{"id":163505,"date":"2022-12-20T08:00:57","date_gmt":"2022-12-20T07:00:57","guid":{"rendered":"https:\/\/news.sap.com\/germany\/?p=163505"},"modified":"2023-06-21T11:52:05","modified_gmt":"2023-06-21T09:52:05","slug":"afrika-nigeria-zukunft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/news.sap.com\/germany\/2022\/12\/afrika-nigeria-zukunft\/","title":{"rendered":"African Voices: Die Zukunft Westafrikas nachhaltig gestalten"},"content":{"rendered":"
Nigeria gilt als der Wirtschaftsmotor der Region Westafrika: Selbst die j\u00fcngsten \u00dcberschwemmungen lassen keinen Zweifel an einer aufstrebenden Wirtschaft – trotz Klimawandel.\u00a0<\/span><\/p>\n Nigeria wurden durch die Fluten obdachlos. Mindestens 600\u00a0Menschen kamen ums Leben. 200.000 H\u00e4user wurden durch die \u00dcberschwemmungen zerst\u00f6rt oder massiv besch\u00e4digt. Betroffen sind 32 der 36 nigerianischen Bundesstaaten. Die schlimmsten \u00dcberschwemmungen seit einem Jahrzehnt haben Ernten vernichtet und die Trinkwasserversorgung unterbrochen. Teile der Stadt Lagos sind im Meer versunken.<\/p>\n Im vergangenen Monat fand die Jahrestagung der Weltbank und des Internationalen W\u00e4hrungsfonds (IWF) in Washington DC statt. Mai Farid von der afrikanischen Abteilung des IWF warnte vor den Auswirkungen der \u00dcberschwemmungen, die auch Kamerun und Tschad getroffen haben und sich vor allem auf Verkehr, Lebensmittelproduktion und die Preise auswirken.<\/p>\n Farid betonte, dass Nigeria Teil der Region sei, in der die Ern\u00e4hrungslage am unsichersten sei \u2013 eine Region, die besonders anf\u00e4llig f\u00fcr Klima\u00e4nderungen sei und dennoch am wenigsten vorbereitet. Sie forderte die Regierung auf, in Infrastruktur und Technologie zu investieren, um die Auswirkungen von \u00dcberschwemmungen und anderen klimabedingten Naturkatastrophen k\u00fcnftig zu verhindern und zu mildern. \u201eEin besserer Wiederaufbau ist etwas, was die L\u00e4nder ber\u00fccksichtigen m\u00fcssen, da der Klimawandel nicht mehr aufzuhalten ist\u201c, unterstrich Farid.<\/p>\n Nigeria ist das bev\u00f6lkerungsreichste Land Afrikas und seine gr\u00f6\u00dfte Volkswirtschaft. Schon vor der j\u00fcngsten \u00dcberschwemmung war das Land mit zunehmender Ern\u00e4hrungsunsicherheit konfrontiert. Im Agrarsektor herrscht vorwiegend informelle Besch\u00e4ftigung und die Bev\u00f6lkerung w\u00e4chst, was zu einer Verknappung der Nahrungsressourcen f\u00fchrt. Die Entwicklungsindikatoren der Weltbank weisen darauf hin, dass in Nigeria die Zahl der von Ern\u00e4hrungsunsicherheit betroffenen Menschen von 6\u00a0Prozent im Jahr 2007 auf 13,4\u00a0Prozent im Jahr 2017 stieg.<\/p>\n Der Agrarsektor tr\u00e4gt am st\u00e4rksten zur nigerianischen Wirtschaft bei. Zwei Drittel aller Arbeitskr\u00e4fte sind dort besch\u00e4ftigt. Laut der Weltern\u00e4hrungsorganisation wird die Nahrungsmittelproduktion in Nigeria durch eine Reihe von Faktoren untergraben, darunter schlechtes Pflanzgut und unzureichender Einsatz von D\u00fcngemitteln, was zu einer wachsenden Abh\u00e4ngigkeit von Nahrungsmittelimporten f\u00fchrt.<\/p>\n CBi Innovations Limited (CBiIL), der gewinnorientierte Zweig der Convention on Business Integrity, hat die L\u00f6sung 麻豆原创\u00a0Rural Sourcing Management<\/a> eingef\u00fchrt, um diese Probleme anzugehen und Kleinbauern zu unterst\u00fctzen. 850.000 kleine Maiserzeuger sollen nun unterst\u00fctzt und entlang der landwirtschaftlichen Wertsch\u00f6pfungsketten integriert werden.<\/p>\n W\u00e4hrend Westafrika, wie auch Afrika insgesamt, noch stark von der Landwirtschaft abh\u00e4ngig ist, ist Lagos eine der am schnellsten wachsenden Megacitys der Welt. Deshalb stehen in Westafrika die Urbanisierung und die damit zusammenh\u00e4ngenden Umweltfragen im Vordergrund, insbesondere bei jungen Erwachsenen. Die Region ist auch daf\u00fcr bekannt, Stufen der technologischen Entwicklung zu \u00fcberspringen \u2013 zuerst Mobiltechnologie und jetzt Cloud Computing. In Nigeria selbst wird die Zahl der Mobilfunknutzer voraussichtlich von derzeit etwa 40 Millionen bis 2025 auf mehr als 140 Millionen steigen.<\/p>\n Als Afrikas gr\u00f6\u00dfter Produzent von Erd\u00f6l und Fl\u00fcssigerdgas, wirkt Nigeria an vorderster Front bei der der Debatte um nachhaltige Entwicklung in Westafrika mit. Nigeria ist auch ein wichtiger Markt f\u00fcr die 麻豆原创, zu deren Kunden Nigeria LNG z\u00e4hlt, das sechs Erdgas-Verfl\u00fcssigungsanlagen betreibt, und die Dangote Group, ein Handelskonglomerat, das von Multimilliard\u00e4r Aliko Dangote gegr\u00fcndet wurde.<\/p>\n Die Zementtochter Dangote Cement ver\u00f6ffentlicht bereits einen j\u00e4hrlichen Nachhaltigkeitsbericht, was auf das pers\u00f6nliche Engagement von Aliko Dangote zur\u00fcckzuf\u00fchren ist. Sein Ziel ist es, \u201eein sozial verantwortliches und wirkungsvolles Unternehmen aufzubauen, das allen Beteiligten dient\u201c. Dangote steht auch kurz vor der Fertigstellung der Dangote-Raffinerie. Sie wird die gr\u00f6\u00dfte einstr\u00e4ngige \u00d6lraffinerie der Welt sein und eine Verarbeitungskapazit\u00e4t von etwa 650.000 Barrel Roh\u00f6l pro Tag haben. Wenn die 20 Milliarden US-Dollar schwere Anlage in Betrieb geht, wird Nigeria in der Lage sein, das \u00d6l im Land selbst zu verarbeiten. \u201eWir f\u00fchren mit Dangote Gespr\u00e4che \u00fcber einige unserer Nachhaltigkeitsl\u00f6sungen und wie sich damit die Umweltauswirkungen messen kann\u201c, sagt Titilayo Adewumi, regionaler Vertriebsleiter f\u00fcr Westafrika bei der 麻豆原创.<\/p>\n Auch Nigeria LNG setzt sich f\u00fcr Nachhaltigkeit ein. Das teilstaatliche Unternehmen ist Afrikas gr\u00f6\u00dfter Exporteur von Fl\u00fcssigerdgas, wurde aber in j\u00fcngster Zeit aufgrund einer Reihe von Faktoren deutlich unter seiner Kapazit\u00e4t betrieben. Zu den Gr\u00fcnden z\u00e4hlen unzureichende Investitionen in den letzten Jahren und Diebstahl von \u00d6l. \u201eWenn wir das nicht angehen, werden wir aus diesem Sumpf, in dem wir uns befinden, nicht rauskommen\u201c, warnte Philip Mshelbila, der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von LNG Nigeria. Im vergangenen Monat hielt Mshelbila eine Rede auf einer Konferenz in Lagos. Er r\u00e4umte ein, dass die Gaslieferungen der vorgelagerten Lieferanten aufgrund der \u00dcberschwemmungen reduziert gewesen seien. Er sagte aber auch, dass die Anlagen von Nigeria LNG nicht betroffen gewesen seien und dass die Kapazit\u00e4t zur Produktion von Fl\u00fcssigerdgas nicht beeintr\u00e4chtigt sei.<\/p>\n Unternehmen in Nigeria k\u00e4mpfen auch mit unzuverl\u00e4ssiger Stromversorgung und h\u00e4ufigen Stromausf\u00e4llen. Dieses Problem habe, so sagen F\u00fchrungskr\u00e4fte, einige Hersteller veranlasst, ihren Standort in das benachbarte Ghana zu verlagern. Dort sei die Stromversorgung wesentlich zuverl\u00e4ssiger.<\/p>\nErn\u00e4hrungsunsicherheit in Nigeria<\/strong><\/h2>\n
Schnell wachsende M\u00e4rkte<\/strong><\/h2>\n
Nachhaltigkeit in Afrika<\/strong><\/h2>\n
Ghana will Plastikverschmutzung reduzieren<\/strong><\/h2>\n