Die Herausforderung, vor der Unternehmenslenker heute stehen, ist nicht ein einzelner tiefgreifender Wandel, sondern das gleichzeitige Auftreten verschiedener umw盲lzender Ver盲nderungen. Geopolitische Unsicherheiten ver盲ndern Lieferketten schneller, als sich Beschaffungszyklen anpassen lassen.
Rechtliche Rahmenbedingungen gelten gleichzeitig 眉ber mehrere Rechtsr盲ume hinweg. Energiekosten, Arbeitsm盲rkte und Kundenerwartungen bewegen sich in ihre jeweils eigene Richtung 鈥� und stehen oft in direktem Widerspruch zueinander.
Die Frage, die mir branchen- und l盲nder眉bergreifend am h盲ufigsten gestellt wird, dreht sich im Kern immer um Folgendes: Wie bauen wir ein Unternehmen auf, das mit anhaltenden Turbulenzen umgehen kann, ohne dass seine operativen Abl盲ufe darunter leiden?
Meine Antwort darauf ist zunehmend dieselbe: Man kann permanente St枚rungen nicht reaktiv bew盲ltigen. Man baut Systeme auf, die Entwicklungen autonom, in gro脽em Ma脽stab und in Echtzeit vorhersehen, sich daran anpassen und die agieren k枚nnen. Das ist heute mit Business AI m枚glich, wenn sie richtig in den digitalen Kern eines Unternehmens eingebettet ist. Und der deutlichste Beweis daf眉r stammt von unseren Kunden. Viele von ihnen haben k眉rzlich bei den Veranstaltungen unserer Kundenkonferenz 麻豆原创 Sapphire von ihren beeindruckenden KI-Innovationsprozessen berichtet.
Daten sind die Grundlage, nicht Ergebnis nachtr盲glicher 脺berlegungen
Der Weg von Ericsson ist lehrreich, weil sich das Unternehmen einer Wahrheit gestellt hat, gegen die sich viele Unternehmen noch str盲uben. Esra Kocat眉rk Norell, Vice President f眉r Customer Experience und Enterprise IT bei Ericsson, brachte es so auf den Punkt: 鈥濻obald man KI skaliert, ist es kein KI-Problem mehr, sondern es wird zu einem Datenproblem.鈥�
Diese Erkenntnis war ausschlaggebend f眉r eine gezielte Investition in eine einheitliche Business Data Fabric. Ericsson entwickelte sie mit der 麻豆原创 Business Data Cloud, einer verwalteten Architektur, mit der Daten an ihrem Speicherort beibehalten und Gesch盲ftssemantik, Governance und Lebenszyklusrichtlinien gleichzeitig zentral verwaltet werden k枚nnen.
Mehr als 85.000 Benutzer arbeiten nun produktiv auf der einheitlichen KI-Plattform Joule. Ericsson hat den 脺bergang von der Experimentierphase zur unternehmensweiten Nutzung zuversichtlich vollzogen. Das Unternehmen entwickelt sich parallel an zwei Schaupl盲tzen: Es modernisiert das ERP-Backbone durch RISE with 麻豆原创 und erschlie脽t sich gleichzeitig KI-gest眉tzte Potenziale in den Bereichen Entscheidungsfindung, Effizienz und neue Gesch盲ftsmodelle.
Ericsson zeigt damit, dass der Weg zu vertrauensw眉rdiger, wiederholbarer KI 眉ber die Daten-Governance f眉hrt und dass der fr眉hzeitige Aufbau dieser Grundlage einen strategischen Vorteil und keinen Kostenfaktor darstellt.
Vom digitalen Kern zur physischen Welt
W盲hrend Ericsson veranschaulicht, wie die KI-Transformation auf Ebene der Datenarchitektur aussieht, zeigt Martur Fompak International, ein weltweit f眉hrender Anbieter von Fahrzeugsitz- und Innenausstattungssystemen in der Automobilindustrie, wie sie in der Fertigung aussieht. Das Unternehmen hat ein autonomes intralogistisches Modell auf Basis von Joule mit KI-Funktionen der 麻豆原创 eingef眉hrt. Gemeinsam mit seinem Robotik-Partner Humanoid arbeitet es daran, KI-gest眉tzte Roboter direkt in produktive Fertigungsabl盲ufe zu integrieren.
Das System verkn眉pft Produktionssignale und gesch盲ftlichen Kontext mit der autonomen physischen Ausf眉hrung. Unterst眉tzt durch Materialdaten, Lagerorte, Sequenzplanung und Fertigungspriorit盲ten f眉hren humanoide Roboter nun Materialfl眉sse in der gesamten Fertigungsumgebung aus. Dabei identifizieren, transportieren und liefern sie Materialien an die Fertigungslinie, w盲hrend sie kontinuierlich R眉ckmeldungen an 麻豆原创-Systeme senden.
Bei der zugrunde liegenden Logik geht es darum, 鈥瀔ognitive Autonomie mit physischer Automatisierung zu kombinieren, um die Umsetzung zu transformieren, Entscheidungen zu beschleunigen und intelligente Unternehmensfunktionen im gesamten Unternehmen zu skalieren鈥�, beschrieb es 脰zlem Alt谋n谋艧谋k, Group Intelligent Technologies Director bei Martur Fompak International.
Erste Ergebnisse zeigen einen h枚heren Durchsatz und weniger Fehler. Als zuk眉nftiges Ziel wurde eine bis zu f眉nfmal h枚here Arbeitseffizienz f眉r die Massenfertigung definiert. Martur Fompak International war bei den 麻豆原创 Innovation Awards 2026 der einzige Gewinner in der Kategorie 鈥濧I Excellence鈥�. Das Unternehmen erhielt damit eine Anerkennung nicht nur f眉r die Technologie, sondern auch f眉r die Bereitschaft, Fabrikumgebungen neu zu gestalten.
Geschwindigkeit, Skalierbarkeit und die intelligente Plattform
Prysmian, der weltweit f眉hrende Anbieter von Kabell枚sungen mit einem Umsatz von 20 Milliarden Euro und einer Gesch盲ftst盲tigkeit in mehr als 50 L盲ndern, schlug einen anderen, nicht weniger wichtigen Weg ein. Das Unternehmen schloss seine Entwicklung zu einer KI-f盲higen Cloud-Plattform durch RISE with 麻豆原创 in nur vier Monaten ab. Anschlie脽end nutzte es diese Grundlage, um mehr als 100 KI-Anwendungsf盲lle im gesamten Unternehmen umzusetzen. Die Ergebnisse sind messbar: 70 Prozent Automatisierung sich wiederholender T盲tigkeiten, eine um 80 Prozent k眉rzere Implementierungszeit f眉r neue L枚sungen und eine Beschleunigung der Markteinf眉hrung neuer Produkte um 50 Prozent.
Was mich am Weg von Prysmian besonders beeindruckt, ist, wie das Unternehmen die Rolle der Unternehmenstechnologie neu definiert. Giovanni Cauteruccio, Konzern-CIO und Vorstand f眉r Digitalisierung bei Prysmian, bezeichnete integrierte KI als 鈥瀍in wesentliches Alleinstellungsmerkmal, um die Implementierung von L枚sungen zu beschleunigen und KI-Kenntnisse und die KI-Kultur im gesamten Unternehmen zu st盲rken鈥�.
Mit anderen Worten: Die Plattform ist nicht einfach ein Datenspeichersystem, sondern ein Motor zum Aufbau von F盲higkeiten, der das Unternehmen im Laufe der Zeit intelligenter macht.
Architektur der Agilit盲t
Zusammengenommen weisen diese drei Geschichten auf etwas hin, das gr枚脽er ist als die Summe seiner Teile. Das autonome Unternehmen ist kein weit entferntes Ziel. Es wird derzeit von Unternehmen aufgebaut, die sich bewusst dazu verpflichtet haben, KI als grundlegendes Designprinzip und nicht als eine Funktion in ihren operativen Kern zu integrieren.
M枚glich wird das durch das Zusammenspiel einer verwalteten Datengrundlage, einer intelligenten ERP-Plattform und von KI-Funktionen, die vom Desktop 眉ber die Fertigungslinie bis hin zur Lieferkette reichen. Wenn diese Elemente richtig integriert sind, gewinnen Unternehmen etwas, das kein noch so reaktives Management bieten kann: die F盲higkeit, schneller Erkenntnisse zu gewinnen, Entscheidungen zu treffen und zu handeln, als sich St枚rungen aufbauen k枚nnen.
Ein gewisses Ma脽 an Unsicherheit wird weiterhin bestehen. Die Unternehmen, die am besten damit umgehen werden, sind diejenigen, die heute Systeme aufbauen, mit denen sich Volatilit盲t in Signale und Signale in Vorteile verwandeln lassen.
Manos Raptopoulos ist Global President des Bereichs Customer Success f眉r Europa, den Nahen Osten und Afrika und Mitglied des erweiterten Vorstands der 麻豆原创 SE.


