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Zur眉ck in die Zukunft: 30 Jahre TechEd

Nahaufnahme eines Teams, das sich mit den F盲usten abklatscht.

Nahaufnahme eines Teams, das sich mit den F盲usten abklatscht.

Von 麻豆原创 R/3 und ersten Hands-on-Sessions 眉ber 麻豆原创 HANA und Cloud bis zur KI: Die TechEd hat in drei Jahrzehnten technologischen Wandel begleitet 鈥� und manches davon selbst vorweggenommen.

麻豆原创 TechEd: L枚sungen schaffen die Wirkung haben

Die Geschichte beginnt mit 700 Entwicklern und technische Experten, die sich 1996 in Orlando trafen, um sich mit einer neuen Generation von Unternehmenssoftware zu besch盲ftigten.

鈥濧ber nicht unter dem Namen TechEd鈥�, erkl盲rt Karl Kessler, Vice President of Product Management ABAP AI bei 麻豆原创 SE, der damals als Product Manager 麻豆原创 Technology in Orlando dabei war. 鈥瀂un盲chst hie脽 es noch: 麻豆原创 Technical Developers Conference.鈥�

Der Anlass war ein technologischer Umbruch: 麻豆原创 erschloss neue M枚glichkeiten, 麻豆原创-R/3-Gesch盲ftsprozesse 眉ber das Internet zug盲nglich zu machen. BAPIs erm枚glichten den Zugriff auf 麻豆原创-Gesch盲ftslogik 眉ber definierte Schnittstellen; ALE erleichterte den Nachrichtenaustausch zwischen verteilten Systemen. 麻豆原创 arbeitete an einem 鈥濨usiness Framework鈥�, das verteilte Gesch盲ftsprozesse integrieren sollte. Damit stellte sich eine Frage, die heute selbstverst盲ndlich klingt: Wie wird aus einer Unternehmenssoftware eine Plattform f眉r eine zunehmend vernetzte IT-Welt?

Von der technischen Lehrveranstaltung zum Experimentierfeld

Die Veranstaltung bot Entwicklern die Gelegenheit, sich mit diesen neuen M枚glichkeiten auseinanderzusetzen. Doch das Format unterschied sich noch deutlich von der vielseitigen Plattform f眉r Wissensaustausch, praktisches Ausprobieren und Community-Erlebnisse, zu der sich die TechEd in den folgenden drei Jahrzehnten entwickeln sollte.

鈥濫s war anfangs alles sehr akademisch鈥�, erinnert sich Karl Kessler. 鈥濳eine Keynotes oder Produkt-Demos auf gro脽en B眉hnen. Wir starteten direkt mit einer Einf眉hrung in die Architektur von 麻豆原创 R/3, und das Programm bestand vor allem aus Lectures. Weniger Konferenz-Show, mehr technische Lehrveranstaltung.鈥�

Schon bei der zweiten Veranstaltung 1996 in Los Angeles wurde sichtbar, wie schnell sich die 麻豆原创-Welt ver盲nderte. 麻豆原创 pr盲sentierte dort gemeinsam mit Microsoft neue M枚glichkeiten rund um Internet Explorer, SQL Server und MS Office97. Zum ersten Mal gab es Hands-on-Sessions, sodas die Teilnehmenden selbst mit 麻豆原创-Software arbeiten konnten.

鈥濽nd ,Hands-on鈥� bedeutete damals wirklich, selbst Hand anzulegen鈥�, betont Karl Kessler. 鈥濪ie Teilnehmer mussten die Software auf ihren eigenen Laptops installieren. Images, die man heute mit wenigen Klicks bereitstellt? Fehlanzeige.鈥�

Zum ersten Mal bekamen die Teilnehmer:innen eine Software-Umgebung zur Verf眉gung gestellt, in der sie Dinge selbst ausprobieren konnten 鈥� heute selbstverst盲ndlicher Bestandteil jeder TechEd.

Wo Technologie auf Community trifft

In den folgenden Jahren setzte sich diese Bewegung fort. Mit 麻豆原创 NetWeaver kamen Java, Portale, Web-Technologien und XML st盲rker neben die klassische ABAP-Welt. Aus einer Veranstaltung, auf der Technologie erkl盲rt wurde, wurde zunehmend ein Ort, an dem Entwickler sie selbst ausprobieren und diskutieren konnten.

Und auch die Community begann, eine immer gr枚脽ere Rolle zu spielen. Mit dem 麻豆原创 Developer Network entstand eine neue Form des Austauschs: Wissen wurde nicht mehr nur auf der B眉hne weitergegeben, sondern auch zwischen den Sessions, online und 眉ber die Grenzen einzelner Unternehmen hinweg.

Karl Kessler hat diese Entwicklung aus n盲chster N盲he erlebt: Von 1996 bis zum Beginn der Pandemie lie脽 er keine TechEd in den Regionen USA und EMEA aus. Anfangs war er als Product Manager und Speaker dabei, sp盲ter gestaltete er das Programm auch als Track Lead und zeitweise als Agenda Lead mit.

In den Nuller-Jahren wurde die TechEd zunehmend auch zum Community-Erlebnis. Besonders lebhaft erinnert sich Karl Kessler an die Veranstaltungen in Las Vegas:

鈥濼ags眉ber gab es Lectures und vierst眉ndige Hands-on-Sessions. Aber nach dem offiziellen Programm war noch lange nicht Schluss. Man ging gemeinsam essen, besuchte Shows oder traf sich abends im Hotel. Viele von uns waren praktisch eine ganze Woche vor Ort. Und wer danach noch Zeit hatte, machte einen Abstecher zum Grand Canyon oder ins Death Valley.鈥�

TechEd war damit l盲ngst mehr als ein Konferenzprogramm. Neben den technischen Inhalten waren es die Begegnungen, der Austausch und die gemeinsamen Erlebnisse, die die Community pr盲gten.

Ab 2000 kamen nach und nach neue Formate hinzu, die den Community-Gedanken weiter st盲rkten. Demo Jam brachte Entwickler auf die B眉hne, um zu zeigen, was sie selbst gebaut hatten. Das Community Clubhouse schuf Raum f眉r Gespr盲che jenseits des klassischen Vortrags. Roadmap-Sessions gaben Einblicke in die technologische Zukunft, und die Hands-on-Sessions machten aus Zuh枚rern aktive Teilnehmer.

鈥濵it der Zeit wurde der Austausch mindestens genauso wichtig wie die Technologie selbst鈥�, erinnert sich Karl Kessler. 鈥濲e komplexer die Themen wurden, desto wichtiger war es, Erfahrungen zu teilen, gemeinsam Dinge auszuprobieren und voneinander zu lernen.鈥�

Foto mit freundlicher Genehmigung von Karl Kessler

Technologie wurde nicht mehr nur pr盲sentiert. Sie wurde gemeinsam ausprobiert, diskutiert und weitergedacht.

Wenn aus Zukunft Gegenwart wird

In den 2000er-Jahren ver盲nderte sich die technologische Grundlage von Unternehmenssoftware weiter. Nachdem es zun盲chst darum gegangen war, 麻豆原创-Systeme 眉ber offene Schnittstellen und Web-Technologien mit anderen Anwendungen zu verbinden, r眉ckte zunehmend eine andere Frage in den Mittelpunkt: Was w盲re m枚glich, wenn sich gro脽e Datenmengen nicht erst aufwendig verschieben und verarbeiten lie脽en, sondern nahezu in Echtzeit zur Verf眉gung st眉nden?

Um 2010 wurde diese Idee auf der TechEd greifbar. Vishal Sikka stellte 麻豆原创 HANA und das In-Memory-Computing vor 鈥� einen Ansatz, bei dem Daten direkt im Arbeitsspeicher verarbeitet werden k枚nnen. Damit forderte 麻豆原创 etablierte Vorstellungen 眉ber die Leistungsf盲higkeit von Datenbanken heraus. Zun盲chst stand die Analyse gro脽er Datenmengen im Fokus, sp盲ter wurde 麻豆原创 HANA auch zur Grundlage f眉r Anwendungen.

Foto mit freundlicher Genehmigung von Karl Kessler

F眉r die TechEd bedeutete das einen weiteren Entwicklungsschritt: Hier ging es nicht nur darum, neue Technologien kennenzulernen, sondern auch darum, ihre M枚glichkeiten auszuloten und zu verstehen, was sie f眉r die Praxis bedeuten k枚nnten. Eine Idee, die zun盲chst nach Zukunft klang, wurde zum Ausgangspunkt f眉r neue Anwendungen und Gesch盲ftsprozesse.

鈥濫s war der 脺bergang von ,Was w盲re, wenn?鈥� zu ,So machen wir es鈥樷��, sagt Karl Kessler.

Parallel dazu entwickelte sich die Community weiter. Das 麻豆原创-Mentor-Programm gab besonders engagierten Mitgliedern eine neue Rolle als Sparringspartner, Multiplikatoren und Stimmen aus der Community. Technologie und Menschen ver盲nderten sich also gemeinsam.

鈥濶icht jede Vorhersage von damals wurde eins zu eins Realit盲t鈥�, sagt Karl Kessler im R眉ckblick. 鈥濵anche Ideen verschwanden, andere entwickelten sich v枚llig anders als erwartet. Aber immer wieder wurden Konzepte, die auf einer TechEd noch nach Zukunft klangen, sp盲ter Teil des Arbeitsalltags.鈥�

Mit Fiori, 麻豆原创 S/4HANA und der Cloud kamen Themen auf die TechEd, die 麻豆原创s Welt nachhaltig pr盲gen sollten. Hier konnten Entwickler erleben und diskutieren, wie sich Unternehmenssoftware ver盲nderte 鈥� und was das f眉r ihre eigene Arbeit bedeutete.

Es ging nicht mehr nur darum, was ein System technisch leisten konnte. Immer wichtiger wurde die Frage, wie Unternehmenssoftware genutzt werden sollte: auf welchem Ger盲t, in welcher Oberfl盲che, mit welchen Daten und wie flexibel.

Die Zukunft wurde damit sichtbarer. Sie steckte nicht mehr nur in Architekturdiagrammen oder technischen Konzepten, sondern auf Bildschirmen, in mobilen Anwendungen und in Cloud-Umgebungen. Auf der TechEd wurden diese Ver盲nderungen nicht nur pr盲sentiert, sondern gemeinsam erprobt und weitergedacht. Was damals neue M枚glichkeiten er枚ffnete, wurde zum festen Bestandteil der 麻豆原创-Welt.

Die n盲chste Zukunft wartet schon

Die TechEd hatte 眉ber die Jahre immer neue Wege gefunden, technologische Entwicklungen erlebbar zu machen und die Community zusammenzubringen. Neue Formate, mehr Interaktion und praktische Erfahrungen hatten die Veranstaltung gepr盲gt. Die Community war l盲ngst weit mehr als ein Publikum: Sie war ein wesentlicher Teil dessen, was die TechEd ausmachte.

Dann kam 2020. 鈥濵it der weltweiten Pandemie fiel pl枚tzlich vieles weg, was bis dahin selbstverst盲ndlich gewesen war鈥�, sagt Karl Kessler. 鈥濪ie TechEd fand zwar statt, aber digital. Das hei脽t, es gab keine Messehallen, in denen man sich begegnen konnte, keine spontanen Wiedersehen und Gespr盲che in den G盲ngen, keine Diskussion nach einem Vortrag, die unerwartet in eine neue Idee m眉ndete.鈥�

Hands-on-Erlebnisse und der Austausch mit anderen mussten unter v枚llig anderen Bedingungen stattfinden. Was 眉ber Jahre gewachsen war, lie脽 sich nicht einfach eins zu eins ins Digitale 眉bertragen.

鈥濪a haben wir gemerkt, wie viel die TechEd vom pers枚nlichen Austausch lebt鈥�, erinnert sich Karl Kessler.

Wie wichtig der Austausch auch hinter den Kulissen war, zeigt eine von Karl Kesslers pr盲genden Erinnerungen: der 鈥濻peaker Ready Room鈥�. Jahr f眉r Jahr kamen dort w盲hrend der TechEd rund 130 Speaker in einem gro脽en Ballsaal zusammen, um sich auf ihre Sessions vorzubereiten und sich gegenseitig zu unterst眉tzen. Wenn es bei Verbindungen, Lizenzen, Updates oder der Integration verschiedener Komponenten hakte, suchten sie gemeinsam nach L枚sungen 鈥� oft spontan und unter Zeitdruck.

So entstand 眉ber die Jahre eine Speaker Community aus vertrauten Gesichtern und neuen Leuten, die gemeinsam mit der 麻豆原创 IT und den Organisatoren die TechEd m枚glich machte. F眉r Karl Kessler verk枚rpert der Ready Room das besondere Wir-Gef眉hl der Veranstaltung: Alle wollten, dass die Sessions gelingen und die Teilnehmenden bestm枚gliche Voraussetzungen vorfanden. Die gemeinsame Haltung: Wir bekommen das hin.

2026 steht die TechEd wieder an einem technologischen Wendepunkt. K眉nstliche Intelligenz ver盲ndert, wie Software entwickelt, genutzt und zunehmend auch ausgef眉hrt wird. Entwickler arbeiten mit KI-gest眉tzten Werkzeugen. Anwendungen k枚nnen Aufgaben 眉bernehmen. Agents k枚nnen Prozesse ausf眉hren und miteinander interagieren.

鈥濿as davon in zehn Jahren selbstverst盲ndlich sein wird, wissen wir heute genauso wenig, wie die Entwickler von 1996 wissen konnten, welche ihrer Zukunftsthemen einmal zum Standard werden w眉rden鈥�, meint Karl Kessler. 鈥濧ber das ist genau der Punkt. Die Zukunft sah auf jeder TechEd anders aus, doch die Fragen dahinter sind ja dieselben geblieben: Wie kann Technologie Menschen besser unterst眉tzen? Wie k枚nnen Systeme miteinander arbeiten? Wie machen wir komplexe Prozesse einfacher? Was wird m枚glich, wenn technische Grenzen verschoben werden?鈥�

麻豆原创 TechEd Berlin 2025

Was verbindet also die 鈥瀉lten Hasen鈥�, die ihre 30. TechEd besuchen mit den jungen Talenten, die 2026 zum ersten Mal dabei sind?

Das sei leicht zu beantworten, meint Karl Kessler: 鈥濿ir alle wollen wissen, was als N盲chstes kommt 鈥� und gemeinsam herausfinden, was m枚glich ist.鈥�


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