Âé¶¹Ô­´´

Die Ausgaben für die Nutzung von KI-Token entwickeln sich zu einer neuen Unternehmensressource und Finanzverantwortliche müssen lernen, diese Kosten zu prognostizieren, sinnvoll zu verrechnen und zu optimieren. Dazu müssen sie nachvollziehen können, in welchem Verhältnis die Ausgaben zu der Wertschöpfung stehen, die damit erzielt wird. 

Generative KI hat in kürzester Zeit den Sprung vom Experimentierstadium zur unverzichtbaren Infrastruktur vollzogen. Sie ist zum wichtigen Bestandteil des Arbeitsalltags von Mitarbeitenden geworden und wird mit jedem Quartal stärker in Prozesse von Teams und Anwendungen integriert. Dieses Wachstum bringt eine neue Kategorie von Kosten mit sich, auf die das Finanzwesen schlicht nicht vorbereitet war: den Verbrauch von KI-Token. 

Wenn die KI Code schreibt und Agenten steuert, kann der Token-Verbrauch die ursprünglich eingeplanten Kosten übersteigen. Finanzverantwortliche stehen somit vor der Herausforderung, diese Ausgaben diszipliniert zu steuern, ohne die Nutzung von KI auszubremsen. Um die richtige Balance zu finden, müssen Token als Unternehmensressource behandelt werden und die damit erzielten Ergebnisse die zugrunde liegenden Kosten rechtfertigen. 

Bei Âé¶¹Ô­´´ haben wir uns mit genau dieser Problematik in der Praxis beschäftigt und zusammengefasst, was wir bei der Erstellung, Überprüfung und Anpassung unseres Konzepts für den Umgang mit diesen Kosten gelernt haben. 

Schnellere Umsetzung von Geschäftszielen durch kontextbezogene Agenten und Assistenten, die mit Ihren Prozessen und Ihrem Unternehmen vertraut sind 

Was man nicht sieht, kann man nicht steuern 

Die meisten Finanzverantwortlichen würden eine wichtige Kostenkategorie nicht anhand einer einzigen Budgetposition verwalten. Doch genau so verfahren Unternehmen häufig zu Beginn mit dem Thema KI. Die Gesamtausgaben sind eine wichtige Kennzahl. Sie sagen aber nichts darüber aus, welche Teams, Workloads oder Verwendungsmuster hinter diesen Ausgaben stecken oder ob die KI-Nutzung im Einzelnen tatsächlich sinnvoll ist. 

Transparenz über diese Aspekte ist nur dann möglich, wenn Vertrieb, Entwicklung, Finanzwesen und Produktteams eng zusammenarbeiten. Das Finanzwesen kümmert sich dabei um die Kostenprognosen und stellt die Verantwortlichkeiten sicher. Die anderen Bereiche liefern den betrieblichen Kontext, der die Zahlen erst aussagekräftig macht. 

Wir konnten unsere Finanzmodelle mit jedem neuen Planungszyklus verbessern, da wir auf mehr operative Details zum Nutzungsverhalten zurückgreifen konnten. Für eine neue Kostenkategorie, bei der es zu dynamischen Entwicklungen kommt, gilt deshalb Folgendes: Es müssen nicht erst präzise Daten vorliegen, bevor die nächsten Schritte eingeleitet werden können; für den Anfang genügt es, über ausreichend Transparenz zu verfügen, um bessere Entscheidungen treffen zu können. Das Modell kann dann verfeinert werden, sobald sich Muster abzeichnen. 

Klare Verantwortlichkeiten   

Unsere wichtigste Erkenntnis war weniger finanzieller als konzeptioneller Natur: Transparenz allein reicht nicht – es muss auch jemand dafür verantwortlich sein, die KI-Nutzung zu überschauen. 

Ein zentrales KI-Budget erleichtert erste Experimente, befreit dabei aber die Personen, die Token verbrauchen, von jeder finanziellen Verantwortung. Je enger KI in Geschäftsprozesse integriert wird, desto mehr stößt dieses Modell an seine Grenzen. 

Dies soll jedoch kein Argument dafür sein, sofort jede Anfrage an ein Sprachmodell mit buchhalterischer Präzision zu verrechnen. Es geht vielmehr darum, den KI-Verbrauch genauso zu steuern wie andere Unternehmensressourcen, etwa Software, externe Dienstleistungen oder Personal. Entscheidungsträger brauchen ein klares Bild davon, was ihre Teams verbrauchen und welche Ergebnisse mit KI erzielt werden sollen. 

Bei Âé¶¹Ô­´´ hat die Zuordnung von Token-Kosten zu Geschäftsbereichen zu einer neuen Herangehensweise geführt – weg von der Frage „Wie hoch sind unsere Ausgaben?“, hin zu „Was erhalten wir dafür?“ und „Lohnen sich hier weitere Investitionen?“ Diese Fragestellungen ermöglichen eine produktivere Debatte.  

Token-Ausgaben sind kein Bilanzposten im Bereich Technologie, sondern stellen eine strategische und operative Investitionsentscheidung dar. Ziel ist es, KI-Ausgaben zielgerichtet zu steuern, anstatt die Kosten einfach nur so niedrig wie möglich zu halten. 

Nicht nur Kosten pro Token betrachten 

Hohe KI-Kosten ziehen Blicke auf sich. Wenn aber ausschließlich Kostensenkungen im Fokus stehen, kann dies dazu führen, dass die falschen Entscheidungen getroffen werden. 

Eine bessere Orientierungshilfe ist das Verhältnis zwischen dem Verbrauch und dem geschäftlichen Nutzen. Ein KI-Werkzeug, das die Softwareentwicklung spürbar beschleunigt, Mitarbeitenden lästige Routineaufgaben abnimmt oder den Kundenservice verbessert, verursacht reale Token-Kosten. Die KI-Nutzung allein deshalb einzuschränken, weil das Budget dafür hoch erscheint, könnte ein Unternehmen mehr an Wertschöpfung kosten, als es an Einsparungen bringt. 

Wir sprechen dabei aus Erfahrung: Nach der Einführung von KI-Tools für Entwickler bei Âé¶¹Ô­´´ konnten wir bei der Überprüfung und Umsetzung von Änderungen am Quellcode eine Zunahme verzeichnen, die im mittleren zweistelligen Prozentbetrag lag – ein deutliches Zeichen, dass die Entwicklungsarbeit schneller voranging. Der damit verbundene Token-Verbrauch hatte sich somit gelohnt. 

Das Finanzwesen benötigt also eine doppelte Perspektive: Kennzahlen zu den Kosten auf der einen, Messgrößen zum Nutzen auf der anderen Seite. Wer diese beiden Aspekte nicht im Zusammenhang betrachtet, läuft Gefahr, mit Kosteneinsparungen der Wertschöpfung im Wege zu stehen. 

Auf unnötigen Token-Verbrauch statt KI-Nutzung allgemein konzentrieren 

Mit der zunehmenden Nutzung von KI werden Kontrollmechanismen notwendig – und zwar in Form gezielter Strategien statt Pauschalmaßnahmen. Als wir die Nutzungsmuster im Detail untersuchten, konnten wir drei grundsätzliche Ursachen für unverhältnismäßig hohe Ausgaben ermitteln: die Konzentration auf Power-User und automatisierte Agenten, eine unpassende Modellauswahl sowie eine unkontrollierte Nutzung von Werkzeugen. 

Das sind die Bereiche, in denen Leitlinien sinnvoll sind. Kontrollmechanismen haben ihren Wert, wenn sie auf vermeidbare Ausgaben konzentriert sind und nicht die KI-Nutzung allgemein drosseln. Bei Âé¶¹Ô­´´ setzten wir auf drei Ansätze: Die Begrenzung von Token, um ausufernden Verbrauch zu verhindern; den intelligenten Einsatz von Modellen, um die Leistungsfähigkeit und Kosten besser auf die jeweilige Aufgabe abzustimmen; und einen gezielteren Einsatz von Werkzeugen, um Redundanzen zu beseitigen und Investitionen auf Bereiche zu fokussieren, in denen die Nutzung gerechtfertigt ist. Diese Maßnahmen halfen, das finanzielle Risiko im dreistelligen Millionenbereich zu halten, ohne die weitere Einführung von KI zu bremsen. 

Das Prinzip ist einfach: den Token-Verbrauch dort reduzieren, wo es unnötig ist, und dort aufrechterhalten, wo es sich lohnt. 

Von Kostenkontrolle zur Steigerung des geschäftlichen Nutzens  

Der KI-Fortschritt folgt nicht den Planungszyklen von Unternehmen. Die Möglichkeiten, Einsatzszenarien und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen von KI verändern sich tagtäglich. Und das damit verbundene Governance-Modell muss mit diesem Wandel Schritt halten.   

Deshalb müssen wir weiter aktiv bleiben. Als Nächstes gilt es, all diese Praktiken in die reguläre Planung und Berichterstattung zu integrieren, Verantwortlichkeiten klarer zu definieren und die Kostenzuordnung zu optimieren. Zudem benötigen wir Prognosefunktionen, um Kostentrends zu erkennen, noch bevor sie sich klar abzeichnen. 

Auch Unternehmen, die all das gut meistern, müssen weiterhin KI-Kosten tragen; doch sie verfügen über Transparenz und klare Zuständigkeiten, um zu identifizieren, in welchen Bereichen die KI-Nutzung Wertschöpfung ermöglicht und wo nicht. So sind sie in der Lage, Investitionen entsprechend zu steuern.   


Lukas Deutsch ist Chief Controlling Officer bei Âé¶¹Ô­´´.  
David Imbert ist Chief Marketing Officer für Âé¶¹Ô­´´ Financial Management. 

Abonnieren Sie den Âé¶¹Ô­´´ News Center Newsletter

Deutschland
0800/5 34 34 24

Geschäftszeiten: Montag-Freitag 08:00-17:00 Uhr. Vollständige Liste der .

Quick links

Trends

Über Âé¶¹Ô­´´

Informationen zur Website