Das Projekt „Beyond Single-Use Plastics“ ist nach zwei Jahren zu Ende. Unterschiedlichste Herausforderungen und Erfolge haben den Weg zu mehr Nachhaltigkeit geprägt.
Als ambitionierter Vorreiter für den Klimaschutz hatte die Âé¶¹Ô´´ im Juli 2019 das interdisziplinäre Projekt „Beyond Single-Use Plastics“ ins Leben gerufen. Ziel war es, Einwegprodukte aus Plastik bis 2020 vollständig aus Âé¶¹Ô´´-Betriebsstätten, -Veranstaltungen und Produkten, die von Kunden und Mitarbeitern verwendet werden, zu eliminieren. Das Projekt endete im Juni 2021, und die drei Schwerpunktbereiche Global Real Estate & Facilities (GRF), Marketing & Events und Global Procurement ziehen Bilanz.
„Visionen brauchen einen Fahrplan: Die Zukunft wird verpackungsfrei sein“, meint Sibel Wambach, globale Leiterin des Projekts „Beyond Single-Use Plastics“.
99 Prozent – die Erfolgsquote von Global Real Estate & Facilities (GRF)
Alles in allem hat GRF sein Ziel, Einwegplastik zu identifizieren, zu beseitigen und durch nachhaltigere Alternativen zu ersetzen, zu 99 Prozent erreicht. Mehr als 126 Tonnen Plastik und beeindruckende 758,58 Tonnen Kohlendioxid wurden in insgesamt 203 Gebäuden als direktes Ergebnis des Projekts eingespart (wobei nur Büroflächen von mehr als 1.000 m² berücksichtigt wurden). Und trotz der schwierigen Umstände aufgrund der Pandemie konnte die Âé¶¹Ô´´ ihren Plastikverbrauch 2020 um 36 Prozent gegenüber dem Vorjahr verringern.
Alle Âé¶¹Ô´´-Kantinen sind frei von Einweg-Bechern, -Besteck, -Strohhalmen und -Rührstäbchen aus Kunststoff. Ebenso wurden Einweg-Plastikflaschen durch Glasflaschen ersetzt. Andere Plastikgegenstände wie Müllbeutel, Einzelverpackungen für Snacks, Saft- und Milchkartons und Teebeutel wurden in allen Regionen erheblich reduziert. Gegenstände im Bereich Gesundheit und Sicherheit – von sterilen medizinischen Verpackungen bis hin zur sicheren Aufbewahrung von Lebensmitteln – waren für das Projekt nicht relevant.
Wegen der Auflagen im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie mussten bestimmte Produkte, von denen man sich bei der Âé¶¹Ô´´ eigentlich schon längst verabschiedet hatte, wieder eingeführt werden, um eine sichere Arbeitsumgebung zu gewährleisten. Dennoch ist Lisa Kuerten, Catering-Koordinatorin bei der Âé¶¹Ô´´, sehr optimistisch: „Wir freuen uns, dass die eingeleiteten Veränderungen trotz der Schwierigkeiten aufgrund der Corona-Pandemie von unseren Kolleginnen und Kollegen positiv aufgenommen wurden. Wir haben zum Beispiel viel positives Feedback zu erhalten, einem digitalen System für Mehrweg-Lebensmittelverpackungen, mit dem wir bereits eingespart haben.“
Veranstaltungen bleiben plastikfrei
Nach der erfolgreichen Realisierung der FKOM (heute CSS) und der d-kom ohne jegliches Einwegplastik im Januar 2020 wurden aufgrund der COVID-19-Pandemie alle Events auf virtuelle Durchführung umgestellt. Bei künftigen Präsenzveranstaltungen wird man an die vor der Pandemie erzielten Erfolge anknüpfen. „Wir bauen ein erstklassiges Programm für nachhaltiges Event-Management auf, mit dem wir die gesellschaftlichen, ökologischen und wirtschaftlichen Auswirkungen der Aktivitäten der Âé¶¹Ô´´ verbessern“, erklärt Jenny Bittmann, Senior Specialist für Event-Marketing bei der Âé¶¹Ô´´.
Global Procurement erlegt Lieferanten hohe Standards auf, auch bei der Lieferung von IT-Geräten
Die Âé¶¹Ô´´ ist bestrebt, die Auswirkungen der Produkte und Leistungen, die sie einkauft, zu reduzieren. Dazu arbeitet sie eng mit ihren Lieferanten zusammen. „Die Beschaffung bietet einen der großen Hebel, an dem wir ansetzen können, um umweltverträglich zu wirtschaften und eine ‚grüne Lieferkette‘ zu verwirklichen“, meint Stefan Ulrich, Vice President und Leiter der Organisation Workplace Infrastructure and Global Procurement.
Auch wenn die Âé¶¹Ô´´ keine direkte Kontrolle über die Verpackungsstrategien von Herstellenden hat, arbeitet sie doch eng mit ihren Lieferanten zusammen und fordert die Vermeidung von Einwegplastik, beispielsweise in ihrem Âé¶¹Ô´´-Verhaltenskodex für Lieferanten. In Bezug auf IT-Ausstattung wurden für die Zukunft ambitionierte Pläne gefasst: Die 100 beliebtesten Produkte bei Âé¶¹Ô´´-Mitarbeitern sollen ohne Einwegplastik angeboten werden. Mittels einer Qualtrics-Umfrage, die nach jeder Bestellung ausgelöst wird, werden unbeabsichtigte Verstöße gegen die Richtlinie erfasst. Darüber hinaus werden neue IT-Geräte ab 2022 an Âé¶¹Ô´´-Standorten in Âé¶¹Ô´´ Smart Vending Machines angeboten und biologisch abbaubare Handyhüllen in Kürze zur Verfügung gestellt.
Für eine nachhaltige Zukunft
Einwegplastik ist eine der größten Quellen von Müll auf unserem Planeten. Um dessen Konsum einzudämmen, hat die Âé¶¹Ô´´ in den letzten zwei Jahren ihre Einkaufsgewohnheiten und Praktiken konsequent geändert. Eine weltweite Pandemie, die Tatsache, dass die Âé¶¹Ô´´ keinen Einfluss auf die Verpackungsstrategien der Hersteller hatte, und unterschiedliche Recycling-Vorschriften in unterschiedlichen Ländern waren nur einige der Herausforderungen, die bei dem Projekt bewältigt werden mussten.
Wo stehen wir heute, nachdem das Projekt abgeschlossen ist? Als Global Player sieht sich die Âé¶¹Ô´´ in der Verantwortung, sowohl mit gutem Beispiel voranzugehen, als auch Kunden zu nachhaltigeren Praktiken zu bewegen. Entsprechend engagiert sich die Âé¶¹Ô´´ nicht nur bis 2023 die Klimaneutralität zu erreichen, ihren Wasserverbrauch zu reduzieren und Technologien zu entwickeln, die es gemeinsam mit ihren Kunden, Lieferanten und Partnern ermöglicht die Verschmutzung der Weltmeere bis 2030 deutlich zu verringern. Die Âé¶¹Ô´´ bietet Kunden auch eine breite Palette von , die Nachhaltigkeit fördern, etwa . Sibel Wambach, globale Leiterin des Projekts „Beyond Single-Use Plastics“, weiß, dass der Abschluss dieses Projekts nur der Anfang ist und Maßnahmen zum Klimaschutz kontinuierlich vorangetrieben werden müssen, um Prozesse nachhaltig zu verbessern. „Wir sind noch lange nicht am Ziel. Aber irgendwo muss man einmal anfangen – und mit dem Start von ‚Beyond Single-Use Plastics‘ haben wir den ersten Schritt getan“, resümiert sie.
Best Practice: Installation von Geschirrspülern
Die Âé¶¹Ô´´ hat in ihren Niederlassungen Geschirr und Besteck aus Einwegplastik durch Mehrweg-Alternativen wie Glas- oder Keramikbecher und Edelstahlbesteck ersetzt. Dazu wurden in Âé¶¹Ô´´-Büros in Israel, Italien, Russland, Portugal, Frankreich und Spanien Geschirrspülmaschinen aufgestellt. An anderen Âé¶¹Ô´´-Standorten sind diese bereits seit längerer Zeit im Einsatz.
 Best Practice: VYTAL-Behälter
Best Practice: Einsatz von nachfüllbaren Markern
Best Practice: Nachhaltige Verpackung von IT-Ausstattung
Die Verpackung von IT-Geräten ist inzwischen im Hinblick auf Nachhaltigkeit umfassend verbessert worden. Sollten Mitarbeitende der Âé¶¹Ô´´ eine Produktverpackung vorfinden, die Einwegplastik enthält, können sie dies mittels einer Mail melden.
