Aus Mitarbeiteranalysen gewonnene Erkenntnisse sollten nicht in den Systemen von Unternehmen brachliegen. Stattdessen sollten sie dazu genutzt werden, fundierte Entscheidungen zu treffen. OMV nutzt deshalb die (Âé¶¹Ô´´Â BDC), um Muster hinsichtlich der Zusammensetzung der Belegschaft zu erkennen und qualifizierte Fachkräfte dort einzusetzen, wo sie benötigt werden. Zukünftig plant das Unternehmen, auch Lösungen für die Personalbedarfsplanung und die Messung von Lernfortschritten einzusetzen, um Investitionen in Mitarbeitende enger mit messbaren Geschäftsergebnissen zu verknüpfen.
ist ein internationaler Mineralöl-, Erdgas- und Chemiekonzern mit Sitz in Wien, der in Europa, Afrika, Neuseeland, Norwegen und im Nahen Osten aktiv ist.
Genau wie viele andere Unternehmen im Energiesektor muss auch OMV seine Strategie überdenken. Das Unternehmen investiert stark in Nachhaltigkeitsinitiativen: die Umwandlung von Kunststoffabfällen in Öl, den Bau einer der größten Müllsortieranlagen Europas zur Herstellung von Rohstoffen für Raffinerien und das Recycling von aus Flugzeugen gesammelten Plastikbechern zu nachhaltigem Kerosin. Diese Verlagerung des Geschäftsmodells hat eine entsprechende Transformation innerhalb des Unternehmens nach sich gezogen, insbesondere im Personalwesen.
Die Personalabteilung (People and Culture, P&C) bei OMV hat ein strategisches Programm ins Leben gerufen, um die Belegschaft in den Mittelpunkt der Unternehmenstransformation zu stellen. Dabei hatte das Unternehmen klare Ziele vor Augen: P&C als globales HR-Kompetenzzentrum etablieren, die Qualität der angebotenen Services verbessern und Prozesse standardisieren und harmonisieren. Zudem ging es darum, Digitalisierung, Automatisierung und die Nutzung von Self-Service voranzutreiben.
Fragmentierte Daten und manuelle Berichtszyklen als Herausforderung
Vor der Einführung von Âé¶¹Ô´´Â BDC glich die HR-Datenlandschaft von OMV einem Flickenteppich aus Systemen, die nicht für zentrale Mitarbeiteranalysen und -berichte konzipiert waren. Die Mitarbeiterdaten waren auf verschiedene Systeme verteilt: zwei On-Premise-Âé¶¹Ô´´-HCM-Systeme und Âé¶¹Ô´´Â SuccessFactors HCM, Microsoft Excel und SharePoint sowie ein ursprünglich für die Finanzkonsolidierung entwickeltes System, das P&C für Berichte zum Personalbestand und die Personalplanung verwendete.
Das Unternehmen konnte bereits deutliche Effizienzsteigerungen verzeichnen. Wenn die Leiter einer Geschäftseinheit oder Abteilung bestimmte Personalkennzahlen benötigten, die über die grundlegenden verfügbaren Berichte hinausgingen – zum Beispiel Personalbestandszahlen oder Fluktuationsraten –, wurde eine Anfrage an den zuständigen HR Business Partner gerichtet. Anschließend war der HR Business Partner damit beschäftigt, Daten manuell aus verschiedenen Systemen zusammenzutragen, sie in Tabellen zu aggregieren und für Präsentationen aufzubereiten, um sie dann der Führungskraft zur Verfügung zu stellen. Dieser Prozess war nicht nur zeitaufwendig und fehleranfällig, sondern nahm auch wertvolle HR-Ressourcen in Anspruch, die dringend für strategische Aufgaben benötigt wurden. Führungskräfte hatten zudem keinen direkten Self-Service-Zugriff auf für sie relevante Personaldaten.
Âé¶¹Ô´´ Business Data Cloud und People Intelligence
„In der Regel besteht unsere Strategie nicht darin, bei neuen Lösungen Vorreiter zu sein. Mit Âé¶¹Ô´´ BDC war das anders“, so Bernhard Graser, Leiter des Bereichs Âé¶¹Ô´´ Finance, HR, and Reporting bei OMV. „Wir haben das Potenzial dieser Lösung sofort erkannt und wollten den Datenabfluss aus unseren HR- und Âé¶¹Ô´´-Systemen stoppen, um die Daten konsequent in der Âé¶¹Ô´´-Systemlandschaft zu halten.“
Die Entscheidung für Âé¶¹Ô´´Â BDC kam zum idealen Zeitpunkt. OMV hatte gerade eine umfassende Implementierung von Âé¶¹Ô´´Â SuccessFactors HCM abgeschlossen. Davor hatte das Unternehmen bereits , und implementiert und 2023 , Âé¶¹Ô´´Â SuccessFactors Compensation und Âé¶¹Ô´´Â SuccessFactors Recruiting eingeführt. Da alle Personaldaten somit in einem cloudbasierten SaaS-System gespeichert waren, war das Fundament für die Integration von Âé¶¹Ô´´Â BDC bereits gelegt.
Implementierung von Âé¶¹Ô´´ BDC und People Intelligence
OMV ging bei der Einrichtung seiner Âé¶¹Ô´´-BDC-Landschaft in drei Schritten vor.
In einem ersten Schritt wurde Âé¶¹Ô´´Â SuccessFactors HCM mit Âé¶¹Ô´´Â BDC verknüpft, um People Intelligence produktiv zu setzen. Dieses Unterfangen lief nicht ganz reibungslos ab: OMV stellte fest, dass seine On-Premise-HCM-Systeme nicht denselben Identity Authentication Service nutzten wie Âé¶¹Ô´´ SuccessFactors HCM. Bevor die Integration fortgesetzt werden konnte, war deshalb eine Angleichung notwendig.
Eine größere Herausforderung war jedoch das Thema Daten-Governance. Als österreichisches Unternehmen mit Betriebsrat war es der OMV nicht möglich, einfach alle HR-Daten nach Âé¶¹Ô´´ BDC zu migrieren. Das Team nutzte Datenmaskierung, aktivierte Lesezugriffsprotokollierung und richtete dieselben Berechtigungskontrollen wie in Âé¶¹Ô´´ SuccessFactors HCM ein. Anwender können in Âé¶¹Ô´´ BDC so nur die Daten einsehen, für die sie bereits in Âé¶¹Ô´´ SuccessFactors HCM Berechtigungen hatten. Dieses Maß an Governance war Voraussetzung dafür, dass Nutzer mit dem System überhaupt arbeiten konnten.
In einem zweiten Schritt werden aktuell beide HCM-Systeme auf migriert. Nach dem Abschluss der Migration wird ³§´¡±ÊÌý³§/4±á´¡±·´¡ direkt mit Âé¶¹Ô´´Â BDC verknüpft sein, was einen komplett einheitlichen Datenfluss aus Âé¶¹Ô´´Â SuccessFactors HCM und ³§´¡±ÊÌý³§/4±á´¡±·´¡ auf eine zentrale Plattform ermöglicht.
Der dritte Schritt, der in naher Zukunft geplant ist, besteht in der vollständigen Stilllegung der alten technischen Grundlage für die Berichtserstellung. Dadurch entfallen Tabellenkalkulationen, und die aktuelle Behelfslösung im Finanzkonsolidierungssystem wird durch Âé¶¹Ô´´ BDC als zentrale Berichts- und Planungsumgebung für das Personalwesen ersetzt.
Die Architektur von Âé¶¹Ô´´ BDC spielte eine wichtige Rolle bei der Entscheidungsfindung. Von Âé¶¹Ô´´ verwaltete Datenprodukte – vorkonfigurierte Datenmodelle, die von Âé¶¹Ô´´ gepflegt und aktualisiert werden – waren besonders attraktiv, vor allem da OMV seine Konfiguration von Âé¶¹Ô´´ SuccessFactors HCM nah am Standard belassen hatte. Aufgrund dieses standardnahen Ansatzes konnte ein größerer Anteil der Personaldaten von OMV über von Âé¶¹Ô´´ verwaltete Produkte bereitgestellt werden, wodurch der interne Wartungsaufwand reduziert wurde. Im Falle von Änderungen in einem Quellsystem oder an einer Datendefinition ist Âé¶¹Ô´´ – und nicht OMV – für die Aktualisierung des Modells verantwortlich.
Aktuelle und zukünftige Anwendungsfälle
Nachdem OMV sich mit den in People Intelligence verfügbaren Möglichkeiten befasst hatte, entschied sich das Unternehmen, Funktionen für Einblicke in die Zusammensetzung der Belegschaft zu nutzen. Diese Funktionalität bietet sofort einsatzbereite Dashboards mit Informationen zur Anzahl und Struktur der Belegschaft. Die Daten sind voll konfigurierbar und können nach Bedarf gefiltert werden.
Das P&C-Team bei OMV sammelt derzeit aktiv Ideen dafür, was als Nächstes auf Âé¶¹Ô´´Â BDC aufgesetzt werden soll. Auf der operativen Seite möchte das Team Unfalldaten als Personalkennzahl verfolgen, den Überblick über offene Stellen im Unternehmen behalten und die Zeit bis zur Einstellung verfolgen. Eine weitere Priorität stellt Diversität dar, da die entsprechenden Daten derzeit über mehrere Systeme hinweg verteilt sind. Im Rahmen des Âé¶¹Ô´´-Programms für Forward Deployed Engineering entwickelt OMV gemeinsam mit Âé¶¹Ô´´ Anwendungsfälle für Schulungen und die Einhaltung von Zertifizierungen. Letzteres ist besonders in Raffinerien ein absolutes Muss, da Mitarbeitende für den Zutritt zu den Betriebsanlagen gültige Sicherheitszertifizierungen benötigen. Weitere Anwendungsfälle beziehen sich auf Themen wie Kompetenzen und die Zahl der Mitarbeitenden. OMV will künftig maschinelles Lernen und prädiktive Modellierung nutzen. Dabei soll die in der Âé¶¹Ô´´Â Business Data Cloud genutzt werden, um den Personalbedarf zu prognostizieren und proaktiv Kompetenzlücken und Personalengpässe zu ermitteln.
Fazit
OMV hat eine klare Richtung eingeschlagen und setzt auf eine zentrale Datenquelle für HR-Daten sowie auf Self-Service-Funktionen für alle Führungskräfte und Leiter von Geschäftsbereichen. Zudem will das Unternehmen von einer Plattform profitieren, die es möglich macht, im HR-Bereich vom traditionellen Berichtswesen zur prädiktiven Analytik von morgen überzugehen. Am Ende seines Vortrags auf der Kundenkonferenz in Madrid resümierte Glaser: „Wir sehen großes Potenzial in Âé¶¹Ô´´ BDC – nicht nur im Personalwesen, sondern auch im Finanzwesen. Jeder sollte dieses Potenzial selbst erkunden.“
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