Natalie Lotzmann, Autor bei Â鶹ԭ´´ News Center Unternehmensberichte & Â鶹ԭ´´eportal Thu, 09 Feb 2023 15:18:31 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1.4 Alles OK? Psychische Gesundheit in schwierigen Zeiten verstehen /germany/2020/10/psychische-gesundheit-inklusion/ Fri, 09 Oct 2020 07:00:52 +0000 /germany/?p=152570 Über psychische Gesundheit Bescheid zu wissen, kann in schwierigen Zeiten hilfreich sein. Â鶹ԭ´´ bietet zu diesem Thema vielfältige Ressourcen. Wie oft am Tag fragen wir...

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Über psychische Gesundheit Bescheid zu wissen, kann in schwierigen Zeiten hilfreich sein. Â鶹ԭ´´ bietet zu diesem Thema vielfältige Ressourcen.

Wie oft am Tag fragen wir jemanden: „Wie geht‘s?“ Oft ist das eher eine erweiterte Form der Begrüßung als eine ernst gemeinte Frage. In Wirklichkeit geht es keinem Menschen jeden Tag von morgens bis abends gut. Viele von uns fühlen sich manchmal gestresst, erschöpft oder krank oder erleben Momente, in denen sie Angst haben. Dies sind alles völlig normale menschliche Emotionen, die jeder Mensch an sich kennt und die besonders in stressigen oder schwierigen Phasen auftauchen. Manchmal kann ein ungutes Gefühl jedoch auch ein Symptom einer psychischen Erkrankung sein.

Sich schlecht zu fühlen, ist keine Schwäche

Die COVID-19-Pandemie bedeutet für viele eine neue Dimension der psychischen Belastung. Angst vor der Zukunft, Angst um unsere Gesundheit und die unserer Lieben, die überwältigenden Herausforderungen im Zusammenhang mit Homeschooling oder der Fürsorge für Erkrankte, die Verunsicherung durch verwirrende Informationen, das Gefühl der Einsamkeit aufgrund der Social-Distancing-Regeln oder das Ausgeliefertsein in einer von Gewalt geprägten Beziehung, die durch den Lockdown verschärft wird – all das sind nur einige Beispiele für Situationen, die zu psychischem Leid beitragen.

Obwohl über 90 Prozent der Â鶹ԭ´´-Mitarbeiter, die an der teilgenommen haben, mit der Hilfe und Unterstützung vonseiten des Unternehmens während der Pandemie zufrieden waren, hat die Krise Auswirkungen auf die Menschen – bei einigen mehr als bei anderen: 30 Prozent der Teilnehmer gaben an, dass ihr aktuelles Stresslevel höher sei als ihre derzeitige Zufriedenheit. Durch dieses Ungleichgewicht sind sie möglicherweise gefährdet, denn die Wahrscheinlichkeit von Symptomen für eine psychische Beeinträchtigung, die letztlich in eine psychische Erkrankung wie etwa Depressionen münden kann, hängt direkt mit einem Missverhältnis zwischen Stress und Zufriedenheit zusammen.

Was ist eine psychische Erkrankung?

Jeder Mensch kann in stressigen oder schwierigen Zeiten in eine vorübergehende psychische Überlastung geraten, die zu einer Beeinträchtigung der seelischen oder körperlichen Gesundheit führt. Eine psychische Erkrankung ist dagegen eine diagnostizierbare Erkrankung des Körpers, die das Denken, emotionale Empfinden und Verhalten eines Menschen verändert.

Psychische Erkrankungen bewirken oft, dass ein Mensch Schwierigkeiten hat, seine Arbeit zu erledigen, normale tägliche Aktivitäten auszuführen oder persönliche Beziehungen aufrecht zu erhalten – oder dass er dazu zeitweilig gar nicht mehr in der Lage ist.

Beispiele für psychische Erkrankungen sind Angststörungen, Depressionen, posttraumatische Belastungsstörungen, Suchtverhalten, Zwangsneurosen, bipolare Störungen, Schizophrenie oder Essstörungen. ist jedes Jahr von einer psychischen Erkrankung betroffen. Das bedeutet auch jeder Vierte von unseren Kollegen.

Früherkennung ist entscheidend

Die häufigsten Warnsignale für psychische Erkrankungen zu kennen, ist wichtig, um so früh wie möglich Hilfe in Anspruch nehmen zu können. Das ist nicht einfach, da das Spektrum an potenziellen Symptomen sehr breit ist und es, wie bei so vielen Dingen,  keine klare Definition von „normal“ gibt. Zudem folgt auch das Diagnostizieren einer psychischen Erkrankung nicht immer einem wissenschaftlichen „Schema F“. Und obwohl es sich um eine Erkrankung auf körperlicher Ebene handelt, können wir keinen einfachen Test darauf durchführen, wie etwa einen Blutzuckertest zur Feststellung von Diabetes. Häufig ist der Übergang zwischen einem schlechten psychischen Gesundheitszustand und einer psychischen Erkrankung fließend, je nachdem, wie stark die Fähigkeit beeinträchtigt ist, Beziehungen aufrecht zu erhalten und im Privat- und Berufsleben zu „funktionieren“. Laut einer können Präventions- und Frühinterventions­programme zum effektiven Umgang mit psychischer Gesundheit Menschen helfen, widerstands­fähiger gegen Belastungen zu werden und das individuelle Empfinden, glücklich und erfolgreich zu sein, stärken.

Are You OK? Die Initiative für psychische Gesundheit

In den letzten Jahren konntet ihr bereits einige Â鶹ԭ´´-News-Artikel zum Thema psychische Gesundheit lesen. Angesichts des Internationalen Tages der psychischen Gesundheit (World Mental Health Day) am 10.ÌýOktober und des erhöhten Handlungsbedarfs während der Pandemie hat das Team von Â鶹ԭ´´ Health and Well-Being eine langfristige Initiative gestartet, bei der nicht nur Informationsquellen zum Thema psychische Gesundheit und psychische Erkrankungen bereitgestellt, sondern auch Mitarbeiter und Führungskräfte eingeladen werden, sich nachhaltig zu engagieren.

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Are You OK? Â鶹ԭ´´ Chief Medical Officer, Dr. Natalie Lotzmann, on Mental Health at Work

„Jeder von uns kann eine Kultur mitgestalten, in der sich niemand scheuen muss, offen darüber zu sprechen, welche psychischen Probleme, familiären Belastungen oder Missstände am Arbeitsplatz ihn oder sie belasten“, Natalie Lotzmann, Chief Medical Officer und Global Head of Health and Well-Being bei Â鶹ԭ´´.

Die Initiative wird in den kommenden Wochen und Monaten über die vielen Facetten der psychischen Gesundheit informieren, um Menschen zu ermutigen, bei Bedarf Hilfe in Anspruch zu nehmen. Dabei geht es um Themen wie Prävention und Früherkennung wie auch um die Betreuung von Betroffenen und deren anschließende Reintegration. Alle Angebote und Ressourcen findet ihr auf der neuen .

Niemand ist allein

„Wer selbst Symptome erlebt, kann gewiss sein, dass viele Andere das Gleiche durchmachen oder schon erlebt haben. Den Mut zu haben, darüber zu sprechen und Hilfe zu suchen, ist ein erster wichtiger Schritt, um aus dem Zustand herauszukommen“, Torsten Paul, Company Medical Officer von Â鶹ԭ´´ sowie Psychiater und Psychotherapeut.

Eine ergab, dass bei 81 Prozent der Befragten, die am Arbeitsplatz offen über ihre psychische Gesundheit sprechen konnten, das Stresslevel sank und sich mehr Selbstvertrauen und eine höhere Leistungsfähigkeit einstellte. Die Initiative bietet zahlreiche Kanäle, über die Betroffene ganz nach ihren Bedürfnissen Kontakt aufnehmen können. Über das vertrauliche Hilfe-Telefon von Â鶹ԭ´´, das Employee Assistance Program (EAP; Portal: /go/eap), können alle Mitarbeiter weltweit rund um die Uhr Rat und Hilfe erhalten. Aus dem Feedback der Mitarbeiter geht hervor, dass 80 Prozent mit der von ihrem EAP angebotenen Betreuung zufrieden sind und 78 Prozent nach einer Beratung in der Lage waren, ihre Situation positiv zu verändern. Health@sap.com ist eine weitere Möglichkeit, vertrauliche Hilfe in Anspruch zu nehmen, z.ÌýB. um ärztlichen Rat einzuholen oder einen gleich­gestellten Partner für ein vertrauensvolles Gespräch zu finden. Ein vertraulicher Live-Chat für Gespräche mit einer Fachkraft für psychische Gesundheit auf einer neuen Plattform ist für die nahe Zukunft geplant.

Für Stigmatisierung ist bei Â鶹ԭ´´ kein Platz

Für Arbeitgeber ist die Fürsorge für die psychische Gesundheit der Mitarbeiter ein Gebot – nicht nur unter dem Aspekt einer gesunden Unternehmenskultur, sondern auch wirtschaftlich gesehen. Â鶹ԭ´´ ist der Gestaltung einer integrativen Kultur verpflichtet, die Stigmatisierung nicht zulässt und die die psychische Gesundheit ihrer Mitarbeiter durch Prävention, Früherkennung, Unterstützung bei der Betreuung von Betroffenen sowie deren Reintegration fördert.

„Wir brauchen Kopf, Herz und Hand, um unsere Versprechen einzulösen, und deshalb müssen wir körperlich, geistig und seelisch gesund und ausgeglichen bleiben“, erklärt Â鶹ԭ´´-Vorstandssprecher Christian Klein. Dass psychische Gesundheit ein wichtiges Thema für Führungskräfte ist, liegt auf der Hand, denn sie können gefährdete Mitarbeiter unterstützen, indem sie ihnen einfühlsam und verständnisvoll begegnen und ihnen die Hilfe geben oder zugänglich machen, die sie brauchen.

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“You Are Not Alone” - Recognizing World Mental Health Day 2020

Um Führungskräften zu ermöglichen, ihre Kompetenz bei der Unterstützung von Mitarbeitern auszubauen, können Personalverantwortliche sich jetzt für das neue Training „Are You OK? Warning Signs around Mental Health. A Session for Leaders“ anmelden. Details sind auf der Â鶹ԭ´´-Signup-Seite „“ zu finden.

Eine schlechte psychische Gesundheit kann sich sehr negativ auf unsere Gedanken, unsere Gefühle, unsere Stimmung oder unser Verhalten auswirken und beeinträchtigt unsere Beziehungen und unsere Lebenszufriedenheit gravierend. Früherkennung ist deshalb entscheidend.

Die häufigsten Warnsignale

Wer häufige Warnzeichen für eine psychische Erkrankung erkennt, kann frühzeitig Gegen­maßnahmen ergreifen oder eine Behandlung einleiten, sodass die Gesundheit schnell wieder hergestellt, Leid vermindert und der Verlust der Leistungsfähigkeit oder eine langfristige Abwesenheit verhindert werden kann. Jede psychische Erkrankung hat eigene, spezifische Symptome, allerdings überschneiden sich diese oft. Häufige Anzeichen und/oder Symptome können u.Ìýa. folgende sein:

  • Veränderungen in der Grundstimmung, dem Verhalten oder der Persönlichkeit im Vergleich zu „früher einmal“
  • Gefühl der Traurigkeit oder Verschlossenheit, das länger als zwei Wochen anhält
  • Starke Ängste oder Sorgen, die von den täglichen Aktivitäten ablenken
  • Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren oder still zu halten
  • Dinge sehen, hören oder glauben, die nicht real sind
  • Selbstverletzung, Selbstmordversuch oder sich mit dem Gedanken tragen, das zu tun
  • Veränderungen in den Schlafgewohnheiten
  • Plötzliche überwältigende Angst ohne erkennbaren Grund, manchmal in Verbindung mit Herzrasen, körperlichem Unwohlsein oder Atemnot
  • Erhebliche/r Gewichtsverlust oder Gewichtszunahme
  • Übermäßiger Konsum von Alkohol, Medikamenten oder Koffein, Drogenkonsum
  • Heftiges, unkontrolliertes, riskantes Verhalten, mit dem man sich selbst oder anderen Schaden zufügt

Â鶹ԭ´´ setzt sich dafür ein, eine Kultur der Inklusion zu fördern und die Stigmatisierung von psychischen Gesundheitsstörungen am Arbeitsplatz zu beseitigen. Weitere Informationen finden Sie unter .Ìý

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Krise braucht Klarheit: Zwischenbilanz aus einer COVID-19 Taskforce /germany/2020/07/covid-19-taskforce/ Fri, 17 Jul 2020 06:00:43 +0000 /germany/?p=150827 Wie Unternehmen der Coronakrise entgegen treten können und welche Rückmeldung Mitarbeiter dazu geben, zeigt Natalie Lotzmann, Chief Medical Officer der Â鶹ԭ´´, am Beispiel des Â鶹ԭ´´...

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Wie Unternehmen der Coronakrise entgegen treten können und welche Rückmeldung Mitarbeiter dazu geben, zeigt Natalie Lotzmann, Chief Medical Officer der Â鶹ԭ´´, am Beispiel des Â鶹ԭ´´ auf. Lesen Sie hierzu ihren Blog.

Pandemien sind kein neues Phänomen und wir müssen jederzeit mit ihnen rechnen. Die meisten großen Unternehmen hat diese Krise nicht völlig unvorbereitet getroffen: Pandemiepläne, Business Continuity Vorkehrungen und Krisenstäbe auf Abruf gehören zum Handwerk eines proaktiven Krisen- und Gesundheitsmanagements. Nachdem die Medien am 31.12.2019 von dem Ausbruch eines neuen Coronavirus berichteten, beschlossen der Chief Crisis Manager, Mathias Braje, und ich, Chief Medical Officer der Â鶹ԭ´´, die Lage zu beobachten. Gleichzeitig aktivierten wir die Global Pandemic Task Force (GPTF). Sie besteht aus Vertretern der Bereiche Sicherheit, Gesundheitswesen, Gebäudeverwaltung, HR, Finanzen, Kommunikation und Reisewesen.

Immer einen Schritt voraus

„Die Sicherheit unserer Mitarbeiter, Kunden und Partner steht für uns an erster Stelle. Uns ist es wichtig, die Gesundheit und das Wohlbefinden unserer Mitarbeiter zu schützen, während wir gleichzeitig die Leistungsfähigkeit und Produktivität der Â鶹ԭ´´ erhalten“, fasste Christian Klein, Vorstandssprecher der Â鶹ԭ´´, die größte Herausforderung in der Krise zusammen. Auch wenn zunächst die Informationslage noch spärlich und das Ausmaß der Bedrohung nicht absehbar war, stellte die medizinische Abteilung der Â鶹ԭ´´ für die Mitarbeiter Informationen bereit, wie Artikel im Mitarbeiterportal, E-Mails des Vorstands und FAQs. Inzwischen unterstützt ein gut trainierter Chatbot die Arbeit des Krisenteams.

Durch die klare Vision des Vorstands, die Bündelung interdisziplinärer Kompetenz in der Task Force und auch durch die tägliche globale Lageanalyse des Health Teams konnte Â鶹ԭ´´ frühzeitig klare Vorgaben und Empfehlungen an die Mitarbeiter herausgeben. Vielerorts wurden diese erst später von den Behörden verbindlich. Das schaffte Vertrauen – in der Belegschaft, aber auch in der Unternehmensleitung. Auch Anerkennung und Wertschätzung sind wichtige Faktoren, um die außergewöhnliche Belastung der Krisenteams zu balancieren und seine Leistungsfähigkeit auf hohem Niveau sicher zu stellen.

Vertrauen und Agilität – Erfolgsfaktoren für das Krisenmanagement

Besonders zu Beginn war die Krisensituation hochdynamisch und emotional. Gleichzeitig war die Datenlage unzureichend, die Expertenmeinungen widersprüchlich und die politische Gemengelage ebenso wie die Erwartungen in der Belegschaft uneinheitlich. Kompetenz und Diskussionskultur innerhalb des Krisenteams führten zu der Entscheidung, wann es welche Konsequenzen für das Unternehmen gab. Hier ist die Fähigkeit des Teams zu konzentriertem agilem Arbeiten mit klugem „Navigieren auf Sicht“ erforderlich.

Erfolgsfaktoren für ein Team sind große Einsatzbereitschaft, Achtsamkeit im Umgang, gutes Zuhören und gegenseitiges Vertrauen – in die Expertise, aber auch in die Person. Wichtig ist außerdem die Bereitschaft, Zeit in die Konsensbildung zu investieren. Unbedingte Voraussetzung ist ein gelassener und wertschätzender Ton gegenüber allen Beteiligten, auch wenn aufgrund der hohen Belastung mal die Nerven blank liegen. Das ist nur möglich, wenn alle Teilnehmer die menschliche Seite einbeziehen. „We are in this together” ist ein Motto, das mit Leben gefüllt werden will.

In der GPTF haben wir freitags einen Rückblick auf die Woche mit individueller Selbsteinschätzung eingeführt: Auf einer Skala von 1-10: „wie hoch ist mein Stresslevel, wie hoch meine Zufriedenheit?“. Geht der Stresslevel dauerhaft über 8 oder sinkt die Zufriedenheit unter den Stresswert, sind Gegenmaßnahmen angezeigt, wie die Beratung durch Fachkollegen oder Psychologen.

Krise braucht Klarheit

Verwirrung und Unklarheit in den externen Medien belasten alle – Belegschaft, Management und das Krisenteam selbst. Hier gilt es, schnellstmöglich zu einer Linie zu finden; Zu langes Zögern würde die interne Entscheidungsfindung z.B. zu Reisen, Messen, Konferenzen oder Kundenveranstaltungen erschweren.

Treffen wir betrieblich relevante Entscheidungen, erklären wir stets die Gründe, machen dabei unsere Informationsquellen für alle transparent und stellen uns der Diskussion mit der Belegschaft. Klarheit, Glaubwürdigkeit und Nachvollziehbarkeit bleiben dabei zentrale Aspekte der Vertrauensbildung in das Krisenmanagement.

Der Belegschaft zuhören

Zunächst ergaben sich viele Fragen aus den Dialogplattformen. „Was gilt in meiner individuellen Situation, wo finde ich welche Unterstützung, wer sind meine Ansprechpartner?“ Aber auch generelle Fragen: „Wo stehen wir als Firma, wie geht es unseren Kunden, werde ich meine Arbeit behalten?“ Folgerichtig sagte unser HR-Management durch Kinderbetreuung belasteten Mitarbeitern die Anpassung ihrer Leistungsziele zu. Es schloss Kurzarbeit und krisenbedingte Kündigungen für die nächsten Monate aus. Zusätzlich stellten wir gemeinsam ein großes Unterstützungsprogramm bezüglich Arbeiten im Homeoffice und für die Gesundheit zusammen.

Wir begannen im März, monatliche Mitarbeiterbefragungen durchzuführen. Wir nutzten ein eigenes Befragungstool, das wir zudem . 25.000 unserer Mitarbeiter nahmen initial teil. Trotz Homeoffice unter teilweise schwierigen ergonomischen und psychomentalen Arbeitsverhältnissen, zwischen Kleinkind- oder Elternbetreuung, zwischen Partnerabstimmung und Homeschooling, bewerteten 72% ihre Situation positiv oder neutral. 93% empfanden dabei die Kommunikation des Unternehmens als sehr hilfreich und 91% stimmten der Aussage zu „Ich habe Vertrauen ins Management, dass es in dieser Zeit die richtigen Entscheidungen für Â鶹ԭ´´ trifft.“

In den darauf folgenden Befragungen wurde erstmals der Stress-Satisfaction-Score als Frühwarnsystem für mentale Gesundheit ermittelt. Das Ergebnis ist erfreulich: Trotz aller Widrigkeiten lag bei rund 70% der Teilnehmer die Arbeitszufriedenheit deutlich höher als der wahrgenommene Stress.

Phase der Wiedereröffnungen: Wie geht es weiter?

Selbst dort, wo wir die Standorte unter strengen Sicherheitsvorgaben nach und nach wieder öffnen, wird es keine schnelle Rückkehr zu 2019 geben. Unverändert werden bis auf weiteres die meisten Mitarbeiter von zu Hause arbeiten und Präsenzmeetings und Dienstreisen auf erforderliche Ausnahmen beschränken. Weiterhin unterstützen wir unsere Mitarbeitenden auf der ganzen Welt bestmöglich, damit sie ihrerseits Kunden und Partner weltweit mit gleicher Fürsorge und Engagement ebenfalls gut durch die Krise begleiten können. Trotz allem dürfen wir angesichts der Unklarheit über die künftige Entwicklung der Pandemie zu keinem Zeitpunkt nachlassen: Weiterhin werden wir recherchieren, beobachten, zuhören, unseren Kurs mit gesundem Menschenverstand und Pragmatismus immer wieder hinterfragen und bei Bedarf anpassen – eben kluges agiles Navigieren auf Sicht.

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