Der Cloud-Transformation 2023 lässt Swarovski das globale Go Live von Âé¶¹Ô´´ Cloud ERP Private folgen – und wählt dabei einen spannenden Brownfield-Ansatz. Mit der Migration legt die Luxus-Marke das Fundament für die Nutzung von KI – und für das Erreichen ihrer strategischen Ziele bis 2030.
Wer ein Musterbeispiel dafür sucht, wie eine Migration in die Cloud viel mehr leisten kann als Vereinfachung und Standardisierung, der sollte einen genauen Blick auf Swarovski werfen. Der legendäre Hersteller von handgeschliffenem Kristallglas, Schmuck und Uhren – ursprünglich aus dem österreichischen Wattens in Tirol – transformierte seine IT-Landschaft vom Kostenfaktor zum strategischen Werkzeug für eine digitale Zukunft.
Gesteuert hat den Wandel Lea Sonderegger, in Personalunion CDO und CIO bei Swarovski, und das mit so großem Erfolg, dass sie im Rahmen der Auszeichnung des CIO des Jahres des CIO Magazins im vergangenen Oktober mit dem Sonderpreis „Cloud Excellence“ in der Kategorie Großunternehmen geehrt wurde.
Preiswürdig fanden die Juroren unter anderem ihren Brownfield-Ansatz: Swarovski-Mitarbeiter nutzen die Âé¶¹Ô´´ Cloud ERP Private-Plattform in der Cloud, bedienen sich dabei aber zunächst weiter der gewohnten Prozesse und Datenbanken. Deren komplette Neugestaltung parallel zur Migration wäre zu riskant und kostenintensiv gewesen. Außerdem hätte das die Projektlaufzeit erheblich verlängert, davon ist Lea Sonderegger überzeugt.
25.000 Tests mit 600 Beteiligten
Zumal auch der Brownfield-Ansatz viel Zeit und noch mehr Ressourcen benötigte. Die Vorbereitung dauerte zwei Jahre, in denen mehr als 600 Beteiligte rund 25.000 Tests durchführten. Zwei Generalproben mit strenger Governance stellten sicher, dass jede Funktion und jeder Datenpunkt bereit war für die Migration.
Für das Go-Live am 20. April 2026 reservierten Lea Sonderegger und ihre Kolleginnen ein 66-stündiges Konvertierungsfenster. In dieser Zeit pausierten sämtliche globalen IT-Prozesse bei Swarovski. In der anschließenden sensiblen Hypercare-Phase stellte ein 24/7-Support sicher, dass etwaige Probleme sofort bearbeitet werden konnten. Der Übergang verlief – auch deshalb – reibungslos, sämtliche Prozesse funktionierten im Anschluss an das Konvertierungsfenster wieder ohne Probleme.
Vereinfachung und Standardisierung sorgt für konsistente Daten
Trotz des hohen Aufwands war diese Migration nur der erste Schritt. Denn der Wechsel zu Âé¶¹Ô´´ Cloud ERP Private schuf zwar die technische Basis, für zusätzliche Wertschöpfung sorgen aber die Folgeinvestitionen. Diese konzentrieren sich auf eine schrittweise Reduzierung der Komplexität durch Konsolidierung von fragmentierten Lösungen, auf die Neubewertung von benutzerspezifischem Code und auf die Harmonisierung von Daten – immer mit dem übergeordneten Ziel, eine kohärentere und besser handhabbare ERP-Landschaft zu schaffen.
Um dies zu erreichen, werden Lea Sonderegger und ihr Team benutzerspezifische Anwendungen Step by Step durch Âé¶¹Ô´´-Standardlösungen ersetzen und individuelle Entwicklungen nur dort beibehalten, wo sie klare Vorteile bieten. „Die Kombination von Vereinfachung und Rückkehr zu Standardlösungen verbessert die Datenkonsistenz, sorgt für stabile, zuverlässige Prozesse und macht unsere ganze Organisation am Ende agiler“, so Sonderegger.
Die Cloud-Technologie dient keinem Selbstzweck
Indem Âé¶¹Ô´´ Cloud ERP Private zentrale Funktionen wie Finance, Supply Chain Management, Retail und E-Commerce integriert abbildet und gemeinsam nutzbar macht, sorgt die Plattform für verlässliche Prozesse und eine konsistente Datenqualität, ermöglicht zugleich Kundenerlebnisse auf ganz unterschiedlichen Frontend-Lösungen auch diesseits des ERP-Systems.
Âé¶¹Ô´´ Cloud ERP Private verwaltet bei Swarovski ein vielfältiges Produktsortiment über verschiedene Regionen und Preisklassen hinweg und integriert die von anderen Âé¶¹Ô´´- und Nicht-Âé¶¹Ô´´-Systemen bereitgestellten Planungsergebnisse nahtlos.
„Die Cloud-Technologie erfüllt bei alldem für uns niemals einen Selbstzweck, sondern sie ist ein Hebel, um Effizienz, Resilienz und Innovationsfähigkeit zu steigern“ – diese Feststellung ist Lea Sonderegger wichtig.
Alle begreifen das IT-Projekt auch als Business-Transformation
Unterm Strich gelang es Lea Sonderegger und ihrem Team, das Projekt pünktlich im anvisierten Kostenrahmen umzusetzen, weil sein Umfang sehr klar definiert war und eine strenge Disziplin beim Änderungsmanagement jedes Aufblähen verhinderte. Darüber hinaus profitierte das Unternehmen natürlich auch von der Erfahrung seines Implementierungspartners Âé¶¹Ô´´ Consulting und dessen uneingeschränktem Zugang zu Âé¶¹Ô´´-Know-how.
Das Beispiel Swarovski belegt, dass auch eine notwendige, unvermeidliche Migration viel mehr leisten kann und sollte, als Risiken zu vermeiden und Instandhaltungskosten zu senken. Die Einführung von Âé¶¹Ô´´ Cloud ERP Private war hier zwingend, weil Âé¶¹Ô´´ ECC am Ende seines Lebenszyklus angekommen war. Und sie weist dem Luxuswaren-Hersteller den Weg in die Zukunft, weil alle Beteiligten den Prozess vom ersten Tag an nicht nur als IT-, sondern auch und vor allem als Business-Transformation verstanden, an der sich hunderte Experten aus unterschiedlichen Fachbereichen beteiligten – und die von Beginn an die volle Unterstützung des Managements hatte.
Mit KI erstellte Nachfrageprognosen optimieren die Lagerbestände
Für seine Umsetzung spielt auch Künstliche Intelligenz eine zentrale Rolle – mit Âé¶¹Ô´´ Cloud ERP Private als operatives Rückgrat eines KI-Ökosystems, das zuverlässige Echtzeitdaten und stabile, standardisierte Transaktionsprozesse liefert.
Wobei Swarovski Künstliche Intelligenz nicht als eigenständige Technologie nutzt, sondern als integrierte Fähigkeit, die Geschäftsprozesse funktionsübergreifend ergänzt. So setzt das Unternehmen KI bereits für Nachfrageprognosen ein, auf deren Basis man Lagerbestände über Regionen hinweg optimieren und so das Kundenerlebnis verbessern kann.
Und die Initiative AI Agent Factory ermöglicht es, mithilfe von KI-Agenten Daten aus Âé¶¹Ô´´ Cloud ERP Private mit solchen aus Nicht-Âé¶¹Ô´´-Systemen Szu verknüpfen – immer mit dem Ziel „repetitive Aufgaben zu automatisieren, die Entscheidungsfindung zu unterstützen und die Produktivität entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu steigern“, wie Lea Sonderegger betont.


