{"id":148521,"date":"2020-04-08T08:00:00","date_gmt":"2020-04-08T06:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/news.sap.com\/germany\/?p=148521"},"modified":"2023-03-09T16:38:30","modified_gmt":"2023-03-09T15:38:30","slug":"lieferkette-transparenz-digitalisierung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/news.sap.com\/germany\/2020\/04\/lieferkette-transparenz-digitalisierung\/","title":{"rendered":"Kann eine Lieferkette in einer digitalen Welt wirklich transparent sein?"},"content":{"rendered":"

Die Meinung des Kunden ist f\u00fcr viele Unternehmen ein wichtiger Faktor. Kunden sind vielfach bereit, mehr f\u00fcr Produkte zu zahlen, deren Lieferkette v\u00f6llig transparent und nachhaltig ist. Unternehmen tun sich allerdings schwer, diese Transparenz zu bieten.<\/p>\n

Dies kann etwa daran liegen, dass es f\u00fcr sie eine technologische Herausforderung ist: Man stelle sich nur mal vor, eine St\u00fcckliste f\u00fcr ein Produkt besteht aus Hunderttausenden von Teilen (ein durchschnittliches Auto kann beispielsweise 30.000\u00a0Teile haben). Ein anderer Grund kann sein, dass diese Informationen ein wichtiger Wettbewerbsvorteil sind und der Hersteller sie deshalb einfach nicht zur Verf\u00fcgung stellen m\u00f6chte.<\/p>\n

46\u00a0Prozent der Unternehmen verwenden Microsoft Excel<\/strong><\/em>, um St\u00f6rungen in der Lieferkette, die sich negativ auswirken, zu prognostizieren, zu \u00fcberwachen, zu erfassen, zu messen und Berichte dar\u00fcber zu erstellen.<\/em>
\n<\/em>The Business Continuity Institute:\u00a0Supply Chain Resilience Report, 2018<\/a><\/p>\n

Ein \u00dcberblick \u00fcber die komplette Lieferkette ist nur selten gegeben: <\/em>65\u00a0Prozent der Einkaufsleiter haben nur begrenzte oder gar keine Transparenz \u00fcber die Lieferkette jenseits ihrer Lieferanten der Stufe 1.<\/em><\/strong>
\n<\/strong>Deloitte:\u00a0
The Deloitte Global Chief Procurement Officer Survey, 2018<\/a><\/p>\n

Ein \u00dcberblick \u00fcber die komplette Lieferkette ist nur selten gegeben: <\/em>65\u00a0Prozent der Einkaufsleiter haben nur begrenzte oder gar keine Transparenz \u00fcber die Lieferkette jenseits ihrer Lieferanten der Stufe 1.<\/em><\/strong>
\n<\/strong>Deloitte:\u00a0
The Deloitte Global Chief Procurement Officer Survey, 2018<\/a><\/p><\/blockquote>\n

Transparente Lieferketten werden den Unterschied machen\u00a0\u00a0<\/strong><\/h2>\n

Ein Beispiel: In der Lebensmittelbranche<\/a> gibt es mehrere Herausforderungen in Bezug auf Nachhaltigkeit. Man denke beispielsweise an die Haltungsbedingungen f\u00fcr K\u00fche und an die weiteren Akteure in der Lieferkette vom Landwirt \u00fcber den Milch-, K\u00e4se-, Butter- oder Fleischerzeuger bis hin zum Einzelh\u00e4ndler. Die j\u00fcngsten Skandale und Produktr\u00fcckrufe zeigen, wie schwierig es ist, die Lieferkette \u00fcber mehrere Stufen von Beteiligten zu steuern. F\u00fchrende deutsche Einzelhandelsketten wie Aldi, Metro, Kaufland, Lidl, Edeka, Netto, Real und Rewe haben k\u00fcrzlich\u00a0Milch aufgrund von Bakterien in der Lieferkette zur\u00fcckgerufen<\/a>.<\/p>\n

Eine weiteres Beispiel ist der CO2<\/sub>-Fu\u00dfabdruck: Unternehmen, die klimaneutral werden wollen, m\u00fcssen nun in der Lage sein, den CO2<\/sub>-Aussto\u00df f\u00fcr ihre gekauften Teile, die Lieferkette, die Produktion, die Verpackung und die Auslieferung messen zu k\u00f6nnen. Dies ist f\u00fcr viele Unternehmen eine enorme Herausforderung. Beim Weltwirtschaftsforum in Davos<\/a> waren Treibhausgasemissionen und Klimawandel die vorherrschenden Themen. Auch wenn es schwierig sein mag, m\u00fcssen Unternehmen hier aktiv werden \u2013 vor allem, weil die Verbraucher diese Aspekte bei ihren Kaufentscheidungen zunehmend ber\u00fccksichtigen werden.<\/p>\n

In einer Studie wurde der Begriff \u201eKettenverantwortung<\/a>\u201c gepr\u00e4gt. Darunter versteht man \u201edas Ph\u00e4nomen, nach dem Verbraucher Unternehmen f\u00fcr nicht nachhaltiges Verhalten ihrer Lieferanten verantwortlich machen.\u201c<\/p>\n

Es gibt also zwei wichtige Aspekte:<\/p>\n