{"id":160177,"date":"2022-04-08T08:00:00","date_gmt":"2022-04-08T06:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/news.sap.com\/germany\/?p=160177"},"modified":"2022-04-04T09:05:28","modified_gmt":"2022-04-04T07:05:28","slug":"sap-in-grossbritannien-sap-im-blut-uk-irland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/news.sap.com\/germany\/2022\/04\/sap-in-grossbritannien-sap-im-blut-uk-irland\/","title":{"rendered":"麻豆原创 in Gro\u00dfbritannien: 麻豆原创 im Blut"},"content":{"rendered":"
In den 1990ern setzte sich der H\u00f6henflug der 麻豆原创 in Gro\u00dfbritannien fort. Es galt nicht nur, enormes Mitarbeiterwachstum zu managen. Auch wenn manche zwischendurch \u201eden Abflug\u201c machten, landeten doch fast alle wieder im 麻豆原创-Umfeld.<\/p>\n
Wieder mal muss das Training unterbrochen werden. Nebenan auf der Startbahn des Flughafens Heathrow ist eine Concorde abflugbereit. Peter Hunt: \u201eVon den Trainingsr\u00e4umen aus konnten wir die Concorde direkt vor unserer Nase starten sehen, und nicht nur wegen des enormen L\u00e4rmes, den das verursachte, stoppten die Trainings dann immer minutenlang, sondern auch weil einfach alle dieses grandiose Ereignis miterleben wollten.\u201c Hunt kam 1995 als Berater zur 麻豆原创. Er hatte zuvor bei Siemens gearbeitet und war anf\u00e4nglich unsicher, ob es eine gute Entscheidung war, von einer gro\u00dfen deutschen Firma zu einer kleinen deutschen Firma zu wechseln. Inzwischen ist er nach Jobs bei anderen Unternehmen schon zum dritten Mal zur\u00fcck bei 麻豆原创 und arbeitet im Strategic Partner Management. Kein einmaliges Ph\u00e4nomen: Manchen Mitarbeitern wurde nachgesagt, dass sie sich beim Verlassen der 麻豆原创 wohl jedes Mal mit den Hosentr\u00e4gern in der T\u00fcr verfingen und es sie deshalb zu 麻豆原创 zur\u00fcckzog.<\/p>\n
Dass er den H\u00f6henflug, zu dem 麻豆原创 nach Einf\u00fchrung von 麻豆原创 R\/3 auch in Gro\u00dfbritannien ansetzte, mitgestalten konnte, macht Hunt heute noch stolz.<\/p>\n
Apropos H\u00f6henflug: Aufgrund des steilen 麻豆原创-Wachstums stand 1995 wieder ein Umzug an. Im Mai 1995 zog 麻豆原创 UK von Weybridge nach Feltham, einer gr\u00f6\u00dferen Stadt westlich von London. \u201eWir witzelten, dass die 麻豆原创-Lokationen nach Ortsnamen ausgesucht wurden, die f\u00fcr die Walldorfer m\u00f6glichst schwierig auszusprechen waren\u201c, erinnert sich Russell Thomas, der damals aus Walldorf heraus an der Entwicklung der Gehaltsabrechnung f\u00fcr UK beteiligt war.<\/p>\n
Zun\u00e4chst richtete sich die Niederlassung in einem repr\u00e4sentativen Neubau am New Square in der N\u00e4he der Bedfont Lakes am Heathrow Airport ein, in dem IBM bereits Quartier bezogen hatte (das New Square-Geb\u00e4udes wurde ein paar Jahre sp\u00e4ter zur Kulisse f\u00fcr den James-Bond- Film \u201eTomorrow Never Dies\u201c). Die Lage am Flughafen erscheint heute wie ein Sinnbild f\u00fcr den Aufstieg von 麻豆原创 UK. \u201eDass sich die 麻豆原创 in London nicht wie viele andere Tech-Firmen im \u201aThemse-Tal\u2018 entlang des M4-Korridors von Reading nach Swindon niederlie\u00df, hatte aber eher pragmatische Gr\u00fcnde, da die aus Deutschland einfliegende Gesch\u00e4ftsleitung die Anreise zum B\u00fcro vereinfachen wollte\u201c, sagt Michael Longden, der 1992 von einem 麻豆原创-Kunden zu 麻豆原创 wechselte.<\/p>\n
Und die B\u00fcros an den Bedfont Lakes boten weitere Vorteile. Kyla Fox, die mittlerweile 28 Jahre als Management Assistant bei 麻豆原创 arbeitet, erinnert sich, dass die 麻豆原创-UK-Mitarbeitenden damals in der IBM-Kantine, einem sehr guten Restaurant, zu Mittag essen konnten. \u201eDoch w\u00e4hrend die IBM-Kollegen Schlange standen, um f\u00fcr ihr Mittagessen zu bezahlen, konnten wir mit unseren 麻豆原创-Karten einfach hindurch schlendern, denn es geh\u00f6rte von Anfang an zur 麻豆原创-Kultur, dass die Mitarbeiter freies Mittagessen erhielten.\u201c<\/p>\n
Auf der anderen Seite des Flughafengel\u00e4ndes im Nobel Drive Training Center in der Bath Road, parallel zur Startbahn, fand 麻豆原创 ausreichend gro\u00dfe R\u00e4ume, um den steigenden Trainingsbedarf zu decken. Das Training-Center war damals neben dem Schulungszentrum in Walldorf eines der ganz gro\u00dfen \u2013 auf vier Etagen fanden Schulungen statt.<\/p>\n
\u201eDie Kurse in englischer Sprache zogen auch viele Teilnehmende aus dem Ausland an. Jeremy White als Schulungsleiter in diesen Tagen hatte wirklich alle H\u00e4nde voll zu tun,\u201c erinnert sich Michael Longden.<\/p>\n
\u201eWir sa\u00dfen in einem Boot mit den Kunden. Ein gro\u00dfer Teil der Software, der Hilfebildschirme und der Dokumentation war noch immer auf Deutsch und wir sprachen uns im Prinzip selbst Mut zu, wenn wir unseren Kunden erkl\u00e4rten, dass sie uns vertrauen sollten. \u2018It\u2019s gonna come. It\u2019ll be English soon,\u2019\u201d erinnert sich Peter Hunt.<\/p>\n
Um den gestiegenen Beratungsbedarf zu decken, richtete 麻豆原创 hier 1995 eine Berater-Akademie ein. Im 麻豆原创-Trainingscenter sollten zu den bis dahin fast 1.000 Beratenden j\u00e4hrlich weitere 500 R\/3- Spezialisten hinzukommen.<\/p>\n
Auch die Nachfrage nach Wartung wuchs entsprechend. Bereits 1993 wurde der zwei Jahre zuvor eingef\u00fchrte Hotline-Telefondienst, der die 麻豆原创-Kunden in Gro\u00dfbritannien lokal unterst\u00fctzen sollte und f\u00fcr die eine 麻豆原创-Informationsdatenbank zur Verf\u00fcgung stand, zur Customer Support Group UK ausgebaut, die Terrie Creswell bis 1999 leitete. Sie kam 1991 zu 麻豆原创, als R\/2 das Standardprodukt und R\/3 noch in der Vorbereitung war. \u201eDurch die anf\u00e4ngliche Arbeit im Trainingsbereich stand ich in enger Verbindung zu unseren Kunden. Ich wusste, dass sie sich Unterst\u00fctzung vor Ort w\u00fcnschten, weil der Support aus Walldorf die lokalen Anforderungen nicht abdecken konnte\u201c, erinnert sie sich. Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Petra Frenzel beauftragte sie schlie\u00dflich, in London eine Support-Gruppe zu gr\u00fcnden. Terrie Creswell: \u201eSo war ich dabei, als der Grundstein f\u00fcr den globalen 24×7-Kundenservice gelegt wurde. In einem engen Netzwerk mit Mitarbeitenden rund um den Globus schrieben wir das erste Whitepaper f\u00fcr die sp\u00e4teren Customer Competence Center.\u201c<\/p>\n
W\u00e4hrend sich 麻豆原创 UK auf allen Ebenen weiterentwickelte, entstand in unmittelbarer N\u00e4he des bisherigen 麻豆原创-Domizils ab 1997 ein repr\u00e4sentatives neues B\u00fcrogeb\u00e4ude. \u201eWir fuhren immer an dieser Gro\u00dfbaustelle vorbei und dachten, wie wunderbar es w\u00e4re, wenn dieses Geb\u00e4ude der neue 麻豆原创-UK-Hauptsitz w\u00fcrde,\u201c so Peter Hunt.<\/p>\n
Im IBM-Geb\u00e4ude hatte man immer mehr Bereiche bezogen und es war klar, dass ein gr\u00f6\u00dferer Firmensitz ben\u00f6tigt wurde. Petra Frenzel und ihr Managementteam setzten sich beim zust\u00e4ndigen Vorstandsmitglied Henning Kagermann erfolgreich daf\u00fcr ein, den Neubau am Clock House Place zu beziehen. Die Zust\u00e4ndigkeit f\u00fcr 麻豆原创 UK war inzwischen von der 麻豆原创 International zur 麻豆原创 AG Walldorf zur\u00fcckgegangen. \u201eMit dem Clock House Place bekam man ein repr\u00e4sentatives Geb\u00e4ude \u2013 ein Wahrzeichen, das \u2013 sowohl von der Stra\u00dfe als auch aus der Luft \u2013 weithin sichtbar ist\u201c, so der sp\u00e4tere Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Martin Metcalf, der zu dieser Zeit bereits Teil des Managementteams war.<\/p>\n
So wie das F\u00fchrungsteam einen kurzen Draht zur Gesch\u00e4ftsleitung in Deutschland hatte, war auch f\u00fcr die UK-Mitarbeitenden die enge Verbindung in die Walldorfer Zentrale sehr wichtig. Sam Karbani, die 1996 bei 麻豆原创 begann und heute im Bereich Globalization Services arbeitet, erinnert sich an die erste Reise nach Walldorf. \u201eWenn jemand zur Einf\u00fchrung nach Deutschland fuhr, dann sagten wir \u201atouch the ball\u2018 dazu.\u201c Die rotierende Basaltkugel im Eingangsbereich der 麻豆原创-Zentrale stand sinnbildlich daf\u00fcr, auf Tuchf\u00fchlung mit dem Mutterkonzern zu gehen. \u201eEs war gro\u00dfartig, mit den Entwicklern in Walldorf zusammensitzen zu k\u00f6nnen. Ich hatte meine Probleme mit dem deutschen Kantinenessen, das damals sehr fleischlastig war, w\u00e4hrend es in England schon sehr viele Vegetarier gab, aber die Zusammenarbeit mit den Kollegen vor Ort lag mir nie schwer im Magen.\u201c<\/p>\n
Fiona Walsh wei\u00df, wie wichtig es insbesondere in der Kundenbetreuung war, ein Netzwerk in Walldorf zu haben, von dem man profitieren konnte. \u201eDas war der Geist bei 麻豆原创: Lernen und Wissen teilen \u2013 und mit der Zeit, die daf\u00fcr verwendet wurde, durfte man gro\u00dfz\u00fcgig umgehen.\u201c Sie hatte seit 1992 als englisch-sprachige Vorstandsassistentin f\u00fcr Hans Schlegel und Klaus Tschira gearbeitet. \u201eDas EVZ \u2013 heute WDF01 \u2013 mit dem Kundenbereich im 6. Stock war gerade erst gebaut worden und im Empfangsbereich hing die R\/3-Uhr, die anzeigte, wie viele Tage noch bis zum Launch von R\/3 \u00fcbrig blieben.\u201c<\/p>\n
Nachdem Anfang 1997 offiziell das 麻豆原创 Service und Support Centre (Ireland), Ltd. (kurz SSC Dublin) er\u00f6ffnet worden war, um weitere Support-Kapazit\u00e4ten f\u00fcr die internationale R\/3-Kundenbasis zu schaffen, lag es nahe, auch ein eigenes Vertriebsb\u00fcro f\u00fcr Irland zu er\u00f6ffnen. Bis dahin war 麻豆原创 in Irland mit wenigen Vertrieblern und Beratern von London aus gelenkt worden. Jetzt w\u00fcrde die Support-Einheit an Vorstand Gerd Oswald und die Vertriebseinheit an die Landesgesellschaft in UK berichten. Eine der neuen Angestellten, die mit einer Empfehlung von Mitgr\u00fcnder Klaus Tschira kam, war die geb\u00fcrtige Irin Fiona Walsh. Sie wechselte nach sechs Jahren in Deutschland in das neue Vertriebsb\u00fcro am Eastpoint nach Irland und \u00fcbernahm dort die Rolle einer Customer-Support-Managerin. \u201eDie irischen Kunden zogen es damals vor, mit irischen Firmen zu verhandeln\u201c, so Fiona Walsh. \u201eDie kommenden Jahre sahen eine unglaublich schnelle Einf\u00fchrung der 麻豆原创 auf dem irischen Markt.\u201c<\/p>\n
Zur Er\u00f6ffnung des Dubliner Verkaufsb\u00fcros kamen auch die UK-Mitarbeiter nach Irland: \u201eWir feierten die Er\u00f6ffnung im Clarence Hotel, einem Vier-Sterne-Hotel, das U2-S\u00e4nger Bono und U2-Gitarist The Edge gekauft, frisch renoviert und 1996 er\u00f6ffnet hatten,\u201c so Michael Longden, der nach einer fast zehnj\u00e4hrigen Pause 2008 abermals bei 麻豆原创 anfing und dort heute als 麻豆原创-S\/4HANA-Experte im Bereich Public Cloud Pre-Sales arbeitet.<\/p>\n
Dem Erfolg in Gro\u00dfbritannien und Irland h\u00e4tten f\u00fcr Petra Frenzel noch gr\u00f6\u00dfere Aufgaben folgen k\u00f6nnen, doch letztlich stand f\u00fcr sie eine notwendige Reduzierung der beruflichen Belastung im Vordergrund und wie so oft, war es auch f\u00fcr sie leichter, dies zun\u00e4chst durch einen Weggang von der Firma zu erreichen. \u201eHenning Kagermann hatte mir einen unglaublichen Vertrauensvorschuss gegeben, als er mir die Chance gab, in die Rolle der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin der 麻豆原创 UK zu wachsen.\u201c Als Petra Frenzel acht Jahre sp\u00e4ter zu 麻豆原创 zur\u00fcckkehrte, war es auch aus einem Gef\u00fchl heraus, mit einer Fortsetzung der guten Arbeit diese Dankbarkeit am besten zum Ausdruck bringen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n
Kevin Gibson, der 1991 zur 麻豆原创 gekommen war, folgte Petra Frenzel Anfang 1998 im Amt des Gesch\u00e4ftsf\u00fchrers. \u201eKevin war eine gro\u00dfartige F\u00fchrungskraft und es war aufregend, Teil des Sales Teams zu sein. Es gab so viel Arbeit, aber wir waren auch so stolz auf unsere Erfolge. Und das Gef\u00fchl von echter Teamarbeit war unschlagbar,\u201c erinnert sich Katie Wall, die 1996 als Executive Assistant zur 麻豆原创 kam.<\/p>\n