Adel Al-Saleh, Autor bei Âé¶¹Ô­´´ News Center Unternehmensberichte & Âé¶¹Ô­´´eportal Thu, 09 Mar 2023 15:28:02 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.4 EU-Corona-Gateway: Wir sind live! /germany/2020/10/eu-corona-gateway/ Mon, 19 Oct 2020 10:30:40 +0000 /germany/?p=152705 Brüssel hat heute den europäischen Gateway-Service gestartet. Die Corona-Tracing-Apps aus Deutschland, Italien und Irland arbeiten ab sofort Hand in Hand. Weitere Staaten folgen in Kürze....

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Brüssel hat heute den . Die Corona-Tracing-Apps aus Deutschland, Italien und Irland arbeiten ab sofort Hand in Hand. Weitere Staaten folgen in Kürze. Damit warnen sich Europäer ab sofort gegenseitig vor einer drohenden Infektion. Ihre Smartphones tauschen dazu pseudonymisierte Schlüssel aus.

So lassen sich Infektionsketten auch über Landesgrenzen hinweg leichter identifizieren und unterbrechen. Für Europa ist dies ein wichtiger Schritt im Kampf gegen Covid-19. Für die Deutsche Telekom und Âé¶¹Ô­´´ ist dies ein weiteres Beispiel für gemeinsame Pionierarbeit. Die von beiden Unternehmen entwickelte deutsche Corona-Warn-App war durch den dezentralen Ansatz bereits bestens für einen europaweiten Einsatz geeignet.

Ein EU-System bringt aber eine ganze Reihe Herausforderungen mit sich:

Datenschutz: Security steht bei einem europäischen System für Corona-Tracing-Apps an erster Stelle. Der Gateway-Dienst sorgt für die Sicherheit der geteilten Schlüssel und pseudonymisiert diese. Die Identität der Nutzerinnen und Nutzer bleibt so verborgen. Zudem: Die Systeme, die hinter den Corona-Apps der Länder stehen – die sogenannten „Backends“ – kommunizieren ausschließlich mit dem Gateway und nicht untereinander. Das minimiert das transportierte Datenvolumen und maximiert den Datenschutz.

Stakeholder-Landschaft: Diese ist bei einem EU-Projekt ungleich größer als bei einem nationalen Projekt. Hier galt es, die verschiedenen Voraussetzungen und Anforderungen der teilnehmenden Mitgliedstaaten unter einen Hut zu bekommen.

±á±ð³Ù±ð°ù´Ç²µ±ð²Ô¾±³Ùä³Ù: Die Länder nutzen verschiedene IT-Systeme und Programmiersprachen. Der Gateway-Dienst sorgt als Universal-Übersetzer dafür, dass alle miteinander ‚sprechen‘ können.

Skalierung: Das Gateway ist auf europäische Dimensionen mit mehreren Hundert Millionen Nutzern ausgelegt. Seine Leistung muss einer täglich wachsenden Nutzerzahl immer einen Schritt voraus sein.

¹ó±ô±ð³æ¾±²ú¾±±ô¾±³Ùä³Ù: Staaten, die ihre Backends mit dem Gateway verbinden, können flexibel festlegen, wie Information über eine Infektion in Richtung Gateway bzw. aus dem Gateway fließen. Das Gateway bietet dabei drei Optionen für das Zusammenspiel zwischen nationalen Backends und Corona-Apps:

  1. „Ein Europa“
    Alle Diagnoseschlüssel aus allen teilnehmenden Ländern werden über das nationale und europäische Gateway an alle App-Benutzer aus allen teilnehmenden Ländern verteilt.
  2. „Reisender“
    Auf dem Gerät von Reisenden: Reisende laden zusätzlich die Diagnoseschlüssel aller teilnehmenden Länder herunter, in die sie reisen.
    Auf dem Gerät von Nicht-Reisenden: Nutzer im Inland laden neben den  inländischen Diagnoseschlüsseln auch die Schlüssel aller reisenden Personen herunter.
  3. „Land von Interesse“
    Diagnoseschlüssel von Reisenden werden (zusätzlich zum Wohnsitzland) nur mit ausgewählten und relevanten Ländern geteilt.

Corona-Warn-App: Der Weg aus der Krise

Klarheit, was mit den Daten geschieht – das hat viel zum Erfolg der deutschen Corona-Warn-App beigetragen. Entwickelt inmitten eines Lockdowns – mit nahezu allen Projekt-Mitarbeitern im Home Office. Fertiggestellt unter immensem Zeitdruck und öffentlicher Beobachtung. Ein gemeinsames Open-Source-Projekt zweier Dax 30-Konzerne. Vergleichbares hat es noch nie gegeben.

Die Mühen haben sich gelohnt: Die deutsche Corona-Warn-App wurde bereits weit über 19 Millionen Mal runtergeladen: ein Vertrauensbeweis, mit dem wohl niemand gerechnet hat. Nun geht es darum, die App auch zu nutzen und positive Testergebnisse zu teilen. Jeder einzelne von uns kann so einen wichtigen Beitrag dazu leisten, wie schnell und vor allem gesund wir diese Krise meistern werden.

Die der Corona-Warn-App unterstützt das europäische Gateway bereits. Mit seinem Start gehen wir einen gemeinsamen Schritt weiter im Kampf gegen die Pandemie. Die Initiativen der Mitgliedstaaten vernetzen sich. Die Länder rücken zusammen. Die Union beweist Solidarität und Handlungsfähigkeit. Politisch geht vom heutigen Tag eine hoffnungsvolle Botschaft aus: Wir sind ein Europa. Und wir schützen uns gegenseitig gegen Covid-19.

Von Adel Al-Saleh, Vorstandsmitglied der Deutschen Telekom AG und T-Systems-CEO, sowie Jürgen Müller, Mitglied des Vorstands der Âé¶¹Ô­´´ SE und Chief Technology Officer (CTO).


Weitere Informationen:


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Corona-Warn-App: Demokratie und Digitalisierung brauchen einander /germany/2020/06/demokratie-digitalisierung-corona-warn-app/ Mon, 08 Jun 2020 09:06:03 +0000 /germany/?p=150199 Ein Beitrag von Adel Al-Saleh, Vorstandsmitglied Deutsche Telekom AG und CEO T-Systems, und Jürgen Müller, Chief Technology Officer und Vorstandsmitglied der Âé¶¹Ô­´´ SE, zur Debatte über...

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Ein Beitrag von Adel Al-Saleh, Vorstandsmitglied Deutsche Telekom AG und CEO T-Systems, und Jürgen Müller, Chief Technology Officer und Vorstandsmitglied der Âé¶¹Ô­´´ SE, zur Debatte über die .

Die Kritik an der Corona-Warn-App ist ein legitimes Ausdrucksmittel in einer Demokratie, geht aber in diesem Fall am Kern der Sache vorbei: Wir müssen eine Debatte über die gesellschaftliche Verantwortung des Einzelnen führen. Und durch maximale Transparenz das Vertrauen unserer Gesellschaft in die konstruktive Kraft der Digitalisierung stärken.

Jürgen Müller, Chief Technology Officer und Vorstandsmitglied der Âé¶¹Ô­´´ SE, antwortet auf die Kritik zur Corona-Warn-App
Jürgen Müller, Chief Technology Officer und Vorstandsmitglied der Âé¶¹Ô­´´ SE: „Die Angst beim Datenschutz der Corona-Warn-App ist unbegründet.“

Die Kritik an der geplanten Corona-Warn-App und den daran beteiligten Akteuren wurde zuletzt immer lauter. Sie komme zu spät, verletze den Datenschutz und arbeite viel zu ungenau. Und dass es eine kritische Diskussion gibt, ist in Teilen auch nachvollziehbar und ermutigend: Zum einen, weil wir pandemiebedingt gerade eine Ausnahmesituation erleben, die naturgemäß von großer Angespanntheit geprägt ist und viele Diskussionen befeuert. Zum anderen, weil wir gerade in einer solchen Ausnahmesituation die Grundprinzipien unseres demokratischen Rechtsstaats hochhalten müssen– und dazu gehört natürlich auch die Meinungsfreiheit.

App-Entwicklung: Falscher Debatten-Fokus

Und dennoch dreht sich die Debatte nicht um den eigentlichen Kern der Sache. Die Angst beim Datenschutz zum Beispiel ist aus unserer Sicht allein deshalb unbegründet, weil die App weder Namen noch Adresse erfasst, weder Telefonnummer noch Aufenthaltsort oder mit wem man sich trifft. Eine schnellere Umsetzung der App wäre sicher wünschenswert gewesen. Aber eine für die Bürgerinnen und Bürger akzeptable Lösung muss gut durchdacht sein und braucht ihre Zeit. Selbstverständlich begrüßen wir eine Debatte über Privatsphäre. Die App allein aber dafür als zentralen Dreh- und Angelpunkt auszumachen, ist weder sachlich noch hilfreich.

Gesamtgesellschaftlicher Konsens bei der digitalen Pandemiebekämpfung

Partner bei der Corona-Warn-App-Entwicklung: Adel Al-Saleh, Vorstandsmitglied Deutsche Telekom AG und CEO T-Systems
Partner bei der Corona-Warn-App-Entwicklung: Adel Al-Saleh, Vorstandsmitglied Deutsche Telekom AG und CEO T-Systems

Der viel wichtigere Punkt, um den sich die Debatte eigentlich drehen muss, ist die Frage nach der gesellschaftlichen Verantwortung des Einzelnen. Die Pandemie hat gezeigt, dass es in der Krise auf jede Akteurin, auf jeden Akteur ankommt: Jeder Mensch, jedes Unternehmen, jede Institution ist verantwortlich für das große Ganze. Wollen wir das Virus bekämpfen, wollen wir unser Gesundheitssystem entlasten, müssen wir die Infektionsketten unterbrechen. Dazu tragen wir Masken und leben alle, so schwer es uns auch fällt, mit „Physical Distancing“. Die App ist ein weiterer, wichtiger Baustein in der Pandemiebekämpfung, weil sie Infektionsherde viel schneller identifizieren kann, als es mit Bleistift und Zettel möglich ist. Wenn Sie zum Beispiel in der Bahn neben einer unbekannten Person sitzen, die drei Tage später positiv getestet wird, würden Sie darüber nicht gern informiert werden? Die App kann das. Und dabei bleiben Sie und die Person anonym. Sie erhalten lediglich eine Benachrichtigung und die Empfehlung, sich testen zu lassen. Die App ist kein Allheilmittel, ganz sicher nicht. Aber sie ist Teil des gesamtgesellschaftlichen Krisenmanagements.

Deshalb sind auch so viele unterschiedliche Akteure beteiligt: Neben Âé¶¹Ô­´´, Deutscher Telekom und Bundesregierung auch das Robert Koch-Institut als offizieller Herausgeber und das Fraunhofer Institut als Prüfer für die Bluetooth-Schnittstellen-Qualität. Aber wir Unternehmen, auch Verbände und Organisationen allein, können den Erfolg der App nicht herbeiführen. Dafür brauchen wir die Beteiligung aller. Nur wenn wir möglichst alle Menschen vom Sinn und Nutzen der App überzeugen, wird sie ein Erfolg. Und zum wesentlichen Meilenstein auf dem Weg aus der Krise hin zu wieder mehr Freiheit in Sicherheit und zu einem Stück mehr von der neuen Normalität in unserem Alltag.

Chance für konstruktive Digitalisierung im Gesundheitswesen

Wir sehen in unserer Verantwortung daher nicht nur die technische Entwicklung, sondern ganz klar auch die transparente Information aller Bürgerinnen und Bürger. Nur wer versteht, kann einverstanden sein. Im Gegenzug wünschen wir uns eine sachorientierte Debatte – und eine Offenheit gegenüber dieser für uns alle ungewohnten Form der Gesundheitsvorsorge. Die Entwicklung dieser App stellt ein wichtiges Stück Digitalisierung im Gesundheitswesen dar. Über 65.000 Besucher haben sich die bereits veröffentlichten Quellcodes schon angesehen, und viele davon haben eigene Vorschläge für Verbesserungen gemacht. Dieses Engagement ist herausragend und das klare Zeugnis einer lebendigen Software-Engineering-Kultur in Deutschland. Im Hintergrund der App haben wir den Informationsfluss zwischen Ärzten, Prüfzentren und den Labors in ganz Deutschland digitalisiert. Ein weiteres Beispiel für die Fähigkeiten dieses Landes, sich zu verändern und anzupassen.

Das Projekt zeigt exemplarisch, worum es bei der Bekämpfung dieser Pandemie geht, jenseits der gesundheitlichen Aspekte: um gesellschaftlichen Zusammenhalt und Legitimation, Akzeptanz und Vertrauen – in die Demokratie, aber auch in die konstruktive Kraft des digitalen Fortschritts. Der offen einsehbare Code der App und damit ihr quasi demokratischer Audit sind eine Chance, durch breiten Konsens diesem Land einen Digitalisierungsschub zu geben – nicht zum Nutzen einzelner Akteure, etwa in der Politik, im Gesundheitswesen oder der IT-Industrie. Sondern zum Wohle unserer gesamten Gesellschaft, zu der jeder einzelne Mensch seinen Beitrag leisten kann. Lassen wir diese Chance nicht verstreichen. Machen Sie mit.

 

 

 

 

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