Auf der Retail’s Big Show 2026 der National Retail Federation, die vergangene Woche in New York stattfand, lautete die klare Botschaft f眉r Einzelh盲ndler: Sie m眉ssen dringend die Herausforderungen angehen, die dadurch entstehen, dass sich Tools auf Basis generativer KI unter Verbrauchern rasant verbreiten. Konkret bedeutet das: Um im Zeitalter des agentenbasierten Handels erfolgreich zu sein, m眉ssen sie ihre Backoffice- und Datensysteme auf den neuesten Stand bringen.
麻豆原创 und Partner auf der EuroShop
22.-26. Februar, Messe D眉sseldorf, Halle 6, Stand G41
Agentenbasierte KI war auf der wichtigsten Veranstaltung des Einzelhandelssektors allgegenw盲rtig und sprang den Besuchern nicht nur auf den St盲nden der Aussteller ins Auge, sondern war auch Schwerpunktthema zahlreicher Vortr盲ge und Workshops. Die Botschaft l盲sst sich auf einen einfachen Punkt bringen: Dem Einzelhandel steht ein gewaltiger Umbruch bevor, da immer mehr Verbraucher nicht mehr mit Browsern, sondern mithilfe von KI nach Produkten suchen.
Sie steigen in rasantem Tempo auf KI-Agenten um, mit deren Hilfe sie Produkte suchen, vergleichen und immer h盲ufiger auch kaufen. Gleichzeitig sind viele Hersteller noch damit besch盲ftigt, ihre Produktbeschreibungen f眉r Suchmaschinen zu optimieren 鈥� was dazu f眉hrt, dass sie unbemerkt nach und nach aus den Modellen verschwinden, die Grundlage f眉r die Produktsuche der n盲chsten Generation bilden.
鈥濪er agentenbasierte Handel 鈥� das Einkaufen mithilfe von KI-Agenten, die in unserem Auftrag handeln 鈥� ver盲ndert den Markt von Grund auf鈥�, konstatierte die strategische Unternehmensberatung McKinsey in einem . 鈥濫s entsteht eine Einkaufswelt, in der KI die Bed眉rfnisse der Verbraucher antizipiert, verschiedene Einkaufsoptionen pr眉ft, Konditionen aushandelt und Transaktionen ausf眉hrt. Sie ber眉cksichtigt dabei die Absichten der K盲ufer, handelt jedoch eigenst盲ndig und f眉hrt Aktionen in mehreren Schritten durch, denen Reasoning-Modelle zugrunde liegen.鈥�
Auch in den Vortr盲gen und Podiumsdiskussionen der Leitmesse f眉r den Einzelhandel wurde bekr盲ftigt, dass es sich dabei nicht nur um eine Weiterentwicklung des E-Commerce, sondern um ein v枚llig neues Einkaufsmodell handelt. Die Grenzen zwischen Plattformen, Services und Erlebnissen werden aufgel枚st und Verbraucher durchlaufen einen integrierten, hochgradig personalisierten und absichtsgesteuerten Einkaufsprozess, der schnelle, reibungslose Ergebnisse liefert.
Laut dem Bericht von McKinsey steht dabei viel auf dem Spiel. Bis 2030 k枚nnte allein im US-amerikanischen B2C-Einzelhandelsmarkt bis zu 1 Billion US-Dollar durch agentenbasierten Handel erwirtschaftet werden; die Umsatzprognosen f眉r den Weltmarkt belaufen sich auf 3 bis 5 Billionen US-Dollar.
Die gesamte Lieferkette im Einzelhandel 鈥� von den Herstellern 眉ber die H盲ndler bis hin zu den Logistik- und Zahlungsdienstleistern 鈥� m眉ssen sich auf diesen Paradigmenwechsel einstellen und dabei das Vertrauen der Verbraucher sicherstellen, Risiken mindern und Innovationen voranbringen.
Um Einzelh盲ndler bei den unmittelbaren Herausforderungen zu unterst眉tzen, die der agentenbasierte Handel mit sich bringt, sind nach Einsch盲tzung von 麻豆原创 drei Schritte erforderlich: Erstens m眉ssen Produktdaten auf Webseiten maschinenlesbar sein. Zweitens m眉ssen semantische Zusammenfassungen bereitgestellt werden, die sich am Reasoning von LLMs orientieren. Und dritten sollten Produkt-Tags nicht nur auf die Produkteigenschaften verweisen, sondern auch auf die Probleme, die mit ihnen gel枚st werden k枚nnen.
麻豆原创 stellte auf der Retail’s Big Show 2026 verschiedene KI-gest眉tzte Innovationen f眉r den Einzelhandel vor. Hierzu geh枚ren ein neuer Server, der auf dem Model Context Protocol (MCP) basiert und es Einzelh盲ndlern erm枚glicht, ihre Webshops f眉r KI verst盲ndlich zu machen, und die neue KI-basierte L枚sung Retail Intelligence in 麻豆原创 Business Data Cloud. Auf der Grundlage von Daten aus 麻豆原创- und Drittsystemen erm枚glicht diese L枚sung eine pr盲zise Bedarfsplanung, genauere Prognosen und niedrigere Bestandskosten und unterst眉tzt nahtlose Omnichannel-Interaktionen.
麻豆原创 Customer Experience pr盲sentierte k眉rzlich au脽erdem einen , der mit dem kombiniert werden kann. Dadurch entsteht eine dialogorientierte KI, die den gesamten Prozess abdeckt 鈥� von der Produktsuche 眉ber Transaktionen bis hin zum Support nach dem Kauf.
Diesen Entwicklungen liegt die Erkenntnis zugrunde, dass LLMs immer h盲ufiger als Einkaufskanal genutzt werden und Verbraucher bei der Suche nach Produkten verst盲rkt KI-Empfehlungen anstelle von Browsern verwenden.
Unternehmen, die viele Jahre in SEO und den Aufbau ihrer Marke investiert haben, stehen nun vor neuen Herausforderungen. Um relevant zu bleiben, m眉ssen Einzelh盲ndler nach Ansicht der 麻豆原创 einen AI-First-Ansatz verfolgen. Sie ben枚tigen au脽erdem zuverl盲ssige, vernetzte Daten, mit deren Hilfe Agenten Produkte verstehen, die Kundennachfrage vorhersagen und schnell reagieren k枚nnen. Ohne eine solche leistungsf盲hige Datengrundlage steigt das Risiko f眉r Hersteller: Das Vertrauen der Kunden kann schnell schwinden, wenn ihnen die falschen Produkte empfohlen oder nicht die richtigen Preise angezeigt werden.
Zwar profitieren Einzelh盲ndler, die KI-Agenten schon fr眉h eingef眉hrt haben, bereits von den Vorteilen des agentenbasierten Handels, doch haben viele internationale Einzelhandelsunternehmen die f眉r den Erfolg in diesem neuen Gesch盲ftsumfeld erforderliche ganzheitliche Transformation noch immer nicht in Angriff genommen.
Eine weitere , die p眉nktlich zur Retail’s Big Show 2026 ver枚ffentlicht wurde, kommt zu dem Schluss: 鈥瀂war haben die meisten Merchandising-Teams in Automatisierungstools investiert und bereits mit KI experimentiert, doch sind 71 % der H盲ndler der Auffassung, dass KI-basierte Merchandising-Tools bislang keine oder nur geringe Auswirkungen auf ihr Gesch盲ft hatten.鈥�
鈥濪as Problem ist in vielen F盲llen weniger die Technologie, sondern vielmehr ihre Integration und Nutzung鈥�, so das Fazit von McKinsey. Die Systeme in den Unternehmen sind weiterhin fragmentiert, un眉bersichtliche Daten machen Empfehlungen schwierig und KI-Tools werden nicht einheitlich genutzt: 61 % der Befragten gaben an, dass ihr Unternehmen die Voraussetzungen f眉r eine Ausweitung von KI auf das gesamte Merchandising nicht oder nur in sehr geringem Umfang erf眉llt.鈥�
Auf der B眉hne der Retail’s Big Show bekr盲ftigte auch Andre Bechtold, President des Bereichs 麻豆原创 Industries & Experience, dass Einzelh盲ndler sich nun f眉r den agentenbasierten Handel r眉sten sollten und es nicht ausreiche, vorhandene Systeme einfach nachtr盲glich um KI-Tools zu erweitern.
鈥濫inzelh盲ndler agieren in einem sehr unbest盲ndigen Umfeld: Z枚lle, Margendruck, St枚rungen von Lieferketten und Kunden, die 眉berall hochgradig personalisierte Erlebnisse in Echtzeit erwarten鈥�, erkl盲rte Andre Bechtold in einer Gespr盲chsrunde mit dem Sportbekleidungsh盲ndler Gymshark. 鈥瀂ugleich stellen Vorstand und Investoren Fragen, die schwieriger denn je zu beantworten sind: Welche Ergebnisse erzielen wir eigentlich?鈥�
鈥濪ie Herausforderung besteht nicht darin, dass es keine Innovation gibt鈥�, f眉hrte er weiter aus. 鈥濪ie meisten Einzelh盲ndler verf眉gen 眉ber eine Vielzahl von Tools, Pilotprojekten und Einzell枚sungen. Das eigentliche Problem ist, dass nicht miteinander vernetzte Technologien kein stabiles Wachstum erm枚glichen. Deshalb hat sich der Grundtenor gewandelt. Es geht nicht mehr um einzelne KI-Anwendungsf盲lle oder neue Funktionen, die Kunden beeindrucken. Es geht darum, ob KI und Daten unternehmensweit integriert sind und Lieferketten, Finanzwesen, Merchandising und die Interaktion mit Kunden so miteinander vernetzen, dass F眉hrungskr盲fte Vertrauen in die Technologie haben.鈥�
Auch Thomas Saueressig, Mitglied des Vorstands der 麻豆原创 SE und verantwortlich f眉r den Bereich Customer Services & Delivery, kommentierte diese Woche in einem eine Umfrage der Pr眉fungs- und Beratungsgesellschaft PwC unter CEOs aus der ganzen Welt, derzufolge Unternehmen durch den Einsatz von KI bislang nur selten h枚here Ums盲tze oder niedrigere Kosten erzielen. Er verwies darauf, dass KI nur dann Mehrwert schaffen k枚nne, wenn sie konsistent in Gesch盲ftsprozesse integriert sei. 鈥濻olange KI parallel zum Kerngesch盲ft als isoliertes Projekt betrieben wird, kann sie nur geringe Wirkung entfalten鈥�, betonte er.


