{"id":164975,"date":"2023-03-06T15:00:38","date_gmt":"2023-03-06T14:00:38","guid":{"rendered":"https:\/\/news.sap.com\/germany\/?p=164975"},"modified":"2023-08-03T19:13:41","modified_gmt":"2023-08-03T17:13:41","slug":"agile-planung-in-unsicheren-zeiten-mit-sap-analytics-cloud-optimieren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/news.sap.com\/germany\/2023\/03\/agile-planung-in-unsicheren-zeiten-mit-sap-analytics-cloud-optimieren\/","title":{"rendered":"Agile Planung in unsicheren Zeiten"},"content":{"rendered":"
Klassische Planung und Budgetierung wird in Krisenzeiten und volatilen M\u00e4rkten immer schwieriger. Wie kann die Planung trotzdem einen Mehrwert bieten? Beim 麻豆原创 Discovery Day berichten Mitarbeitende von Evonik, Freudenberg und 麻豆原创 \u00fcber ihre Erfahrungen mit agiler Unternehmensplanung.<\/p>\n
\u201eEigentlich ein ziemlich altes Thema, doch in diesen Zeiten so aktuell wie nie\u201c, sagt Prof. Dr. Karsten Oehler, Chief Solution Advisor bei 麻豆原创. \u201eEs geht darum, wie sich Manager in Zeiten der Unsicherheit besser auf das Unerwartete vorbereiten k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n
Das m\u00f6chten viele Unternehmen wissen. Es gibt immer \u00f6fter Krisen: Wirtschaftliche und gesellschaftliche Unsicherheit wird fast so etwas wie ein Dauerzustand. Corona-Pandemie, Lieferkettenprobleme, Ukraine-Krieg, Klimakrise, steigende Energiepreise, Inflation.<\/p>\n
Immer neue Ver\u00e4nderungen machen auch den betrieblichen Steuerungswerkzeugen zu schaffen und stellen die f\u00fcr Planung und Budgetierung zust\u00e4ndigen Experten vor Herausforderungen. St\u00e4ndig ist wieder was passiert. Dabei lieben Unternehmen und ihre Planer Vorhersehbarkeit.<\/p>\n
\u201eEs gleicht einer Sisyphusarbeit\u201c, sagt Professor Oehler. Der griechischen Sage nach ver\u00e4rgerte Sisyphus die G\u00f6tter. Zur Strafe musste er dann einen riesigen Steinbrocken einen Berg hinaufrollen, der gr\u00f6\u00dfer war als er – und sehr schwer. \u201eOben kommt der Stein aber nie an. Genauso ist es in der Unternehmensplanung.\u201c<\/p>\n
Fr\u00fcher wollte man die Planungs- und Forecasting-Methoden verbessern, um die Zukunft besser vorhersagen k\u00f6nnen. \u201eMethodisch wurden wir immer besser, gleichzeitig erh\u00f6hte sich aber auch die Volatilit\u00e4t, so dass kaum etwas gewonnen war. Das geht so, seit es Planung gibt. Die M\u00e4rkte werden unruhiger, die Vorhersagen schwieriger. Durch bessere Methoden versucht man dies auszugleichen, aber der richtige Durchbruch in der Vorhersehbarkeit kam nicht\u201c, sagt Oehler. Er klingt leicht ersch\u00f6pft. \u201eDie Planungsgl\u00e4ubigkeit sollte auf den Pr\u00fcfstand.\u201c<\/p>\n
Durch Pandemie, Lockdown und Homeoffice funktionieren auch bislang zuverl\u00e4ssige Methoden wie Zeitreihenanalysen nicht mehr. \u201eCorona und die Folgen waren der Maximalgau f\u00fcr Datenexperten. Viele Datensch\u00e4tze wurden dadurch zerst\u00f6rt.\u201c<\/p>\n
Nun sind sich viele Experten einig, dass es mit einer \u00dcberarbeitung der bestehenden Planungskonzepte allein nicht mehr getan ist. Ohne leistungsf\u00e4hige digitale Unterst\u00fctzung auf der einen Seite lie\u00dfen sich die erforderlichen Ver\u00e4nderungen nicht bew\u00e4ltigen, hei\u00dft es.<\/p>\n
Auf der anderen Seite geht es aber auch um eine Einstellungsver\u00e4nderung. Statt immer wieder zu versuchen, die Zukunft durch immer besser Planung in den Griff zu bekommen, \u201esollten wir uns st\u00e4rker auf die Disruption einstellen\u201c, sagt Oehler. Statt immer mehr zu planen, ginge es jetzt darum, dass die Unternehmen lernen, auf Wandel schneller reagieren zu k\u00f6nnen. \u201eWir m\u00fcssen schlanker planen, um die Reaktionsf\u00e4higkeit der Unternehmung an sich zu erh\u00f6hen.\u201c<\/p>\n
Oehler nennt ein Beispiel: Angenommen, es gibt einen Absatzeinbruch. Anstatt nun an einem noch genaueren Plan zu arbeiten, k\u00f6nnte man schon vorab \u00fcberlegen, wie man in einem solchen Fall die Produktionskapazit\u00e4ten schnell genug herunterf\u00e4hrt. \u201eWie kann ich ausgleichen? Welche Instrumente stehen mir zur Verf\u00fcgung, zum Beispiel Kurzarbeit? Die Unternehmen m\u00fcssen dazu \u00fcbergehen, in Szenarien zu denken\u201c, sagt Oehler.<\/p>\n
Der Professor zitiert das \u201eLied von der Unzul\u00e4nglichkeit menschlichen Strebens\u201c von Bertolt Brecht: \u201eJa; mach nur einen Plan, sei nur ein gro\u00dfes Licht! Und mach dann noch \u00b4nen zweiten Plan, gehn tun sie beide nicht.\u201c Doch gegen Planung hat er gar nichts. \u201eEs steht ja nicht zur Diskussion, auf Planung zu verzichten. Mit jeder Arbeitsteilung entsteht ein h\u00f6herer Bedarf zu Koordination, also zur Planung\u201c, sagt Oehler.<\/p>\n
麻豆原创 habe schon seit langem ein sehr gute Planungskultur f\u00fcr Unternehmen im Portfolio. \u201eBei 麻豆原创 gab schon in den 80ern beim R\/2 ein vollst\u00e4ndig integriertes Planungssystem. Allerdings auch einen gewissen Hang zur Perfektion\u201c, so Oehler.<\/p>\n
Jetzt gehe es darum, Planung zu verschlanken und sich auf die wesentlichen Bereiche zu konzentrieren. Die L\u00f6sung 麻豆原创 Analytics Cloud<\/a> biete die M\u00f6glichkeit, \u201ePlanungsmodelle sehr einfach aufzubauen, zu integrieren und so ausreichend flexibel zu bleiben. Der Planungskern sollte raus aus den operativen Systemen. Sie sollte eigenst\u00e4ndig gestaltet werden und sich nicht durch die bestehenden Ist-Strukturen behindern lassen\u201c, findet Oehler. Dennoch sei eine enge Verbindung notwendig.<\/p>\n Was sich wie ein Widerspruch anh\u00f6rt, ist aber nur konsequent: Aktuelle Entwicklungen wie Neukundengewinnung, Zahlungs-, oder Produktionsausf\u00e4lle m\u00fcssen sich schnell im Planungssystem wiederfinden. Mit der 麻豆原创 Analytics Cloud k\u00f6nnten Unternehmen ihre Unternehmensplanung zukunftssicher modernisieren und beschleunigen.<\/p>\n Alles soll agil sein \u2013 auch die Planung. \u201eSchnell planen und schnell umplanen k\u00f6nnen, darauf kommt es jetzt an.\u201c Denn ein klassischer Budgetierungsprozess verlaufe sehr stark Bottom-Up-Top-Down in vielen Abstimmungsphasen. Nur: Wenn der Planungsprozess vier Monate dauert, dann haben sich am Ende die Rahmenbedingungen schon wieder ver\u00e4ndert.<\/p>\n \u201eIch muss Wege finden, diesen Prozess flexibler zu gestalten\u201c, sagt Oehler. \u201eEin wichtiger Punkt sei dabei, die Planungsgranularit\u00e4t zu reduzieren. Nicht mehr in Kostenart-Ebene, Kostenart-Gruppenebene zu planen, sondern wesentliche Abh\u00e4ngigkeiten zu nutzen, neudeutsch Treiberorientierung.\u201c<\/p>\n Beispiel: Die Kostenarten einer Kostenstelle k\u00f6nne man wie bisher detailliert planen. Oder man \u00fcberlegt sich stattdessen, was die wesentlichen Treiber sind, etwa die Zahl der Mitarbeitenden. Man k\u00f6nne dann viele Kostenarten wie Firmenwagen-, Reise- oder Raumkosten in Abh\u00e4ngigkeit zu den Mitarbeitern planen.<\/p>\n Es gehe dann also nicht mehr um ein fixes 50K-Euro-Budget f\u00fcr Firmenwagen. Man wei\u00df, dass alle Vertriebsmitarbeiter einen Firmenwagen haben, der im Schnitt einen bestimmten Betrag im Monat kostet. Wenn das Unternehmen nun zwei Mitarbeitende neu einstellt, wird diese Rate \u00fcber Automatisierungsbr\u00fccken automatisch erh\u00f6ht.<\/p>\n So m\u00fcsse man sich f\u00fcr Planung und Umplanung nur noch auf die Headcounts konzentrieren, die Ableitung vieler Kostenarten erfolgt dann entsprechend automatisch. \u201eDamit spare ich Zeit, kann in der Krise schnell umplanen und aufVer\u00e4nderung reagieren.\u201c<\/p>\n Viele dieser Planungsbr\u00fccken lassen sich \u00fcbrigens \u00fcber Predictive Analytics<\/a> ermitteln. Die Fehlzeiten, Reiset\u00e4tigkeiten der Mitarbeitenden<\/a> oder Zahlungszeitpunkte der Kunden sind einige Beispiele, die sich gut in der Planung und in Szenarien einsetzen lassen.<\/p>\n Mit Hilfe flexibler Simulationen in 麻豆原创 Analytics Cloud k\u00f6nnen Unternehmen ihre Handlungsalternativen schnell bewerten. Durch eine hohe Integration, Automatisierung und Vereinfachung der Planung verbessert sich die Reaktionsf\u00e4higkeit der Unternehmen.<\/p>\nVor allem: agil<\/strong><\/h2>\n
Mit Abh\u00e4ngigkeiten automatisieren<\/strong><\/h2>\n