{"id":164448,"date":"2023-02-23T08:00:05","date_gmt":"2023-02-23T07:00:05","guid":{"rendered":"https:\/\/news.sap.com\/germany\/?p=164448"},"modified":"2023-11-03T13:06:18","modified_gmt":"2023-11-03T12:06:18","slug":"lieferkettensorgfaltspflichtengesetz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/news.sap.com\/germany\/2023\/02\/lieferkettensorgfaltspflichtengesetz\/","title":{"rendered":"Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz: Das sollten Sie wissen"},"content":{"rendered":"

Unter den gr\u00f6\u00dften Zusammenbr\u00fcchen von Lieferketten in der j\u00fcngeren Geschichte haben erst die Ereignisse der letzten Jahre Reformen hervorgebracht. Zur St\u00e4rkung von Beschaffungsprozessen wurde au\u00dferdem der Aspekt der gesellschaftlichen Verantwortung in ein anderes Licht ger\u00fcckt. Zahlreiche Gesetze und Initiativen auf der Grundlage der UN-Leitprinzipien f\u00fcr Wirtschaft und Menschenrechte<\/a> wurden geschaffen, die auf den drei S\u00e4ulen des Rahmenwerks der Vereinten Nationen f\u00fcr Menschenrechte ruhen: \u201eSchutz, Achtung und Abhilfe\u201c. Darunter unter anderen das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz.<\/p>\n

Das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz, kurz LkSG, trat im Juni 2021 in Deutsch\u00adland in Kraft und kann den \u00fcbrigen EU-L\u00e4ndern als Modell dienen. Es enth\u00e4lt eine Reihe von Bestimmungen zur Regelung der gesellschaftlichen und \u00f6kologischen Verantwortung von Unternehmen. Unter anderem m\u00fcssen Unter\u00adnehmen demzufolge bis sp\u00e4testens April 2024 gegen\u00fcber den Bundesbeh\u00f6rden nachweisen, dass ihr Risikomanagementsystem in der Lage ist, Verst\u00f6\u00dfe in der Lieferkette zu beheben.<\/p>\n

Das bundesdeutsche LkSG und andere Lieferkettensorgfaltspflichtengesetze sollen den Umweltschutz f\u00f6rdern<\/a>, Verletzungen von Menschenrechten verhindern und letztlich mehr Transparenz in Lieferketten schaffen. Um ein solches Gesetz einhalten zu k\u00f6nnen, m\u00fcssen Unternehmen Vorbereitungen treffen. Das beweist, dass die Digitalisierung von Lieferketten nicht mehr nur ein Merkmal eines modernen Beschaffungswesens mehr ist\u00a0\u2013 sie ist eine Voraussetzung daf\u00fcr. Mit einer flexiblen digitalen Lieferkette k\u00f6nnen Unternehmen sich rasch auf neue gesetzliche Vor\u00adschriften oder unerwartete Krisen einstellen.<\/p>\n

Die F\u00f6rderung von Nachhaltigkeit<\/a> und Menschenrechten ist inzwischen in weiten Teilen der Wirtschaft fester Bestandteil von Unternehmenszielen. Unternehmen des 21.\u00a0Jahrhunderts ist es ein Anliegen, zum Allgemeinwohl der globalen Gesellschaft und zum Schutz des Planeten beizutragen. Diese ethische Handlungsgrundlage ist heute aus Sicht von Kunden und Verbrauchern bereits eine Voraussetzung. Zudem spielt sie bei der Rekrutierung von Personal eine entscheidende Rolle. Unternehmen ohne klare Agenda f\u00fcr Nachhaltigkeit und Menschenrechte k\u00f6nnten erhebliche Schwierigkeiten haben, Talente zu gewinnen und langfristig zu binden.<\/p>\n

Und w\u00e4hrend die Verwirklichung von Nachhaltigkeitsprogrammen und der Aufbau von ethischen Partnerschaften zahlreiche positive Effekte zeitigen, k\u00f6nnten umgekehrt Verst\u00f6\u00dfe gegen das LkSG und vergleichbare Gesetze zu empfindlichen Strafen und Bu\u00dfgeldern f\u00fchren. Beispielsweise m\u00fcssen Unternehmen mit \u00fcber 400\u00a0Millionen Euro Umsatz unter Umst\u00e4nden bis zu zwei Prozent des Jahres\u00adumsatzes zahlen, wenn sie keine Abhilfema\u00dfnahmen ergreifen, um nicht konforme Praktiken abzustellen. Zudem kann die Nichteinhaltung des Gesetzes zum Aus\u00adschluss von \u00f6ffentlichen Ausschreibungen f\u00fcr bis zu drei Jahre f\u00fchren. Hinzu kommt der Reputationsschaden f\u00fcr das Unternehmen. Ein Versto\u00df k\u00f6nnte verheerende Folgen f\u00fcr das \u00f6ffentliche Ansehen und letztlich f\u00fcr Umsatz und Gewinn des Unternehmens haben.<\/p>\n

Investitionen in Nachhaltigkeit und den Schutz der Menschenrechte sind nicht nur unerl\u00e4sslich, um Strafzahlungen zu vermeiden, sondern auch, um das Unternehmen zukunftsf\u00e4hig zu machen. Im Endeffekt geht es darum, das Richtige f\u00fcr unsere Gesellschaft und f\u00fcr unseren Planeten zu tun.<\/p>\n

Aufbau einer absolut transparenten Lieferkette<\/strong><\/h2>\n

In einem Zeitalter, in dem jede Information binnen Sekundenbruchteilen weltweit verf\u00fcgbar ist, m\u00fcssen Unternehmen erkennen, dass Verbraucher mehr denn je beobachten, welche Haltung sie nach au\u00dfen repr\u00e4sentieren und was sie tats\u00e4chlich tun, um ihrer sozialen Verantwortung gerecht zu werden. Konsumenten m\u00f6chten die Gewissheit haben, dass die Unternehmen, mit denen sie interagieren, gesellschaf\u00adtlich und \u00f6kologisch verantwortungsvoll handeln. Wenn Kunden \u00fcber soziale Medien Skandalmeldungen in Echtzeit verbreiten k\u00f6nnen, kann ein einziger Fehlgriff in der Lieferkette zu einem sofortigen Boykott f\u00fchren\u00a0\u2013 mit katastrophalen Folgen f\u00fcr das Unternehmen. Doch Unternehmen k\u00f6nnen sich sch\u00fctzen, indem sie alle Sorgfalts\u00adpflichtengesetze einhalten, die erforderlichen Daten erfassen und eine absolut transparente Lieferkette aufbauen.<\/p>\n

Aus diesem Grund m\u00fcssen Unternehmen eine umsetzbare Strategie f\u00fcr soziale Verantwortung entwickeln. Es gibt zahlreiche rohstoff- und regionsspezifische Anbieternetzwerke mit Fokus auf Nachhaltigkeit. Doch eine zentrale Datenquelle f\u00fcr die gesamte Lieferantenbasis kann risikosensible Kernprozesse unterst\u00fctzen und gleichzeitig differenzierte Berichterstattung und transparente Pr\u00fcfungsnachweise erm\u00f6glichen. 麻豆原创-L\u00f6sungen k\u00f6nnen beim Aufbau von digitalen Br\u00fccken helfen und die Einhaltung von gesetzlichen Vorschriften erleichtern, indem sie:<\/p>\n