Auf der diesjährigen Âé¶¹Ô´´ for Energy and Utilities Conference in Toulouse gab es eine Premiere zu feiern: die Vergabe des Energy and Utilities Innovation Awards. In den Kategorien AI, Innovation, Transformation, Customer Experience und Best Team wurden Unternehmen ausgezeichnet, die mit ihren Projekten besonders hervorstachen.
KI als Schlüssel-Element
In der Kategorie AI setzte sich das österreichische Energieunternehmen OMV mit einer Âé¶¹Ô´´-Business AI-Transformation durch. Aufbauend auf einer bestehenden Âé¶¹Ô´´-S/4HANA-Landschaft zielt die Transformation auf intelligente Automatisierung, fortgeschrittene Analysen und KI-gestützte Entscheidungen in zentralen Geschäftsprozessen. Entscheidend für den Erfolg war dabei eine schrittweise Herangehensweise: Statt einer überstürzten Implementierung legte OMV zunächst ein solides Fundament und führte KI gezielt in die User Experience sowie die Geschäftsprozesse ein. Im Vordergrund standen Regulierung, Sicherheit und kontinuierliche Evaluation. Der klare Grundsatz lautete, erst zu standardisieren, zu integrieren und eine stabile Datenbasis zu schaffen, bevor eine breite Skalierung erfolgt. Früh im Prozess setzte OMV dabei auf Âé¶¹Ô´´ Joule in Âé¶¹Ô´´ SuccessFactors und Âé¶¹Ô´´ S/4HANA. Im nächsten Schritt soll die Transformation weiter vorangetrieben werden, um die Potenziale von KI noch umfassender zu nutzen.
Intelligente Wasserversorgung
Mit einer datengesteuerten Plattform zur Überwachung des Wassernetzes überzeugte das belgische Wasserversorgungsunternehmen Farys die Jury in der Kategorie Innovation. Mithilfe von Âé¶¹Ô´´-Technologie und KI lassen sich Ressourcen effizienter einsetzen und Prozesse gezielt optimieren. Wasserlecks werden frühzeitig erkannt, bevor größerer Schaden entsteht, Wasserqualitätsprobleme können vorhergesagt und der Energieverbrauch reduziert werden. Das Ergebnis: weniger Ausfallzeiten, günstigere Reparaturkosten und eine spürbar bessere Servicequalität. Eine einheitliche Lösung fördert zudem die abteilungsübergreifende Zusammenarbeit, indem bestehende Datensilos abgebaut werden. Künftig sollen Risikobewertungen für Leitungen und Anlagen integriert sowie datengestützte Entscheidungen dabei unterstützen, wo Reparaturen am sinnvollsten sind. Mit dieser Strategie macht Farys seine Infrastruktur fit für die Anforderungen des Klimawandels.
Mit Teamwork zum Ziel
E.ON UK überzeugte in der Kategorie Best Team mit einer Âé¶¹Ô´´-S/4HANA-Transformation. Als Teil eines konzernweiten Projekts, das von 2021 bis 2027 läuft, verfolgt das Unternehmen das Ziel, Prozesse zu standardisieren und eine zukunftsfähige, skalierbare IT-Landschaft aufzubauen. Die zentrale Herausforderung bestand darin, verschiedene Legacy-Systeme in einem hochregulierten Markt zusammenzuführen. Was das Projekt besonders auszeichnet, ist die enge Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, IT und externen Partnern. Durch Workshops, Roadshows und ein gezieltes Key-User-Netzwerk wurde von Anfang an ein starker Fokus auf Teamkultur und Zusammenhalt gelegt. Das Ergebnis ist nicht allein eine erfolgreiche technische Transformation, sondern vor allem eine gelebte Teamkultur und damit der entscheidende Erfolgsfaktor des Projekts.
Ein neues Daten-Fundament
In der Kategorie Transformation setzte sich Electrica Furnizare durch. Der Ausgangspunkt war ein fragmentiertes System, in dem Daten verstreut vorlagen und ein übergreifender Überblick fehlte. Weder war die bestehende Infrastruktur skalierbar, noch konnte sie auf steigende regulatorische und kundenseitige Anforderungen flexibel reagieren. Mit der Einführung von Âé¶¹Ô´´ S/4HANA in Kombination mit Âé¶¹Ô´´ BTP, Âé¶¹Ô´´ CX und Âé¶¹Ô´´ Business AI realisierte Electrica Furnizare eine der größten Transformationen in der Versorgungswirtschaft. Das Ergebnis: eine einzige, verlässliche Datenquelle für alle Abteilungen, durchgängig optimierte Prozesse und ein solides Fundament, das künftigen Innovationen und dem vollen Einsatz von KI-Funktionen den Weg ebnet.
Besserer Kundenservice dank umfangreicher Modernisierung
Die Kategorie Customer Experience gewann das US-amerikanische Wasserversorgungsunternehmen Loudoun Water. Im Rahmen einer weitreichenden Modernisierung optimierte das Unternehmen seine Prozesse mit Âé¶¹Ô´´ S/4HANA, Âé¶¹Ô´´ Service Cloud 2.0 und Âé¶¹Ô´´ SuccessFactors. Mit der Einführung von Âé¶¹Ô´´ Service Cloud 2.0 ist Loudoun Water weltweit das erste Versorgungsunternehmen, das diesen Schritt vollzieht. Der Aufwand lohnt sich: Der Kundenservice wurde schneller und moderner gestaltet, Arbeitsaufträge werden besser organisiert, Abrechnungen und Zahlungen effizienter verwaltet und die Zeiterfassung für Mitarbeitende vereinfacht. Die Umstellung erfolgte in einem einzigen koordinierten Schritt und schafft damit eine zukunftsfähige, skalierbare Basis, auf der Loudoun Water seine Position als Technologieführer in der Branche weiter ausbauen kann.
Innovationen als Motor der Energiewende
Die Gewinner des ersten Energy and Utilities Innovation Awards zeigen, wie vielfältig die Möglichkeiten sind, mit denen Unternehmen der Energie- und Versorgungsbranche den digitalen Wandel aktiv gestalten. Ob KI-gestützte Entscheidungsprozesse, intelligente Infrastrukturüberwachung oder eine konsequente Neuausrichtung der IT-Landschaft, eines haben alle Projekte gemeinsam: Sie setzen auf solide Grundlagen, schrittweise Umsetzung und die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten.
Melanie Fiolka, Go-to-Market & Community Engagement Lead for Utilities, fasst es so zusammen: „Die Energie- und Versorgungsbranche steht vor einem tiefgreifenden Wandel. Die Gewinner des ersten Energy and Utilities Innovation Awards zeigen, wie aus Vision konkrete Wertschöpfung entsteht – mit klaren Strategien, soliden Datenfundamenten und dem Einsatz von KI“. Der Award macht deutlich, dass Innovation in der Branche längst keine Ausnahme mehr ist, sondern zur strategischen Notwendigkeit geworden ist.
