{"id":146815,"date":"2020-01-13T08:00:57","date_gmt":"2020-01-13T07:00:57","guid":{"rendered":"https:\/\/news.sap.com\/germany\/?p=146815"},"modified":"2023-03-09T15:58:01","modified_gmt":"2023-03-09T14:58:01","slug":"crm-webshop-standardloesung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/news.sap.com\/germany\/2020\/01\/crm-webshop-standardloesung\/","title":{"rendered":"20 Jahre Webshop \u2013 Zeit f\u00fcr eine Standardl\u00f6sung"},"content":{"rendered":"
Anfang der 2000er-Jahre starteten viele Chemieunternehmen eigene Webshops \u2013 digitale Verkaufsplattformen f\u00fcr B2B. Die Entscheidungen wurden auf der obersten Hierarchieebene getroffen und an die unteren Ebenen weiter gegeben. Und da die meisten der Unternehmen bereits \u00fcber eine gro\u00dfe Anzahl an Entwicklern verf\u00fcgten, lag es nahe, intern einen eigenen, ma\u00dfgeschneiderten Webshop zu entwickeln.<\/p>\n
Die Anwender zu befragen war damals nicht n\u00f6tig, denn es waren keine Standards festgelegt. Auf dem Markt gab es noch keine entsprechenden B2B-L\u00f6sungen. Aber Kunden fragten bereits nach einer Amazon-\u00e4hnlichen Plattform, auf die sie rund um die Uhr zugreifen k\u00f6nnen. So kam es dazu, dass viele Webshop-Projekte gestartet wurden. \u201eBestellen, wann Sie wollen\u201c und \u201eInformationen abrufen, wann immer Sie sie ben\u00f6tigen\u201c waren die typischen Verkaufsslogans und sie zeigten rasch Wirkung. Das Modell des Online-Shops wurde mehr und mehr genutzt.<\/p>\n
Um den Erfolg des Shops zu messen, ermittelten die Unternehmen den Prozentsatz der Bestellungen, die \u00fcber elektronische Kan\u00e4le eingingen. Anhand der Ergebnisse berechneten sie die Ziele f\u00fcr Vertrieb und Kundenservice. Die Zahl der Online-Bestellungen ging regelrecht durch die Decke und pl\u00f6tzlich war jeder Kunde ein Webshop-Kunde.<\/p>\n
So schossen im Jahr 2005 in der chemischen Industrie die Webshops wie Pilze aus dem Boden.\u00a0Heute, 15 Jahre sp\u00e4ter, stellen sie jedoch eine Herausforderung dar. Die meisten der komplexen und aufw\u00e4ndigen Online-Shops sind noch immer in Betrieb \u2013 wie eine robuste, langlebige Maschine. Die Benutzeroberfl\u00e4che versetzt den Anwender oft zur\u00fcck in alte Zeiten, als man noch AOL, Yahoo und den Netscape-Browser nutzte. Navigation und Suchfunktionen, ja sogar das gesamte Kundenerlebnis, waren ganz klar f\u00fcr eine andere Zeit konzipiert.<\/p>\n
Das Kundenerlebnis<\/a> zu messen und zu optimieren ist wichtig, denn es wirkt sich auf die gesamte Unternehmensstrategie<\/a> aus. Deshalb investieren Unternehmen wieder in ihre Webshops. Technologie und Erwartungen haben sich grundlegend ge\u00e4ndert, doch die Webshop-Konzepte oftmals nicht.<\/p>\n In der Vergangenheit wurde es als unwichtig erachtet, ob der Online-Shop den Kunden gef\u00e4llt. Heute werden erfolgreiche Shops aus der Sicht des Nutzers entwickelt. Fr\u00fcher gab es Grenzen bei den internen Prozessen und der Integration, aber heute hilft der Blick in die Vergangenheit nicht weiter, wenn ein Webshop \u00fcberarbeitet werden soll.<\/p>\n Die Zeiten haben sich ge\u00e4ndert. Und in der IT sind 20\u00a0Jahre so lang wie ein ganzes Jahrhundert. Erinnern Sie sich noch, was am 9.\u00a0Januar 2007 geschah? Apple stellte das iPhone vor \u2013 in einer Zeit, in der viele Leute das Internet noch als Hype sahen. Heute geh\u00f6ren Smartphones zum Alltag, und es ist zuweilen sogar schwer, sich an das Leben vor dem iPhone zu erinnern. Doch \u00f6ffnet man den Webshop eines Chemieunternehmens auf einem neuen Smartphone, erinnert man sich pl\u00f6tzlich wieder an diese Zeit. Einige Webshops sehen aus wie Relikte aus vergangenen Zeiten. Die Nutzung gleicht einem Ratespiel und viele Kunden spielen dieses Spiel t\u00e4glich, wenn sie ihr Mobiltelefon nutzen, um nach bestimmten Chemikalien zu suchen und sie zu bestellen.<\/p>\n Es gibt Parallelen zwischen dem Webshop und dem Smartphone: Zeit, Entwicklung und Geschwindigkeit.<\/strong><\/p><\/blockquote>\n Unternehmen, die dar\u00fcber nachdenken, ihre alte, selbst entwickelte Software durch eine hochmoderne L\u00f6sung zu ersetzen, k\u00f6nnen davon ausgehen, dass sie f\u00fcr die n\u00e4chsten Jahre gut ger\u00fcstet sind. Bei der Entwicklung hatten sie bisher haupts\u00e4chlich interne Aspekte ber\u00fccksichtigt und der Anteil der Online-Bestellungen war die einzig relevante Leistungskennzahl. Heute sollten sie dies jedoch aus einem anderen Blickwinkel betrachten, denn im Zeitalter der Cloud gibt es neben Vorteilen auch ein paar Einschr\u00e4nkungen \u2013 und das ist gut so.<\/p>\n In der Welt des E-Commerce<\/a>, gibt es viele neue Dinge, die zu ber\u00fccksichtigen sind. Zum Beispiel das Problem mit der doppelten Eingabe von Bestellungen. Kunden sind heute nicht mehr so schnell bereit, zu akzeptieren, dass sie eine Bestellung in einem System erstellen und dann die gleichen Informationen in einem anderen System eingeben m\u00fcssen. \u00dcber 50\u00a0Prozent der K\u00e4ufer in Unternehmen geh\u00f6ren der Generation X oder Y an.<\/p>\n Dementsprechend haben sich die Anforderungen gewandelt<\/a>. Immer mehr Kunden m\u00f6chten, dass sich die Anbieter in die Lage der Kunden versetzen. Sie erwarten, dass die Lieferanten bestimmte wesentliche Informationen in ihren Portalen ver\u00f6ffentlichen. Self-Service bedeutet heute mehr als nur Bestellungen eingeben und Rechnungen herunterladen. Die Kunden von heute m\u00f6chten nichtkonforme Prozesse verfolgen, Portfolio-\u00fcbergreifende Angebotsanfragen stellen, Vertr\u00e4ge mit Produkten verkn\u00fcpfen, auf Informationen der Logistikkette<\/a> zugreifen und nat\u00fcrlich ihre Arbeit auf schnelle und einfache Weise erledigen, vielleicht sogar Gebote f\u00fcr Auktionen abgeben.<\/p>\n Die Kultur spielt dabei, wie immer, eine wichtige Rolle. Kunden zu zwingen, ein Tool zu verwenden, das ihnen keinen Mehrwert bringt, endet in Kunden- und Umsatzverlusten. Anstatt sie zu zwingen, ist es besser, den Weg des Verstehens, der Anpassung und Ver\u00e4nderung zu gehen.<\/p>\n Ein weiterer Aspekt, der auch oft untersch\u00e4tzt wird, ist die richtige Orchestrierung der Absatzkan\u00e4le. Bei der so genannten Omnichannel-Orchestrierung geht es darum, die zahlreichen Vertriebskan\u00e4le und Kundenkontaktpunkte zu steuern und zu kontrollieren. Hat ein Unternehmen diese Kan\u00e4le nicht im Griff, k\u00f6nnen Risiken und Probleme auftreten. Ist zum Beispiel der Kontaktkanal nicht der Kanal f\u00fcr Kundenbetreuung, werden die Vertriebsmitarbeiter sich wundern.<\/p>\n Seit 2016 stellen Online-Marktpl\u00e4tze die eher konservative Chemiebranche auf den Kopf. Die meisten dieser Marktpl\u00e4tze befinden sich in China. Im Jahr 2018 war China mit 1.198\u00a0Milliarden Euro Gesamtumsatz der mit Abstand gr\u00f6\u00dfte Chemieproduzent der Welt. Die neun n\u00e4chstplatzierten L\u00e4nder erwirtschafteten gemeinsam 1.341\u00a0Milliarden Euro, angef\u00fchrt von den USA mit 468\u00a0Milliarden. Denken Sie also dar\u00fcber nach, wo Sie Unternehmenswachstum sehen und fragen Sie sich, was dies f\u00fcr Ihre E-Commerce-Strategie bedeutet.<\/p>\n Ein weiterer wichtiger Aspekt ist das Konzept des Kundenwerts. Unternehmen stecken ihre Kunden gerne in Schubladen. Mithilfe der ABC-Analyse teilen sie ihre Kunden in Segmente ein. Oder sie geben ihnen Namen wie \u201ePreisk\u00e4ufer\u201c oder \u201eProduktinnovator\u201c. Preisk\u00e4ufer m\u00f6gen Standardprodukte und das Standardgesch\u00e4ft wird durch die Online-Marktpl\u00e4tze auf den Kopf gestellt \u2013 jetzt, in diesem Augenblick. Produktinnovatoren sind m\u00f6glicherweise gar nicht am E-Commerce-System interessiert, denn sie wissen, dass sie besondere Kunden sind. Sie lieben es, wann man ihnen den roten Teppich ausrollt.<\/p>\n Deshalb ist der Verkauf komplizierter geworden. Ein Webshop ist heute Teil der Gesamtstrategie eines Unternehmens. Er muss in die neue Welt passen und zur L\u00f6sung der Probleme und Herausforderungen von Kunden beitragen.<\/p>\n Die Tatsache, dass ein einst spezialisierter Online-Shop sich recht einfach in einen Standard-Shop (idealerweise in der Cloud) verwandeln l\u00e4sst, wirft die Frage auf, wie dieser Standard aussieht. Doch was Chemieunternehmen betrifft, sind viele noch nicht bereit f\u00fcr den E-Commerce. Die Systeme funktionieren noch wie vorgesehen. Aber die Zeiten haben sich ge\u00e4ndert. Es sollte nicht das Ziel sein, technische Migrationen durchzuf\u00fchren.<\/p>\n Webshops sollten Teil der allgemeinen Verkaufsstrategie sein \u2013 Teil eines Gesamtbildes, in dem Marketing und Kommunikation gut vertreten sind und sich alle einig sind, wie Erfolg und Kundenorientierung aussehen.<\/p>\n Ein Webshop braucht eine Seele. Er sollte die Ausrichtung und das Portfolio des Unternehmens widerspiegeln, denn das Ziel ist es, dass Kunden ihn gerne und h\u00e4ufig nutzen.<\/p>\n \u00dcber den Autor:<\/strong><\/p>\n Pedro Ahlers ist Business Architect bei 麻豆原创.<\/em><\/p>\nParallelen zum iPhone<\/strong><\/h2>\n
Anforderungen an den Webshop steigen<\/strong><\/h2>\n
Der Webshop als Teil des Gesamtbildes<\/strong><\/h2>\n
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