabei ist, dass jeder geplante Schritt von der Strategie und den Geschäftsanforderungen abgeleitet ist und diese mehrwertgenerierend unterstützt. Die wesentlichen Ergebnisse einer Transformationsstudie helfen dem Unternehmen, die richtigen Schritte vorzubereiten und zu gehen – und dafür die richtige Technologie zu wählen.

Studie von Â鶹ԭ´´ Services unterstützt Unternehmen bei der Transformation

Worin hebt sich Â鶹ԭ´´ Services besonders von Wettbewerbern ab?

Â鶹ԭ´´ ist in der Lage, zu den einzelnen Produkten, deren Funktionalität und Roadmap Aussagen zu treffen und die Experten verfügen über eine Vielzahl von Quellen, um spezifisches Wissen in eine Transformationsstudie einzubinden. Beispiele hierfür sind die Industry Units, die Spezialwissen über Industrieprozesse und Produkte, sowie Wissen oder Referenzen von anderen Kunden derselben Industrie einbringen – das bringt Klarheit und Sicherheit. Daneben investiert Â鶹ԭ´´ kontinuierlich in Tools und Templates, die im Rahmen dieser Studien angewendet werden. Das primäre Ziel von Â鶹ԭ´´ ist es, Kunden den Weg zu einer Â鶹ԭ´´-Transformation zu vereinfachen und vorausschauend abzusichern. Dazu ist eine Transformationsstudie der optimale Einstieg. Daher lautet meine Empfehlung, frühzeitig in eine Transformationsplanung zu investieren und dabei Lieferanten direkt mit einzubinden. Etwa Â鶹ԭ´´ als Softwarehersteller in die Verantwortung zu nehmen, ist ungemein wichtig. Denn nur Â鶹ԭ´´ ist in der Lage, zu den einzelnen Produkten, deren Funktionalität und Roadmap qualifizierte Aussagen zu treffen.

Nun hat die Corona-Krise auch dazu geführt, dass Workshops oft nicht mehr vor Ort stattfinden können. Was bedeutet das für Ihre Projekte?

Wir haben gelernt, wie man auch remote sehr produktiv sein kann. Das ist aber auch anstrengender. Deshalb haben wir die Dauer der Workshops sowie die Auswahl geeigneter Kollaborationstools angepasst. Nach drei bis vier Monaten sind alle wesentlichen Aspekte einer Transformationsstudie ausreichend diskutiert und evaluiert. Tatsächlich gibt es viele Projekte, die Ìýwährend COVID-19 gestartet und inzwischen erfolgreich beendet wurden.


Wer Interesse an Transformations-Studien bekommen hat, erfährt Ìýmit Keywan Nadjmabadi, Head of Business Transformation Services für Â鶹ԭ´´ Österreich und Schweiz und Kai Lichterfeld, Transformation Lead von Â鶹ԭ´´ Schweiz mehr über die Bedeutung der drei zentralen Fragen „Warum“, „Was“ und „Wie“ und darüber, was Transformationsstudien leisten.

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EU-Direktive DAC6: Legale Steuervermeidung seit 1. Juli meldepflichtig /germany/2020/10/eu-dac6-steuervermeidung-meldepflicht/ Fri, 02 Oct 2020 06:00:31 +0000 /germany/?p=152183 Mitte 2018 beschloss die EU eine Direktive zur Steuervermeidung. Seit Anfang 2020 ist die „Directive on Administrative Cooperation“ (DAC6) in Deutschland Gesetz. Und Unternehmen sind...

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Mitte 2018 beschloss die EU eine Direktive zur Steuervermeidung. Seit Anfang 2020 ist die „Directive on Administrative Cooperation“ (DAC6) in Deutschland Gesetz. Und Unternehmen sind offiziell seit dem 1. Juli 2020 dazu verpflichtet, ihre legalen Steuervermeidungstricks zu melden. Tools können dabei unterstützen – wie etwa die Consulting-Lösung von Â鶹ԭ´´.

Seit 1. Juli 2020 sind Unternehmen in Deutschland dazu verpflichtet, der Bundeszentrale für Steuern so genannte grenzüberschreitende Steuergestaltungen zu melden. Auch Gasleitungen zur Steuervermeidung sind darunter zu finden. Viele sind nicht gerne gesehen, aber legal. Die Deadline für die erste Meldung wurde inzwischen jedoch, entgegen der EU-Vorschläge und zum großen Bedauern von Wirtschaftsverbänden, nicht auf den 30. November 2020 verschoben. Daher bleibt den Unternehmen nicht viel Zeit, ihre vielfach manuell erstellten Meldungen in geordnete Prozesse und Systeme zu überführen.

Steuervermeidung transparent machen

Viele Großkonzerne zahlen nicht dort ihre Steuern, wo sie ihr Millionengeschäft machen – etwa in Deutschland, Frankreich oder Italien. „Die Gewinne der Unternehmen fallen in Dublin an, denn hierher werden die Gewinne durch Verrechnungspreise transferiert“, sagt , ehemaliger Direktor in Finanzen bei der Commerzbank und ING-DiBa und heute Business Process Principal bei Â鶹ԭ´´ Consulting: „Die Unternehmen wählen eine Konstruktion, dass Erträge in den Ländern anfallen, wo die Ertragssteuerbelastung gering ist.“

Banken, Versicherungen, Berater: EU schaut künftig genauer hin

Die DAC6 unterbindet entsprechende Vorgehensweisen nicht, sondern schafft Transparenz darüber. „Alles, was Unternehmen melden, ist legal“, sagt , Business Process Chief Architect bei Â鶹ԭ´´: „Der CFO hat seinem Unternehmen und seinen Stakeholdern gegenüber sogar die Pflicht, Steueroptimierung zu betreiben. Doch schaut die EU künftig genau hin und greift ein, wenn gesetzliche Änderungen erforderlich sein sollten.“ Wirtschaftsprüfer und Steuerabteilungen von Unternehmen sind nun gefordert: Sie müssen seit dem 1. Juli 2020 innerhalb von vier Wochen alle melderelevanten, grenzüberschreitenden Steuergestaltungen identifizieren, bewerten und an die Bundeszentrale für Steuern melden. Betroffen von DAC6 sind zum einen die bisherigen „Nutzer“ der Steuergestaltung – international tätige Unternehmen, egal ob Dienstleister oder Fertiger, ob Bank oder Autozulieferer. Zum anderen sind beratende Unternehmen meldepflichtig, die als „Intermediäre“ das Steuerkonzept für Dritte übernommen haben – etwa Steuerberater, Banken und Versicherungen. Investmentbanker, die gewissermaßen Steuervermeidung als Service im Angebot hatten, werden also ebenfalls künftig meldepflichtig sein.

Â鶹ԭ´´-Tool DAC6 mit Entscheidungsbaum zur Identifizierung von Steuergestaltungen

Das entsprechende Â鶹ԭ´´-Tool – „DAC6“ genannt und einsetzbar für Â鶹ԭ´´ ECC sowie Â鶹ԭ´´ S/4HANA – wurde bereits vor einem Jahr entwickelt, schon bevor die Bundeszentrale für Steuern am 29. April 2020 erstmals im „Meldedatensatz“ definierte, was künftig meldepflichtig ist. Das DAC-6-Tool ist spezialisiert auf Unternehmen, die Â鶹ԭ´´ bereits einsetzen. Denn es ist ein in Â鶹ԭ´´-Systeme integriertes Werkzeug, das entsprechend einfach auf bestehende Stammdaten zurückgreifen kann. „Wir nutzen bestehende Daten, brauchen sie nicht zu erfassen und können darauf referenzieren“, erläutert Chief Architect Beck. Identifizieren, Prüfen und Melden sind die drei Aktivitäten, für die das Tool Unterstützung bietet. Wichtiger Vorteil gegenüber anderen Softwarewerkzeugen auf dem Markt: Über das Melden der Steuergestaltungen hinaus ist es möglich, den so genannten Audit-Trail zu nutzen. Über einen Entscheidungsbaum, den Wirtschaftsprüfer Deloitte entwickelt hat, findet das Unternehmen softwaregestützt selbst heraus, welche Steuergestaltungen meldepflichtig sind und welche nicht. „Der Mittelständler in Schwaben macht es selbst, während bei einem komplexen Geschäft trotzdem noch ein Wirtschaftsprüfer hinzugezogen wird“, so Beck, der DAC6 beim Kunden in der Regel im Full Service innerhalb von einer Woche implementiert.

Keine schlafenden Hunde wecken

Trotz der neuen Deadline hat der „Run“ auf geeignete Tools für die Meldung der Steuergestaltungen noch nicht eingesetzt. Das hat damit zu tun, dass Unternehmen schon zu oft erlebt haben, dass fixe Termine verschoben wurden. Auch vor dem Hintergrund der aktuellen Pandemie, in der die Unternehmen bereits diverse Sonderaktivitäten entwickeln mussten, haben viele Unternehmen und Verbände auf eine Verschiebung gesetzt. Auch jetzt gibt es schon wieder ein Hintertürchen: Sanktionen bei fehlenden Meldungen sollen selbst bis Januar 2021 erst mal noch nicht erfolgen. Das gibt Unternehmen noch einmal zusätzlich Zeit, ihre bestehenden Konzepte zur Optimierung der Steuerlast zu überarbeiten, neue Prozesse und Systeme zu implementieren sowie über eine besonders kniffelige Frage nachzudenken: „Wie gestaltet man einen Vertrag am besten, um möglichst viel Gewinn rauszuholen, aber keine schlafenden Hunde zu wecken?“, wie Peter Kastner es formuliert.

Weitere Informationen

Webinar: Erleben Sie, wie das DAC-6-Tool von Â鶹ԭ´´ im Live-Betrieb funktioniert. Es findet am 28.10.2020 um 10 Uhr statt. Hier geht es zur .

 

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Â鶹ԭ´´ S/4HANA: Den maßgeschneiderten Mittelweg gehen /germany/2020/09/s4hana-wechsel-selective-data-transition/ Wed, 23 Sep 2020 06:00:12 +0000 /germany/?p=151900 Noch setzen die meisten Kunden beim Wechsel auf Â鶹ԭ´´ S/4HANA auf den Neustart (Greenfield) oder ein prozessuales „Weiter so“ (Brownfield). Aktuell wird der Mittelweg für...

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Noch setzen die meisten Kunden beim Wechsel auf auf den Neustart (Greenfield) oder ein prozessuales „Weiter so“ (Brownfield). Aktuell wird der Mittelweg für Kunden allerdings immer interessanter. Â鶹ԭ´´ Services nennt ihn Selective Data Transition.

Die meisten Unternehmen, die auf Â鶹ԭ´´ S/4HANA umsteigen, entscheiden sich entweder für den Green- oder für den Brownfield-Ansatz. Wie im vergangenen Jahr herausfand, behalten mehr als 80 Prozent der Unternehmen die bestehenden Prozess- und IT-Architekturen sowie Modifikationen bei (Brownfield) oder verabschiedet sich von historischen Daten und verändert die Prozesse fundamental (Greenfield). Doch wird der Mittelweg für Unternehmen inzwischen immer interessanter – die Selective Data Transition. „Unternehmen entdecken die Vorteile, selektiv historische Daten, Organisationseinheiten und Prozesse zu behalten, aber trotzdem gezielt Prozesse und Strukturen zu verändern und zu innovieren“, sagt Alexander Rombach, Director Consulting Practice bei Â鶹ԭ´´ Services.Ìý

Selective Data Transition: Neue Geschäftsmodelle abbilden und die bewährte Altwelt bewahren

Zwischen den beiden Standardwegen spannt sich also ein Spektrum von individuellen Vorgehensweisen. Während eine System Conversion auf bestehenden Prozessen und Daten aufsetzt, ist die Neuimplementierung dadurch gekennzeichnet, die Prozesse des neuen Â鶹ԭ´´-S/4HANA-Systems entweder mit migrierten oder „frischen“ Daten zu nutzen, inklusive der darin enthaltenen Innovationen wie etwa den Fast Close, Finance-Ledger-Lösungen oder KI-unterstützte Innovationen. „Nicht immer sind die Anforderungen des Kunden durch einen der beiden Ansätze angemessen zu erfüllen“, sagt auch Gregor Staubach. ¹óü°ù Retouren, Reklamationen und Garantiefälle im Handel oder hinsichtlich der Nachweispflichten in der Luftfahrt- oder Rüstungsindustrie beispielsweise sei es nötig oder sogar gesetzlich verpflichtend, auf historische Daten zugreifen zu können, erläutert der Softwarearchitekt, der den Mittelweg der Selective Data Transition bei Kunden betreut.

Zwischen „Shell Conversion“ und „Build from Scratch“ entscheiden

Der individuelle und quasi maßgeschneiderte Mittelweg orientiert sich an den strategischen Zielen des Unternehmens. Wer flexibler werden will und neue Geschäftsmodelle anvisiert, tendiert eher zur Neuimplementierung. Wer an bestehenden Geschäftsmodellen und -prozessen festhalten will, wird eher die System Conversion anstreben. Um die individuellen Wünsche berücksichtigen zu können, gibt es auch innerhalb der Selective Data Transition noch einmal Abstufungen. Â鶹ԭ´´ Services spricht hier vom „Shell Conversion“ – und vom „Build-from-Scratch“-Ansatz. Während bei der Shell Conversion kundenindividuelle Prozesse und Strukturen weitgehend erhalten werden und nur punktuell individuell neu entwickelt werden, liegt der Fokus beim „Build-from-Scratch“-Ansatz darauf, Prozesse neu zu gestalten und nur dann bestehende Prozesse weiter zu nutzen, wenn es recht gut zum neuen Template passt. Im geschäftlichen Alltag kommt es immer wieder vor, dass Unternehmen mit beispielsweise zwei Drittel den überwiegenden Anteil ihrer Prozesse und Daten übernehmen, den Rest allerdings redesignen wollen. „Dann ist es schneller und günstiger, sich für die Selective Data Transition zu entscheiden, anstatt eine komplette Neuimplementierung durchzuführen“, ist Rombach überzeugt.

Typische Anwendungsfälle für den selektiven Datenwechsel

Es gibt eine Reihe typischer Anwendungsfälle, mit denen die Softwarearchitekten von Â鶹ԭ´´ Services konfrontiert werden. Dazu gehören etwa die Anforderungen, Buchungskreise oder spezifischen Code weiter zu nutzen, Kontenpläne zu konvertieren oder ein Unternehmen schnell zu integrieren. Folgende Bereiche halten die Experten von Â鶹ԭ´´ Services für sehr wichtig:

  • Finanz-und Rechnungswesen neu gestalten Unternehmen streben die Transparenz ihrer Geschäftszahlen an und wollen sich in der Transition auf ein modernes Finanzsystem auf Basis des Â鶹ԭ´´-S/4HANA-Standards beschränken. Ziel ist es, das Finanz-Template (potenziell auch als Cloud-Version) einzusetzen, alle anderen Prozesse z.B. Logistik und Supply Chain aber beizubehalten und auch deren Historie wie gehabt zu nutzen. Ein Redesign im Rechungswesen und Controlling könnte zum Beispiel zu einem einheitlichen Kontenplan auf Ledgerbasis führen oder die Controlling-Strukturen und -hierarchien vereinfachen.
  • Aufräumen nach Zukäufen und Abspaltungen Viele Unternehmen haben eine gewachsene Systemlandschaft. Über die Jahre wurden immer wieder Unternehmen zugekauft oder abgespalten, neue ERP-Systeme integriert, Prozesse erweitert oder geändert und andere Systeme parallel implementiert. Hier ist es sinnvoll, nicht mehr benötigte Buchungskreise und Daten zu identifizieren und von der Migration ins neue Â鶹ԭ´´-S/4HANA-System auszuschließen, um so mit einem schlankeren und aktuellen System zu starten.
  • Bypässe neben Vorbereitungsprojekten legen Wer zunächst Systeme harmonisieren und Vorprojekte für Â鶹ԭ´´ S/4HANA starten muss, bindet damit viele Mitarbeiter und verliert Zeit für den Umstieg auf Â鶹ԭ´´ S/4HANA. Hier kann es sinnvoll sein, parallel bereits gezielte Selective-Data-Transition-Projekte wie etwa die Modernisierung des Finanzsystems oder die Reduzierung der Datenmenge anzugehen. Vor- und Transformationsprojekte wie Harmonisierungen oder Modernisierungen des Finanzwesens können also durchaus in einem Schritt mit dem Umstieg auf Â鶹ԭ´´ S/4HANA durchgeführt werden.
  • Architektur der IT-Landschaft modernisieren Unterstützt die gewachsene Landschaft das aktuelle Geschäftsmodell und die Strategie nicht mehr optimal – wie in vielen Unternehmen –, kann sie beispielsweise mit Selective-Data-Transition-Split-Architekturen aufgelöst werden. Dabei werden Finanz- und Logistiksysteme in ein zentrales Â鶹ԭ´´-S/4HANA System überführt. Auch die Konsolidierung von mehreren, z.B. regionalen Systemen in ein einziges Â鶹ԭ´´-S/4 HANA-System bringt deutlichen Mehrwert. „Effizient und verschlankt, ausgestattet mit den Innovationen aus Â鶹ԭ´´ S/4HANA ermöglicht dies den Unternehmen Wachstum und Dynamik für das Geschäft der Unternehmen“, so Rombach.
  • Daten aus Akquisitionen nutzen Nach dem Zukauf eines Unternehmens ist es erforderlich, die IT in die neue Infrastruktur zu überführen. Doch sollte der Zugriff auf geschäftskritische Daten auch dann noch gewährleistet sein, wenn die Systeme bereits zusammengeführt worden sind – wie etwa die Geschäftszahlen und -entwicklungen der vergangenen Jahre, die das Controlling des Unternehmens weiter benötigt.

Selective Data Transition als Katalysator für Â鶹ԭ´´ S/4HANA

Vielen Unternehmen reicht nach Erfahrung von Â鶹ԭ´´ Services der alleinige Anreiz nicht aus, Innovationen nutzen zu können, die Â鶹ԭ´´ S/4HANA bietet: „Wenn allerdings auch die Architektur auf den Stand gebracht, aufgeräumt und ggf. auch harmonisiert und damit das neue Geschäftsmodell optimal unterstützt wird, dann wird die Selective Data Transition zum Katalysator für Â鶹ԭ´´ S/4HANA“, ist Â鶹ԭ´´-Spezialist Rombach überzeugt. Er vergleicht die Transition mit dem Hausbau: Ein Haus muss nicht neu gebaut werden (Neuimplementierung), wenn beispielsweise die Heizung ausgetauscht werden kann. Lediglich die Heizung zu tauschen greift zu kurz. Zum Mittelweg gehören dann noch neue Fenster, eine Dachdämmung und eventuell ein Anbau mit dazu. „Es ist die komplette Renovierung und Modernisierung, die in sich stimmig und werthaltig ist“, sagt Rombach.

„Mitnehmen was passt, Neues selektiv mit Fokus machen“

Ein gutes Beispiel dafür, wie der Mittelweg in der IT aussehen kann, zeigt das Beispiel eines Papierherstellers, der bereits Â鶹ԭ´´ S/4HANA im Einsatz hatte, dann aber ein Unternehmen kaufte, das noch nicht auf diesem Stand war. „Wir haben dann das Â鶹ԭ´´ ECC in das laufende System integriert“, sagt Thorsten Spihlmann, Solution Architect bei Â鶹ԭ´´ Services. In einem anderen Projekt haben wir die Landschaft modernisiert und einen phasenweisen Rollout durchgeführt, der ebenfalls typisch für die Selective Data Transition ist. Erwünschter Nebeneffekt: Etwa 90 Prozent der alten Lieferantendaten werden heute nicht mehr genutzt. Nur noch zehn Prozent der Daten aus dem gewachsenen System sind nun noch im Einsatz. Hier hat sich der Mittelweg als richtig erwiesen.

Selective Data Transition: Auswählen, welche historischen Daten mitgenommen werden

Die Selective Data Transition schafft diesen Spagat und ermöglicht Unternehmen, auszuwählen, welche historischen Daten und welche Prozesse ins Morgen mitgenommen werden sollen. „Gerade, wenn etwa zwei Drittel der etablierten Prozesse mitgenommen werden sollen, ist die Selective Data Transition oft die günstigste Möglichkeit für Unternehmen, zu Â鶹ԭ´´ S/4HANA zu wechseln“, sagt der Director Consulting Practice Rombach von Â鶹ԭ´´ Services. In anderen Worten: „Mitnehmen was passt, Neues selektiv mit Fokus machen“. Dass dieser Weg künftig gefragt sein wird, deuten auch Zahlen von Lünendonk an. Demnach sehen die meisten Unternehmen „in der Integration der lokalen IT-Systeme in Â鶹ԭ´´ S/4HANA“ die größte Herausforderung – und wahrscheinlich immer wieder auch eine sehr individuelle.

Weitere Informationen

    1. Februar und 2. März 2021

Erfahren Sie mehr über die Möglichkeiten, die dieser Ansatz zum MOVE auf Â鶹ԭ´´ S/4HANA bietet. Wir befassen uns mit folgenden Fragen:

  • Welche Idee steckt hinter der Selective Data Transition?
  • Was beinhaltet der „Lean Selective Data Transition“ Ansatz?
  • Welche Voraussetzungen müssen dazu erfüllt sein?

Wir bieten Ihnen dieses Webseminar auch in Englisch an, hier finden Sie die .

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Mode-2 Garage: Mehr als 40 Prototypen in knapp zwei Jahren /germany/2020/09/mode-2-garage-prototypen-sap-services/ Wed, 09 Sep 2020 07:00:33 +0000 /germany/?p=151637 Der Innovation mit der Mode-2 Garage Raum zu geben hat sich für Â鶹ԭ´´ Services in der Schweiz gelohnt. Über hundert Unternehmen kamen innerhalb von knapp...

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Der Innovation mit der Mode-2 Garage Raum zu geben hat sich für Â鶹ԭ´´ Services in der Schweiz gelohnt. Über hundert Unternehmen kamen innerhalb von knapp zwei Jahren zum Innovationspark Zürich, um dort zusammen mit Â鶹ԭ´´ Prototypen zu entwickeln oder an Hackathons oder Innovations-Events zu Themen wie maschinellem Lernen oder Customer Experience teilzunehmen. Ein Resümee.

Ein neues Vehikel für Innovation: Das war die Motivation für Â鶹ԭ´´ Services, Mitte 2018 die Mode-2 Garage zu gründen. „Einen Ort, an dem Unternehmen schnell merken, ob ein Ansatz richtig ist und ausgebaut werden kann – oder nicht“, wie sagt, der zusammen mit Uli Eisert die Projekte koordiniert, Kunden vor Ort beraten, betreut und getrieben hat. In den zwei Jahren haben die Innovationsmanager von Â鶹ԭ´´ Services immer wieder zusammen mit den Kunden mögliche Cases qualifiziert, Teams zusammengestellt, Systeme vorbereitet, Design-Thinking-Workshops durchgeführt und jeweils innerhalb von einer Woche letztlich 40 Prototypen mitentwickelt. Manche wurden vom Kunden direkt weiterverfolgt und sind – wie etwa die des Schweizer Handelsunternehmens Valora – heute bereits im täglichen Einsatz. Andere dienen dem Unternehmen zunächst als Grundlage, um einen validen Business Case zu rechnen – wie der Schweizer Hersteller für Befestigungs- und Präzisionskomponenten SFS Group. „In beiden Fällen diente die Woche in der Mode-2 Garage als Beschleuniger“, sagt auch , „denn der Kunde weiß danach, was zu tun ist.“

Proof of Concept (PoC), Mock-up oder Business Case?

Entweder hat das Unternehmen nach einer Woche eine lauffähige Software als Proof of Concept (PoC) in der Hand (I.), per Mock-up bewiesen, dass die Software lauffähig ist (II.) oder aber in einem Business Case gezeigt, dass der Ansatz für das Unternehmen Sinn machen kann (III.). Nach Erfahrung von Kölsch und Eisert sucht etwa die Hälfte der Unternehmen nach einer technischen Lösung, für die das Internet der Dinge, maschinelles Lernen, künstliche Intelligenz oder Chatbots zum Einsatz kommen. Die andere Hälfte sucht nach „prozessorientierten“ Lösungen, um etwa mit Hilfe einer Â鶹ԭ´´-Cloud-Plattform Apps zu bauen und zudem auf Daten aus dem Backend zuzugreifen. In solchen Fällen kommen zunehmend so genannte High-Fidelity-Mock-ups zum Einsatz. „Sie sehen aus wie Software, sind aber keine“, erläutert Eisert das Vorgehen, das den Vorteil hat, dass sie meist innerhalb von zwei Tagen gebaut sind, was Zeit spart.

Klar ist: Jedes der Unternehmen, die in die Mode-2 Garage gekommen sind, hat sie auch mit einem Prototyp wieder verlassen. Kein Wunder also, dass auch die Â鶹ԭ´´-Geschäftsleitung mit dem Experiment „Mode-2 Garage“ sehr zufrieden war: „Wir haben eindrücklich bewiesen, dass Â鶹ԭ´´ ein idealer Partner für Innovationsthemen ist: Unkompliziert, mit viel Kreativität und Innovationskraft haben wir die Kunden für unsere digitale Welt begeistern können“, sagt , Mitglied der Geschäftsleitung Â鶹ԭ´´ (Schweiz) AG.

Positive Gruppendynamik: Kunde und Lieferant entwickeln Innovationen im Team

Ein Wagnis war der Schritt dennoch, als bekannter und etablierter Hersteller von ERP-Systemen nun in der Mode-2 Garage Innovationsthemen wie maschinellem Lernen, dem Internet der Dinge und künstlicher Intelligenz mit neuen Tools und Methoden in den Fokus zu stellen. Trotzdem war es für Kölsch „nicht überraschend, dass das Konzept laufen würde“, denn es war an der Zeit, der Geschäftsentwicklung eine neue Herangehensweise nahezubringen, die Innovationen ermöglicht. Interessanter Nebeneffekt: „Obwohl man sich meist gar nicht oder nur aus Vorabstimmungen kannte, entstand innerhalb einer Woche ein Team, das gemeinsam eine Idee verfolgt und einen Prototyp entwickelt“, sagt Eisert. Diese „positive Gruppendynamik“ ließ Grenzen zwischen Kunde und Lieferant verschwimmen. „Es ging ausschließlich darum, ein Problem gemeinsam zu lösen“, sagt Innovationsexperte Eisert. Die Konsequenz: Obwohl die Mode-2 Garage eher als Â鶹ԭ´´-Experiment geplant war, verlängerte die Â鶹ԭ´´-Services-Geschäftsführung die Laufzeit gleich zwei Mal. Erst die Corona-Krise beendete Mitte März 2020 die Fortsetzung der Innovationswerkstatt auf dem Areal des Flugplatzes Dübendorf.

Mode-2 Garage: Mehr Zeit in die Vor- und Nachbereitung stecken

Das gibt Zeit, zu reflektieren. „Während wir zu Beginn davon ausgingen, dass technische Herausforderungen beim Kunden im Mittelpunkt stehen, zeigte sich mehr und mehr, dass die Prozesse mindestens genauso wichtig sind“, sagt Eisert. Denn was nutzt modernste künstliche Intelligenz und Sensorik, wenn der Nutzer mit der Handhabung der Anwendung nachher nicht klarkommt? „Zudem wäre sinnvoll, die einwöchige Phase in der Garage nach vorne und nach hinten zu verlängern“, kommentiert Eisert. Es hat sich zwar gezeigt, dass Kunden in einer Woche mehr erreichen, als sonst in zwei Monaten. Doch fehlte es Unternehmen vor der Woche in der Mode-2 Garage manchmal an Inspiration. „Allerdings ist es eine Voraussetzung, mit einer konkreten Idee zu uns zu kommen, die sich in der Woche dann auch validieren lässt“, erläutert Kölsch, der schon vor der Garagenwoche diverse Ansätze mit den Kunden diskutiert und vorselektiert. Auch die Zeit „danach“ kann herausfordernd werden. „Nicht selten entsteht ein Bruch im Übergang“, sagt Eisert, „der Vertrieb nimmt den Ball auf, braucht aber recht lange, um ein konkretes Angebot zu entwickeln.“ Was nach Ansicht von Eisert noch fehlt, ist ein „Standardpaket zum Weitermachen“.

Coop: Parken ohne Verzögerungen

Natürlich gibt es auch Beispiele, die zeigen, dass der nächste Schritt umgehend machbar ist. Das Schweizer Einzelhandelsunternehmen Coop vereinfacht für die über drei Millionen Teilnehmer ihres Loyalty Programms „Supercard“ das Parken in den eigenen Parkhäusern mit einem neuen Service. Der Kunde hinterlegt in der „Supercard-App“ sein Auto-Kennzeichen. Bei der Ein- und Ausfahrt wird das Kennzeichen per Kamera gescannt und geprüft. Die Parkschranke öffnet sich automatisch und die Parkgebühr wird in Form von „Superpunkten“ abgebucht. Der Kunde braucht sich weder um das Parkticket, noch um Kleingeld zu kümmern. Der neue Service wurde in der Mode-2 Garage zunächst als Prototyp entwickelt und konnte bereits drei Monate später in einem ersten Parkhaus erfolgreich getestet werden.

Noch steht die Mode-2 Garage corona-bedingt still. „In den vergangenen Monaten haben wir deshalb neue, spannende Formate etabliert – sowohl virtuell als auch beim Kunden vor Ort. Im kommenden Frühjahr, wenn Â鶹ԭ´´ den neuen Zürcher Standort im „Circle“ bezogen hat, werden wir unsere Kunden mit einem völlig neuen Innovationskonzept überraschen“, sagt , Chief Technology Officer bei Â鶹ԭ´´ Schweiz. „Innovation ist ein Kernthema und wir haben sowohl die Strategie- wie auch die Innovationskompetenz, um mit den Kunden die Zukunft erfolgreich zu gestalten. Bis dahin werden wir die Mode-2 Garage beim passenden Business Case weiterhin OnDemand sowohl virtuell als auch beim Kunden vor Ort verfügbar machen.“

Weitere Informationen

Zum Konzept der Mode-2 Garage.

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JTI, SFS und M-Industrie: Wie Innovationen mit Â鶹ԭ´´ gelingen! /germany/2020/09/strategie-praxis-kunden-innovationen/ Thu, 03 Sep 2020 10:00:17 +0000 /germany/?p=151647 Wie 20 Unternehmen auf einer Â鶹ԭ´´-Plattform konsolidiert werden, eine Big Bang-Transformation zu Â鶹ԭ´´ S/4HANA gelingt oder ein Prototyp in 5 Tagen entwickelt wird: Auf dem...

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Wie 20 Unternehmen auf einer Â鶹ԭ´´-Plattform konsolidiert werden, eine Big Bang-Transformation zu gelingt oder ein Prototyp in 5 Tagen entwickelt wird: Auf dem virtuellen Â鶹ԭ´´ CCoE Forum und Enterprise Support Infoday 2020 am 15. September berichten drei Kunden – M-Industrie, JTI und die SFS Group – über ihre praktischen Erfahrungen mit Â鶹ԭ´´.

Beispiele für Transformations-Ansätze mit Â鶹ԭ´´ S/4HANA und Cloud

M-Industrie:

ist einer von ihnen. Der Leiter der Business Unit IT bei der Migros-Tochter M-Industrie steht bereits seit Ende 2016 vor der Herausforderung, ein Unternehmen mit 5,4 Milliarden Euro Umsatz, das selbst wiederum aus zwanzig Unternehmen besteht, auf eine konsolidierte System- und Prozessplattform (Â鶹ԭ´´ S/4HANA und Â鶹ԭ´´-°ä±ô´dzܻå-³¢ö²õ³ܲԲµen) zu bringen. Elf teilweise stark angepasste Â鶹ԭ´´- und Non-Â鶹ԭ´´-Systeme mussten und müssen letztlich vereinheitlicht werden. Im Rahmen des ONE-Transformationsprogramms war das Getränkeunternehmen Aproz Sources Minérales Anfang 2019 das erste und die Schweizer Bäckerei Jowa Anfang 2020 das zweite Unternehmen, die nun mit der „One Smart Solution“ arbeiten.

Japan Tobacco International (JTI):

hat „seine“ Transformation zu Â鶹ԭ´´ S/4HANA bei der Japan Tobacco International (JTI) nicht Stück für Stück, sondern in einem Schritt vollzogen, per Big Bang. Zweieinhalb Jahre bereitete der Vice President ERP Business Transformation mit seinem Team den Umstieg der Supply-Chain-, der PLM-/PPM- und der Finanzprozesse von Â鶹ԭ´´ ECC auf Â鶹ԭ´´ S/4HANA vor, ehe das neue System Anfang Januar dieses Jahres live ging. Das Besondere: Während viele Finanzprozesse komplett neu aufgesetzt wurden, entschied man sich bei allen anderen Prozessen für eine Conversion. Etablierte ERP-Prozesse werden also teilweise weiterverwendet. Das Ergebnis der Aktivitäten ist eine aktualisierte und moderne Â鶹ԭ´´-S/4HANA-Plattform mit einer einzigen Instanz, die Finanz-, Logistik-, Product Development und Supply-Chain-Prozesse umfasst und mit der nun mehr als 12.000 Systemnutzer in 82 Ländern arbeiten.

SFS Group:

Innovation stand im Mittelpunkt bei , als er sich für eine Woche mit Â鶹ԭ´´ in der Mode-2 Garage entschied. Mode-2 Garage: Das heißt für Unternehmen zum einen, dass sie eine gute Idee mitbringen sollten, und zum anderen, dass sie mit einem Prototyp wieder nach Hause gehen wollen, den sie dann bestenfalls weiterverfolgen und ein neues Produkt oder einen neuen Service für das Unternehmen daraus entwickeln. ¹óü°ù den Head of Corporate IT Buchli ging es darum, zu zeigen, dass die Sensorik in den Befestigungssystemen, die SFS produziert, völlig neue Geschäftsmodelle möglich machen können. Schon nach wenigen Tagen im intensiven Austausch mit Â鶹ԭ´´ flossen Sensordaten in die , auf der sie ausgewertet und schließlich im „Surveillance-Cockpit“ dargestellt wurden. Mit Hilfe eines Minimal Viable Product (MVP) war der Beweis gebracht: Technisch steht neuen Geschäftsmodellen nichts im Weg.

Vorstellung des Programms Â鶹ԭ´´ Enterprise Support Guides

¹óü°ù zeigen gerade die Beispiele M-Industrie und JTI, wie unterschiedlich Â鶹ԭ´´ S/4HANA-Implementierungen und entsprechende Transformations-Ansätze sein können. „Das ist auch ein Grund, weshalb Â鶹ԭ´´ bewährte Konzepte ständig weiterentwickelt, aber auch ganz neue Angebote schafft, wie etwa der soeben gelaunchte Leitfaden Â鶹ԭ´´ Enterprise Support Guides“, sagt der VP, Â鶹ԭ´´ Enterprise Support Delivery und Guide Programm Owner und Mitorganisator des virtuellen Events. Vorgestellt wird Â鶹ԭ´´ Enterprise Support Guides von , President Customer Engagement und Experience bei Â鶹ԭ´´: Als Teil des Programms Â鶹ԭ´´ S/4HANA Movement garantiert es den Â鶹ԭ´´-Enterprise-Support-Kunden eine kontinuierliche und zielorientierte Zusammenarbeit über den gesamten Projektlebenszyklus hinweg – von den Vorbereitungen bis zum Go-Live von Â鶹ԭ´´ S/4HANA . Damit fügt sich Â鶹ԭ´´ Enterprise Support Guides nahtlos an das Adoption Starter Engagement an und gewährt exklusiven Expertenzugang und Wissenstransfer. Zudem gibt Thomas Bamberger einen Ausblick auf die Schwerpunkte der Â鶹ԭ´´-Strategie 2021 und erläutert, warum ihm das Thema „Integration“ so wichtig ist.

Melden Sie sich an zum virtuellen am 15. September 2020.

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Â鶹ԭ´´-Cloud-Analysen im Handel: klein anfangen, groß denken /germany/2020/07/cloud-analysen-handel/ Tue, 14 Jul 2020 06:00:41 +0000 /germany/?p=150716 Analysen, besonders Echtzeit-Analysen, sind für den Handel essentiell. Denn sie geben Aufschluss darüber, wie sich der Verkauf entwickelt oder stockt. Und sie schaffen in volatilen...

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Analysen, besonders Echtzeit-Analysen, sind für den Handel essentiell. Denn sie geben Aufschluss darüber, wie sich der Verkauf entwickelt oder stockt. Und sie schaffen in volatilen Zeiten die Chance, schnell auf Veränderungen zu reagieren. Von Mikrobausteinen mit Â鶹ԭ´´ CAR bis hin zu einem auf den Handel spezialisierten Digital Boardroom ist vieles bereits in der Cloud realisierbar.

Die letzten Monate waren für viele Händler nicht leicht. Ihre Läden mussten geschlossen bleiben. Was blieb, war der Online-Handel. „Entsprechend wichtig wurde es, adhoc herausfinden zu können, warum Webshops nicht laufen“, sagt von Â鶹ԭ´´ Services. Warum etwa bricht ein Kunde den Kauf ab, obwohl er das Produkt bereits ausgewählt und in den Warenkorb gelegt hatte und es lediglich noch bezahlt werden musste? Ein häufiger Grund ist nach Beobachtungen des auf den Handel spezialisierten Enterprise-Architekten, dass die Lieferzeit nicht nur zu lang ist, sondern auch sehr spät im Prozess überhaupt erst angezeigt wird. „Liefert Amazon garantiert in zwei Tagen, nehme ich als Kunde auch einen etwas höheren Preis in Kauf“, so Reulmann. Besonders ungünstig ist allerdings, wenn der Händler diesen Grund nicht kennt oder zu spät erfährt, weil seine Analysen zu lange dauern oder zu wenig spezifisch sind. „Gerade in den letzten Monaten hat sich gezeigt, welche Unternehmen ihre Hausaufgaben gemacht haben und welche nicht“, sagt Handelsexperte Reulmann.

Echtzeit-Analysen in der Cloud als neuer Status Quo

Klar ist: Der Handel befindet sich in einem Umbruch. Lange Zeit haben die Techniker aus der IT-Abteilung nach exakten Vorgaben der Nutzer aus den Fachbereichen Analysen für Reports erstellt. „Das dauerte Wochen“, sagt , „fehlte ein KPI, haben sie dreimal überlegt, ob sie noch mal an die IT herangehen sollten, denn das hätte nötige Auswertungen nochmal weiter verzögert.“ Die Zeichen stehen auf Echtzeit-Analysen, so der Eindruck von Data Architektin Lawrence von Â鶹ԭ´´ Services, die diese Transformation mit dem Verschwinden des Nokia-Handys und Aufkommen von Smartphones vergleicht. Die Anforderung ist heute, dass die IT lediglich noch die Datensätze schnürt, die von Experten aus den Fachbereichen genutzt werden, um auf dieser Basis eigene, spezifische Dashboards bauen zu können, die noch dazu minutenaktuell neue Grafiken und Analysen auf den Bildschirm bringen. Unternehmen versetzt das in die Lage, präzise planen und auf Basis von aktuellen Zahlen Szenarien simulieren zu können.

Auf dem Weg zum Digital Boardroom für den Handel

Wenn also ein Webshop-Betreiber nun herausfindet, dass die lange Lieferzeit der Grund für den Kunden ist, den Kauf abzubrechen, ist es naheliegend, die Lieferprozesse zu überprüfen. Kommt das Produkt direkt vom Hersteller, aus der Filiale oder dem Verteilzentrum?

Â鶹ԭ´´ HANA Cloud Services schaffen die nötige Transparenz. So werden Daten etwa von , das die Kernprozesse abwickelt, vom Â鶹ԭ´´ Customer Activity Repository (), das adhoc eine Gesamtsicht über Kunden-, Abverkaufs- und Bestandsdaten schafft und Â鶹ԭ´´ BW/4HANA als Datenmanagement- und Analyselösung über die Â鶹ԭ´´ Data Warehouse Cloud in einen gemeinsamen Datensatz überführt. So kann die Â鶹ԭ´´ Analytics Cloud () seine Vorteile besonders ausspielen, Kennzahlen auf einem Dashboard darzustellen, die auf Echtzeit-Zahlen aus allen genannten Systemen basieren. Letztlich handelt es sich bei dieser Â鶹ԭ´´ Analytics Cloud um einen auf den Handel spezialisierten Digital Boardroom.

Â鶹ԭ´´ Analytics Cloud: Individuelle Ziele der Kunden berücksichtigen

Nicht für jedes Unternehmen ist ein Digital Boardroom machbar und notwendig. „Es gibt Kunden, die Analytics outsourcen und Analysedaten erst einen Tag später vorliegen haben“, sagt Data-Architektin Lawrence, „ihnen geht es zunächst darum, in Echtzeit analysieren zu können.“ Andere nutzen Â鶹ԭ´´ CAR bereits, bestenfalls sogar zusammen mit Â鶹ԭ´´ S/4HANA und Â鶹ԭ´´ BW/4HANA. So unterschiedlich die Anforderungen auch sind: ¹óü°ù die Â鶹ԭ´´-Experten Lawrence und Reulmann heißt das vor allem, sich auf die individuelle Situation im Unternehmen einzustellen und dann zusammen mit dem Unternehmen zu entscheiden, was zu tun ist, beispielsweise mit Hilfe:

  • des Strategic Advisory Service, in dem über Workshops eine individuelle und handelsspezifische Analytics-Strategie, Architektur und eine Implementierungs-Roadmap gefunden werden.
  • von Microservices, die die Möglichkeiten der Â鶹ԭ´´ Analytics Cloud aufzeigen. Erforderlich sind etwa Â鶹ԭ´´ CAR oder Â鶹ԭ´´ Consumer Sales Intelligence. Die Einrichtungszeit liegt bei maximal zwei Wochen, etwaige Anpassungen im System für das Zusammenspiel von On-Premise- und Cloud-Systemen inbegriffen.
    • Im “Â鶹ԭ´´ Analytics Cloud Content for Core Retail & Fashion” genannten Service werden Einkaufsanalysen auf Tages- und Wochenbasis möglich, jeweils auf Regionen bezogen und auf Filialen heruntergebrochen. Erforderlich für den Service ist ein bereits implementiertes Â鶹ԭ´´ CAR.
    • Im Mittelpunkt des „Â鶹ԭ´´ Data Warehouse Cloud Content” genannten Services stehen Mittel- und Langfristanalysen, in denen etwa Verkäufe in Ländern, Regionen und Städten auf Filialbasis miteinander verglichen und analysiert werden können. Erforderlich für den Service ist ein implementiertes Â鶹ԭ´´ Consumer Sales Intelligence.
  • des Retail Starter Packs für Â鶹ԭ´´ BW/4HANA, eines produktspezifischen Services für ein Datenmodell, mit dessen Hilfe Kunden Prozesse in der Filiale (am Point of Sales) und im Bestandsmanagement analysieren können.

„Die Microservices helfen, über überschaubare Projekte die Potenziale der Cloud-Analyse selbst auszuprobieren“, meint Analytik-Stratege Reulmann, der allerdings dazu rät, zunächst eine entsprechende Strategie und auch Roadmap entwickelt zu haben.

Â鶹ԭ´´ Analytics Hub mit standardisierten Reports

Echtzeit im Reporting hat sich bei Â鶹ԭ´´ längst etabliert. Doch auch der Softwarekonzern hat dort angefangen, wo derzeit noch viele Unternehmen stehen. Vor einigen Jahren präsentierte ein Controlling-Experte in einem Meeting die aktuellen Finanzkennzahlen auf vorbereiteten Präsentationsfolien. Doch waren die in den Fachbereichen abgefragten Zahlen längst nicht mehr tagesaktuell. Und die Frage kam auf, ob nicht zumindest die 30 wichtigsten KPIs in Echtzeit auf interaktiven Dashboards und Echtzeit-Analysen dargestellt werden könnten. In Boardmeetings kam der „Digital Boardroom“ als erstes zum Einsatz. Inzwischen profitieren auch Manager im Handel von den vielen standardisierten Echtzeit-Reports, die bereits im Â鶹ԭ´´ Analytics Hub der Â鶹ԭ´´ Analytics Cloud zu finden sind. Lawrence: „Und es kommen ständig neue hinzu.“

Weitere Informationen

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„Innovationspotenziale fallen nicht immer gleich ins Auge“ /germany/2020/07/innovation-rpa-chatbot-maschinelles-lernen/ Thu, 02 Jul 2020 06:00:51 +0000 /germany/?p=150438 Fehlerhafte Bestellungen korrigieren, per Bilderkennung Produkte bestellen oder den Chatbot als digitalen Assistenten einspannen: Prozesse profitieren von Innovationen wie maschinellem Lernen, Robotic Process Automation (RPA)...

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Fehlerhafte Bestellungen korrigieren, per Bilderkennung Produkte bestellen oder den Chatbot als digitalen Assistenten einspannen: Prozesse profitieren von Innovationen wie maschinellem Lernen, Robotic Process Automation (RPA) oder Chatbots. Mit dem Explore Service und dem Quick Start Service hilft Â鶹ԭ´´ Services Unternehmen, geeignete Innovationen zu selektieren und live zu setzen.

Was macht der Kunde? Welche Innovationen könnten für ihn interessant sein? Wie könnte ein konkreter Anwendungsfall aussehen? Das sind die drei Fragen, mit denen sich Â鶹ԭ´´ Services als erstes auseinandersetzt, wenn es darum geht, wie Automatisierungen und Innovationen in ein Unternehmen gebracht werden können. geht noch einen Schritt weiter: „Was ist direkt umsetzbar“, fragt der Head of Innovation Business Development bei Â鶹ԭ´´ Services. Denn oft ist der Nutzen durch innovative Technologien gar nicht so weit entfernt, wie Unternehmen denken.

Explore Service: Systemnutzung und Transaktionen analysieren

„Innovationspotenziale fallen nicht immer gleich ins Auge“, sagt auch . Deshalb ist es das Ziel des Spezialisten für Â鶹ԭ´´-S/4HANA-Services, innerhalb des so genannten Explore Services innerhalb von zwei Tagen jene Innovationen ausfindig zu machen, die wirklich nötig und sinnvoll sind. „Wir analysieren die Systemnutzung und finden heraus, welche Transaktionen besonders stark genutzt werden und wie hoch der Aufwand dafür ist, sprich: wie komplex der Prozess ist“, erläutert Dirnberger. Das Ziel besteht darin, für alle Unternehmensbereiche jene Prozesse zu finden, die automatisiert und durch Innovationen vereinfacht werden könnten. Der so genannte Spotlight One-time Report zeigt einem Kunden etwa, dass der personelle und manuelle Aufwand für den Finanzabschluss gegenüber dem Wettbewerb erheblich höher ist, vergleichsweise viele ausstehende Rechnungen die Liquidität beeinträchtigen oder in welchen Bereichen der Support besonders nötig ist. In einem Chemiekonzern zeigte sich, dass unter jährlich 15 Millionen Bestellungen jede Zehnte Fehler aufwies und manuell ergänzt oder korrigiert werden musste. Maschinelles Lernen sorgt inzwischen dafür, dass das System auf Basis von historischen Daten den überwiegenden Teil fehlender Felder automatisch ergänzt und Unstimmigkeiten erkennt.

Roadmap: Mit Quick-wins beginnen

Es stehen eine Reihe von innovativen Services zur Verfügung – im Fokus besonders: maschinelles Lernen, Chatbots, intelligente Robotic Process Automation (RPA) und Analytics. Einige sind bereits im eingesetzten -System eingebettet, wie das „Cash Application Line-Item Matching“, mit dessen Hilfe offene Zahlungen gegen die eingegangenen Überweisungen abgeglichen werden und die Zuordnung teilweise automatisiert werden kann. Andere sind nicht „embedded“ und können damit auch von Unternehmen genutzt werden, die aktuell noch nicht Â鶹ԭ´´ S/4HANA eingeführt haben. „Image Based Buying“ ist beispielsweise so ein Service, der anhand eines Fotos das entsprechende Produkt aus einem Katalog heraussucht und die Bestellung so vereinfacht. Hinzu kommen Services, die individuell für den Kunden auf Basis der entwickelt und implementiert werden. Am Ende des Explore Services steht eine Roadmap, die für das erste Jahr zunächst Technologien für Quick-wins enthält, aber auch Ziele für die kommenden Jahre definiert. „Mit überschaubarer Investition eine große Kostenersparnis, Effizienz und Effektivität erreichen“, steht nach Ansicht von Innovationsexperte Homeyer gerade während der Corona-Krise hoch im Kurs.

Quick Start Service von Â鶹ԭ´´ Services: Technologien innerhalb von sechs bis acht Wochen live setzen

Nächster Schritt: Die Implementierung der definierten Technologien. „Dafür lässt sich gut auf dem Explore Service aufsetzen, denn hier ist eine Auswahl und Priorisierung der Technologien bereits getroffen worden“, erläutert , Solution Manager für bei Â鶹ԭ´´ . Sechs bis acht Wochen plant Â鶹ԭ´´ Services dafür ein, bis Unternehmen schließlich Softwareroboter produktiv nutzen können. Entsprechende Teams bestehen aus etwa fünf Personen, einem Projektleiter und Entwickler von Â鶹ԭ´´-Seite sowie besonders Prozessspezialisten des jeweiligen Unternehmensbereiches. „Wichtig ist uns, den Kunden in allen drei Phasen des Projektes – also von der Vorbereitung über die Realisierung bis zum Go-Live – nicht nur zu unterstützen, sondern auch in der Entwicklung und den Definitionsprozessen auszubilden“, betont Engel. Nur so ist zu gewährleisten, dass der Kunde „Folge-Bots“ selbst entwickeln kann. Letztlich spannt das „Quick Start Service“ genannte Programm den Bogen noch weiter. Über die Implementierung von technischen Innovationen hinaus geht es darum, zusätzlich die strategische Entwicklung des Unternehmens über die digitalen Möglichkeiten zu bereichern. Engel nennt das „Moonshot Ideas“. Wenn etwa Behälterhersteller nicht länger nur ihre Produkte verkaufen, sondern auch technologisch in die Lage versetzt werden, die Füllstände von Gasen und Flüssigkeiten online zu kommunizieren, spielen plötzlich Services eine wichtige Rolle. „Damit unterstützen die Bots nun auch die Geschäftsstrategie“, erläutert Engel.

Wichtig ist uns, den Kunden in allen drei Phasen des Projektes – also von der Vorbereitung über die Realisierung bis zum Go-Live – nicht nur zu unterstützen, sondern auch in der Entwicklung und den Definitionsprozessen auszubilden. (Peter Engel, Solution Manager Â鶹ԭ´´ Intelligent RPA, Â鶹ԭ´´ Services)

Off-Site-Delivery-Modell: Ferngesteuerte Projekte ausbauen

Die Corona-Pandemie geht auch an Â鶹ԭ´´ Services nicht spurlos vorbei. Einen „Sinneswandel“ stellt Carsten Homeyer aktuell fest. Zwar hat Â鶹ԭ´´ bereits in den letzten Jahren etwa 6.000 Projekte aus der Ferne betreut. Doch jetzt weicht die Erwartungshaltung bei einigen Kunden auf, die eine physische Präsenz des Teams einforderten. Workshops finden derzeit fast ausschließlich virtuell statt. „Dann arbeiten wir nicht von neun bis 18 Uhr durch – das ist online zu anstrengend“, erläutert Homeyer. Stattdessen bündelt Â鶹ԭ´´ die Vermittlung in mehreren kürzeren Einheiten – mit „ähnlich guten Ergebnissen“, so Homeyer. Mit dem „Off-Site Service Delivery Framework“ hat Â鶹ԭ´´ nun übrigens ein Angebot geschaffen, dass der reinen Remote-Lieferung eine besondere Priorität gibt. Das ist aktuell sicher keine schlechte Idee: Denn viele Unternehmen werden auch künftig darauf achten müssen, dass ihre Mitarbeiter Distanz halten und so das Ansteckungsrisiko senken.

Weitere Informationen

  • Innovation – Auf der Suche nach Business Treibern? – Innovation innerhalb und rund um Â鶹ԭ´´ S/4HANA einsetzen.
  • Automatisierung – Mitarbeiter mehrwertstiftend einsetzen und dort automatisieren, wo möglich.

erfahren Sie mehr über alle Implementierungsservices von Â鶹ԭ´´.

P.S.: Folgen Sie uns auch auf und besuchen Sie uns auf . So bleiben Sie informiert.

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Wetterschäden: Syngenta-Plattform berechnet Wettergarantien für Landwirte /germany/2020/06/syngenta-plattform-ernte-risiken/ Tue, 16 Jun 2020 06:00:40 +0000 /germany/?p=150048 Ernterisiken abschätzen und absichern: Das ist das Ziel einer digitalen Plattform, für die der Pflanzenschutz- und Saatgutkonzern Syngenta gerade mit dem Â鶹ԭ´´ Quality Award 2020...

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Ernterisiken abschätzen und absichern: Das ist das Ziel einer digitalen Plattform, für die der Pflanzenschutz- und Saatgutkonzern Syngenta gerade mit dem Â鶹ԭ´´ Quality Award 2020 in Gold in der Kategorie Innovation ausgezeichnet wurde. „AgriClime“ aggregiert digitale Wetterdaten aus den letzten Jahrzehnten und entwickelt daraus Wettergarantien. Fällige Rückzahlungen übernehmen Risikoträger.

Zur Aussaat nicht zu viel Regen, wenn der Samen sprießt kein Frost, in der Wachstumsphase viel Feuchtigkeit, während der Ernte möglichst kein Regen: Das sind die Bedingungen, unter denen sich Pflanzen am besten entwickeln. Doch sind Landwirte durch den Klimawandel weltweit zunehmend wirtschaftlichen Risiken ausgesetzt. Lange Trockenheit mit Hitzerekorden, Starkregen und Unwetter dezimieren immer wieder die Erntemengen. Dass die Wirtschaft stark vom Wetter abhängig ist, ist für nichts Neues. Der heutige Manager für Global Agronomic Risk Mitigation bei Syngenta betrieb schon vor seinem Einstieg beim Schweizer Saatgut- und Pflanzenschutzkonzern eine Wetterderivate-Plattform. Rückversicherer, Banken, Versicherungen und Fonds übernahmen damals das Risiko etwa für die Mode-, Event- oder Landwirtschaftsbranche, die besonders wettersensibel sind. Die Idee hat Steiner nun in einen neuen Service von Syngenta eingebaut und „AgriClime“ genannt. Das Ziel der neuen Plattform ist es, Landwirte vor wirtschaftlichen Folgen durch Dürre, Regen, Hitze und Frost zu schützen. „Über 3.000 Landwirte aus 14 Ländern haben sich bereits auf der Plattform registriert“, erläutert Steiner, der für seinen Ansatz kürzlich von der Â鶹ԭ´´ Schweiz den Â鶹ԭ´´ Quality Award 2020Ìýin Gold in der Kategorie Innovation verliehen bekam.

Die Voraussetzung: Historische Wetterdaten aus mindestens 20 Jahren

¹óü°ù den neuen Service nutzt Steiner historische Wetterdaten, auf deren Basis er so genannte Wettergarantien berechnet. Mehr als zwanzig Jahre reichen die Informationen darüber zurück, wie hoch Temperatur und Luftfeuchtigkeit, wie stark Schneefall oder Regen waren, wie intensiv die Sonne schien und der Wind wehte und aus welcher Richtung er kam. Um gezielt lokale Wetterbedingungen kalkulieren zu können, ist etwa Russland in über eine Million kleine Kästchen aufgeteilt. Diese „Wetterblocks“ sind in Wirklichkeit fünf mal fünf Kilometer groß. Der Vorteil: Auf Basis dieser präzisen, lokalen Daten, die über einen Wetterdatenprovider weltweit zur Verfügung stehen, lassen sich spezifisches Zeitfenster etwa für die jeweilige Entwicklungsphase einer Pflanze herauszusuchen und in die Berechnung der Garantien einbeziehen. Nur so kann Syngenta einem Landwirt für jedes Areal die passende Saat und den passenden Pflanzenschutz vorschlagen und diese Produkte mit einer Erntegarantie verknüpfen.

AgriClime Plattform: Ein Rechenbeispiel aus den USA

Die historischen Wetterdaten bilden die Basis für einen Preisalgorithmus, der für jeden Wetterblock in einzelnen Ländern, die Saat und den Pflanzenschutz sowie die betreffende Wachstumsphase der Pflanze individuell ermittelt wird. Je nach Produktlinie zahlt ein Landwirt in den USA beispielsweise zwischen 30 und 60 US-Dollar pro Acer (entspricht einer Fläche von 0,4 Hektar) für Pflanzenschutz und Saatgut. Je nachdem, ob (weniger wirkungsvolle) Generika oder neuere Produkte eingesetzt werden, fällt oder steigt die Summe der potenziellen Auszahlungen. Über wirkungsvolle Fungi- und Herbizide etwa ist es möglich, in einer sehr feuchten Wachstumsphase Pilze und Unkraut zurückzuhalten. „In einem schlechten Jahr bekommt ein Landwirt durch AgriClime zwischen 30 und 70 Prozent der Investitionen zurückerstattet“, erläutert Steiner.

Der Ablauf ist folgender:

1. Zu Beginn der Saison benennt der Landwirt die Felder, die er gegen Extremwetter schützen will.

2. Auf Basis der historischen Wetterdaten ermittelt AgriClime eine Bandbreite von Niederschlägen, innerhalb der eine Rückzahlung möglich ist.

3. Aufgrund der aktuellen Niederschläge berechnet die Plattform, ob und wie hoch die Rückzahlung ist und die Auszahlung wird angewiesen. Je weniger Regen fällt, umso höher fällt sie aus.

Die Berechnungsmodelle sind individuell. Steiner vergleicht das Konzept mit dem Verkauf eines Cabrios, für das der Kunde einen Teil seines Geldes zurückbekäme, sollte das Wetter schlecht werden.

Â鶹ԭ´´ Services: Maßgeschneiderte Lösung nach Syngenta-Anforderungen

Begonnen hatte Steiner sein Projekt bereits 2015. Garantieparameter und Auszahlungen für die Landwirte berechnete er zunächst jedoch manuell. Das änderte sich mit dem Einstieg von Â鶹ԭ´´ Mitte 2018. „Â鶹ԭ´´ war das einzige Unternehmen, das in der Lage war, eine maßgeschneiderte Lösung nach unseren Anforderungen zu entwickeln“, sagt Syngenta-Experte Steiner. „Die Summe der fälligen Auszahlungen berechnet die Plattform nun automatisch“, sagt Daniel Huser, der als Chefentwickler und Projektleiter die Weiterentwicklung von AgriClime von Â鶹ԭ´´-Services-Seite verantwortet. Seit Oktober 2018 ist die Plattform bereits online. Seitdem zieht sich das System die Wetterdaten selbständig, berechnet die Rückzahlungen und leitet sie an die entsprechenden Risikoträger weiter. „Die besondere Herausforderung lag in der komplexen Integration und darin, letztlich den Service für mehr als 20 Länder verfügbar zu machen“, meint Huser. Denn: „Will eine Landesgesellschaft von Syngenta eine Kampagne machen, brauchen wir nur noch die Parameter anzupassen, nach denen die Auszahlungen berechnet werden – und die Berechnung übernimmt AgriClime.“ Es gibt einen Satz an Standard-Logiken, nach denen Preise berechnet und die von jeder Landesgesellschaft genutzt werden können. Darüber hinaus sind individuelle Logiken möglich, die beispielsweise die ID-Nummer US-amerikanischer Farmer abfragen oder festlegen, welche Voraussetzungen für eine Teilnahme an AgriClime jeweils erfüllt sein müssen. Nächster Schritt in der Entwicklung: Die Rückzahlung wird vor allem aufgrund der unterschiedlichen Zahlungsmethoden und Reglementierungen in den einzelnen Ländern derzeit „nur“ berechnet. Ziel ist es, auch diesen Schritt zu automatisieren.

AgriClime: Knapp drei Millionen Hektar abgesichert

Von AgriClime verspricht sich Steiner einen wichtigen Anreiz für Kunden gegenüber Wettbewerbern. Entsprechende Auszahlungen gab es bislang bereits in Australien, Argentinien, Südafrika, USA, Spanien, Ungarn, Bulgarien, der Ukraine und Russland. „Unsere Kunden sind dort meist große Landwirtschaftsunternehmen oder so genannte Agroholdings, die mehr als 500.000 Hektar Land bewirtschaften“, so Steiner, dessen Plattform im laufenden Geschäftsjahr knapp drei Millionen Hektar abgesichert, einen Umsatz von 118 Millionen US-Dollar in zehn Ländern gemacht und vier Millionen Euro an betroffene Landwirte ausgezahlt hat. Wichtiger Nebeneffekt: „Wir kommen weg vom reinen Verkauf von Saatgut und Pflanzenschutzmitteln hin zu Services, die einen konkreten Mehrwert für die Landwirte bringen.“

Weitere Informationen

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Was die Â鶹ԭ´´-S/4HANA-°ä±ô´dzܻå-³¢ö²õ³ܲԲµ für Automobilzulieferer leistet /germany/2020/05/sap-s4hana-cloud-automobilzulieferer/ Wed, 27 May 2020 06:00:21 +0000 /germany/?p=149743 Autozulieferer sind im Zugzwang. Schon die Elektromobilität erfordert ein Umdenken. Nun erhöht die Coronakrise weiter den Druck. Die Vorteile von Â鶹ԭ´´ S/4HANA Cloud für Automobilzulieferer,...

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Autozulieferer sind im Zugzwang. Schon die Elektromobilität erfordert ein Umdenken. Nun erhöht die Coronakrise weiter den Druck. Die Vorteile von Â鶹ԭ´´ S/4HANA Cloud für Automobilzulieferer, einer Lösung, die Â鶹ԭ´´ und Capgemini im Rahmen ihrer gemeinsamen Co-Innovations-Initiative gestalten: Eine schnelle und günstige Implementierung und niedrigen laufenden Kosten für viele Automobilzulieferer.

Schon 2019 war kein einfaches Jahr für die Automobilindustrie. 3,2 Millionen Fahrzeuge (3,9 Prozent) weniger verkauften die 19 wichtigsten Hersteller im vergangenen Jahr. Doch durch den Ausbruch des Coronavirus sieht die Prognose für 2020 noch düsterer aus: Schon im ersten Quartal verkauften allein europäische Autohersteller 3,1 Millionen und damit 26 Prozent weniger Fahrzeuge, so die Angaben des Verbandes der Deutschen Automobilhersteller (VDA). Asiatische und US-amerikanische Hersteller sind hier noch nicht einmal erfasst. Werke standen oder stehen still, Lieferketten sind unterbrochen und Autohäuser geschlossen. Zwar ist die Produktion in einigen Werken inzwischen wieder angelaufen. „Doch von einem Zurück zur Normalität kann noch keine Rede sein“, sagt , als Account Executive verantwortlich für die Automobilzulieferindustrie bei Capgemini.

Ein gewisser Druck zur Transformation dürfte Zulieferern nicht neu sein. Schon die Elektromobilität bringt besonders solche Unternehmen in Zugzwang, die auf Komponenten für den Verbrennungsmotor spezialisiert sind. „¹óü°ù einige Automobilzulieferer ist die Suche nach neuen Geschäftsfeldern überlebensnotwendig“, sagt Skarpil.

Â鶹ԭ´´ S/4HANA Cloud für Automobilzulieferer als Basis, weitere Innovation per Â鶹ԭ´´ Cloud Platform

„Die Herausforderung der Zukunft besteht darin, mit automotive-spezifischen Standardprozessen auszukommen, ohne die Flexibilität für zukünftige Anforderungen und damit die Fähigkeit zur Innovation zu verlieren“, ist Skarpil von Capgemini überzeugt. Eine entsprechende cloudbasierte Lösung haben Â鶹ԭ´´ und Capgemini mit für Automobilzulieferer geschaffen. Schon seit zwei Jahren entwickelt Â鶹ԭ´´ gemeinsam mit Capgemini diese °ä±ô´dzܻå-³¢ö²õ³ܲԲµ, die die gängigen Standardprozesse der Zulieferindustrie abdeckt. Dazu gehören der elektronische Geschäftsdatenaustausch, Finanz-, aber auch Fertigungsprozesse wie die Produktionsplanung und -steuerung, Just-in-Time/Just-in-Sequence, das Handling Unit Management, die Integration ins Manufacturing Execution System (MES), sowie die gängigen Beschaffungs-, Service- und Lieferprozesse.

Ständige Weiterentwicklungen über Joint Development und Co-Innovation

„Zusammen mit Â鶹ԭ´´ entwickeln wir in agilen Projekten neue Funktionalitäten und erweitern damit den Funktionsumfang kontinuierlich“, sagt Capgemini-Experte Skarpil, der hier von Joint Development spricht. So werden die neuesten Releases beispielsweise die Bereiche Handling Units und Gutschriftverfahren weiter verbessern. Über diese Lösungen aus dem „Joint-Development“ hinaus entstehen eigene Capgemini-Anwendungen in Co-Innovation mit Â鶹ԭ´´. Hier kommt die Â鶹ԭ´´ Cloud Platform zum Einsatz, Â鶹ԭ´´s Entwicklungsplattform, die besonders für Innovationen genutzt wird. Diese können Kunden über das Â鶹ԭ´´ App Center beziehen, wie zum Beispiel den Capgemini Intelligent Assistant for Automotive (). Sind etwa wie in Zeiten von Corona die weltweiten Lieferketten weniger zuverlässig, sollte ein System in der Lage sein, Engpässe im Vorfeld zu erkennen und zu verhindern. Die App CIA4AUTO warnt mit Hilfe von Machine-Learning-Funktionalität rechtzeitig vor möglichen Lieferengpässen. Dafür zieht CIA4Auto Daten aus Â鶹ԭ´´-Systemen zusammen – wie beispielsweise EDI-Messages und Benutzerdaten.Ìý

°ä±ô´dzܻå-³¢ö²õ³ܲԲµen gibt es bei der Â鶹ԭ´´ seit Jahren. Ab jetzt gibt es ein spezielles Angebot, dass die Automobilindustrie beim Einsatz der Â鶹ԭ´´ S/4HANA Cloud und der Â鶹ԭ´´ Cloud Platform entscheidend unterstützt. (Joachim Skarpil, Capgemini)

Transparenz über Lieferketten herstellen

„US-Amerikaner sind °ä±ô´dzܻå-³¢ö²õ³ܲԲµen gegenüber etwas offener als viele Europäer“, sagt Skarpil, der einen besonders hohen Bedarf für die Â鶹ԭ´´ S/HANA Cloud in den USA ausmacht. Die Vorteile sind letztlich jene, die Cloud-Software auch in anderen Bereichen mit sich bringt. Keine Lizenzkosten mehr, dafür Abo-Gebühren, kein gebundenes Kapital (etwa durch den Betrieb von Rechenzentren und Hardware) und ein kostengünstiger und schneller Start der Software durch eine reduzierte Implementierungszeit. „Man nutzt Automotive-Standardprozesse, die ständig weiterentwickelt werden“, so Skarpil.

Im Â鶹ԭ´´-Kosmos kommt allerdings noch ein wichtiges Argument hinzu: Die Begriffe „Branchenstandardprozess“ und „individuelle Anforderung“ waren in der Vergangenheit für viele IT-Verantwortliche nur schwer vereinbar. Skarpil: „Dieser Spagat gelingt mit Â鶹ԭ´´ S/4HANA Cloud für Automobilzulieferer als Kern und den von Capgemini entwickelten Erweiterungen („Extensions“) zukünftig um ein vielfaches leichter.“ Ìý

Weitere InformationenÌý

über Joachim Skarpil – joachim.skarpil@capgemini.com

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Corona-Krise: Wie Chatbots jetzt helfen können /germany/2020/05/ki-chatbot-digitalisierung/ Mon, 04 May 2020 06:00:38 +0000 /germany/?p=149230 Covid-19 stellt nicht nur jene vor Herausforderungen, die sich bereits infiziert haben oder in Quarantäne sind: Unternehmen brechen die Umsätze weg, das Homeoffice fordert den...

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Covid-19 stellt nicht nur jene vor Herausforderungen, die sich bereits infiziert haben oder in Quarantäne sind: Unternehmen brechen die Umsätze weg, das Homeoffice fordert den IT-Support und Firmen müssen massenhaft Stornierungen bewältigen. Wenn es jetzt nur einen ²µä²ú±ð.

Nach den Ausgangsbeschränkungen wegen Covid-19 stellt sich eine neue Arbeitsroutine erst allmählich ein. In fast allen Branchen kämpfen Unternehmen aufgrund von Quarantäne-Maßnahmen mit dezimierten Teams, während auch die bisher nicht betroffenen Mitarbeiter nach Hause geschickt werden und in ihrem Homeoffice ihre technische Infrastruktur in Gang bringen müssen. Kliniken und Gesundheitsinstitutionen müssen den Anfragesturm und die Neuaufnahmen von Patienten in den Griff bekommen, Reisbüros und Fluggesellschaften mit riesigen Mengen an Stornierungen und Umbuchungen umgehen.

Chatbots und Collaboration-Tools: Essenziell während der Ausgangsbeschränkungen wegen Corona

„Die Corona-Pandemie“, sagt von Â鶹ԭ´´ Services, „zeigt Unternehmen, wie wichtig es ist, digital aufgestellt zu sein.“ Collaboration-Tools boomen und lassen Registrierungszahlen der Anbieter in die Höhe schnellen. Von heute auf morgen finden virtuelle Konferenzen statt. Der Haken in vielen Unternehmen: „Die Mitarbeiter bekommen zwar manchmal technische Ausrüstung mitgegeben“, sagt Walter, „das bedeutet aber nicht, dass sie auch sofort funktioniert.“ Die Telefonleitung wurde bisher nur privat genutzt, ein geschäftliches Handy gibt es oft nicht, das WLAN ist zu langsam oder gar nicht vorhanden, ein Collaboration-Tool nicht installiert, eine sichere VPN-Verbindung nicht eingerichtet. „Die technischen Herausforderungen sind vielfältig“, sagt der Advisor von Â鶹ԭ´´ Services. Doch sind die Fragen auch oft sehr ähnlich, die auf den IT-Support zukommen, der gerade in den ersten Tagen nach den deutschlandweiten Ausgangsbeschränkungen in vielen Firmen völlig überlastet ist.Ìý

Chatbot: Erste Fragen digital abfangen

Ein ideales Szenario für einen digitalen Helfer also, der die wichtigsten Fragen zum Thema schon beantworten kann, und auch in der Lage ist, zu einem Ansprechpartner im IT-Support durchzustellen, sollte die Frage nicht erschöpfend beantwortet worden sein. Der wichtigste Vorteil dieser Chatbots liegt vor allem darin, nie überlastet zu sein und so Wartezeiten zu verfügbaren Ansprechpartnern zu überbrücken oder gar überflüssig zu machen. Walter: „Chatbots können unterstützen, wenn Menschen nicht da sind.“ Wie jetzt während der Corona-Pandemie. Prognosen von Marktforscher Gartner gehen davon aus, dass ohnehin künftig zwei von drei Interaktionen zwischen Unternehmen und Kunden von einem Roboter abgewickelt werden. „Der Kunde merkt kaum einen Unterschied zwischen einem Support-Mitarbeiter im Hintergrund oder einem kleinen Roboter wie einem Chatbot, der durch maschinelles Lernen trainiert wurde“, ist Walter überzeugt.Ìý

Reisebranche, Kliniken und Arztpraxen werden duch KI entlastet

Die aktuelle Ausnahmesituation könnte die Entwicklung hin zu mehr digitalen Helfern noch beschleunigen. Denn auch andere Branchen befinden sich derzeit im Ausnahmezustand: Die Reisebranche etwa muss nun Stornierungen und Umbuchungen unkompliziert managen. Reisbüros sind ohnehin geschlossen, so dass „nur“ der digitale Weg übrig bleibt. Chatbots können einige Abfragen bereits erledigen, bevor die Kunden dann zu einem Servicemitarbeiter durchgestellt werden können. Wer hat die Reise gebucht? Wann war sie geplant und wohin? Wollen Sie stornieren oder einen neuen Termin finden?Ìý

Ähnliches gilt aktuell besonders auch für Kliniken und Arztpraxen, die vor der Aufgabe stehen, Patienten und Angehörige über den Umgang mit Covid-19 aufzuklären und Termine zu finden. Welche ersten Symptome treten auf? Ab wann sollte ich den Arzt aufsuchen? Wo kann ich mich testen lassen? Wo kann ich zum Arzt gehen? Das sind die ersten Fragen, die jeder Patient sich stellt. Verschlimmern sich die Symptome und benötigt ein Patient einen Termin mit einem Arzt, hilft auch hier ein Chatbot und fragt die wichtigsten persönlichen Informationen wie Name, Alter, Krankenversicherung und Symptome auf. So spart das Praxis- oder Klinikpersonal Zeit, die sie nun für Patienten und weniger für administrative Prozessen nutzen können. „Solche Prozesse lassen sich auch beibehalten, wenn sich die Lage irgendwann wieder normalisiert, denn sie sind für das Unternehmen ohnehin effizient“, sagt Walter.

Drei Schritte bis zum ersten Chatbot

Der Weg in die Chatbot-Welt ist einfach. Einen freien Ìýanlegen (I.), das System per Drag and Drop aufsetzen,Ìý anlernen, gestalten und intern testen (II.) und live schalten (III.): Das sind die drei Schritte, die nach Erfahrung von von Â鶹ԭ´´ Innovation Services ausreichen, um einen einfachen FAQ-Chatbot schon nach zwei Wochen am Start zu haben – und zwar komplett „remote“, also ohne Beratungstermine vor Ort. Die Vorarbeit beschränkt sich also zunächst darauf, einen Fragen- und-Antworten-Katalog zu entwickeln und parat zu haben. Dieser lässt sich per csv-Datei im Bot-System abspeichern und sofort nutzen. „Bei der schnellen Gestaltung eines Chatbots als auch bei dem Anlernen und Erweitern des Bots beispielsweise um Machine-Learning-Komponenten unterstützt Â鶹ԭ´´ Consulting: „Zunächst geht es darum, ein Gefühl für das System zu bekommen“, erläutert Faskel, „und darum herauszufinden, womit ich das System füttere, in welchem Detallierungsgrad ich Antworten liefern muss und das System zu trainieren, um auch leicht abweichende Fragen immer besser verstehen zu können.“ Sind diese Erfahrungen gemacht, ist der Bot beliebig ausbaubar. Beispiel Reisebranche: Stornierungen und Umbuchungen kann ein digitaler Helfer potenziell auch selbst ausführen. Dafür muss der Bot allerdings die Regeln kennen, um stornieren und umbuchen zu dürfen und Hotels, Fluggesellschaften und Kunden müssen automatisch informiert werden. Zudem muss er als „ausführender Chat“ direkt im ERP-System Daten suchen und dort Prozesse anstoßen.Ìý

Weitere Informationen;

Erfahren Sie in einer Demo, wie Sie Ihren eigenen Chatbot bauen können und erfahren Sie mehr über das Thema .

Wie sich ein erster Chatbot per Â鶹ԭ´´ Conversational AI bauen lässt.

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SFS Group: Wie Befestigungslösungen intelligent werden /germany/2020/04/befestigungsloesung-design-thinking/ Mon, 27 Apr 2020 06:00:40 +0000 /germany/?p=148835 Wenn künftig Befestigungslösungen der SFS Group verbaut werden, sollen sie automatisch wichtige Informationen an die Zielgruppen senden. Ein entsprechender Prototyp wurde dank Design Thinking durch...

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Wenn künftig Befestigungslösungen der SFS Group verbaut werden, sollen sie automatisch wichtige Informationen an die Zielgruppen senden. Ein entsprechender Prototyp wurde dank Design Thinking durch ein Team aus Fach- und IT-Experten innerhalb von einer Woche entwickelt.

Noch ist nicht klar, ob der neue digitale Service ein Preisschild bekommt oder direkt in die verkauften Produkte hineingerechnet wird: Sicher ist aktuell vor allem, dass der Business-Case, der im Herbst letzten Jahres entstanden ist, durchaus aufgehen kann. Das hatte , Head of Corporate IT bei SFS Group, zwar gehofft, aber nicht unbedingt erwartet, als er ein Team aus Fachexperten und IT-Spezialisten nach Zürich in die Â鶹ԭ´´ Mode-2 Garage der Â鶹ԭ´´ Schweiz schickte. ¹óü°ù eine eher symbolische Summe von 5.000 Schweizer Franken stecken ein Expertenteam von Â鶹ԭ´´ Services und Industrieunternehmen die Köpfe zusammen und entwickeln innerhalb von einer Woche einen Prototypen. Reto Buchli vom Spezialisten für Befestigungssysteme und Präzisionskomponenten SFS Group hatte bereits Präsentationen anderer Unternehmen mit ihren Prototypen erlebt, bevor er sich ebenfalls für eine Woche im Innovationspark Zürich entschied: „Die Idee war schon da, wir wussten nur nicht, wie man sie softwaremäßig unterstützt.“ Und ob es überhaupt möglich ist.

Befestigungssysteme intelligent machen

Zwei Fragen standen also zu Beginn der Woche im Mittelpunkt: Ist die von Â鶹ԭ´´ zur Verfügung gestellte Plattform für die Idee geeignet? Und: Lässt sich ein Business Case finden, der den Fachbereich zufriedenstellt? Die Kollegen aus der Division Construction, einer von sieben Divisionen der SFS Group, brachten ihre Hardware gleich mit. Die Befestigungssysteme enthielten diverse Sensoren. Die Intelligenz schlummerte allerdings noch in den Produkten des Traditionsunternehmens mit Hauptsitz in Heerbrugg nahe des Bodensees, das vor mehr als 90 Jahren als Eisenwarenhändler gegründet wurde und heute weltweit mehr als 10.000 Mitarbeiter beschäftigt, bei einem Umsatz von rund 1,7 Milliarden Euro. Der Ablauf der Innovations-Workshops in der Â鶹ԭ´´ Mode-2 Garage von Â鶹ԭ´´ Services ist etabliert: In der Design-Phase, dem ersten Tag des einwöchigen Workshops finden sich Experten aus Fachbereich und IT ein, um die Idee zu überprüfen und mit Hilfe von Design Thinking nachzujustieren. Von Tag zwei bis vier geht es in der Build-Phase darum, ein Minimal Viable Product (MVP) zu entwickeln und eine Roadmap für die weitere Entwicklung zu definieren. „Die Woche endet mit der Show-Phase, in der eine Live-Demo des Prototypen stattfindet. „Schon fast 40Ìý Unternehmen haben in der Mode-2 Garage erste Prototypen entwickelt“, erläutert , der als Innovation Lead von Â鶹ԭ´´ Services die SFS Group vor Ort unterstützt hat.Ìý

Mit Design Thinking zum Prototyp: Personas Pablo und Mario – ihnen soll die Arbeit erleichtert werden

Pablo und Mario beherrschten den ersten Tag des Workshops von Â鶹ԭ´´ Services und der SFS Group, für die Verkaufsleiter, Techniker und IT-Experten am Start waren. Die Bedürfnisse der Design-Thinking-Personas wurden im Detail analysiert und Lösungen skizziert, um ihnen die Arbeit zu erleichtern. Etwas verspätet, am Dienstag-Nachmittag, stand die Entscheidung, diese beiden Personas weiter zu verfolgen, und zwei Tage später die technische Lösung: Sensordaten fließen in die , auf der sie ausgewertet und schließlich in einem Surveillance-Cockpit die wichtigsten Informationen dargestellt werden. Per App können die Personas auf die gewünschten Informationen zugreifen. „Nach einer Woche stand der Prototyp“, zeigt sich Buchli zufrieden.Ìý

Â鶹ԭ´´ Mode-2 Garage Prototyp: Initialzündung für das Traditionsunternehmen SFS GroupÌý

Auch wenn die Einführung des neuen Produktes noch bevorsteht: Bei der SFS Group hat der Prototyp eine „Initialzündung“ ausgelöst, wie Buchli sagt. Schon bei der Live-Demo war die Divisionsleitung zugeschaltet. Inzwischen hat sich ein weiterer Geschäftsbereich dafür entschieden, in die Â鶹ԭ´´ Mode-2 Garage zu kommen. „Sie bringen sogar Endkunden mit, die letztlich die Lösung einsetzen sollen“, erläutert Buchli. ¹óü°ù den IT-Manager ist die erste Woche in der Â鶹ԭ´´ Mode-2 Garage ein Erfolg: Seit drei Jahren arbeitet der ehemalige Softwareentwickler und Berater schon in Â鶹ԭ´´-Projekten mit agilen Methoden. Doch ist der Ansatz bisher noch nicht so recht in den Fachbereich rüber geschwappt. Sieht ganz so aus, als wenn sich das jetzt ändern würde.

Weitere Informationen:

  • Innovate NOW! Interaktiver Workshop von der Automatisierung bis zur Datenstrategie, virtuell am 12. Mai 2020. . .
  • Erfahren Sie mehr über die im Switzerland Innovation Park Zürich.

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Innovationen: Prototypen aus der Fabrik /germany/2020/03/innovationen-prototypen-fabrik/ Tue, 31 Mar 2020 06:00:32 +0000 /germany/?p=148363 Innovationen wie Algorithmen für maschinelles Lernen, Sprachassistenten oder Internet der Dinge können Unternehmen wichtige Mehrwerte liefern. Doch fehlt es in Unternehmen oft an Wissen, wie...

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Innovationen wie Algorithmen für maschinelles Lernen, Sprachassistenten oder können Unternehmen wichtige Mehrwerte liefern. Doch fehlt es in Unternehmen oft an Wissen, wie gute Ideen gefunden, bewertet und neue Lösungen skaliert werden können. Die Â鶹ԭ´´ Innovation Factory schafft einen strukturierten Ansatz.

, robotergesteuerte Prozessautomatisierung oder Spracherkennung: Das sind die Themen, an denen Manager vieler Branchen aktuell nicht mehr vorbei kommen. Dass diese Innovationen Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil liefern, steht außer Frage: So fand das Beratungshaus im letzten Jahr heraus, dass erfolgreiche Unternehmen im Vergleich zu weniger erfolgreichen Wettbewerbern deutlich stärker Algorithmen und maschinelles Lernen (70 gegenüber 31 Prozent) sowie Sprachassistenten und Chatbots (48 gegenüber 25 Prozent) Ìýim Unternehmen einsetzen. In einer Studie von Oxford Economics zeigte sich, dass fast alle Manager (93 Prozent) entsprechende Technologien für sehr wichtig halten, um Wettbewerbsvorteile erhalten zu können. Gerade in maschinellem Lernen sehen fast die Hälfte der Unternehmen, die früh neue Technologien einsetzen („Early Adopter“), das größte zusätzliche Potenzial für eine höhere Profitabilität – so Ergebnisse eine Studie der Economist Intelligence Unit und Â鶹ԭ´´.

Trotzdem stellt das Management berechtigte Fragen: Bringt die Investition tatsächlich einen derart großen Mehrwert, dass sie sich mittel- und langfristig rechnet? Lässt sich das Plus durch Innovation überhaupt beziffern? Ist ein entsprechendes Innovationsprojekt neben dem ohnehin schon durchgetakteten täglichen Arbeitsalltag zu stemmen?

Â鶹ԭ´´ Innovation Factory: Über eine neue Herangehensweise zu Prototypen

Mit der Â鶹ԭ´´ Innovation Factory haben die Berater von Â鶹ԭ´´ Services ein Konzept geschaffen, das eine schnelle Bewertung neuer Ideen, die Entwicklung von Prototypen bis hin zur Erstellung und Diskussion von Business Cases bietet – die Â鶹ԭ´´ Innovation Factory. Dessen Ziel besteht darin, Mittelständler und Konzerne für neue Technologien zu sensibilisieren und ihnen zu zeigen, wie sie praktisch und strukturiert an Innovation herangehen können. „Innovation ist in vielen Unternehmen sehr akademisch“, sagt , der als Programmleiter für Â鶹ԭ´´ Services in Unternehmen unterwegs ist. „Das versuchen wir zu ändern – mit einer problemorientierten Vorgehensweise, die flexibel ist und schnelles Umdenken möglich macht.“ Selbst jene Unternehmen, die sich gerade in der Umstellung ihrer Software auf Â鶹ԭ´´ S/4HANA befinden, sollen von der neuen „Fabrik“ profitieren: „Es geht uns auch darum, Â鶹ԭ´´ S/4HANA noch attraktiver zu machen – quasi nebenbei zusätzliche Innovationen zu ermöglichen“, sagt Innovationsmanager von Â鶹ԭ´´ Services.

Das Konzept der Â鶹ԭ´´ Innovation Factory: zwei Teams – ein Ansatz

Eine strukturierten Vorgehensweise unterstützt Unternehmen auf dem Weg zu ersten Prototypen und neuen Geschäftsideen – die Â鶹ԭ´´ Innovation Factory:

  1. Teams bestimmen: Unternehmen und Â鶹ԭ´´ stellen jeweils ein Team zusammen. Es besteht von Â鶹ԭ´´-Seite aus einem Innovationsarchitekten, einem Prozessarchitekten, aus Spezialisten für innovative Technologien wie etwa maschinelles Lernen, Internet der Dinge und Chatbots, einem Data Scientist und dem jeweiligen Programmleiter. Der Kunde stellt einen Projektleiter, einen Sponsor aus dem Management, Fach- und Technikexperten sowie Anwender.
  2. Ideen finden und bewerten: Hier geht es einerseits darum, das Team dazu zu bringen, nicht nur Spaß an neuen Ideen zu entwickeln, sondern auch den Impuls für das Geschäft zu bestimmen. Zudem stellen die Teams einen so genannten Backlog auf, eine Liste mit viel versprechenden Ideen und wählen geeignete Ideen aus, die weiter verfolgt werden.
  3. Prototypen entwickeln: Nach 30 bis 50 Tagen ist ein Prototyp aufgesetzt und entwickelt, ehe die Entscheidung fällt, ob die neue Lösung skaliert und in den Unternehmensalltag integriert werden soll.
  4. Über einen Proof of Concept zum Business Case: In einem Proof of Concept werden technische Aspekte evaluiert, die Benutzerfreundlichkeit getestet und ein Business Case gerechnet.

Ideen entstehen „nebenbei“

Der Business Case entscheidet über die Zukunft eines Prototypen. Denn darin ist beziffert, welche finanziellen Vorteile die neue Lösung für das Unternehmen bringen kann. Und auch muss. Denn „nach einer Anfangsfinanzierung muss sich das Team meist nach und nach selbst finanzieren“, erläutert Friedrich. Wer sich für das Innovationsteam auf Unternehmensseite zur Verfügung stellt, ist ein bis zwei Tage pro Woche damit beschäftigt und kann auch seinem Alltagsgeschäft weiter nachgehen. „Nur der Projektleiter wird etwa die Hälfte seiner Arbeitszeit aufwenden müssen“, schätzt Innovationsmanager Friedrich. Durch den strukturierten Ansatz und die gemischten Teams ist zudem klar: In der Â鶹ԭ´´ Innovation Factory entsteht ein gemeinsamer Prototyp, der nicht im Schrank einer Abteilung verschwinden wird.

Prototypen als Initialzündung für Unternehmen

„Es braucht Mut und eine initiale Investition. Alles andere ist ganz ähnlich wie in Start-ups“, erläutert Ventura, „manches klappt, anderes nicht.“ Klar ist aber auch: „Funktioniert der erste in die Praxis umgesetzte Prototyp, kann das eine Initialzündung für das ganze Unternehmen sein“, meint Ventura, der bemerkt, dass sich die Ideen im Laufe des Projektes immer mehr von der reinen Technik lösen. „Es geht darum, kreativ zu werden und die praktischen Vorteile für das Unternehmen zu erkennen“. Erste Beispiele aus der Industrie zeigen, was in der neuen „Fabrik“ von Â鶹ԭ´´ Services möglich ist: Zusammen mit einem DAX-Konzern fand Â鶹ԭ´´ etwa sechzig Ideen, aus denen die relevantesten herausgefiltert wurden. Letzten Endes blieben zehn Ansätze übrig, die genug Potenzial versprachen, um zu Prototypen weiter entwickelt zu werden. Drei Prototypen sind bereits fertig – und werden jetzt in die laufenden Â鶹ԭ´´ Prozesse eingebaut.

Weitere Informationen

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Â鶹ԭ´´ S/4HANA: Schlanke Konvertierung für den Mittelstand /germany/2020/03/erp-s4hana-konvertierung-mittelstand/ Thu, 26 Mar 2020 07:00:56 +0000 /germany/?p=148359 Viele Unternehmen stehen unmittelbar vor dem Umstieg auf Â鶹ԭ´´ S/4HANA. Doch erscheint besonders Mittelständlern der ERP-Umstieg als komplex und aufwändig. Deshalb gibt es mit Â鶹ԭ´´...

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Viele Unternehmen stehen unmittelbar vor dem Umstieg auf . Doch erscheint besonders Mittelständlern der als komplex und aufwändig. Deshalb gibt es mit Â鶹ԭ´´ Services jetzt auch die Möglichkeit, zunächst die Software technisch und funktional auf den aktuellen Stand zu bringen und Innovationen nachzuziehen.

kennt die Stimmungslage im Mittelstand gut. Die Ressourcen sind ohnehin schon knapp, Zeitpläne für IT-Projekte eng und dann steht auch noch der Wechsel auf die neueste Â鶹ԭ´´-Software ins Haus, die zwar potenziell gut fürs Geschäft ist, aber auch erst einmal eingeführt werden will. „Unternehmen stehen vor einem riesigen Berg von Aufgaben und stellen sich die Frage, wo und wie sie anfangen sollten“, sagt die Vertrieblerin von Â鶹ԭ´´ Services über die Einführung von Â鶹ԭ´´ S/4HANA und fügt hinzu: „Der große Wurf ist möglich, aber nur, wenn ausreichend Ressourcen dafür vorhanden sind.“

Von Minimalanforderungen zum schlanken Ansatz

Der große Wurf: Das heißt für die besonders auf die Pharma- und Chemiebranche fokussierte Expertin, sowohl technisch auf umzustellen, als auch die bestehenden Geschäftsprozesse zu optimieren und bei Bedarf neue Geschäftsmodelle umzusetzen. Dabei können Innovationen wie etwa die Benutzeroberfläche Â鶹ԭ´´ Fiori und neue Funktionalitäten aus dem Bereich des maschinellen Lernens und der Robotik direkt mitberücksichtigt werden. Dieses Vorgehen ist vielen mittelständischen Unternehmen oft zu komplex und es dauert ihnen zu lang. Die Idee, die speziell dem Mittelstand den Umstieg vereinfachen soll, setzt deshalb darauf, zunächst die Minimalanforderungen für das Unternehmen und anschließend einen schlanken Ansatz zu definieren. Und das heißt: Zunächst die bestehende Systemumgebung technisch und funktional anzupassen und später Innovationen nachzuziehen.

„Wir bringen das System auf den neuesten Stand, ohne dass die Fachbereiche zu stark involviert werden müssen“, erläutert , der die einzelnen für die Konvertierung nötigen Schritte zudem in Module zusammenfasst. Der Chef der Â鶹ԭ´´ S/4HANA Services in der MEE-Region von Â鶹ԭ´´ Services geht davon aus, dass Unternehmen durch den schlanken Ansatz der Konvertierung mehr als 30 Prozent des bisherigen Aufwands sparen. Nach fast fünf Jahren auf dem Markt ist klar, dass sich Â鶹ԭ´´ S/4HANA ohnehin kontinuierlich verbessert hat. Doch „durch den neuen Factory-Ansatz reduzieren wir die Komplexität nochmal deutlich und nehmen durch vorgelagerte Checks, etwa dem Risiko aus der Einführung“, ist Â鶹ԭ´´-Berater Pfeiffer überzeugt.

Â鶹ԭ´´-S/4HANA-Konvertierung: flexibel durch fünf Module

Und so sehen die einzelnen Module für die Konvertierung aus, deren Services speziell auf den Mittelstand zugeschnitten sind:

Modul 1: Evaluierung des neuen Systems auf einer Sandbox

Eine Kopie des produktiven ERP-Systems wird in einer Sandbox-Umgebung aufgesetzt. Der Kunde lernt anhand einer Testkonvertierung. Der Ansatz wird also „verprobt“ und letztlich ein Proof of Concept (PoC) erstellt.

Modul 2: Planung der Konvertierung

Auf Basis vorausgehender Checks (u.a. Readiness Check 2.0, Custom Code Impact Analyse, ABAP Test Cockpit) wird klar, welche funktionalen Voraussetzungen ein Kunde mitbringt, wie mit Eigenentwicklungen umgegangen werden sollte und welche Mehrwerte in Prozessen zu erwarten sind. Der Planung der Conversion steht nichts mehr im Wege.

Module 3 und 4: Funktionale und technische Konvertierung des Kundensystems

Ist das Projekt über diverse Tests gut vorbereitet und geplant, kann die eigentliche Konvertierung beginnen. Hierzu gehört der Einsatz des Software Update Managers, die Konzentration auf die definierten Simplification Items, sowie Fehler zu erkennen und zu beheben, bis das System letztlich in den Produktivbetrieb gehen kann.

Modul 5: ÌýCustom-Code-Umsetzung

Durch die Custom-Code-Impact-Analyse lässt sich herausfinden, ob sich Eigenentwicklungen in Â鶹ԭ´´ S/4HANA weiterverwenden lassen. Sie ist die Voraussetzung dafür, die notwendigen Schritte in der Umsetzung von kundenindividuellen Programmen zu planen. Denn es müssen Entscheidungen darüber getroffen werden, welche Eigenentwicklungen sinnvollerweise weiter verwendet werden sollen. Hier stehen zudem weitere Tools zur Beschleunigung der Code-Anpassungen zur Verfügung.

Die fünf Module decken sämtliche auch aus der „Â鶹ԭ´´-Activate-Methodik“ bekannten Projektphasen von „Discovery“ bis zu „Run“ ab, also vom Readiness Check bis zum Produktivstart. Wie lange die Konvertierung letztlich dauert, hängt von vielen Faktoren ab. Gibt es beispielsweise wenige Eigenentwicklungen und Schnittstellen im Unternehmen, das zudem lediglich die Finanzfunktionalitäten von Â鶹ԭ´´ S/4HANA nutzen will, kann das Projekt durchaus in vier bis fünf Monaten abgeschlossen sein. Kommen Bereiche wie der Einkauf, die Produktion und der Vertrieb hinzu und sind viele komplexe Eigenentwicklungen und Schnittstellen zu überprüfen und zu berücksichtigen, kann die Konvertierung bis zu 12 Monate dauern. „Ein gesunder Mittelwert liegt bei acht bis neun Monaten“, erläutert Pfeiffer.

Der IT- folgt die Business-Perspektive

Der Vorteil in dem modularen Ansatz ist, dass Kunden sich aussuchen können, welche Module sie vielleicht selbst und welche zusammen mit den Beratern von Â鶹ԭ´´ Services umsetzen wollen. „Kunden sind erleichtert, dass es auch eine Möglichkeit gibt, die Umsetzung zusammen mit dem Hersteller selbst zu machen“, meint Expertin Jana Reidenbach, die sich über diesen neuen „Modus der Zusammenarbeit“ mit den Kunden freut. Als Auftakt zu mehr gewissermaßen: Denn mit der technischen und funktionalen Konvertierung ist die Entwicklung beim Kunden noch nicht abgeschlossen.

Nach der IT- kommt die Business-Perspektive – „und damit auch die Frage, welche Potenziale künftig gehoben werden sollten, um die aktuelle Situation im Wettbewerb zu stabilisieren oder zu verbessern“, so Reidenbach. Etwa durch Innovationen wie , Internet der Dinge oder künstliche Intelligenz. Die Grundlage dafür ist mit der Konvertierung schon einmal gelegt.

Weitere Informationen

Informieren Sie sich über die Möglichkeiten und Vorteile einer schlanken Konvertierung Ihres Â鶹ԭ´´ ECC Systems nach Â鶹ԭ´´ S/4HANA und erhalten Sie einen Überblick über unsere Beratungsservices zur Unterstützung dieser Konvertierung.

erfahren Sie mehr über alle Implementierungsservices von Â鶹ԭ´´. Unser neuer Mittelstands-Service ist eine Sonderform des Â鶹ԭ´´ Advanced Deployment.

P.S.: Folgen Sie uns auch auf und besuchen Sie uns auf . So bleiben Sie informiert.

 

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Â鶹ԭ´´ S/4HANA: Mehrwerte identifizieren in Discovery Workshops /germany/2020/01/sap-s4hana-mehrwert-discovery-workshop/ Thu, 16 Jan 2020 07:00:08 +0000 /germany/?p=147032 Immer mehr Unternehmen wechseln auf Â鶹ԭ´´ S/4HANA. 40 Prozent planen den Wechsel allein in den kommenden drei Jahren, so eine aktuelle Umfrage der Deutschsprachigen Â鶹ԭ´´...

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Immer mehr Unternehmen wechseln auf Â鶹ԭ´´ S/4HANA. 40 Prozent planen den Wechsel allein in den kommenden drei Jahren, so eine . Entsprechend wichtig wird, die konkreten Mehrwerte zu identifizieren und sich darauf zu konzentrieren.

Wenn mit Unternehmen in so genannten Discovery Workshops über ihre Zukunftspläne mit Â鶹ԭ´´ S/4HANA spricht, stellt sich schnell heraus: Manche wollen gar nicht wissen, warum sie auf die neue Software umsteigen wollen, weil sie längst von ihr überzeugt sind. Ihnen geht es darum, wie der Wechsel am effizientesten zu machen ist. Andere benötigen noch einen Business Case für die interne Budgetrunde. Wieder andere wollen erst einmal wissen, was die Umstellung auf eine digitale Plattform für sie konkret bedeutet. Principal Â鶹ԭ´´ S/4HANA Enterprise Architect Schäfer von Â鶹ԭ´´ Consulting hat bereits mit mehr als 120 Unternehmen Discovery Workshops durchgeführt. Sie dienen dazu, sich kennenzulernen und die jeweils individuellen Mehrwerte zusammen mit dem Kunden zu identifizieren. „¹óü°ù viele sind sie die Türöffner, Â鶹ԭ´´ S/4HANA wirklich zu verstehen“, sagt Schäfer.

Discovery Workshops als Türöffner

Der IT-Fachexperte vergleicht die Situation gerne mit der eines Automobils, das mit Otto- oder Dieselmotor und allenfalls noch einem Navigationssystem ausgestattet ist. Schon heute kommen jedoch immer mehr digitale Bausteine hinzu, die etwa ein automatisches Einparken oder auch ein autonomes Fahren ermöglichen. Je nach Kunde macht das mehr oder weniger Sinn: Jemand, der im Jahr mehr als 30.000 Kilometer auf der Straße zurücklegt, wird sich über derartige Innovationen und Automatismen freuen. Wer hingegen das Fahrzeug als Zweitwagen für kurze Strecken zwischendurch nutzt, benötigt die High-End-Technologie eher weniger. „So ist es auch mit Â鶹ԭ´´ S/4HANA“, sagt Schäfer, „der Kunde überlegt sich genau, welche Mehrwerte für ihn wichtig sind.“

Um im Bild der Autoindustrie zu bleiben: Autozulieferer haben in der Regel eingeschwungene Prozesse. Wegen des derzeit steigenden Kostendrucks liegt ihr Hauptinteresse darin, effizienter zu werden und kostengünstiger zu produzieren, nicht aber, mit einem radikal neuen Geschäftsmodell zu arbeiten. „Hier kann es Sinn machen, sich unter den vielen hundert Prozessen exakt jene herauszusuchen, die teuer, komplex und schwierig sind – und sie zu vereinfachen“, erläutert Schäfer. Autohersteller hingegen haben derzeit mehrere Herausforderungen zu meistern. Elektroauto statt Diesel, Sharing statt Besitz und Uber statt Taxi lauten die Schlagworte: Das bedeutet für die Mobilität insgesamt gravierende Veränderungen. Mit einer digitalen Plattformen sind die Unternehmen agil und flexibel genug, schnelle Antworten zu liefern. „Historisch gewachsene Systeme sind darauf nicht ausgelegt“, so Schäfer, „die Veränderungen sind zu gewaltig.“ Entsprechend grundlegend sollten nach Ansicht des Â鶹ԭ´´-Beraters auch die Anpassungen der Software sein, idealerweise im Kern und eine Entwicklungsplattform () für spezifische Anforderungen.

Die drei gängigsten Anwendungsbereiche

Das Spektrum individueller Anforderungen ist breit. Entsprechend loten die Â鶹ԭ´´-Spezialisten zusammen mit den Experten des Kunden aus IT, Fachbereichen und Geschäftsführung in den Discovery Workshops aus, welche Problemstellungen aktuell am wichtigsten sind. Was bedeutet es, auf Â鶹ԭ´´ S/4HANA umzustellen? Worauf muss ich achten? Wo sind die konkreten Mehrwerte zu finden? Nach mehr als 120 Workshops hat das Â鶹ԭ´´-Consulting-Team die Antworten auf die wichtigsten Fragen parat und kennt die gängigsten Wertehebel:

  1. Finanzen transparent machen: Verändern sich die Rahmenbedingungen im Handel etwa durch Strafzölle oder eine neue Gesetzeslage, hilft es, die Auswirkungen auf das Geschäft des Unternehmens prognostizieren zu können. Mit Â鶹ԭ´´ S/4HANA liegen Transaktionen und Geschäftszahlen in Echtzeit vor. Zudem ist es möglich, „Varianten und Szenarien adhoc durchzurechnen und auf einem Dashboard darzustellen“, erläutert Schäfer das neue Steuerungsinstrument. Im Workshop lassen sich die Vorteile von Â鶹ԭ´´ S/4HANA für Finanzprognosen rollenbasiert und auf einem Dashboard zeigen.
  2. Marktanforderungen schnell adaptieren: Moderne Bezahlmethoden wie Applepay oder Paypal haben viele Finanzinstitute in Deutschland überrumpelt. Das liegt mit daran, dass heterogene und komplexe Systeme verhinderten, schnell und flexibel auf neue Anforderungen reagieren zu können. Wie in der Finanzbranche müssen auch die Autoindustrie oder der Handel mit neuen Marktanforderungen umgehen und möglichst umgehend auf diese Veränderungen reagieren können. Die Lösung ist auch hier: Eine digitale Plattform, die den Prozess beschleunigt, entsprechende Apps für die Kunden zur Verfügung stellen zu können. So sind im Versicherungsbereich heute Abrechnungsmodelle in der Entwicklung, die Versicherungskosten pro auf Basis tagesaktueller Daten berechnen.
  3. Konsolidieren und vereinfachen: Einzelne funktionale Komponenten waren in der Vergangenheit über viele Systeme verteilt und sind nun im Â鶹ԭ´´-S/4HANA-Kern integriert worden. Diese Innovation von Â鶹ԭ´´ vereinfacht auch die Systemlandschaft bei den Kunden. So können beispielsweise das Â鶹ԭ´´ Business Warehouse, das Â鶹ԭ´´ Warehousemanagement und CRM-Funktionalitäten im Kern „mitlaufen“, wie Schäfer erläutert. Dadurch reduziert sich eine komplexe Landschaft auf ein System, weshalb auch eine regelmäßige Synchronisierung der Daten wegfällt.

Roadmap: Der Zeitstrahl für die digitale Transformation

Das Ziel des Discovery Engagements ist, zusammen mit der Geschäftsführung einen Zeitstrahl zu entwickeln, auf dem zu erkennen ist, wann welche mehrwertstiftenden Anwendungsfälle konkret angegangen werden sollen. Diese Roadmap mit zu definieren und zu planen, ist Sache von , die inzwischen auf jede Frage des Kunden die passende Antwort parat hat. „Niemand kennt die Anforderungen an den Change-Prozess, den aktuellen Stand der Funktionalitäten der Software und den Status der Integration von Funktionalitäten im Kern besser als wir“, ist Schäfer überzeugt, der einen engen Draht zur Â鶹ԭ´´-Entwicklung hat und meist mit dem gleichen Team beim Kunden ist. Eine gute Selektion und Vorbereitung der Value Service ist ein enormes Plus für die Umsetzung: Denn mehr als die Hälfte der dann anstehenden Projekte übernehmen letztlich Â鶹ԭ´´-Partner.

Weitere Informationen

Sie interessieren sich für einen Wechsel zu Â鶹ԭ´´ S/4HANA? Auf der Â鶹ԭ´´ NOW vom 19. bis 20. März in Berlin erfahren Sie im Rahmen einer geführten Tour ganz konkret, wie Ihr Unternehmen von der Initiative profitieren kann. Hier können Sie sich zum Event .

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Lieferantenregress bei öffentlichen Verkehrsbetrieben /germany/2019/12/lieferantenregress-sap-acs-garantie/ Thu, 05 Dec 2019 07:00:23 +0000 /germany/?p=146459 Sind komplexe Maschinen beschädigt, ist oft nicht klar, ob bei einzelnen Teilen oder der gesamten Anlage noch Anspruch auf Gewährleistung oder eine Garantie bestehen. Das...

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Sind komplexe Maschinen beschädigt, ist oft nicht klar, ob bei einzelnen Teilen oder der gesamten Anlage noch Anspruch auf Gewährleistung oder eine Garantie bestehen. Das ändert sich mit einer Lösung von Â鶹ԭ´´ Consulting, die kürzlich in einem Projekt für die öffentlichen Verkehrsbetriebe im US-amerikanischen Houston eingeführt wurde.

Knapp 60 Millionen Fahrten mit dem Bus und knapp 20 Millionen mit der Bahn: Die Fahrzeuge der Metropolitan Transit Authority of Harris County, auch genannt, aus dem US-amerikanischen Houston sind viel unterwegs. Wartungen und Reparaturen gehören zum Alltag des Unternehmens, das für das laufende Jahr einen Umsatz von 759 Millionen US-Dollar (698 Millionen Euro) erwartet.

Die Herausforderung: Muss beispielsweise das Getriebe eines Busses ausgewechselt werden, ist es nötig, dass der Mechaniker weiß, ob dieses Bauteil noch unter die Gewährleistung oder Garantie fällt und vom Lieferanten ersetzt werden muss. „Dann muss das Bauteil in der Regel zur Prüfung zum Lieferanten geschickt werden“, erläutert Clemens Paulus, Berater bei Â鶹ԭ´´ Consulting.

Geschieht dies nicht, entfällt auch der Anspruch auf Ersatz. Anderes Beispiel: Der Motor eines Fahrzeugs musste vor einiger Zeit ersetzt werden. Ein neuer Motor ist seitdem im Fahrzeug im Einsatz. „¹óü°ù die Garantie und die Gewährleistung läuft nun eine andere Uhr“, sagt Paulus. „Beide Szenarien lassen sich bisher nur mit erheblichem manuellen Aufwand, mithilfe von Excel oder eigengebauten Softwarelösungen, bewerkstelligen.“

Garantien und Gewährleistungen: Zusatzlösung für Lieferantenregress gegenüber Lieferanten

Seit Februar diesen Jahres ist bei Houston METRO nun eine neue Lösung im Einsatz. Sie ersetzt die ehemalige, kundeneigene Lösung und ergänzt die Standardlösung von Â鶹ԭ´´, das Warranty Management, um die notwendigen Funktionen. Wenn sich ein Mechaniker nun an das Fahrzeug begibt, lässt sich in einem Zuge überprüfen, ob Bus oder Bauteil unter die Garantie oder Gewährleistung fallen und ob es sich gar um ein schon mal ausgewechseltes Bauteil handelt, für das vielleicht im Gegensatz zu anderen Bauteilen im Bus noch Regressansprüche bestehen. Mit der Lösung „“ lassen sich Objekte und Komponenten im Zusammenspiel überprüfen, also etwa das Fahrzeug zusammen mit einem spezifischen Bauteil.

Die Standardlösung kann zwar mit „Mustergarantien“ für einzelne Komponenten oder Objekte umgehen, erkennt aber nicht deren Beziehung zueinander. „Dafür haben wir Hierarchien und eine neue Struktur geschaffen“, sagt Paulus. In einer Art virtuellen Abbildung ist die Hierarchie der technischen Plätze mit festen Teilen wie einem Windrad oder einem Kraftwerk wie von einem beweglichen „Equipment“ wie Bussen oder einem Motor dargestellt. Kommt es zum Ersatz eines Bauteils, reicht es aus, in der Stückliste die neue Serialnummer einzutragen. Das System ist damit für den nächsten Wartungs- oder Schadensfall auf dem aktuellen Stand.

Die Vorteile der „Expresseinführung für Lieferantenregress“ auf einen Blick:

  1. Schneller Überblick, bei welchen Komponenten und Objekten ein Lieferantenregress möglich ist und sich ein finanzieller Ausgleich oder Ersatz einfordern lässt.
  2. Der Prozess, einen Regress zu starten, ist vereinfacht. Anträge und Forderungen an Lieferanten lassen sich automatisch stellen.
  3. Mechaniker, die mit Wartung und Reparatur betraut werden, erfahren schneller, ob einzelne Bauteile noch unter der Garantie oder Gewährleistung laufen.

Metro: Selbstgebaute Lösung bereits ersetzt

„Bisher nutzte unser Geschäftsbereich Busse eine stark angepasste, zerstückelte Lösung “, sagt Gretchen LeGalley von Houston METRO. Durch die fehlende Flexibilität und hohe Komplexität war es allerdings nicht möglich, diese Lösung auf anderen Geschäftsbereiche im Wartungs- und Reparaturumfeld anzuwenden, die Â鶹ԭ´´ bisher noch nicht so ausgiebig nutzen.

Im April letzten Jahres entschied sich die Houston METRO, die selbstgebaute Lösung zur Gewährleistungsabwicklung durch eine einheitliche Standard-Lösung von Â鶹ԭ´´ abzulösen. Bis Ende 2018 entstand die Lösung, die nun seit Februar 2019 im Bus-Sektor im Einsatz ist. „Das METRO IT Support Team plant die Lösung schon bald auch in einem weiteren Geschäftsbereich (*mit dem Schwerpunkt auf Straßenbahnen) einzusetzen“, sagt der IT Manager Sunil Pendse von Houston METRO.

Hierbei erwartet man mithilfe der Lösung Geld zu sparen, Reparaturkosten zu vermeiden und die Transparenz im Reklamationsprozess zu erhöhen. „In der Vergangenheit kam es immer wieder vor, dass wir gegenüber dem Lieferanten nicht in Regress gegangen sind, auch weil die Prozesse so umständlich waren“, führt LeGalley aus. Heute werden automatisch Anträge auf Erstattung der Kosten angelegt und die Forderung an die Lieferanten gesendet. Zudem ist es möglich, den Status der Bearbeitung jederzeit einzusehen.

Potenzial für Anlagen- und Maschinenbau

Nicht nur Verkehrsbetriebe wie die Houston METRO können potenziell von der Lösung zum Lieferantenregress profitieren. „Alle Unternehmen, die komplexe Maschinen und Anlagen im Einsatz haben, können sie einsetzen“, erläutert Paulus. Kraftwerke, Ölraffinerien oder externe Dienstleister, die die Wartung von Windrädern übernehmen, sieht Paulus als potenzielle Nutzer, denn aus dem Kontakt zu seinen Kunden weiß er, dass immer wieder Regressansprüche nicht einmal geprüft werden: „Hier bleibt Geld auf der Straße liegen.“

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Ideen-Mining: Gezielt neue Lösungen aufspüren /germany/2019/11/innovationsmanagement-ideen-mining/ Mon, 11 Nov 2019 08:00:00 +0000 /germany/?p=145681 An guten Ideen mangelt es in den Unternehmen nicht, doch gehen sie ohne „Übersetzer“ oft verloren. Die Innovationsmanager von Â鶹ԭ´´ Digital Business Services Middle &...

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An guten Ideen mangelt es in den Unternehmen nicht, doch gehen sie ohne „Übersetzer“ oft verloren. Die Innovationsmanager von Middle & Eastern Europe (Â鶹ԭ´´ DBS MEE) sind spezialisiert darauf, jene Themen zu finden, die dem Unternehmen wirkliche Mehrwerte bieten und sie gezielt umzusetzen.

kennt die Hürden und Hindernisse auf dem Weg zu Innovationen. Die meisten Unternehmen sind so organisiert, dass das derzeit erfolgreiche Geschäftsmodell optimal gesteuert werden kann. „Alle Unternehmensstrukturen, Prozesse, Werkzeuge und Kulturen sind darauf ausgerichtet, das zu tun, was sie schon immer getan haben“, sagt der Innovation & Technologie Architekt von Â鶹ԭ´´ Digital Business Services MEE (Â鶹ԭ´´ DBS MEE) Spahn. „Zwar verstehen die meisten Führungskräfte und Manager heute die Notwendigkeit von Innovationen. Schwierig ist jedoch die operative Umsetzung für den kontinuierlichen Erfolg von Innovationen.“

Da hat ein Mitarbeiter eine gute Idee für mehr Prozessautomatisierung, doch ist unklar, wie er sie adressieren soll, so dass sie letztlich nicht weiterverfolgt wird. In anderen Unternehmen geschieht genau das Gegenteil. Zu viele Ansätze werden parallel auf den Weg gebracht, sind aber nicht priorisiert. „Manche Unternehmen sind auch schlicht überfordert durch die Geschwindigkeit, mit der sich neue Technologien entwickeln und sich Geschäftsmodelle verändern oder fragen sich, wie sie neben dem laufenden Betrieb auch noch Innovationen auf den Weg bringen sollen“, sagt Spahn.

Nach einer aktuellen Studie der Unternehmensberatung Deloitte sind es besonders die neuen Technologien und Trends (32 Prozent), die Unternehmen daran hindern, Innovationen zu etablieren. Sicherheitsbedenken (30 Prozent), Mangel an technischen Know-how (25 Prozent), unternehmenskulturelle Gründe (23 Prozent) und zu wenig Führung und digitale Management-Kompetenz (23 Prozent) kommen als weitere Hürden hinzu, die der Innovation im Weg stehen.

Ganzheitliches Innovationsmanagement: Vom Status Quo zur Innovation

Ein Universalrezept für alle Unternehmen, die Digitalisierung anzugehen, gibt es nicht. Die Unternehmen sind unterschiedlich groß und haben ihre individuelle Kultur und Erfahrung mit digitalen Themen. Besonders innovative Unternehmen haben oft bereits einen Chief Digital Officer ernannt, Digital Labs gegründet, Inkubatoren für Start-ups aufgesetzt oder betreiben aktives Technologie-Scouting, um die digitale Transformation voranzutreiben. Andere hingegen leben nach wie vor eine Null-Fehler-Kultur.

Wenn die Innovationsmanager , oder von Â鶹ԭ´´ in ein Unternehmen kommen, stehen zunächst viele Fragen an: Wo steht das Unternehmen mit der „Digital Agenda“, welche Themen sind mit welcher Methode in der Umsetzung oder auf dem Radar, gibt es bereits eine Strategie, um das Netzwerk an Partnern mit einzubeziehen und wie werden Innovationserfolge gemessen?

Je nach Branche sind andere digitale Themen relevant und die Prioritäten der Fachbereiche unterschiedlich. „Das eine Unternehmen ist auf Sparkurs und deshalb besonders an Prozesseffizienz interessiert, andere wollen investieren, um zu wachsen“, erläutert Spahn. Um auf dieser Grundlage einÌý„ganzheitliches Innovationsmanagement“ zu etablieren, gehen die Innovationsmanager in jedem Unternehmen ähnlich vor: Startpunkt ist ein Assessment, in dem die Sicht des Fachbereichs mit der IT-Perspektive zusammengebracht wird und geeignete Innovationsthemen gemeinsam priorisiert werden. Auf dieser Basis werden dann ausgewählte Projekte gestartet und realisiert.Ìý „Wir finden gemeinsam heraus, ob die Themen wirklich einen Mehrwert für das Unternehmen bieten oder es überhaupt Sinn macht, eine skalierbare Lösung zu bauen“, erläutert Spahn, der feststellt, dass Unternehmen derzeit häufig Digital-Plattform-Modelle beziehungsweise neue digitale Produkte und Services entwickeln und vermarkten wollen.

Â鶹ԭ´´ DBS als Innovationsübersetzer: Formate für ein praktisches Innovationsmanagement

Doch wie entsteht aus einer visionären Unternehmensausrichtung, die einige Jahrzehnte in die Zukunft reicht, letztlich ein Innovationsmanagement, das die Leitplanken der Digitalstrategie eines Unternehmens in eine operative Umsetzung und portionsweise in die richtigen Bereiche des Unternehmens bringt? Innovationsmanager hat dafür je nach Anforderung eine Vielzahl an „Formaten“ zur Verfügung. Manche Kunden legen den Fokus auf Prozessoptimierungen, andere wollen mit Hilfe von schnell Prototypen „verproben“ und wieder andere neue digitale Plattformmodelle entwickeln.

In der Regel startet Friedrich mit dem Innovation Assessment, ein etwa dreistündiger Workshop, in dem sowohl das Unternehmen als auch Â鶹ԭ´´ ihre Sicht auf Innovationen darstellen. Friedrichs Ziel: Das „Narrativ“ des Unternehmens zu verstehen und auf die Zukunft ausrichten. Sprich: „Erfolgreiche Organisationen müssen exponentielle Form annehmen, um sich Offenheit und Transparenz auf völlig neue Arten zunutze machen“, sagt Friedrich. Mit Hilfe des Future-Maker-Formats schaut der Â鶹ԭ´´-Experte in die Zukunft. Welche Technologien werden 2025, 2030 oder 2040 wichtig sein und wie werden diese bevorstehenden Entwicklungen bestehende Geschäfts- und Plattformmodelle beeinflussen? Das Technologie-Radaraus dem (Â鶹ԭ´´ ICN) ermöglicht den Unternehmen – ähnlich wie Gartner in seinem Hype-Cycle – einen tiefen Blick in aktuell und künftig wichtige Technologientrends und bewertet sie für die jeweilige Situation und in der Industrie, in der sich ein Unternehmen befindet. Das von Change-Management-Experten der Â鶹ԭ´´ und Dozenten der Universität Mannheim entwickelte Digital Capabilities Assessment von Â鶹ԭ´´ Advisory Serviceswidmet sich der Unternehmenskultur. Digitale Transformation hat viel mit Veränderung zu tun. Sie erfordert die Bereitschaft, neue Ideen frühzeitig zu testen, Fehler zu akzeptieren, mit Wettbewerbern zusammenzuarbeiten und die selbstorganisierten Teams in den Mittelpunkt zu stellen – und nicht die Technologie. „Das gehört oft nicht zur gelebten Kultur von traditionellen Industrieunternehmen und klassischen Managementkulturen“, so Friedrich.

Darüber hinaus, organisieren die Innovationsmanager von Â鶹ԭ´´ die Zusammenarbeit mit anderen Innovationseinheiten des Â鶹ԭ´´ Ecosystems, unter anderem mit Startups von oder . „Daraus entsteht ein großes Potenzial, spezifische Kundenanforderungen zu erfüllen und zu adressieren, und über Integration mit Â鶹ԭ´´-Lösungen nahtlose End-to-End Prozesse zu gewährleisten“, erklärt , ebenfalls Innovationsmanagerin im Â鶹ԭ´´-DBS-MEE-Team. Ideen, die aus Explorationsaktivitäten entstehen und als neue Â鶹ԭ´´-Lösungen realisiert werden können, könnten Innovationsmanager zudem gemeinsam mit Kunden in Co-Innovation weiter voran bringen, sagt Fay.

Hack2Sol und Mode-2-Garage: „Herzeigbare Ergebnisse in einer Woche“

Wichtig für die Innovationskultur im Unternehmen ist, dass schnell klar wird, ob Ansätze sinnvoll sind und weiterverfolgt werden sollten. In einer „Innovation Fabrik“ eines Kunden aus der Chemiebranche etwa baut Â鶹ԭ´´ DBS MEE derzeit Prototypen für maschinelles Lernen. „Innerhalb weniger Wochen ist klar, ob der Ansatz der richtige ist“, erläutert Innovationsmanager Friedrich. Â鶹ԭ´´ bietet zudem mit Veranstaltungen wie , innovativen Workspaces wiedie und HackBots die Möglichkeit, zusammen mit Â鶹ԭ´´ schnell und unkompliziert Prototypen zu bauen. „Das sind herzeigbare Ergebnisse oft innerhalb von einer Woche, die am Ende eines jeden Innovation Sprints mit Endkunden validiert werden“, sagt Friedrich, „ohne, dass ein Unternehmen viel Geld in die Hand nehmen muss.“ Zudem sind sie oft ein wichtiger Schritt, um weitere Interessenten für das Thema zu begeistern, die Machbarkeit nachzuweisen, eine Lösung zu entwickeln, die dem Endanwender und Kunden einen wirklichen Mehrwert bietet und nicht nur auf Annahmen basiert. Friedrich: „Neben der Technologie lernen die Unternehmen auch, was es heißt, in einem agilen Umfeld zu arbeiten und sich schnell auf Ideen zu konzentrieren, die den meisten Mehrwert für den Nutzer bringen.

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Pharma: Mithilfe der Cloud genau wissen, wo Medikamente her kommen /germany/2019/11/cloud-pharma-serialisierung-medikamente/ Mon, 04 Nov 2019 07:00:34 +0000 /germany/?p=145656 In Ländern mit geringem oder mittleren Einkommen ist jedes zehnte Medikament gefälscht oder qualitativ minderwertig. Weltweit gelangen jährlich Medikamente im Wert von über 83 Milliarden...

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In Ländern mit geringem oder mittleren Einkommen ist jedes zehnte Medikament gefälscht oder qualitativ minderwertig. Weltweit gelangen jährlich Medikamente im Wert von über 83 Milliarden Euro in den Handel, schätzt die Weltgesundheitsorganisation WHO. Klar gekennzeichnete Medikamente und eine von Â鶹ԭ´´ schaffen nun Transparenz über die Herkunft von Medikamenten.

Gefälschte oder minderwertige Medikamente sind ein weltweites Problem. In Ländern mit niedrigen und mittleren Einkommen betrifft es jedes zehnte Medikament, so Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO, die vor zwei Jahren hundert wissenschaftliche Beiträge aus über 88 Ländern analysierte. In einzelnen Regionen in Südostasien, Südamerika oder Afrika dürfte der Anteil noch bis zu dreimal höher liegen, schätzt die WHO. Da kaufen Apotheken im westafrikanischen Niger aufgrund eines Engpasses massenhaft abgelaufene Präparate auf, um eine grassierende Hirnhautentzündung (Meningitis) in den Griff bekommen. In den USA stoppt eine Krankenversicherung die Bezahlung eines Krebsmittels, das kurz danach als Fälschung über eine kanadische Webseite zu bekommen ist. Der Renner unter den gefälschten Präparaten ist das Potenzmittel Viagra, vor allem weil viele Kunden sich das Präparat online beschaffen. Insgesamt tauchen 41 Prozent der gefälschten oder qualitativ dürftigen „Substandard“-Produkte in Afrika auf, 21 Prozent in Europa und 21 Prozent in Nord-, Mittel- und Südamerika. Und das kann gefährlich werden: Jährlich, so schätzen die Public-Health-Experten der WHO, sterben aus diesem Grund 72.000 Menschen an Lungenentzündung und 69.000 Menschen an Malaria. Hinzu kommt, dass die Resistenzen der Bakterien durch diese wirkungslose oder minderwertige „Behandlung“ zunehmen. Insgesamt geht es um einen 83 Milliarden Euro starken Markt.

Serialisierung: Cloud-Plattform verbindet Mitglieder der Lieferkette

Ein wichtiger Schritt, diesen Missbrauch zu reduzieren, ist die präzise Kennzeichnung der Packungen, in denen sich die Medikamente befinden. Seit Februar 2019 legt die „Fälschungsrichtlinie“ der Europäischen Union fest, welche Informationen die „Data Matrix“ auf den Verpackungen enthalten sein und wie sie auch digital zur Verfügung stehen müssen. In Europa sind das in der Regel die Produkt-Identifikationsnummer, die Chargennummer und das Ablaufdatum. Produkte werden in einen Datensatz überführt, was auch als Serialisierung bezeichnet wird. Ein Medikament ohne „Serialisierungsnummer“ darf seit Februar nicht mehr in den Handel gebracht werden. Mit einem Scanner kann der Apotheker heute einfach und schnell überprüfen, ob das Medikament von einem gelisteten Pharmahersteller stammt. Mal abgesehen von den Maschinen, die ein Pharmahersteller anschaffen muss, um die entsprechenden Etiketten auf die Verpackungen und Paletten drucken zu können, ist nötig, dass die digitalisierten Informationen vor Ort zur Verfügung stehen – also in Pharmafabriken, bei Logistikdienstleistern, Pharmaherstellern, Großhändlern, Kliniken, Apotheken und Behörden. Eine solche Lösung ist der Â鶹ԭ´´ Information Collaboration Hub for Life Sciences. Als Cloud-Kollaborationsplattform verbindet er alle Beteiligten auf dem Weg von der Produktion eines Medikaments bis zum Patienten miteinander.

Transparent per Cloud: Mehr als 800 Partner nutzen Â鶹ԭ´´ Information Hub for Life Science

Novartis nutzte als erster Pharmakonzern diese Lösung. Etwa 18 Monate brauchte der Schweizer Konzern für die Vorbereitung, ehe die Lösung pünktlich zum Februar 2019 an den Start ging. Die besondere Herausforderung: Die Orchestrierung der eingesetzten Systeme in der entsprechenden IT-Landschaft, „Serialisation- & Product-Tracking System Landscape“ genannt, kurz: STP System Landscape. Dazu gehören genauso die Geräte, die die Data Matrix auf die vielen Millionen Packungen jährlich drucken und die Weitergabe der digitalen Informationen an Â鶹ԭ´´-Systeme, ans ERP, die Prozessintegration bis hin zu Â鶹ԭ´´ Advanced Track and Trace for Pharmaceuticals, die On-Premise-Nachverfolgungssoftware von Â鶹ԭ´´. ÌýDer Team-Manager von Â鶹ԭ´´ Innovative Business Solutions sieht den Â鶹ԭ´´ Information Collaboration Hub for Life Sciences als „Ergänzung zum Â鶹ԭ´´ Advanced Track and Trace for Pharmaceuticals“. Besonderer Vorteil: Â鶹ԭ´´ ICH sei „agnostisch“, sagt Doherty, es lässt sich auch mit Serialisierungssystemen verknüpfen, die nicht auf Â鶹ԭ´´ aufsetzen. Die technische Lösung an sich ist nicht die größte Herausforderung für die bisher knapp 30 Unternehmen, die sich für Â鶹ԭ´´ ICH for Life Sciences entschieden haben.

„Das Portal ist schnell gebaut, die Serialnummer einfach zu bekommen“, sagt Doherty, „dann geht es darum, die Business-Partner für die Lösung zu gewinnen.“ „Onboarding“ heißt das im Fachjargon. Bislang beteiligen sich nach Schätzungen von Doherty zwischen 800 und 900 Mitglieder der Lieferkette an der neuen Standardlösung von Â鶹ԭ´´ – darunter Fabriken, Logistikdienstleister, Apotheken und Ärzte, die Informationen über Medikamente benötigen. Je mehr Partner dabei sind, umso interessanter wird die Cloud-Plattform auch für andere Pharmaunternehmen. Schon ein mittelständisches Pharmaunternehmen verkauft schnell über eine Millionen Packungen seiner Medikamente pro Jahr, die jeweils mit der jeweiligen Data Matrix bedruckt sein muss. Allein durch die Anforderung der Serialnummern und Statusberichte fallen schnell mehrere hunderttausend Informationen pro Tag an, die die Plattform bewältigen muss.

Übergang zu Blockchain-Lösungen ist fließend

Wie schon bei der Serialisierungslösung nimmt auch bei der nächsten Innovation der US-Markt die Vorreiterrolle ein. Die Blockchain dient in der Regel dazu, Transaktionen von unabhängigen Partnern abzusichern und digital nachvollziehbar zu machen. Der Drug Supply Chain Security Act 2019 nimmt im November 2019 den nächsten Meilenstein. Dann sollen in den USA alle Retouren von Arzneimitteln verifizierbar sein. Vorteil von Â鶹ԭ´´: Oliver Nürnberg hatte als Product Owner Life Science bereits einen Ansatz verfolgt, der inzwischen nach zwei erfolgreichen Proofs of Concept (POC) auf der Cloud-Plattform Â鶹ԭ´´ ICH integriert werden konnte (siehe „Pharma: Blockchain verifiziert Retouren). Noch beschränkt sich die Verifizierung von Medikamenten per Blockchain auf Retouren. Doch ist damit die Basis gelegt, um künftig etwa durch mobile Anwendungen und damit per Blockchain noch einmal einfacher als heute bei allen Medikamenten herausfinden lässt, ob sie echt sind oder nicht.

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Pharma: Blockchain verifiziert Retouren /germany/2019/10/blockchain-pharma-retouren-verifizieren/ Thu, 17 Oct 2019 06:00:13 +0000 /germany/?p=145144 Der Drug Supply Chain Security Act (DSCSA) in den USA sieht vor, dass ab November 2019 Retouren von Arzneimitteln verifizierbar sind. Mehr als zwei Drittel...

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Der Drug Supply Chain Security Act (DSCSA) in den USA sieht vor, dass ab November 2019 Retouren von Arzneimitteln verifizierbar sind. Mehr als zwei Drittel des US-Marktes setzt dafür auf eine -Lösung, die Â鶹ԭ´´ Innovation Business Solutions (Â鶹ԭ´´ IBSO), die Life-Science-Einheit von Â鶹ԭ´´ und das Innovation Center Network entwickelt haben.

Seit Februar diesen Jahres haben die Apotheker in Deutschland und Europa einen Scanner in Griffweite. Jedes verschreibungspflichtige Medikament enthält eine „Serialnummer“ neben den individuellen Produktionsdaten, dem Verfallsdatum und der Chargennummer. Diese Daten werden über einen zentralen europäischen Hub in die nationalen Datenbanken geschrieben, wofür unter anderem Â鶹ԭ´´ eine entsprechende Lösung entwickelt hat. Damit werden pharmazeutische Produkte verifizierbar. Über eine spezielle Scansoftware können Apotheker überprüfen, ob das Medikament auch wirklich von den gelisteten Herstellern stammt und es sich nicht um eine Fälschung handelt. Die Fälschungsrichtlinie 2011/62/EU schreibt das allen europäischen Staaten so vor. Die Türkei setzt schon seit sieben Jahren auf eine zentrale Datenbank, wie im übrigen auch China, Indien und Russland.

Retouren: Jedes 50te Medikament geht zurück zum Hersteller

Nicht so die USA: Denn als der damalige US-Präsident Barak Obama im Jahr 2013 den Drug Supply Chain Security Act (DSCSA) verabschiedete, waren zwar die einzelnen Schritte im 10-Jahres-Plan klar definiert, der die Lieferkette in der Pharmaindustrie transparenter machen sollte. Doch machte er der Lebensmittelüberwachungs- und Arzneimittelbehöre der USA, die Food and Drug Administration (FDA), keinerlei technologische Vorgaben. Klar war nur: In 2015 sollte ein „Chargentracking“ möglich sein, ab 2017 die Bedruckung sämtlicher Medikamente mit einer Serialnummer sichergestellt sein und nun – ab November 2019 – die Verifizierung aller „Retouren“, also von Medikamenten, die aus unterschiedlichen Gründen wieder zum Großhändler zurückgeschickt wurden. Etwa, weil versehentlich zu viele oder die falschen Medikamente versendet wurden. „Das macht etwa zwei Prozent des Gesamtmarktes aus“, erläutert Oliver Nürnberg, Product Owner Life Science bei Â鶹ԭ´´. ÌýEs betrifft also Pharmaprodukte im Wert von etwa sieben bis acht Milliarden US-Dollar (sechs bis sieben Milliarden Euro).

Verifikation über die Blockchain: 4ÌýVorteile

Über 40 Prozent des Pharmaweltmarktes decken die USA ab. „Hier kam bei einigen Pharmaherstellern die Sorge auf, ob in Anbetracht der gigantischen Datenmengen eine zentrale Datenbank der richtige Weg sei“, sagt Â鶹ԭ´´-Experte Nürnberg, für den deswegen nur eine dezentrale Lösung in Frage kam. Und doch muss jeder Händler, der Retouren entgegen nimmt, sicher sein, dass das Medikament nicht gefälscht ist. „Wie geschaffen für den Blockchain-Ansatz“, befindet Nürnberg, der sich nur dann für eine Technologie entscheidet, wenn sie dem geschäftlichen Zweck optimal dient. ¹óü°ù den Prozess der Verifikation von Medikamenten eignet sich die Blockchain aus vier Gründen:

  1. Datenschutz: Keinerlei persönliche Daten (etwa von Patienten) werden verwendet, sondern lediglich Informationen über Produkte.
  2. Aufwand: Die Infrastruktur ließ sich kurzfristig innerhalb von einem halben Jahr aufbauen.
  3. Sicherheit: Einmal in die Blockchain geschriebene Inhalte lassen sich nicht mehr verändern oder löschen, sondern lediglich ergänzen.
  4. Verteilung: Daten lassen sich über die Blockchain leicht verteilen.

Mehr als zwei Drittel des US-Marktes setzt auf die Blockchain-Lösung von Â鶹ԭ´´

Das Prinzip ist einfach: Jede Packung wird mit einem Scanner verifiziert. Aus dem Data Matrix Code mit Produktionsdaten, Chargennummer, Mindesthaltbarkeitsdatum und Serialnummer erstellt ein Algorithmus einen Hash, eine 64-stellige Zeichenkette aus Zahlen und Buchstaben, die nicht verändert werden kann. Ein neues Kettenglied kann hinzugefügt werden, sofern die Ursprungsinformation nicht verändert wird, beispielsweise wenn ein Großhändler per Scanner Medikamente verifiziert und zurücknimmt. Damit ist immer nachvollziehbar, welche Stationen das Medikament zurückgelegt hat und ob die Retoure wieder zurück in den Verkauf gehen darf. Neun der 20 größten Pharmafirmen und zwei der wichtigsten drei Großhändler in den USA haben sich inzwischen für die Blockchain-Lösung von Â鶹ԭ´´ entschieden. Das macht nach Aussage von Â鶹ԭ´´-Manager Nürnberg mehr als zwei Drittel (72 Prozent) des US-amerikanischen Marktes aus, der sich erhofft, dass bis zum November noch einige Unternehmen hinzukommen.

Die Blockchain für die Verifikation von Retouren: Eine Â鶹ԭ´´-Koproduktion

Die Blockchain-Lösung für den Pharmamarkt ist eine Koproduktion zwischen der Industrie-Einheit (mit dem Team von Oliver Nürnberg), der Beratung (Â鶹ԭ´´ Innovative Business Solutions, Â鶹ԭ´´ IBSO) und dem Â鶹ԭ´´ Innovation Center Network. Ausgehend von Nürnbergs Grundkonzept für die Verifikation von Retouren „war es die Aufgabe innerhalb eines ersten Proof of Concepts (POC) zusammen mit Â鶹ԭ´´ IBSO, anhand von drei Kunden zu überprüfen, ob dieser Blockchain-Ansatz die richtige Lösung mit dem geeigneten Technologie-Stack ist“, erläutert Ross Doherty, Entwickler und Team Manager bei Â鶹ԭ´´ IBSO. Der erste POC brachte also zunächst die Bestätigungen, dass der „technology stack“ in der Lage sein würde, die Prozesse zuverlässig abzubilden, ein weiterer (zweiter und umfassenderer POC) dann, dass die Lösung beliebig skalierbar ist – eine Voraussetzung für den Milliarden-starken Pharmamarkt. „Wir schauen uns ganz genau an, was der Kunde wirklich braucht, ob die Lösung effizient ist und in das spezifische industrielle Umfeld passt“, erläutert Innovation Manager Jochen Schneider das übliche Vorgehen bei Â鶹ԭ´´ IBSO. Erst nach einem POC ist klar, ob es sich um ein „Big Thing“ oder eine „Cutting-Edge-Technologie“ handelt, die derart erfolgversprechend ist, dass sie ein Kandidat für das Standard-Portfolio von Â鶹ԭ´´ wird – wie die Blockchain-Lösung, die inzwischen zum Â鶹ԭ´´ Information Collaboration Hub for Life Sciences gehört. Gerade die Blockchain bietet besonderes Potenzial, denn die Technologie ist übertragbar auf viele andere Branchen: Doherty nennt besonders die High-Tech-Industrie, den Handel und die Lebensmittelbranche.

Blockchain: Potenzial in Krisengebieten

Doch selbst innerhalb der Pharmabranche sind noch ganz andere Anwendungen denkbar. Besonders in den Schwellenländern sieht Oliver Nürnberg Potenzial, etwa in Südostasien oder Zentralafrika. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht in diesen Regionen davon aus, dass über 30 Prozent der Medikamente gefälscht sind. „Hilfsorganisationen wie Ärzte ohne Grenzen müssen oft Medikamente einsetzen, von denen sie nicht wissen, woher sie kommen“, sagt Nürnberg. Die technologische Infrastruktur ist entwickelt, so dass letztlich „nur“ noch ein Zugang über mobile Geräte geschaffen werden muss. Pharmaunternehmen profitieren gleich doppelt von der Technologie: Denn einerseits können sie mit dazu beitragen, dass weniger gefälschte Produkte zu den Patienten gelangen. Zum anderen haben sie mithilfe der Blockchain Transparenz darüber, wie viele Medikamente tatsächlich in Krisenregionen etwa beim roten Kreuz oder roten Halbmond ankommen und tatsächlich eingesetzt werden.

 

https://www.youtube.com/watch?v=2t20y5blsDA&feature=youtu.be

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Viele Perspektiven für eine Customer Journey /germany/2019/10/customer-journey/ Fri, 04 Oct 2019 06:00:49 +0000 /germany/?p=144939 Oft funktionieren einzelne Touchpoints von Unternehmen gut, nur ihr Zusammenspiel nicht. Eine Customer Journey erfordert, dass die Perspektive von internen wie externen Kunden einbezogen und...

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Oft funktionieren einzelne Touchpoints von Unternehmen gut, nur ihr Zusammenspiel nicht. Eine Customer Journey erfordert, dass die Perspektive von internen wie externen Kunden einbezogen und ernst genommen wird.

Die Webseite muss cool sein, der Online-Shop leicht zu bedienen und schnell genug, die Ware im Zweifel unkompliziert zurückzusenden und das Personal in der Hotline oder der Filiale freundlich und hilfsbereit: Denn klappt etwas an einem dieser „Touchpoints“ nicht so glatt, wie es sich der Kunde wünscht, ist er in einem von drei Fällen schon beim Konkurrenten – so Ergebnisse einer weltweiten zum Thema. Klar ist und das bestätigt auch eine : Viele einzelne Enttäuschungen an Kontaktpunkten mit dem Kunden schaukeln sich immer mehr zu einem schlechten Gesamtbild hoch. Ist ein Kunde mit dem Verkäufer vor Ort, im Call Center, der Webseite und dem Support nicht ganz so zufrieden wie es sein könnte, sinkt die so genannte „End-to-End-Zufriedenheit der Customer Journey“ schnell auf nur 60 oder 70 Prozent. Der Wunsch der Kunden und die Wirklichkeit liegen – das zeigt die PWC-Studie zudem – weit auseinander, etwa 33 Prozent in Luftfahrtunternehmen, 21 Prozent im Handel, 20 Prozent bei Banken und 18 Prozent bei Versicherungen.

Best of Breed: Lösungen „reden“ verzögert miteinander

Die Spaßverderber in der Customer Journey sind vielfältig. Doch zeigt die PWC-Befragung, dass besonders der Service der Mitarbeiter im Unternehmen verbesserungsfähig ist. So wendet sich jeder zweite Kunde vom Unternehmen ab, wenn Servicemitarbeiter schlecht informiert oder unfreundlich sind. Hinzu kommen ineffiziente Prozesse oder nicht verfügbare Produkte. Und gerade wenn die Customer Journey insgesamt nicht intakt ist, kommt es zu einem weiteren wichtigen Faktor: Die Glaubwürdigkeit des Unternehmens geht verloren. Viele Unternehmen sind sich dieser Defizite nicht bewusst. sieht immer wieder, dass die Ziele an einzelnen Touchpoints nicht zusammen passen und technische Probleme die Bedienung verkomplizieren. „Viele Unternehmen wissen nicht einmal, warum die Kunden ihren Kaufprozess abbrechen und Zugriffszahlen in Online-Shops zurückgehen“, sagt die Lösungsarchitektin von . Der Grund dafür liegt darin, dass die (Best-of-Breed-) Lösungen in Unternehmen nicht optimal aufeinander abgestimmt sind und siloartige Anwendungen etwa für das Call Center, den Verkauf und den Web-Shop entstehen. „Die Lösungen sprechen oft nicht oder nur stark verzögert miteinander“, erläutert Zürcher, die jedes einzelne Defizit als „bad moment“ registriert.

Customer Journey: viele Perspektiven nötig

Im Idealfall ist der Call-Center-Agent bereits Sekunden nach dem Kauf eines Kunden darüber informiert, um etwaige Fragen beantworten zu können. Was ist nötig, um die End-to-End-Zufriedenheit in der Customer Journey hinzubekommen? „Sie müssen Licht in Ecken bringen, die normalerweise nicht beleuchtet sind“, sagt Zürcher, die damit zunächst einmal meint, alle an den Prozessen Beteiligten an einen Tisch zu bekommen. Dazu gehören Experten aus dem Marketing, dem Verkauf, dem Service ebenso wie IT-Experten, die die technischen Lösungen betreuen. Im Fokus steht der Kunde, der die technischen Systeme nachher bedienen muss. „Das können übrigens interne wie externe Kunden sein“, sagt Â鶹ԭ´´-Expertin Zürcher, also sowohl der Kollege im Service oder Verkauf wie auch derjenige, der per Klick Produkte des Unternehmens über den Web-Shop bestellt. Die „Design Thinking“ genannte Methode bringt viele Perspektiven zusammen. „Das haben viele Unternehmen vorher noch nie gemacht“, so Zürcher.

Golden Record bietet gute Basis für KI-Funktionen

Das Ziel dieses bis zu einwöchigen Workshops von Kunden mit Â鶹ԭ´´ Digital Business Services besteht darin, nicht weniger als die Voraussetzung für einen „Golden Record“ zu schaffen. So werden die einheitlichen und über alle Applikationen hinweg verfügbaren Informationen über die jeweiligen Kunden genannt. Â鶹ԭ´´ setzt in solchen Fällen in der Regel auf ihre Customer-Experience-Management-Lösungen Â鶹ԭ´´ C/4HANA & Â鶹ԭ´´ Qualtrics, welche Marketing-, Verkaufs-, Service-, eCommerce- und Feedback-Lösungen bündeln. Registriert sich heute ein Neukunde auf einer Webseite und sucht dort nach Produkten, liegen diese Informationen automatisch auch dem Kundendienst vor. Denn es gibt eine direkte Verbindung der Systeme zwischen der Registrierung und dem Kundenservice. Ein Kunde, der das Einverständnis für die Nutzung seiner Daten gibt, erwartet heute, dass das Unternehmen mitdenkt. Dafür ist essentiell, dass Mitarbeiter aus Marketing und Kundenservice schon wenige Sekunden nach der Registrierung auf Informationen über einen potenziellen Neukunden zugreifen und auf Basis der individuellen Suche auf der Webseite Einladungen zu Workshops oder Angebote verschicken können. Über Algorithmen, die durch künstliche Intelligenz Kunden-Scores für die Segmentierung berücksichtigen, werden Kampagnen so künftig immer zielgerichteter.

Das Kundenerlebnis neu definieren

Erfolgreiche Unternehmen beschränken sich nicht darauf, auf Probleme zu reagieren. Sie versuchen, diesen vorzugreifen, bevor sie entstehen. „Unternehmen müssen deshalb die Erlebnisprozesse entlang der gesamten Customer Journey vom ersten Kontaktpunkt in Marketing und Commerce über die gesamte Wertschöpfungskette bis hin zur letzten Serviceleistung genau kennen“, sagt Â鶹ԭ´´-Beraterin Zürcher. Hierfür sollten Unternehmen anhand der Rückmeldungen aus Erlebnissen kontinuierlich experimentieren, messen und optimieren, um die Auswirkungen auf die Bereiche mit dem größten Mehrwertpotenzial zu ermitteln. Wie Experience Management in der Praxis aussehen kann, zeigt Amazon mit seinem Liefermodell. Die Ware ist leicht bestellt und schnell an der Tür. Vor allem aber analysiert Amazon ständig, wie die Apps und die Webseite genutzt werden und verbessert sie kontinuierlich. Denn eins ist auch klar: Die Customer Journey ist nie abgeschlossen, denn auch die Anforderungen des Kunden ändern sich immer wieder.

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Disposition: Das bringen die neuen Algorithmen /germany/2019/09/scm-disposition-neue-algorithmen/ Tue, 17 Sep 2019 06:00:45 +0000 /germany/?p=144602 Zwei neue Dispositionsmerkmale verbinden die Vorteile der bestehenden plangesteuerten und der verbrauchsgesteuerten Disposition im Supply Chain Management miteinander. Demand Driven ermöglicht, ohne Prognose verbrauchsgesteuert zu...

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Zwei neue Dispositionsmerkmale verbinden die Vorteile der bestehenden plangesteuerten und der verbrauchsgesteuerten Disposition im Supply Chain Management miteinander. Demand Driven ermöglicht, ohne Prognose verbrauchsgesteuert zu disponieren, aber mit Vorschau. Theory of Constraints eignet sich besonders, wenn gute Prognosen schwer zu erstellen Ìýsind.

Wer in den letzten Jahren in Unternehmen mit der Disposition zu tun hatte, wird besonders zwei Dispositionsverfahren gut kennen – die plangesteuerte und die verbrauchsgesteuerte Disposition. Das kurz PD (für plangesteuerte Disposition) genannte Dispositionsmerkmal setzt für die Planung auf eine Prognose und muss dafür in der Regel auf Daten aus der Vergangenheit oder verlässliche Kundenauftragsdaten zugreifen können. „VB“ (für verbrauchsgesteuerte Disposition) hingegen verzichtet auf eine Nutzung der Prognose zur Erzeugung einer längerfristigen Vorschau und nutzt den Meldebestand als Trigger für Bestellungen und Produktionsaufträge. In der Praxis wird für einzelne Produkte PD, für andere VB eingesetzt, je nachdem ob sich der Aufwand für eine Prognose lohnt.

Eine Prognose der Bedarfe ist aufwändig

Wenn beispielsweise ein Konsumgüterhersteller, der Waschpulver in großen Mengen absetzt, für die Planung eine Prognose mit plangesteuerter Disposition (also PD) einsetzt, lohnt sich das besonders deswegen, weil Waschmaschinen kontinuierlich im Einsatz sind. „Es ist mit vergleichsweise geringen unerwarteten Schwankungen in der Nachfrage von Waschpulver zu rechnen“, sagt , Berater im Bereich SCM Consulting Solutions von Â鶹ԭ´´. Doch nicht in allen Branchen ist eine Prognose vergleichsweise einfach und verlässlich zu erstellen. So gibt es etwa in der Maschinenbaubranche Unternehmen, deren Planer mehrere hunderttausend Materialien zu planen haben. „Hier ist der Aufwand zu hoch, für jedes Material eine detaillierte Prognose zu erstellen“, so Gulyássy. ¹óü°ù die aktiven Posten setzen viele Unternehmen deshalb pauschal statistische Algorithmen zur Prognose ein. Doch können bei dieser Automatisierung spezifische Aspekte bestimmter Materialien nicht ausreichend berücksichtigt werden.

Push-Steuerung in der Beschaffung: Prognose stimmt nur in maximal 80 Prozent der Fälle

Diese auch „Push-Steuerung“ genannte plangesteuerte Disposition hat den Nachteil, dass „Mengen in den Prozess hineingedrückt werden, obwohl man den Bedarf des Kunden nicht so genau kennt“, wie Gulyássy sagt. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Prognose wirklich zutrifft, liegt seiner Schätzung nach in der Regel selbst bei guter Prognose nur bei 70 bis 80 Prozent. Nachteile der auch als „Pull-Steuerung“ bezeichneten verbrauchsgesteuerten Disposition liegen hingegen darin, dass die langfristige Sicht verloren geht. Lieferanten sind jedoch auf diese Vorschauzahlen angewiesen, um zuverlässig Teile produzieren und liefern zu können und geben den Auftraggebern sogar Rabatte, sofern die Prognosen zur Verfügung stehen. Auch die Kapazitätsplanung bzw. die Verfügbarkeitsprüfung benötigt eine Vorschau über zukünftige Mengen, die standardmäßig bei der verbrauchsgesteuerten Disposition nicht möglich ist. Ein Mix aus Push und Pull wäre also ideal.

Plan- und Verbrauchssteuerung: Beide Dispomerkmale haben ihre Vorteile

Der Mittelweg der Unternehmen liegt darin, je nach Material oder Materialgruppe die Pull- und Push-Steuerung einzusetzen. „Das erfordert eine Klassifizierung aller Materialien“, sagt Gulyássy. So könnte etwa der Einkauf verbrauchsgesteuert disponieren, andere Abteilungen allerdings plangesteuert. Dann bekämen die Lieferanten zwar keinen Forecast. Dafür wären jedoch im Unternehmen präzise Kapazitätsplanungen und Verfügbarkeitsprüfungen möglich. In der Praxis führt dieser Mittelweg dazu, dass die Steuerung der Ressourcen nicht optimal ist, da die entstehende Unsicherheit in der Regel durch Puffer aufgefangen wird. Es kann dazu kommen, dass die Verfügbarkeit der Produkte nicht ausreicht, manchmal aber auch die Bestände in Lagern zu hoch sind. „Es kann passieren, dass im 3-Schicht-Betrieb produziert wird, obwohl ein 2-Schicht-Betrieb ausgereicht hätte“, erläutert Gulyássy, „oder es werden teure und leistungsfähigere Maschinen angeschafft, um im Bedarfsfall flexibel zu sein, obwohl dies gar nicht nötig gewesen wäre.“

Demand Driven Planning und Theory of Constraints als Basis

Die beiden neuen Dispositionsmerkmale nutzen die Vorteile der Push- und Pull-Methoden, wobei sie jeweils den Schwerpunkt auf eine der beiden Vorgehensweisen legen. Sie haben ihre Ursprünge in der Abbildung der Planungsphilosophien Demand Driven Planning (bedarfsorientierte Wiederbeschaffungsplanung) bzw. (engpassorientierte Planung), die mit den Â鶹ԭ´´ SCM Consulting Solutions seit Release 2018 möglich sind. Die Idee ist dabei, den optimalen Mix zwischen Pull- und Push-Steuerung nicht zwischen den Materialien herzustellen, sondern für jedes einzelne Material die Vorteile der beiden Dispositionsverfahren gleichzeitig nutzen zu können. Und dies ohne im mehrstufigen Kontext die Information über zukünftige Mengen zu verlieren.

Die Vorteile der bedarfsorientierten und verbrauchsgesteuerten Disposition im SCM nutzen

Hierfür stellt Â鶹ԭ´´ mit der Lösung Â鶹ԭ´´ SCM Consulting Solution Customized MRP Type (Â鶹ԭ´´ SCM CS CMT) eine Option bereit, um zwei neue Algorithmen einsetzen zu können. Der „DD“ (für Demand-Driven) genannte bedarfsorientierte Ansatz setzt auf der verbrauchsgesteuerten Disposition auf, die allerdings durch plangesteuerte Aspekte wie vor allem die Vorschaufunktion ergänzt wird und bei Bedarf auch so genannte Sekundärbedarfe mit berücksichtigt. Der „TC“ (für Theory of Constraints) genannte Ansatz hingegen setzt auf der Plansteuerung auf, orientiert sich aber für die operative Auslösung von Beschaffungs- oder Produktionsvorschlägen auch am Meldebestand – verfügt also über eine eingebettete verbrauchsgesteuerte Disposition. Operativ wird dabei verbrauchsgesteuert disponiert, während gleichzeitig für die langfristige Sicht eine Plansteuerung zur Erzeugung einer Vorschau vorgenommen wird. Dies passiert in beiden Fällen jeweils nicht in einer simulativen Umgebung, sondern direkt im produktiven Geschehen. „Das bedeutet, dass jeder Planer sofort in der aktuellen Bedarfs-, bzw. Bestandsliste die volle Transparenz über den kompletten Planungszeitraum nutzen kann“, so Gulyássy.

DD und TC für die Planung: Vier Vorteile auf einen Blick

Künftig kann ein Unternehmen – egal ob es Â鶹ԭ´´ ECC oder im Einsatz hat – für seine Materialbedarfsplanung neben den bekannten einfach einen der neuen Algorithmen auswählen. Voraussetzung: Die oben genannte Lösung Â鶹ԭ´´ SCM CS CMT kommt zum Einsatz.

Die Vorteile auf einen Blick:

  1. Beide neuen Verfahren ermöglichen eine Vorschau über zukünftige Mengen. Sie wird aus bekannten Kundenaufträgen berechnet oder basiert auf einer Prognose und fließt über alle Stufen in die Planung der gesamten Stücklisten- und Distributionsstruktur ein.
  2. Die Kapazitätsplanung, Lieferantenvorschau und die Verfügbarkeitsprüfung (bekannt aus der plangesteuerten Disposition) kann immer genutzt werden.
  3. Die Steuerung der operativen Wiederbeschaffung erfolgt auf Basis der Verbrauchssteuerung. Vorteil: Unnötige Puffer fallen weg, die aufgrund fehlenden Informationen in untergeordneten Stücklisten- und Distributionsebenen bisher oft nötig wurden.
  4. Die Vorschau lässt sich direkt aus der operativen Umgebung erzeugen. Die Nutzung einer zweiten, simulativen Umgebung, wie sie beispielsweise die Langfristplanung für verbrauchsgesteuerte Materialien zur Erzeugung einer Vorschau darstellt, ist nicht nötig.

DD: Der reaktivere Bruder des TC

Die zwei Add-ons für Â鶹ԭ´´ ECC und Â鶹ԭ´´ S/4HANA wurden von Â鶹ԭ´´ Consulting gemeinsam mit Kunden entwickelt. ¹óü°ù ein Werkzeugbauunternehmen aus der Schweiz sieht Gulyássy den konkreten Vorteil von TC darin, dass er „ohne den Mehraufwand einer Prognose verbrauchsgesteuert disponieren kann – und trotzdem eine Vorschau hat.“ Während ein anderes Unternehmen aus dem Maschinenbau auf „DD“ setzt, den „reaktiven“ Bruder von TC, der besonders geeignet ist, wenn Prognosen schwer zu treffen sind.

Weitere Informationen

Â鶹ԭ´´-Infotage für Bestandsoptimierung finden am 23.09. und 12.11. statt. Hier erfahren Sie mehr über folgende Themen:

  • Bestände effektiv steuern mit Â鶹ԭ´´ ERP, Â鶹ԭ´´ S/4HANA und zugehörigen Add-on-Tools
  • Verbrauchsorientierte Planungsmethoden durch Demand Driven Planningverbessern
  • Neue MRP-Methoden wie die Theory-of-Constraints (TOC) in Â鶹ԭ´´ ERP undÂ鶹ԭ´´ S/4HANA kennenlernen
  • Engpassorientierte Kapazitätsplanung und Heijunka-Planung in Â鶹ԭ´´ ERPund Â鶹ԭ´´ S/4HANA umsetzen
  • Eine integrierte cloudbasierte Planung mit Â鶹ԭ´´ Integrated Business Planningrealisieren

Nutzen Sie die Möglichkeit, sich mit Kunden und Â鶹ԭ´´-Experten auszutauschen:ÌýÌýund

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KI, Chatbots und Robotic Process Automation (RPA): Potenziale erkennen /germany/2019/09/rpa-ki-chatbots-potenziale/ Tue, 03 Sep 2019 06:00:30 +0000 /germany/?p=141664 Viele Unternehmen befinden sich derzeit auf dem Weg zu Â鶹ԭ´´ S/4HANA. Doch ist ihnen nicht klar, welche Innovationen schon heute, aber auch in der Zukunft,...

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Viele Unternehmen befinden sich derzeit auf dem Weg zu . Doch ist ihnen nicht klar, welche Innovationen schon heute, aber auch in der Zukunft, möglich sind. Wie eine Innovation-Roadmap entsteht.

Autonome Systeme, künstliche Intelligenz und Smart Spaces gehören laut Marktforscher Gartner mit zu den Top Trends in diesem Jahr. Nicht nur physische Systeme wie selbstfahrende Fahrzeuge, Drohnen oder Roboter profitieren von . Auch virtuelle Assistenten und unabhängige Agenten werden leistungsfähiger durch KI, so Gartner. Allerdings entfalten sich Innovationen besonders dann, wenn das Umfeld dafür stimmt. Gartner nennt die Orte „Smart Spaces“, an denen Menschen und Systeme in einem offenen, vernetzten, koordinierten und intelligenten Ökosystem miteinander interagieren.

Innovationen wie digitale Sprachassistenten oder auch die Robotic Process Automation (RPA) müssen erst im Unternehmen etablieren werden. Zunächst sollte den Fachbereichen diese neuen Möglichkeiten aufgezeigt werden, um sie sie vom Potentialen zu überzeugen. Deswegen kombiniert die Beratungseinheit von Â鶹ԭ´´, , innovative Ansätze mit Open Innovation. Sie bietet also die technische Basis, um mit den Experten in den Unternehmen ein Stück weiter zu denken und neue Szenarien zu entwickeln.

Innovation-Roadmap: Nach zwei Tagen 28 neue Ideen entwickeln

„Oft sind Kunden auf der Reise zu Â鶹ԭ´´ S/4HANA und ihnen ist gar nicht so recht klar, welche Innovationen schon heute möglich sind“, sagt , Innovation Architect bei Â鶹ԭ´´ Digital Business Services, deren Ziel darin besteht, eine individuelle Innovation-Roadmap mit Kunden zusammen zu erstellen: „Bei einem unserer Kunden hatten wir nach zwei Tagen 28 neue Ideen gefunden – wie Prozesse verbessert, neue intelligente Applikationen gefunden oder gar neue digitale Modelle aufgesetzt werden könnten.“ Die Herangehensweise ist tool-gestützt:

  • Der Process Innovation ExplorerÌýgibt Einblicke in die Systemnutzung und die Prozesse des Unternehmens. Das Besondere: In einem individuellen Report ist im Vergleich zum Industriedurchschnitt zu sehen, von wie vielen Nutzern und wie intensiv gewisse Transaktionen genutzt werden und wie hoch der Aufwand ist, um Prozesse zu durchlaufen. In Prozessschritten, in denen sowohl der Aufwand als auch die Nutzung am höchsten sind, gibt es besonders viel Potenzial für Automatisierung. „Machine Learning oder Robotic Process Automation sollten genau dort berücksichtigt werden, wo sie am meisten Mehrwert schaffen“, sagt Fay.
  • Der Custom Code Transformation AdvisorÌýselektiert unter den kundenspezifischen Prozessen, jene, die vielleicht überflüssig geworden sind oder neu aufgesetzt werden müssen. Das Tool erstellt eine Liste, die zwischen Code unterscheidet, der 1:1 ins neue System übernommen werden kann, nicht länger relevant ist oder ein Fall für ein Redesign ist. Das schafft Transparenz im Übergang von Â鶹ԭ´´ ECC auf Â鶹ԭ´´ S/4HANA.

Automatisierung in der Bestellung durch maschinelles Lernen

Im nächsten Schritt geht es dann darum, unter Dutzenden von Use Cases jene herauszufiltern, die für das Unternehmen relevant sind und bestehende Prozesse am meisten optimieren. Dazu gehört etwa die Cash Application, mit deren Hilfe auf Basis von maschinellem Lernen eingehende Rechnungen per Mail automatisiert richtig zugewiesen und verarbeitet werden. Ein typisches Beispiel für eine Automatisierung durch RPA ist, dass etwa der Bestellprozess automatisiert wird, der immer gleich abläuft und somit wiederholbar ist. „Der Bot merkt sich die Schritte, zieht sich die relevanten Zahlen etwa aus Excel oder anderen Applikationen und importiert sie in die dafür vorgesehenen Felder“, erläutert Fay. Ein weiteres aktuelles Beispiel für innovative Technologien ist ein Chatbot, der sowohl intern wie extern eingesetzt werden kann. Das kann etwa die Aufforderung an den digitalen Sprachassistenten sein, eine Frage zu beantworten oder nachzuschauen, wann eine Lieferung eintrifft. Dabei greift er auf Daten im Backend-System zu. Zudem kann der Chatbot den Kunden-Support entlasten. Denn Informationen über den Kontostand etwa eines Telekommunikationsunternehmens, über den Liefertermin für ein Produkt oder den Status einer Reklamation lassen sich automatisiert auch sprachgesteuert übermitteln.

Kunden-Workshops: Open Innovations nutzen

Abgesehen von Use Cases, die in Â鶹ԭ´´ S/4HANA umsetzbar sind, oder mit Lösungen wie Conversational AI geliefert werden können, sind auch so genannte Open Innovations Ìýmöglich. Das sind Workshops mit Kunden, in denen neue Lösungen entwickelt werden. Das Ziel besteht darin, sich von Projekten aus der Industrie inspirieren zu lassen, eigene Probleme und Verbesserungspotenziale zu erkennen und auf dieser Basis neue Szenarien zu erarbeiten. „Â鶹ԭ´´ unterstützt Unternehmen darin, diese Szenarien zu finden und umzusetzen, die noch nicht in einer bestehenden Lösung enthalten sind, allerdings viel Mehrwert bringen“, betont , der als Innovation Manager Intelligent Enterprise bei Â鶹ԭ´´ zusammen mit Fay Kunden betreut.

Innovation-Roadmap: Quick Wins, mittel- und längerfristige Zielen

Aus dem Service entsteht eine Innovation-Roadmap. Das Ziel ist, die User Experience nachhaltig zu verbessern, Automatisierung skalierbar zu machen und Kosten einzusparen.

  • Quick WinÌý„Unsere Erfahrungen mit ersten Kunden zeigen, dass schon innerhalb der ersten 12 Monate viele Prozessverbesserungen möglich sind“, sagt Innovation Architect Fay, die hier von Quick Wins spricht, die nicht unmittelbar Â鶹ԭ´´ S/4HANA erfordern. Dazu gehören zum Beispiel Funktionalitäten zur bedarfsgerechten Planung sowie die bereits genannte Cash Application.
  • Mittelfristige ZieleÌýEinige an Â鶹ԭ´´ S/4HANA gekoppelte Ziele können bereits innerhalb der kommenden zwei Jahre Mehrwerte bringen, aber auch auf längere Zeiträume angelegt sein. Die Vorhersage der exakten Lieferzeit, Ausfallprognosen für Maschinen (Predictive Maintenance) oder ein auf maschinellem Lernen basierender Produktcheck gehören dazu.
  • Open InnovationÌýFunktionalitäten, die neu entwickelt werden müssen, gehören zum Bereich Open Innovation.

Mit dem aktuellen Kunden haben die Berater 28 Ideen identifiziert – 13 ließen sich im Rahmen von Â鶹ԭ´´-S/4HANA-Szenarios realisieren, neun gehörten in das Feld der erweiterten intelligenten Funktionen, und sechs fielen in den Bereich „transform“ oder Open Innovation. „Um all die neuen Ideen in den Griff zu bekommen“, wie Fay sagt, bietet Â鶹ԭ´´ den Innovation-Manager-Ansatz an. Meistens sind es Berater, die in dieser Funktion strukturiert auf Innovationsthemen bei Kunden eingehen, relevante Methoden, Assets und Technologien anwenden und ein Expertennetzwerk einbinden, um Projekte im Rahmen der innovativen Roadmaps einzusetzen.

Strukturiert Prototypen entwickeln und lauffähig machen

Die kundenspezifische Roadmap steht in der Regel nach ein bis drei Wochen. Dann beginnt die eigentliche Arbeit. Innovation Manager Friedrich: „Prototypen bauen kann man zum Beispiel in der Mode-2-Garage, an anderen Standorten wie dem Digital Studio Ratingen, oder bei Kunden im Rahmen des Innovation-Factory-Ansatzes.“

Weitere Informationen

Webinar vom 6. Juni 2019 zum Thema „“Ìýund die Folien zu den Vorträgen zum .

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Status Quo: Der Feind der Disruption /germany/2019/07/digitale-geschaeftsmodelle/ Wed, 10 Jul 2019 06:00:46 +0000 /germany/?p=141272 Digitale Units und Hackathons alleine schaffen noch keine Disruption. Zumal Unternehmen oft die strategische Basis dafür fehlt, meint Chief Innovation Architect Nils Vieth. Seine Tipps...

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Digitale Units und Hackathons alleine schaffen noch keine Disruption. Zumal Unternehmen oft die strategische Basis dafür fehlt, meint Chief Innovation Architect Nils Vieth. Seine Tipps für eine gelungene .

Wenn Unternehmen digitale Initiativen auf den Weg bringen, dann tun sie das in der Regel, um ihr bestehenden Geschäft ein Stück weit moderner zu machen. In zwei von drei Unternehmen stellen sie es aber nicht in Frage. Was die Unternehmensberatung Deloitte letztes Jahr in einer Studie herausfand, ist für keine Überraschung. Der Chief Innovation Architect bei Â鶹ԭ´´ Digital Business Solutions kennt die Herausforderung, Unternehmen auf dem Weg in eine digitale Kultur zu unterstützen. „Digitale Labs und Units zeigen oft nicht den erhofften Erfolg“, sagt Vieth, „denn sie werden immer wieder von bestehenden Einheiten als Bedrohung des Status Quo angesehen und behindert.“ Schon heute sind 63 Prozent der Unternehmen von Disruption durch neue Technologien und Wettbewerber betroffen und 68 Prozent der Unternehmenschefs erwarten eine Gefahr für ihr Geschäftsmodell in den kommenden drei Jahren, so Erkenntnisse aus dem des Beratungshauses Accenture.

Neue Geschäftsmodelle: Wie ein Startup denken

Die Herausforderung besteht nun darin, dass ein Unternehmen, das mit seinem traditionellen Geschäftsmodell erfolgreich geworden ist, einen neuen (disruptiven) Ansatz findet, der sogar eine gute Ergänzung zum bestehenden Geschäft darstellt. „Ich kenne genau einen Fall, wo das gelungen ist“, sagt Vieth, der auf „Share Now“ anspielt. Erst im Februar diesen Jahres waren die Mobilitätsdienstleister DriveNow von BMW und car2go von Mercedes zu einem Joint Venture fusioniert, auch um das so genannte Free-Floating-System profitabler zu machen, bei dem Nutzer das gemietete Fahrzeug irgendwo im Geschäftsgebiet abstellen können. Entsprechende Vorhaben gelingen nach Ansicht von Innovation-Manager Vieth nur, wenn zunächst wie ein Startup gedacht wird: „Kein Plan B, keine Politik, dafür eine ausgeprägte Fehlerkultur und optimale Prozesse, bei denen bestehende Strukturen keine Rolle spielen.“

Neue Geschäftsmodelle: Kein Plan B, keine Politik, dafür eine ausgeprägte Fehlerkultur und optimale Prozesse, bei denen bestehende Strukturen keine Rolle spielen.

Plattform plus Service: Die neue Erfolgsformel

Diese Herangehensweise wird bei der Beratungseinheit Â鶹ԭ´´ Digital Business Services immer wichtiger. Vieth zeigt Kunden anhand des so genannten Business Transformation Boards, wohin die Reise gehen kann. Viele Unternehmen entwickeln seit Jahr und Tag Produkte, produzieren, vermarkten und verkaufen sie. Dienstleister bewerkstelligen Projekte, die zu 100 Prozent individuell auf den Kunden zugeschnitten sind. Beide Modelle bieten allerdings den Nachteil, dass sie wenig wiederholbar sind. Die Geschäfte sind abgeschlossen, sobald das Produkt verkauft und das Projekt beendet ist. Über Plattformen wird es möglich, Leistungen standardisiert anzubieten und damit wiederholbar zu machen. Kommt dann noch ein Service-Gedanke hinzu, ist das Ziel erreicht, Leistungen nicht nur standardisiert, sondern auch noch individualisiert anbieten zu können. Beispiel Der Schuhmacher aus Liechtenstein stellt seit 90 Jahren Maßschuhe her. Seit kurzem unterstützt digitale Technologie das Unternehmen darin, die Abmessungen des Fußes aufzunehmen, durch einen 3-D-Scan in der Filiale. Sind die individuellen Daten des Kunden einmal erfasst, braucht ein Kunde für seine künftigen Schuhkäufe noch nicht einmal mehr den Laden betreten.

Weiteres Beispiel: Die Stadt Heidelberg setzt für die Entleerung seiner Müllcontainer auf Sensorik und eine digitale Infrastruktur. Sensordaten werden nach dem Smart-Waste-Management-Konzept von Â鶹ԭ´´ Digital Business Services in der Cloud verarbeitet und ausgewertet, so dass die Stadtreinigung nun jederzeit darüber informiert sind, wie stark die Container bereits gefüllt sind. Die Müllfahrzeuge rücken also erst dann aus, wenn es sich lohnt. Da die Fahrzeugflotte der Stadtreinigung nun weniger unterwegs ist, verbraucht sie zudem weniger CO2 und verursacht weniger Staus in schmalen Nebenstraßen – und ist damit nicht nur umweltfreundlicher, sondern auch effizienter unterwegs.

„Operations Excellence“ bei Automobilzulieferer: 14 Use Cases im halben Jahr

Der Weg zu neuen Ansätzen oder gar Disruptionen lässt sich nicht vorbestimmen. Oft sind viele Ideen nötig und immer wieder neue Prototypen, bis nicht nur eine technisch machbare, sondern auch bahnbrechende Lösung gefunden ist. In einer Zusammenarbeit mit einem Dienstleister aus der Automobilindustrie hat der zuständige Innovation Architect Andreas Spahn Ìýim letzten halben Jahr zusammen mit seinem Team 14 Use Cases entwickelt. Meist sind Technologien wie das , die Ìýund die dafür nötig, um sie umzusetzen. Darin geht es etwa darum, die so genannte Operations Excellence zu verbessern, also zuverlässiger zu liefern, effizienter zu werden, weniger Ausschuss zu produzieren, einen schnelleren Durchlauf zu gewährleisten und eine größere Transparenz darüber zu bekommen, wann Produkte geliefert werden können. Eine Blockchain-Plattform etwa kann dazu beitragen, jeden Schritt, den eine bestimmte Charge an Bauteilen von der Produktion bis zum Einsatz im Fahrzeug macht, transparent zu machen. Große Autohersteller wie Zulieferer könnten gleichermaßen davon profitieren. Im Falle des Rückrufes eines Bauteils wäre dann schnell klar, welche Fahrzeuge betroffen sind und wie die Liefer- und Produktionskette bis zum Rohstoff ausgesehen hat. „Wir entwickeln zusammen mit dem Kunden Ideen und denken neue Themen durch“, sagt Vieth, der das als Kompetenznetz für Business- wie auch Technologiethemen immer im Hintergrund hat: „Je nach den anstehenden Themen holen wir fallbasiert Spezialisten hinzu.“

Hackathon: „Ideen nicht in der Schublade verschwinden lassen.“

Ein Blick auf den Status der digitalen Transformation in den Unternehmen verrät: Immerhin 30 Prozent halten sich laut Deloitte schon für recht fortschrittlich. Viele Unternehmen (69 Prozent) sind jedoch erst auf dem Weg. Fragt man Chief Innovation Architect Vieth nach den Gründen, kommt ein Satz, der so auch vor fünfzehn Jahren hätte fallen können: „Business und IT müssen auf Augenhöhe und anhand ein strategischen Roadmap miteinander reden.“ Klar ist: Oft gibt es noch keine einheitliche, auf die holistisch und auf strategische Unternehmensziele ausgerichtete Basis. Deshalb stellen Vieth und seine Innovation-Architect-Kollegen in einem Enterprise Innovation Assessment Ansätze, Methoden und praxistaugliche Cases bereit, die Kunden einen einheitlichen Startpunkt für ihre Innovationsentwicklung geben. Einzelne Bausteine werden zu einem Ganzen zusammengesetzt und so eine Basis für eine gemeinsame Reise des Unternehmens geschaffen. Vieth: „Dann sollte es künftig auch nicht mehr passieren, dass nach einem Hackathon die Konzepte wieder in der Schublade verschwinden.“

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4. Digital Leadership Roundtable: Traditionen schätzen, Neues schaffen /germany/2019/06/digital-leadership-roundtable/ Mon, 03 Jun 2019 06:00:42 +0000 /germany/?p=140653 Die große Mehrheit der Unternehmen in Deutschland hat eine digitale Strategie definiert, doch nur wenige befinden sich schon in der Umsetzung. Das liegt weniger an...

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Die große Mehrheit der Unternehmen in Deutschland hat eine digitale Strategie definiert, doch nur wenige befinden sich schon in der Umsetzung. Das liegt weniger an den Optionen, sondern vielmehr an Traditionen der Unternehmen, so eine Erkenntnis des 4. Digital Leadership Roundtable.

Die Computermaus mit den Augen steuern, Zusammenarbeit und Projektmanagement in Business-Software integrieren und die logistischen Abläufe transparent machen: Auf dem 4. Digital Leadership Roundtable zeigten Startups, wie Prozesse entschieden effizienter werden können und Unternehmen von ihren Ideen profitieren können. Denn für Konzerne ist es nicht immer einfach, die Digitalisierung zu etablieren – wie Heiko Schletz vom Hausgerätehersteller BSH Hausgeräte und CIO Jörg Kohlenz von Autozulieferer Leoni im berichten.

Innovation mit KI: Business-Software mit den Augen bedienen

Der so genannte Eyetracker ist innerhalb von 25 Sekunden kalibriert: Dabei verfolgt der Nutzer einfach sieben nacheinander erscheinende, blaue Punkte, bis diese „zerplatzen“. Stephan Odörfer ist an drei Tagen pro Woche unterwegs, um zu vermitteln, wie sich mithilfe der Technologie seines Münchner Startups 4tiitoo die Maus immer wieder durch pure Augenbewegungen ersetzen lässt. Die seit einem Jahr auch von dem Innovationsfond von Â鶹ԭ´´, Â鶹ԭ´´.iO, unterstützte Lösung nennt Odörfer NUIA. Das Kürzel steht für „Natural User Interaktion“ für (Business-)Applikationen. Eine Augenbewegung zur Menüleiste eines Programms genügt, schon springen Bubbles als mögliche Klickoptionen auf. Ein Blick auf eine der Bubbles genügt und sie platzt auf und löst das verbundene Element aus. Der nächste Arbeitsschritt ist gemacht, ohne eine Maus in der Hand zu haben. „Bis zu 8.000 Klicks am Tag“ mache ein Sachbearbeiter z.B. in der Buchhaltung täglich, sagt 4tiitoo-Gründer Odörfer. Bei einer nachgewiesenen Produktivitätssteigerung von vier bis 12 Prozent spart ein Unternehmen mit 100 Mitarbeitern, so Analysen des Startups, rund eine Millionen Euro pro Jahr ein. Zudem wird das System immer besser, je länger es genutzt wird. Denn durch künstliche Intelligenz lernt es ständig dazu und passt sich an den Nutzer an.

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NUIA Eye Control for Â鶹ԭ´´ shop floor environments

Modernes Projektmanagement: Zusammenarbeit in CRM-Software integrieren

NUIA eignet sich gut, in einem kollaborativem Workspace wie dem AppHaus in Heidelberg direkt zu zeigen, wie die Lösung funktioniert. Doch auch andere Ideen haben das Potenzial, Abläufe im Unternehmen zu vereinfachen. „Dem Team Superkräfte verleihen“ will etwa NataschaÌýJosipovic vomÌýÂ鶹ԭ´´-internen Startup Ruum by Â鶹ԭ´´. „60 Prozent der Zeit geht in Unternehmen für Koordination in Form vonÌýMeetings und Mails drauf“, sagt die Strategin desÌýStartups aus Berlin– unter anderem, weilÌýeine Lücke zwischen Untenehmenssoftware und Office-Anwendungen besteht, wenn es um die Ausführung von Prozessen rund um die Geschäftsdaten geht.ÌýRuum schafft hier eine Brücke. Wer etwa alsÌýVertriebsmitarbeiterÌýein CRM-System wie die nutzt, arbeitet in der Regel mit vielen verschiedenen Beteiligten an komplexen Deals und Sales-Opportunities. Die Koordination dazu erfolgt aber oftmals per Mail, in Excel-Dokumenten oder in zeitintensiven Meetings ohne jegliche Transparenz. Ruum by Â鶹ԭ´´ lässt sich unter anderem in die Â鶹ԭ´´ Sales Cloud und das Portfolio von integrieren und gibt Nutzern eine Übersicht über sämtliche Aktivitäten, über deren Stati und Deadlines sowohl die Möglichkeit, Projektmitglieder hinzufügen, Dokumente zu teilen und Aufgaben zu vergeben. Das Besondere: „Es ist kein Hin- und Herspringen zwischen Ruum und Geschäftsanwendung nötig – die Anwendungen sind integriert und die Daten in der Sales Cloud werden automatisch synchronisiert“, erläutert Josipovic die Funktion des Projekt- und Kollaborationstools Ruum, das innerhalb der 2,5 Jahre seit Gründung bereits in über 2.000 Unternehmen von mehr als 25.000 Mitarbeitern genutzt wird.

Digitale Lieferkette: Die Ankunftszeit von LKWs genau berechnen

Auch dem dritten Startup des Abends geht es um Zeitgewinn und Effizienz. Das 2014 in Paris gegründete Unternehmen Shippeo hat gerade beim Â鶹ԭ´´ Campus Basel die Startup Challenge 2019 gewonnen. Die Idee besteht darin, die logistische Lieferkette transparent zu machen. Die Kunst besteht darin, die so genannte Estimated Time to Arrival (ETA) der LKWs zu berechnen. Dafür ist es nötig, so viele Speditionen und Telematiksysteme wie möglich auf die Plattform aufzuschalten. Tim Sadowski nennt es „onboarden“. Da viele Handelsunternehmen die Lösung Â鶹ԭ´´ Transportation Management und auch Â鶹ԭ´´ Global Track and Trace (Â鶹ԭ´´ GTT) für die Planung ihres Transportmanagements einsetzen, zieht sich Shippeo zudem die nötigen Daten aus diesen Systemen. „Mit unserer Plattform bekommen wir einen einheitlichen Zugriff auf alle Daten“, erläutert der Leiter Pre-Sales für Deutschland Sadowski, „und vor allem gibt es keine Trennung mehr zwischen prädiktiven und historischen Daten.“ Die Vorteile: Höhere Effizienz im Lagermanagement (5 bis 15 Prozent),Ìý geringere administrative Kosten (10 bis 20 Prozent) und in 20 bis 50 Prozent weniger Strafen etwa durch verzögerte Anlieferungen.

https://www.youtube.com/watch?v=jFVWao8F6ms

„Denken Sie darüber nach, was Sie brauchen, das Unmögliche möglich zu machen.“ (Guido Schlief, Leiter von Â鶹ԭ´´ Digital Business Services in der Region MEE)

Der 4. Digital Leadership Roundtable zeigt: An Ideen mangelt es nicht. „Denken Sie darüber nach, was Sie dazu brauchen, das Unmögliche möglich zu machen“, fordert Guido Schlief, Leiter von Â鶹ԭ´´ Digital Business Services in der Region MEE die etwa 60 Führungskräfte aus der Wirtschaft auf. Denn die Grundlage für datenbasierte Geschäftsmodelle ist etwa mit °ä±ô´dzܻå-³¢ö²õ³ܲԲµen, und dem Internet der Dinge gelegt. An der Technologie mangelt es nicht. Und die meisten Unternehmen haben das nicht nur verstanden, sondern bereits eine definiert. Allerdings befinden sich nur wenige von ihnen bereits in der konkreten Umsetzung.

Digitalisierung bei Leoni: Kabel intelligenter machen

Die Leoni AG zum Beispiel hingegen steckt bereits mitten in der digitalen Transformation. Seit 1917 produziert und verkauft die Leoni AG Kabel- und Kabelsysteme und macht damit derzeit etwa fünf Milliarden Euro Umsatz. 22 Millionen Kilometer Kabel produziert das Nürnberger Unternehmen pro Jahr – genug, um die Erde über 550 Mal damit zu umwickeln. Doch bringt die Digitalisierung neue Herausforderungen: „Wir müssen unsere Kabel intelligenter machen“, fordert der CIO der Division WCS Jörg Kohlenz. Ging es in den letzten Jahren und Jahrzehnten eher darum, vom Kabel und dessen Preis zu sprechen, will der Manager nun weg von der Preisdiskussion. Hin zum künftigen Zweck des Kabels, über Sensorik Mehrwerte und neue Services zu schaffen. Kabel für Robotersysteme etwa sind heute mit Sensoriken aufgerüstet, um Roboter überwachen und warten zu können. Und über besonders leistungsfähige Ladekabel lässt sich nicht nur High Voltage Charging für E-Autos gewährleisten, sondern auch eine Intelligenz einbauen, die Probleme im System frühzeitig meldet und Risiken minimiert. „Die IT spielt hierbei eine entscheidende Rolle und muss diese Reise mit dem Business Hand in Hand gehen“, sagt Kohlenz.

Heiko Schletz, BSH Hausgeräte: „Speed ist nicht alles; auch die Richtung muss stimmen.“

Eine begonnene digitale Transformation ist erst der Anfang. Und sie braucht Zeit. „Gerade heutzutage gibt es sehr viele Hypes“, sagt Heiko Schletz, „da ist auch ein Maß an Ruhe und Gelassenheit gefragt, um den richtigen Weg zu finden. Erfahrungswerte aus der Vergangenheit können dabei helfen; zu oft werden sie als reine Störfaktoren wahrgenommen“ Der Leiter Governance, Methods, Systems (Accounting & Controlling) bei BSH Hausgeräte zeigt in Heidelberg sein „Big Picture“. Was ist, was wird, was könnte sein: Diese Fragen beschäftigen das Team der BSH, welches bereits einige Trendthemen auf dem Weg zum intelligenten Unternehmen angeschoben hat, von der Prozessoptimierung (über Celonis), Prozessautomatisierungen (RPA), den Digital Boardroom auf Basis von Â鶹ԭ´´ Business Warehouse, Predictive Analytics bis hin zum -basierten Management Accounting der Zukunft. Und doch mahnt er: „Die Revolution per Big Bang ist nicht die Lösung. Speed ist nicht alles und oft auch eine Frage von Ressourcen. Entscheidend ist, dass die Bewegungsrichtung stimmt.“

Die Beispiele Leoni und BSH Hausgeräte zeigen, dass die kommt, in welchem Tempo auch immer. Die Herausforderung vieler Unternehmen besteht darin, dass ihre Geschäftsmodelle zwar heute noch sehr erfolgreich sind, aber in wenigen Jahren schon überholt sein können. „Da kann ein Know-how-Transfer zwischen Startups und Unternehmen durchaus dazu beitragen, sich immer mal wieder ein wenig neu zu erfinden“, ist Guido Schlief von Â鶹ԭ´´ Digital Business Services überzeugt.

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Microservices: Das Prinzip Supermarkt /germany/2019/05/microservices-sap-cloud-platform/ Wed, 22 May 2019 06:00:48 +0000 /germany/?p=140457 Sie sind klein, unabhängig und basieren nicht auf einer festgelegten Programmiersprache: Microservices sind wie geschaffen für Cloud-basierte Strukturen. ¹óü°ù diese modularen Softwarebausteine schafft Â鶹ԭ´´ nun...

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Sie sind klein, unabhängig und basieren nicht auf einer festgelegten Programmiersprache: Microservices sind wie geschaffen für -basierte Strukturen. ¹óü°ù diese modularen Softwarebausteine schafft Â鶹ԭ´´ nun mit der Â鶹ԭ´´ Cloud Platform Extension Factory eine entsprechende Infrastruktur.

Wenn Facebook oder Amazon neue Releases aufspielen, ist das keine große Sache: Fast im Sekundentakt aktualisieren die Konzerne ihre Software. Der Grund dafür liegt darin, dass sie oft erst gar keine komplexen Anwendungen mehr schaffen, sondern sich auf Microservices konzentrieren. Diese kleinen Funktionalitäten entstehen am laufenden Band. Sind die Softwarebausteine fertig, können sie idealerweise bereits funktionsbereichsübergreifend eingesetzt werden.

Ansturm im Supermarkt: Neue Kassen aufmachen

vergleicht den Einsatz von Microservices im Unternehmen mit einem Supermarkt, der plötzlich sehr viele Kunden gleichzeitig zu bedienen hat. „Dann wird nicht schnell ein kompletter Supermarkt nebenan gebaut“, erläutert der Innovation Officer Â鶹ԭ´´ Customer Experience bei Â鶹ԭ´´, „Sie machen einfach ein paar neue Kassen auf und bekommen so den großen Ansturm bewältigt.“ Microservices sind wie Kassen im Supermarkt. Modular sollen sie sein, universell einsetzbar und in Tagen, wenn nicht sogar Stunden, gebaut: Microservices gehören in diese Zeit, die Agilität und Flexibilität einfordert, schlicht dazu.

Von der Virtualisierung zur Containertechnologie

Den ersten Schritt in Richtung des Supermarkt-Prinzips in der Softwareentwicklung machte einst VMWare mit der Entwicklung der Virtualisierung. „Gamechanger“ nennt der Microservice-Experte Marco Palladino diese virtuellen Maschinen heute, die eine erhebliche höhere Skalierbarkeit ermöglichten, ohne neue Server anschaffen zu müssen. Die Unternehmen installierten einfach eine virtualisierte Infrastruktur, auf deren Basis sie ihre Kapazitäten weit besser ausnutzen konnten. Die nächste Evolutionsstufe sind nun so genannte Container, die Microservices enthalten. „Sie ermöglichen uns, weit mehr Prozesse als bisher auf den virtuellen Maschinen laufen zu lassen“, so Palladino in „“. Ressourcen werden also noch mal besser ausgenutzt, zudem Programmiercode in Form von Microservices schneller entwickelt und Container noch dazu in Sekunden ans Laufen gebracht.

Black Friday: Microservice für Preisfindung beliebig oft einsetzen

„Letztlich geht es darum, Unternehmen einen Source Code zur Verfügung zu stellen, der für diverse Anwendungen eingesetzt werden kann“, erläutert Innovations-Manager Fester. Denn das Konzept der Microservices, das die Â鶹ԭ´´ ihren Kunden ab Mai 2019 in Form der Â鶹ԭ´´ Cloud Factory Extension Platform zur Verfügung stellen wird, sieht vor, dass diverse Anwendungen von einem Microservice gleichermaßen profitieren und diesen zudem beliebig skalieren können. Wie im Supermarkt neue Kassen aufgemacht werden, ist es nun möglich, einfach mehrere Container hochzufahren, sie also mehrfach zu „instanzieren“, wie Fester sagt. Am Black Friday etwa, an dem Produkte zu sehr günstigen Konditionen gekauft werden können, kann etwa ein Microservice für die „Preisfindung“so oft genutzt werden wie nötig.

Ìý„Erweiterungen können entwickelt werden, Microservices sind sauber entkoppelt“ (Stephan Fester,Â鶹ԭ´´ Customer Experience)

Microservices verschaffen Unternehmen neue Flexibilität. „Erweiterungen können entwickelt werden wie bisher, denn die Microservices sind sauber entkoppelt“, erläutert Fester. Künftige Gesamtanwendungen müssen nicht komplett durchgetestet werden, was bei individuellen Erweiterungen der Kernsoftware in der Regel erforderlich ist. Erweiterungen können mit der Â鶹ԭ´´ Cloud Platform Extension Factory als Microservices entwickelt werden, die etwa auf Events reagieren. Dadurch wird eine 1:1-Integration verhindert, was die Flexibilität der Erweiterung erhöht. Darüber hinaus werden bestehende Services der Â鶹ԭ´´-Software (, Â鶹ԭ´´ C/4HANA, etc.) wiederverwendet und können mit den Services der Â鶹ԭ´´ Cloud Platform und anderer Anbieter von Mehrwertdiensten kombiniert werden. Um diese Flexibilität zu ermöglichen und gleichzeitig die IT-Sicherheit und Integration zu gewährleisten, hat die Â鶹ԭ´´ basierend auf dem die Â鶹ԭ´´ Cloud Platform Extension Factory entwickelt.

Zukunft Cloud: Flexibilität durch Microservices

Ein wichtiger Vorteil zudem: Wer seine bestehende Infrastruktur durch Microservices erweitern will, kann das tun, ohne die Upgrade-Fähigkeit der Systeme zu beeinträchtigen und deren Lauffähigkeit in Frage zu stellen. Fester sieht im Microservices-Ansatz der Â鶹ԭ´´ gerade für Unternehmen eine Chance, sich zu verändern, die in der Vergangenheit den Weg in den Cloud-Standard weitgehend ausgeschlossen hatten. Denn gerade aufgrund der neuen Erweiterungsmöglichkeiten durch die Containertechnologie von Â鶹ԭ´´ ist nun trotz stabilem Kern weit mehr Flexibilität möglich als zuvor – eine Eigenschaft, die nicht nur im übertragenen Sinne Schlangen an Supermarktkassen, sondern vor allem den Aufwand für die Entwicklung neuer Software dezimiert.

Weitere Informationen:

Feature-Bild via Shutterstock.

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HovalConnect: Wie aus einem Prototyp ein Produkt wird /germany/2019/05/cloud-iot-hovalconnect/ Mon, 20 May 2019 06:00:32 +0000 /germany/?p=140139 Der Go-Live der Beta-Version von HovalConnect steht unmittelbar bevor, einer Cloud-Plattform, die Live-Daten von Heizanlagen für neue Services nutzt. Damit zeigt Hoval, der Spezialist für...

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Der Go-Live der Beta-Version von HovalConnect steht unmittelbar bevor, einer , die Live-Daten von Heizanlagen für neue Services nutzt. Damit zeigt Hoval, der Spezialist für Heiz- und Raumklima-Lösungen, wie aus einem zusammen mit Â鶹ԭ´´ entstandenen Prototypen Mehrwerte für den Kunden werden.

Der Launch der Beta-Version von HovalConnect steht unmittelbar bevor. Die neue Plattform soll schon von Beginn an über 5.000 Anlagen von Hoval verbinden. Zudem erwartet Peter Schatte, Leiter des Produktmanagements Regelungen, Connected Services bei Hoval „sehr große jährliche Zuwächse“. Anders als in der bisherigen IoT-Plattform, die von der Skalierung her an ihre Grenzen stieß, sind nun die Geschäftsprozesse integriert. So bekommt etwa, einen HovalRemote Vertrag voraus gesetzt, ein Hoval Techniker bei Störungen ein „Ticket“ und temporäreren Zugriff auf die entsprechende Anlage um eine rasche und effiziente Instandsetzung zu gewährleisten.

Hovals Prototyp: Die Feuertaufe für die Mode-2-Garage

Was Schatte damals nicht ahnte: Hovals Prototyp wurde damit auch zur Feuertaufe für die „Mode-2-Garage“, mit der die Beratungseinheit von Â鶹ԭ´´, die Â鶹ԭ´´ Digital Business Services, seit August letzten Jahres in einem ehemaligen Hangar des ehemaligen Militärflugplatzes Dübendorf bei Zürich Unternehmen darin unterstützt, ihre konkreten Ideen zu Prototypen innerhalb von ein bis zwei Wochen zu entwickeln. So hat unter anderem Migros bereits davon profitiert, deren Tochterunternehmen Midor innerhalb von zwei Wochen eine smarte Eistruhe auf den Weg brachte. Zunächst nur bis Januar 2019 angedacht, wird die Mode-2-Garage aufgrund der enormen Nachfrage nun bis September diesen Jahres weiter vor Ort aktiv sein. „Der erfolgreiche Proof of Concept (PoC) von Hoval war der Wegbereiter dafür“, erläutert Senior Solution Architect , der als Coach die Entwicklung der Prototypen begleitet: „Hoval hat uns den Blueprint für die Mode-2-Garage geliefert.“

Design Thinking: Die Learnings aus dem Blueprint

Unter dem Motto „One Week – One Challenge“ werden in Zürich heute im Wochentakt konkrete Ideen von Unternehmen zu einem Prototyp weiterentwickelt. Am ersten Tag wird die Idee überprüft und innerhalb von Innovations-Workshops und mit Hilfe von Design Thinking nachjustiert. Vom zweiten bis zum vierten Tag werden in 6er-Teams Minimal Viable Products (MVPs) kreiert und am letzten Tag in einer Live-Demo der Prototyp vorgestellt. Hoval Experte Schatte bezweifelt, dass das auch für die HovalConnect-Plattform in so kurzer Zeit möglich gewesen wäre, doch gibt er zu: „Der Aufwand wäre deutlich geringer gewesen, hätten wir uns vor Ort immer direkt abstimmen können.“ Stattdessen mussten Termine gefunden, Räume gebucht oder Online-Sessions aufgesetzt werden. Hinzu kommt, dass es im normalen Arbeitsalltag schwierig ist, sich komplett auf eine Aufgabe zu beschränken. Anders in der Mode-2-Garage: „Wer nur für diese Aufgabe dort ist, macht nicht mal eben noch was anderes“, so die Erfahrung von Schatte, dessen Team nur den letzten Schritt, die Überprüfung und Optimierung des Prototyps in der Mode-2-Garage bewältigt hat. Trotzdem kam die Kreativität nicht zu kurz: in Kundenworkshops brachte das Produktmanagement etwa die Kundenanforderungen und die IT-Erfordernisse für die Integration der ERP-Prozesse mit den IoT-Funktionalitäten mit ein und der Kundendienst jene für die HovalRemote Verträge mit den Kunden.

HovalConnect: IoT-Plattform mit Anbindung ans ERP

Die neue Plattform HovalConnect verschafft Kunden heute einfachen Zugang zu einem persönlichen Dashboard, das per Laptop, Tablet oder Smartphone einsehbar ist. Die Temperatur in den Gebäuden sowie Außentemperatur, Einstellungen der einzelnen Heizkreise, Tages- und Wochenprogramme lassen sich überprüfen oder justieren. Über einen geokodierten Weather Forecast fließt auch eine prädiktive Komponente in die Regelung mit ein, welche über die Plattform zu den einzelnen Anlagen verteilt wird. Somit können zusätzliche Energieeinsparungspotentiale aktiv genutzt werden, welche gerade bei den Bestandsgebäuden überraschende Einsparungseffekte erzielen. Dieser Nutzen erhöht sich natürlich weiter, wenn auch Solaranlagen mit der Anlage verknüpft sind. Die besondere Innovation der Plattform liegt für Hoval jedoch darin, dass auch die Geschäftsprozesse integriert sind. „Der Kunde hat künftig seine Anlage, Wartungsverträge, die aktuellen Einsätze bei Problemen und seine Rechnungen gebündelt“, sagt Schatte. Das Besondere: Im Kern basiert das ERP bei Hoval zwar noch auf Â鶹ԭ´´ ECC, doch „steht“ die Roadmap für einen Wechsel auf das modernste ERP von Â鶹ԭ´´, und Komponenten von Â鶹ԭ´´ Customer Experience () bereits. So bekommt, wie einleitend erwähnt, bei einem Störfall ein HovalRemote-Techniker über ein automatisch generiertes Ticket Online-Zugriff auf die Daten der Anlage. Aber nur solange, bis das Problem behoben und das Ticket wieder geschlossen ist. Somit können speziell ausgebildete Techniker schon von Hoval, Probleme, Fehler oder Optimierungen analysieren und im Idealfall gleich anpassen. Über derzeit noch Â鶹ԭ´´ ECC, künftig Â鶹ԭ´´ S/4HANA bekommt der Kunde auch seine Abrechnungen und greift über seinen persönlichen Hoval Account zentral auf seine Daten zu.

MuKEn: Mustervorschrift fordert geringere Energieverbräuche

Nach der Beta-Phase soll die Plattform im Laufe des Sommers migriert werden. „Das ist gerade zum richtigen Zeitpunkt“, betont Nicole Küng, Leiterin Vertrieb & Marketing von Hoval in der Schweiz. Denn die Schweizer Bevölkerung beschäftigt sich derzeit sehr stark mit der Umsetzung der Mustervorschrift der Kantone im Energiewesen (MuKEn). Während Neubauten im Jahr 1975 noch 22 Liter Heizöl und im Jahr 2000 noch neun Liter Heizöl pro Quadratmeter Wohnfläche verbrauchen durften, sieht die aktuelle Mustervorschrift eine Begrenzung der jährlichen Wärmeenergie auf 3,5 Liter Heizöl pro Quadratmeter Wohnfläche und bei sanierten Gebäuden auf acht Liter Heizöl pro Quadratmeter Wohnfläche fest. Bis 2020 soll MuKEn von den Kantonen umgesetzt sein. Dafür macht es durchaus Sinn, den Verbrauch (und auch die Menge selbst produzierter Energie über Solaranalagen) ständig im Auge zu behalten, anzupassen, zu optimieren und in Zukunft mit Unterstützung von künstlicher Intelligenz zielgerichtete Hinweise darauf zu bekommen, wie sich Verbräuche weiter senken lassen.

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Hoval nimmt die nächste Stufe zum intelligenten Unternehmen – mit Â鶹ԭ´´ Digital Business Services.

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DAIMANI: Die weltweite Plattform für VIP Hospitality nutzt Â鶹ԭ´´ S/4HANA Cloud /germany/2019/05/customer-experience-daimani/ Tue, 14 May 2019 06:00:13 +0000 /germany/?p=140129 VIP-Tickets für Konzerte und Sportveranstaltungen stehen im Mittelpunkt von DAIMANI. Das junge Schweizer Unternehmen hat im April einen digitalen Marktplatz auf Basis des Customer-Experience-Portfolios der...

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VIP-Tickets für Konzerte und Sportveranstaltungen stehen im Mittelpunkt von DAIMANI. Das junge Schweizer Unternehmen hat im April einen digitalen Marktplatz auf Basis des -Portfolios der Â鶹ԭ´´ gelauncht, die es Kunden einfach macht, exklusive Angebote zu buchen und es Partnern erleichtert, entsprechende Pakete zu vermarkten.

In einem Begleitwagen auf der Tour de France mitfahren, ein Konzert von Pink im Hamburger Volkspark mit Essen im VIP-Hospitality-Bereich des Stadions genießen oder das Rugby-Endspiel des Heineken Champions Cups bei einem Glas Champagner miterleben: „VIP-Hospitality“ heißt, Events zu erleben, es sich dabei aber auch noch richtig gut gehen lassen. Dazu gehört nicht nur, etwa ein Spiel zu sehen oder ein Konzert zu hören, sondern darüber hinaus ein „erleichterter Zugang zum Veranstaltungsort inklusive Service.“ „Die Welt ist voller toller Events“, sagt DAIMANI-CEO und -Mitgründer , der schon sein Betriebswirtschaftsstudium nach den Schwerpunkten Events, Freizeitparks und Diskotheken ausrichtete, in Eventagenturen unter anderem für die FIFA aktiv war und bereits an der globalen Vermarkung für VIP-Tickets der FIFA-Weltmeisterschaften 2006, 2010, 2014 und 2018 mitgewirkt hatte.

VIP-Events: Zentrale globale Plattform für Kunden und Partner

Vor zweieinhalb Jahren entstand die Idee: Eine Plattform zu schaffen, die es einerseits Kunden ermöglicht, diese exklusiven VIP-Events unkompliziert, transparent und sicher zu buchen, andererseits aber auch Veranstaltern und Agenturen zu ermöglichen, ihre Angebote nach Registrierung einzustellen. Eine wichtige Randbedingung ist die internationale Ausrichtung des Ansatzes von : Deshalb ist die Plattform von vornherein in sieben Sprachen angelegt und über 80 internationale Zahlungsmethoden verfügbar. Es dürfte also weder einer französischen noch einer chinesischen Firma Probleme bereiten, VIP-Hospitality-Tickets für die French Open in Paris zu kaufen – noch dazu online, was nicht überall eine Selbstverständlichkeit ist.

80 Prozent der Kunden sind Unternehmen

Vor anderthalb Jahren führte DAIMANI-CEO Müller erste Gespräche mit Â鶹ԭ´´, um eine technische Lösung und eine passende Plattform mit optimaler Customer Experience zu finden. Im September letzten Jahres war die Unterschrift unter den Vertrag mit Â鶹ԭ´´ gesetzt, welche das Ìýund in das Projekt einbringt. Und schon ab Herbst diesen Jahres soll die Plattform, die in der beta-Version bereits seit April 2019 live ist, potenziell zur Drehscheibe für einen Markt werden, dessen langfristiges Volumen Müller auf etwa zehn Milliarden Euro schätzt: „Etwa 80 Prozent der Kunden sind Unternehmen, die VIP-Hospitality vor allem zur Kundenbindung und Mitarbeitermotivation einsetzen.“

Die Technik: Zu 99,99 Prozent Cloud-Standard im Einsatz

Hier setzt auch eine der Stärken der Lösung an: Aus mehr als 1.400 Events lassen sich ab September jeweils jene Veranstaltungen herausfiltern, die exakt zu den Bedürfnissen der jeweiligen Firma passen. Abgerechnet wird nach den Compliance-Vorschriften in den jeweiligen Ländern. „Zudem erfordert unsere internationale Ausrichtung, dass wir bei Bedarf schnell stark skalieren können“, erläutert Müller, der nicht zuletzt deswegen technologisch auf die State-of-the-Art-Technologie von Â鶹ԭ´´ setzt, und zwar komplett aus der Cloud (Â鶹ԭ´´-Customer-Experience-Portfolio in Kombination mit der Â鶹ԭ´´ S/4HANA Cloud). Innerhalb der Customer-Experience-Lösungen ermöglicht etwa der Webshop ein personalisiertes Angebot und ein Login in sieben verschiedenen Sprachen (Â鶹ԭ´´ Commerce Cloud), die Kundendaten fließen nach Freigabe durch die Kunden und unter Einhaltung lokaler Datenschutz-Richtlinien in die Â鶹ԭ´´ Customer Data Cloud und Segmentierungen und maßgeschneiderte Angebote bekommt der Kunde aus der Â鶹ԭ´´ Marketing Cloud. Die Bestellungen, Abrechnungen und Bezahlungen wiederum laufen in der Â鶹ԭ´´ S/4HANA Cloud ab. „Ein Greenfield-Projekt, wie wir es uns wünschen“, kommentiert , die das Projekt von Â鶹ԭ´´-Seite betreut hat und die Â鶹ԭ´´ Customer Data Cloud sowie die Â鶹ԭ´´ Marketing Cloud zu 99,9 Prozent auf dem Standard aufsetzen konnte: „Wir haben in diesen Bereichen praktisch nichts zusätzlich entwickeln müssen.“

Datenschutz: Fünf Â鶹ԭ´´-Datenzentren im Einsatz

Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass Â鶹ԭ´´ fünf Datenzentren (in Europa, Nordamerika, Russland, China und Australien) nutzen kann. Wenn sich etwa aktuell noch ein Kunde aus Deutschland den Superbowl in den USA anschauen will, kann er zwar online sein VIP-Hospitality-Ticket buchen, doch befinden sich die Veranstalter damit in der datenschutzrechtlichen Grauzone. Persönlichen Daten von Kunden aus Europa müssen nach der Europäischen Datenschutzgrundverordnung (EU-DS-GVO) in einem Datenzentrum in Europa abgelegt werden. Die russischen Gesetze erfordern wiederum, dass die Erstspeicherung von Daten im eigenen Land stattfindet. Der Social-Media-Plattform LinkedIn musste deshalb bereits für anderthalb Jahre in Russland vom Netz gehen. „Die Â鶹ԭ´´ Data Customer Data Cloud hat diese lokalen Compliance-Vorgaben gewissermaßen im Bauch“, sagt Senior Project Managerin Kaiser aus dem Beratungsbereich Â鶹ԭ´´ Customer Experience Success & Service.

DFB-Pokal, Le Mans, Heineken Champions Cup: Das Warmlaufen von DAIMANI

„Zum Warmlaufen“ der Technologie, wie Max Müller es nennt, wird die Plattform nun ihr Frontend für fünf bevorstehende Events einsetzen. Dazu gehören das DFB-Pokalendspiel in Berlin im Fußball, das europäische Rugby-Endspiel, der Heineken Champions Cup in Newcastle in England und das 24-Stunden-Rennen von Le Mans, ein Langstreckenrennen für Sportwagen. Im Herbst dann wird das IT-System komplettiert. Dann wird nicht nur die Customer Experience aus der Cloud bereitstehen, sondern auch das „Backend“, mit der Das Ziel von Max Müller? „Wir müssen schnell am Markt sein und so schnell skalieren können, dass uns potenzielle Wettbewerber nichts anhaben können, sollten sie den VIP-Hospitality-Markt eines Tages für sich entdecken.“

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Daimani - the first global marketplace for VIP Hospitality

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Ammann Group modernisiert ERP: Startschuss mit Â鶹ԭ´´ S/4HANA nach zehn Monaten /germany/2019/05/erp-wechsel-ammann-group/ Mon, 06 May 2019 07:00:39 +0000 /germany/?p=140119 Erst das System umstellen, dann Prozesse bündeln und die neue Oberfläche einführen: Der Schweizer Baumaschinenhersteller Ammann Group ist beim ERP-Wechsel von Â鶹ԭ´´ ECC 6.0 auf...

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Erst das System umstellen, dann Prozesse bündeln und die neue Oberfläche einführen: Der Schweizer Baumaschinenhersteller Ammann Group ist beim ERP-Wechsel von Â鶹ԭ´´ ECC 6.0 auf schrittweise vorgegangen. „Alles andere hätte die Anwender überfordert“, so die Überzeugung von Bruno Schwager, dem damaligen CIO des Unternehmens.

Schon der hat gezeigt, wie individuell Kunden auf dem Weg zu Â鶹ԭ´´ S/4HANA vorgehen: „Jede Kundensituation ist anders“, sagt Dr. Volkmar Jaeckle, strategischer Berater bei Â鶹ԭ´´, auf dem Podium zusammen mit Bruno Schwager, Ex-CIO der Ammann Group, Tobias Rölz, Vice President IT & Digital Business bei Komax und Peter Baldauf, Leiter Informatik Warenwirtschaft, Finanzen & HR von Coop. Während sich Schwager für eine On-Premise-Installation in der Cloud (HEC) entschieden hat, setzt Komax-Manager Rölz auf die und Coop-Experte Baldauf entscheidet sich dafür, mit einer europaweiten Vereinheitlichung der Finanzsysteme zu beginnen. „Harmonisierung und Vereinfachung sind die Treiber“, benennt Â鶹ԭ´´-Berater Jaeckle zwei der wenigen Gemeinsamkeiten, die alle Transitions-Projekte kennzeichnen.

ERP-Wechsel mit Brownfield-Ansatz

Gerade der Schweizer Baumaschinenhersteller Ammann Group ist ein Beispiel dafür, wie ein oft pauschal als sehr komplex und langwierig beschriebenes Brownfield-Projekt innerhalb von zehn Monaten abgeschlossen werden kann. Anders als beim so genannten Greenfield-Ansatz, bei dem auf keine gewachsenen Systeme Rücksicht genommen werden muss, setzt die Brownfield-Herangehensweise auf bestehenden Prozessen auf. „Alles andere wäre zu riskant gewesen“, sagt der Ex-CIO : „Das System umstellen, mit einer neuen Benutzeroberfläche arbeiten und neue Prozessen einführen: Das hätte unsere Nutzer überfordert“, meint Schwager mit Blick auf über 1.000 User in 20 Ländern.

Vereinheitlichung der Infrastruktur, Reorganisation und Â鶹ԭ´´-Bündelung in einem Â鶹ԭ´´-System

Ohnehin hat das Unternehmen in den letzten Jahren schon einige Veränderungen mitgemacht. Im Nachbarland sein Laptop „einzustöpseln“ und von dort aus zu arbeiten, sei vor wenigen Jahren noch nicht möglich gewesen, erinnert Schwager an Schwächen in der technischen Infrastruktur. Hinzu kam eine Business-Reorganisation im Unternehmen. Zwischen 2011 und 2016 war das Geschäft in die Serienproduktion (Maschinen) und das Projektgeschäft (Anlagen) unterteilt, in denen die weltweite Entwicklung, Produktion, Verkauf sowie Aftersales Sales & Support abgewickelt wurden, Heute bestehen die beiden Produktdivisionen zwar weiterhin, doch wurden die Bereiche Marketing, Verkauf, Service und Support herausgelöst und werden nun in der Abteilung „Global Sales & Marketing“ übergreifend geleistet. Erst harmonisierte Ammann die technische Infrastruktur, dann kam die organisatorische Umstellung, ehe das Unternehmen Anfang 2017 die vorherigen vier Â鶹ԭ´´-Systeme (Â鶹ԭ´´ ECC) schließlich in einem gebündelt hatte.

Frühstarter mit Â鶹ԭ´´ S/4HANA: Ressourcen sind künftig immer schwieriger zu bekommen

In Hinsicht auf die anstehende Digitalisierung allerdings war Schwager klar, dass er noch einen Schritt weiter gehen müsste – auf Â鶹ԭ´´ S/4HANA. Nach Zahlen im der Deutschsprachigen Â鶹ԭ´´ Anwendergruppe DSAG ist Â鶹ԭ´´ S/4HANA heute gerade einmal in drei Prozent der Unternehmen im produktiven Einsatz, während 75 Prozent der Unternehmen aktuell den Umstieg planen oder bereits ein Projekt gestartet haben und lediglich sechs Prozent der Befragten bei Â鶹ԭ´´ ERP 6.0 bleiben wollen. Als der damalige CIO also Mitte 2017 die Entscheidung traf, auf das moderne ERP von Â鶹ԭ´´ zu wechseln, gehörte erdamit zu den Vorreitern. „Das hat Vor- und Nachteile, früh dabei zu sein“, resümiert Schwager, „erst sind die Funktionalitäten vielleicht noch nicht ganz ausgereift und besonders die bei uns über 50 Umsysteme benötigen eine besondere Aufmerksamkeit. Der Vorteil liegt dann allerdings darin, dass nachher immer weniger Ressourcen für die Umsetzung zu bekommen sind und der Umstieg auf Â鶹ԭ´´ S/4HANA teurer wird.“

Â鶹ԭ´´-S/4HANA-Startschuss nach zehn Monaten

Ein halbes Jahr nach Vertragsabschluss startet das Projekt schließlich Anfang 2018. Zehn Monate später war es bereits abgeschlossen. Der Monatsabschluss lässt sich nun wie auch die Planung des Materialbedarfs (MRP-Lauf) sofort ausgeben und die Logik hinter den Stücklisten beschleunigt die Transaktionen. Obwohl sich Schwager über zwei Verzögerungen im Projekt beklagt, sind letztlich lediglich drei Monate verloren gegangen. Ein Grund dafür liegt darin, dass über das bisher eingesetzte Tool eines Drittanbieters die Stückliste nicht wie im Â鶹ԭ´´ ECC automatisiert erzeugen ließ. Ein neues Tool musste gefunden werden.

ERP: „Sind schon immer nah am Standard gewesen“

Die technische Migration hat die Ammann Group damit bewältigt. Das war zugleich der Startschuss für weitere Themen, die Ex-CIO Schwager nun seinem Nachfolger Oliver Enzmann überlässt. Er wird nun die neue Benutzeroberfläche einführen und einige Prozesse weltweit vereinheitlichen, was zu Beginn der Migration zu viel auf einmal gewesen wäre. Einen Beweis hat das Projekt bei der Ammann Group auf jeden Fall erbracht: Brownfield muss nicht kompliziert sein. „Private Cloud heißt nämlich nicht, dass im ERP alles kundenspezifisch und mit vielen „Sonderlocken“ ausgestattet ist“, sagt Schwager, „wir haben uns auch im Â鶹ԭ´´ ECC immer schon nahe am Standard gehalten.“

Weitere Informationen:

Kunden-Workshop Â鶹ԭ´´ S/4HANA Deep Dive – Business Benefits und Projektbeschleuniger in Regensdorf, Donnerstag, 13. Juni 2019: In diesem Deep-Dive Workshop zeigt Â鶹ԭ´´, wie Business Benefits identifiziert, Projektbeschleuniger eingesetzt, IT und Fachbereiche auf die bevorstehende Â鶹ԭ´´-S/4HANA-Transformation vorbereitet und diese erfolgreich umgesetzt werden kann. .

Das Â鶹ԭ´´ S/4HANA Movement-Programm bringt Unternehmen von Â鶹ԭ´´ ECC auf Â鶹ԭ´´ S/4HANA..

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Mit Smart Adoption Methodology die Customer Experience in Schwung bringen /germany/2019/04/customer-experience-smart-adoption/ Mon, 08 Apr 2019 06:00:38 +0000 /germany/?p=139682 Diverse Lösungen für Marketing, Verkauf, Handel und Kundenmanagement unter einem Dach: Das war der Anspruch der Customer Experience, Â鶹ԭ´´ C/4HANA, als sie Mitte letzten Jahres...

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Diverse Lösungen für Marketing, Verkauf, Handel und Kundenmanagement unter einem Dach: Das war der Anspruch der Customer Experience, Â鶹ԭ´´ C/4HANA, als sie Mitte letzten Jahres vorgestellt wurde. Die Smart Adoption Methodology unterstützt Unternehmen darin, herauszufinden, welche Funktionen und Prozesse wirklich nützlich sind und sie innerhalb von sechs Monaten zu implementieren.

Die Smart Adoption Methodology ist eine Vorgehensweise, die Unternehmen darin unterstützen soll, Software so einzusetzen, dass sie letztlich den größten Mehrwert für das Unternehmen liefert. Und die Methode ist noch jung, wurde ursprünglich für den Einsatz von Â鶹ԭ´´ Hybris entwickelt. Doch ist Â鶹ԭ´´ Hybris heute „nur“ ein Mosaikteil dessen, was Â鶹ԭ´´ im Juni letzten Jahres unter der Suite von Customer-Experience-Lösungen auf den Markt gebracht hat. Denn die Public Marketing Cloud, Â鶹ԭ´´ Cloud for Customer, Software von akquirierten Unternehmen wie Gigya, Callidus Cloud, Coresystems und Qualtrics gehören in das „Kompetenzspektrum“ der auch als bezeichneten Suite.

Smart Adoption Methodology: 30 Business-Rollen und knapp 1.500 User-Stories im Repertoir

Die Aufgaben und Herausforderungen in den Unternehmen ähneln sich. Deshalb fokussieren sich die Expertin für die Â鶹ԭ´´ Smart Adoption Methodology (SAM) Diana-Claudia Miller und der „Innovation Officer Â鶹ԭ´´ Customer Experience“ auf 30 verschiedenen Business-Rollen, für die jeweils definierte Prozesse erforderlich sind. Account Management, B2B Order Management, B2B Shopping Experience oder Customer Service gehören etwa dazu. Das Besondere: Innerhalb dieser Prozesse sind potenziell knapp 1.500 so genannte User-Stories vordefiniert, aus denen der Kunde die für sie relevanten auswählen kann. Der Aufwand für die einzelnen User-Stories lässt sich in Story-Points (maximal etwa 4.300) bemessen, umrechenbar in Manntagen. Das macht Projekte gewissermaßen bezifferbar auf „Heller und Pfennig“.Ìý „Sie können per Mausklick sehen, wie hoch der Aufwand sein wird, die Software einzuführen“, erläutert Â鶹ԭ´´-Experte Fester, der vom „scopen“ von Projekten und „descopen“ von User-Stories spricht. Entscheidet sich ein Unternehmen dafür, die B2B Shopping Experience doch mit ins Portfolio zu nehmen, springen die Story-Points im Dashboard um die entsprechende Anzahl nach oben. „Das Scoping ist die wichtigste Phase“, erläutert SAM-Expertin Miller, „hier wird die Frage beantwortet, was der Kunde wirklich haben will.“

Die drei Phasen bis zur Implementierung der Smart Adoption Methodology

Die Smart Adoption Methodology besteht aus drei Phasen, die insgesamt in spätestens sechs Monaten beendet sein sollen:

  1. Initiate (1 Tag): Hier geht es darum, Tools wie Jira und Confluence vorzustellen, agile Entwicklungsmethoden wie Scrum zu erläutern, so genannte Projekt-Templates aufzusetzen und die grundsätzlichen Fragen zu beantworten. Wichtig ist, dass der Kunde Experten aus den Fachbereichen benennt. „Sie sind diejenigen, die nachher mit der Lösung arbeiten werden“, so Fester. ¹óü°ù die Umsetzung der Lösung etabliert Â鶹ԭ´´ stabile Teams. Diese „Teams of Ten“ bestehen mindestens aus einem Projektleiter, einem Scrum Master, dem Product Owner sowie Entwicklern und sind dafür verantwortlich, dass der „Backlog“ umgesetzt wird, also die täglichen Aufgaben im Projektteam.
  2. Discover (3 bis 6 Wochen): Welche Prozesse und User-Stories sind für das Unternehmen relevant und sind die bestehenden User-Stories ausreichend für die individuellen Bedürfnisse des Kunden? Diese Fragen werden unter anderem in der Discover-Phase geklärt. Dieses so genannte Scoping des Projektes legt das Fundament für das dann beginnende Projekt. ¹óü°ù jeden einzelnen Business-Prozess finden Workshops statt, in denen sich die jeweiligen Experten auf die nötigen User-Stories einigen. Zum Schluss der bis zu sechs Wochen dauernden Phase sollen die Zielarchitektur definiert sein, die einzelnen (auch teilweise neu angedachten) User-Stories im so genannten Projekt-Backlog erfasst, das Projekt inklusive der nötigen Meetingstruktur aufgesetzt sein und ein Sprint-Plan stehen, der in zweiwöchigen Schritten Softwareauslieferungen vorsieht.
  3. Engineer & Deploy (ca. 3 Monate): Die agile Entwicklungsmethode beruht darauf, dass alle zwei Wochen die nächste Etappe der Projektes erreicht ist. Nach einem abgeschlossen Sprint überprüfen Experten aus den Fachbereichen des Unternehmens, ob die Softwarebausteine so funktionieren, wie sie sollen. Erst nach Abnahme des Sprints wird die nächste Etappe angegangen.„Die Akzeptanz der User ist sehr wichtig“, erläutert Expertin Miller, „deshalb werden die User Stories erst implementiert, nachdem der Kunde die sogenannten Akzeptanzkriterien erstellt hat.“ Stellt sich heraus, dass Funktionalitäten nicht ausreichen oder andere erforderlich sind, wird der Scope des Projektes angepasst und das Projekt fortgesetzt. Sind letztlich alle erforderlichen Kundenakzeptanztests per Sprints vom Kunden erfolgreich durchgeführt und freigegeben, folgt die „Cool-Down-Phase“. „Damit ist die Implementierung abgeschlossen und die Entwickler konzentrieren sich „nur“ noch auf die Bugs“, erläutert Fester.

Customer Experience: Die drei Vorteile der Smart Adoption Methodology

¹óü°ù den Innovations-Experten Fester bietet die Methode drei besondere Vorteile:

  1. Der Fokus liegt darauf, eine gangbare Lösung explizit für das Business zu schaffen. Die IT ist – „da wir uns in der Cloud bewegen“ – eher Gast in den Workshops, denn im Idealfall kommt die IT nur ins Spiel, wenn die Cloud-Software noch Integrationsaufgaben erfordert.
  2. Unternehmen können auf den Erfahrungsschatz aus erfolgreichen Projekten von Â鶹ԭ´´ zurückgreifen, die bereits in die Business-Rollen (Personas), die definierten Prozessen und User-Stories eingeflossen sind. Hier handelt es sich um ein „lebendes Template“, das mit jedem Projekt, das abgeschlossen wird, größer und besser wird.
  3. Zwischen dem Scoping und dem Start des Projektes gibt es keinen methodischen Bruch. Denn von Beginn an bekommt der Kunde Zugriff auf die Projekttools und damit auch Transparenz über den Verlauf des Projektes. Der Kunde kann jederzeit den Status der Sprints einsehen und Â鶹ԭ´´ hat im Gegenzug jederzeit volle Transparenz über die User-Akzeptanz.

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Digitalisierung im Handel: Wie Filialen vor Ort profitieren /germany/2019/02/digitalisierung-im-handel/ Wed, 06 Feb 2019 07:00:59 +0000 /germany/?p=138232 Bargeldloses Einkaufen bei Amazon Go und Apple Pay als Möglichkeit, per iPhone zu bezahlen, deuten an, wie Digitalisierung im Handel aussehen kann. Doch viele Händler...

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Bargeldloses Einkaufen bei Amazon Go und Apple Pay als Möglichkeit, per iPhone zu bezahlen, deuten an, wie Digitalisierung im Handel aussehen kann. Doch viele Händler in Deutschland reagieren erst, wenn sie nicht mehr anders können.

Im europäischen Ìýzeigt sich, dass deutsche Konsumenten den stationären Handel nach wie vor lieber haben als ihre europäischen Nachbarn: 59 Prozent der befragten Verbraucher gaben an, dass sie wöchentlich in einem Laden vor Ort einkaufen gehen – 13 Prozent mehr als vor zwei Jahren, so Ergebnisse einer Befragung des Unternehmensberaters PWC. Hingegen ist nur jeder dritte Niederländer einmal pro Woche im „stationären Handel“ zu sehen, in den meisten Nachbarstaaten liegen die Zahlen etwas über 40 Prozent (Italien bei 48 Prozent, Frankreich bei 45 Prozent und Belgien bei 40 Prozent). Und trotz der offenbar häufigeren Vor-Ort-Einkäufe steigt der Umsatz, der online gemacht wird, weiter stark an. Nach aktuellen Zahlen des HDE Handelsverbands Deutschland werden in diesem Jahr etwa 53 Milliarden Euro online „eingefahren“, knapp zehn Prozent mehr als im Vorjahr und über 300 Prozent mehr als vor zehn Jahren. Insgesamt bleibt der Gesamtumsatz (525 Milliarden Euro) im Handel in etwa auf seinem Niveau (+2,3 Prozent). „Der stationäre Handel ist nach wie vor sehr wichtig“, sagt Stephanie Ziegler von Â鶹ԭ´´ Innovation Consulting Services, „allerdings muss er seine digitalen Services auf den Stand der Zeit bringen.“

Treiber aus den USA: Apple Pay ist da und Amazon Go kommt irgendwann

Bestes Beispiel: Anfang Dezember startete US-Konzern Apple seinen Bezahldienst Apple Pay in Deutschland, mit dem die Kunden bargeldlos in jedem Geschäft einkaufen können – ob beim Supermarkt, beim Bäcker oder im Baumarkt. Doch viele Händler haben sich nicht darauf vorbereitet. „Nee, nie gehört“ bekam Â鶹ԭ´´-Experte Faskel etwa in der Filiale eines Buchhandelsunternehmens zu hören: „Das zeigt, dass erst ein Wandel in den Köpfen nötig ist.“ Seit Online-Gigant Amazon kürzlich angekündigt hat, weltweit 3.000 stationäre Amazon-Go-Filialen eröffnen zu wollen, steht zudem bereits das nächste Umdenken für den Handel ins Haus. Denn dann werden (mit einem Smartphone ausgestattete) Kunden ihre Waren einfach in ihrem Rucksack unterbringen und wieder aus dem Laden herausgehen. Der Bezahlprozess ist unsichtbar und bargeldlos. Ein Kassierer ist im Amazon-Go-Prozess nicht vorgesehen. Als erster Standort in Europa ist angeblich London im Gespräch. Wann die Expansion nach Deutschland ansteht ist noch offen. Das gerade absolvierte Weihnachtsgeschäft hat allerdings wieder deutlich gemacht: „Wer einkauft, hat es oft eilig und kein Interesse daran, lange in einer Schlange zu stehen“, sagt Faskel. Der Mehrwert des bargeldlosen Einkaufs liegt für ihn also auf der Hand.

Stationäres Geschäft im Handel: Beispiele und Visionen mit Mehrwert

Es ist allerdings nicht der einzige Mehrwert, der durch die „Digitalisierung auf der Fläche“ realisierbar ist. Da sind zum Beispiel:

  • Die Indoor-Navigation, die Philips LightningÌýentwickelt hat, ermöglicht auf Basis einer digitalen Einkaufsliste zielgerichtet von Produkt zu Produkt zu navigieren. Auf Basis bekannter persönliche Präferenzen macht eine entsprechende App zudem Vorschläge für Produkte, die aktuell im Angebot sind und zum „Einkaufsspektrum“ des Konsumenten gehören. Die LED-Lampen in der Filiale sind mit einem Visible-Light-Communication-System ausgestattet, das über WLAN mit dem Smartphone kommuniziert. Über sie bekommt der Händler Realtime-Daten vom Kunden, die er etwa für individuelle Push-Nachrichten und Angebote einsetzen kann. Zudem ist es möglich, herauszufinden, auf welchen Wegen die Kunden unterwegs „Produkte mit der höchsten Marge sollten dort zu finden sein, wo sich die Kunden am meisten aufhalten“, erläutert Faskel, der sich eine anonymisierte Analyse der „Bewegungsdaten“ der Kunden vorstellen kann, um festzulegen, wo Produkte idealerweise positioniert werden sollten.
  • Digitale PreisetikettenÌýbieten dem Händler den Vorteil, dynamisch auf Nachfragen reagieren zu können und die Preise dieser Entwicklung anzupassen. „Sind einzelne Produkte besonders gefragt, ist vielleicht eine Preiserhöhung möglich, womit die Marge erhöht werden kann“, erläutert Ziegler. Zudem lässt sich der Service für den Kunden digital noch erweitern, in dem ihm über einen QR-Code auf dem digitalen Etikett nicht nur weitere Informationen über das Produkt gegeben werden, sondern auch auf weitere passende Produkte hingewiesen wird. Die digitalen Preisetiketten korrespondieren mit dem Backendsystem, das die Informationen über Bestände und Verfügbarkeiten „kennt“. Zeichnet sich ein neuer Trend ab, lässt sich mit einem neuen Preis direkt beisteuern, auf der anderen Seite aber auch im Einkauf entsprechend reagieren.
  • Der digitale SpiegelÌýin einem Fashion-Shop ermöglicht Kunden, sich nicht mehr umziehen zu müssen. Denn über einen Körperscanner vermisst er den Kunden, der dann „nur“ noch entscheiden muss, welche Hose, welchen Gürtel und welches Hemd er anprobieren möchte. Im digitalen Spiegel sieht er, ob der XL-Mantel nicht doch etwas zu groß ist. Er kann Farben variieren, die in dieser Filiale nicht vorrätig sind. „Es gibt inzwischen so viele intelligente Apps, über die sich Mode bestellen lässt“, erläutert Ziegler, die an Händler appelliert, daraus auch Nutzen für den stationären Handel zu ziehen. So ließe sich etwa der Kleidungsstil von Schauspielern und Kinostars quasi „kopieren“, indem sich der Kunde einfach vor den Spiegel stellt, sich für „George Clooney“ oder „Gwyneth Paltrow“ entscheidet und schon zeigt der Spiegel diesen „Look“.

„Diese Beispiele zeigen die enormen Möglichkeiten, die auch auf der Fläche möglich sind“, weiß Ziegler, deren Aufgabe es als Verantwortliche für Innovationsprojekte bei Â鶹ԭ´´ ist, ein Stück voraus zu denken. Innovation hat viele Formen. In der etwa lässt sich Essen für einen individuellen Zeitpunkt online oder per App bestellen. Per App lässt sich mitverfolgen, wie viele Minuten das Gericht noch bis zur Fertigstellung benötigt. Vor Ort angekommen steht das Essen in einem von etwa 30 Fächern schon bereit. „Eine Warteschlange entsteht gar nicht erst“, sagt Faskel, der darin eine ideale Kombination aus Analogem und Digitalem sieht: „Davon muss es einfach mehr geben.“

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