Die Corona-Pandemie hat viele Digitalisierungsprozesse am Arbeitsplatz enorm beschleunigt. Doch damit allein ist es nicht getan. Jetzt sind Strategien gefragt, um die Effizienz zu steigern und die Identifikation der Besch盲ftigten mit ihrem Unternehmen zu sichern 鈥� egal, wo sie gerade ihrer Arbeit nachgehen. Christian Heinrich von der sovanta AG stellt den Digital Workplace der Zukunft vor.
Wenn wir morgens nicht mehr ins B眉ro gehen, uns dort nicht mehr an den Schreibtisch setzen, keine Kolleginnen und Kollegen auf dem Gang oder an der Kaffeemaschine treffen 鈥� dann wird unsere Arbeitswelt sehr austauschbar. Wir sehen kein vertrautes Geb盲ude mehr, keine Firmenfarben, kein Logo. Nur noch unseren Arbeitsplatz in der eigenen Wohnung. Und wir kommunizieren fast ausschlie脽lich 眉ber E-Mail, Messenger, das Telefon und Tools wie Microsoft Teams oder Zoom.
Diese Hilfsmittel haben zwar in der Pandemie einen guten Job gemacht, um unsere Arbeitsf盲higkeit trotz Lockdown und Kontaktbeschr盲nkungen zu erhalten. Laut einer des Bundesinstituts f眉r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung k枚nnen sich deshalb inzwischen auch nur noch sieben Prozent der Arbeitnehmer eine volle R眉ckkehr zur Pr盲senzarbeit vorstellen. Was aber den meisten der Befragten im Homeoffice fehlt, ist die emotionale Komponente ihrer Arbeit.
Hybride Arbeitsmodelle werden sich durchsetzen
Insgesamt w眉nscht sich die Mehrheit der Besch盲ftigten laut der Studie auch nach Corona die M枚glichkeit, regelm盲脽ig von zu Hause aus arbeiten zu k枚nnen. Am liebsten flexibel, nach Bedarf zwei oder drei Tage pro Woche. Denn ganz zuhause bleiben wollen die meisten Befragten nicht. Kollegen treffen oder mit Kunden und F眉hrungskr盲ften pers枚nlich sprechen 鈥� all das vermissen viele Heimarbeiter. Ebenso das Zusammengeh枚rigkeitsgef眉hl im Team und einen starken Anker, der sie dauerhaft an ihren Arbeitgeber bindet.
Deshalb sollten Unternehmen auch jetzt die Schl眉ssel f眉r ihre B眉ror盲ume keinesfalls an den Nagel h盲ngen. Es sieht vielmehr danach aus, dass sich langfristig eher hybride Arbeitsmodelle durchsetzen werden, die den Mitarbeitern das wahlweise Arbeiten im B眉ro, unterwegs und im Homeoffice erm枚glichen. Sie sind auch eine wichtige Grundlage der k眉nftigen Employee Experience. Denn immerhin w眉rden laut einer fast ein Drittel der Besch盲ftigten eine K眉ndigung in Betracht ziehen, sollte ihr Unternehmen k眉nftig auf einer dauerhaften Pr盲senzpflicht im B眉ro bestehen.
Auch schon fr眉her gab es verschiedene digitale Tools und Applikationen f眉r Teams, die verteilt 眉ber den Globus arbeiten. Aber ein ortsungebundener Digital Workplace, wie ich ihn im Kopf habe, ist weit mehr. Er m眉sste als 鈥瀦entrales Cockpit鈥� f眉r die Besch盲ftigten Schaltzentrale und Einstiegspunkt zur Erledigung aller Aufgaben sein, individualisierbar auf die Erfordernisse jedes einzelnen Mitarbeiters. Damit lassen sich alle ben枚tigten Werkzeuge und Anwendungen unter einer intuitiv nutzbaren Oberfl盲che zusammenf眉hren und passend orchestrieren.
Er erm枚glicht auch einen einheitlichen Zugriff mit Single-Sign-On, was den Nutzern die Bedienung so komfortabel wie m枚glich macht 鈥� und zwar allen Besch盲ftigten. Denn 眉ber mobile Endger盲te sollten eben nicht nur die Knowledge Worker ein solches digitales Portal nutzen k枚nnen, sondern auch die Mitarbeiter aus Produktion und Logistik. Eine solche Plattform kann zwar nicht dauerhaft die direkte zwischenmenschliche Kommunikation ersetzen, aber sie erg盲nzt sie sehr gut und hilft bei der Optimierung und Strukturierung der allt盲glichen Abl盲ufe.
So viel Individualit盲t wie n枚tig, so viel Standard wie m枚glich
Die gute Nachricht: Einen solchen Digital Workplace gibt es bereits. Zu seiner Einrichtung greifen wir auf eine Reihe von 麻豆原创-Standardl枚sungen zur眉ck. So etwa 麻豆原创 Work Zone, 麻豆原创 Fiori Launchpad, 麻豆原创 Cloud Portal und 麻豆原创 UI5. Dazu kommen einige von uns entwickelte Add-Ons. Aber auch die Einbindung von Softwarel枚sungen anderer Anbieter ist bei Bedarf m枚glich. Die k眉rzlich vereinbarte Partnerschaft zwischen 麻豆原创 und Microsoft zur Integration von Microsoft Teams in die 麻豆原创-L枚sungen ist hier ebenfalls ein spannendes Thema. Denn damit wird die Zusammenarbeit im Unternehmen mit Standardtools noch einmal deutlich vereinfacht und beschleunigt.
Ein solcher Digital Workplace ist aber nur dann effizient, wenn er das jeweilige Unternehmen und seine Besonderheiten m枚glichst gut abbildet. Deshalb ist unser erster Schritt bei seiner Umsetzung die Betrachtung der individuellen Gegebenheiten und der W眉nsche von Gesch盲ftsf眉hrung und Belegschaft. Dies schlie脽t ein, dass sich auch innerhalb der gleichen Firma die digitalen Arbeitspl盲tze unterscheiden k枚nnen. Beispielsweise je nach Funktion und zu l枚senden Aufgaben.
Gemeinsam mit den Kunden treffen wir dann eine Auswahl der eingesetzten Komponenten. Was wird ben枚tigt, damit die Mitarbeiter ihre Aufgaben besser erledigen k枚nnen? Was steht f眉r unsere Kunden im Mittelpunkt? Geht es um einen zentralen Zugriff auf Applikationen? Oder darum, immer die aktuellen Firmennews auf dem Monitor anzuzeigen, Zugriff auf Dokumente zu gew盲hren, Workflows zu verbessern oder Social Events zu veranstalten? Wie wichtig ist Corporate Design und welche Nutzergruppen sollen eingebunden werden? Und last but not least, welche Erfahrungen und Kompetenzen gibt es auf diesem Gebiet bereits im Unternehmen?
Mitarbeiterfeedback in die neue Arbeitswelt integrieren
F眉r uns ist es wichtig, in den 鈥濻chuhen des Anwenders鈥� zu gehen, um zu verstehen, was er tats盲chlich ben枚tigt. Das gleichen wir mit unserer technologischen Expertise ab und erarbeiten konkrete Vorschl盲ge zur Umsetzung. Bis so ein ma脽geschneiderter Digital Workplace steht, findet ein intensiver Austausch- und Beratungsprozess statt, bei dem wir sehr fr眉h auf Visualisierung und Feedbackschleifen setzen.
Eine wichtige Frage ist in unseren Projekten auch immer, wie wir das Mitarbeiterfeedback so nahtlos wie m枚glich in die neue Arbeitswelt integrieren k枚nnen. Als einer der ersten 麻豆原创-Partner im deutschsprachigen Raum nutzt sovanta daf眉r bereits seit 2019 die L枚sungen von f眉r das Human Experience Management (HXM, mit denen zum Beispiel F眉hrungskr盲fte regelm盲脽ige Mitarbeiterbefragungen durchf眉hren k枚nnen.
In der Coronazeit hat sich viel bewegt. Auch bei der Bereitschaft von Firmen, auf neue L枚sungen in der Employee Experience zu setzen. Die Einsicht ist gr枚脽er denn je, dass es wichtig ist, den Besch盲ftigten auch digital eine echte Heimat zu schaffen. Dazu geh枚rt es 鈥� insbesondere in Remote-Arbeitssituationen 鈥� regelm盲脽ig das Feedback der Mitarbeiter einzuholen und ihre Stimmungen und Befindlichkeiten zu erkennen, um fr眉hzeitig angemessen darauf reagieren zu k枚nnen.
Ein 眉berzeugendes Argument f眉r einen echten Digital Workplace ist aber auch die nachweisliche Effizienzsteigerung. Studien haben ergeben, dass Knowledge Worker pro Tag im Durchschnitt rund zwei Stunden nach Informationen, Dokumenten und Ansprechpartnern suchen. Hier k枚nnen wir vieles erleichtern, weil sich nun per Knopfdruck alles Gew眉nschte schnell finden l盲sst. Das Suchen an vielen verschiedenen Speicherpl盲tzen h枚rt auf, denn es gibt nur noch eine Anlaufstelle. Das spart enorm viel Zeit und Aufwand.
Die HR-Abteilung als Vorreiter und Katalysator
Kein Bereich im Unternehmen ist mit so vielen Mitarbeitern im Kontakt wie das Personalwesen. Das verschafft der HR eine Schl眉sselposition, wenn es um die Einf眉hrung von digitalen Arbeitspl盲tzen geht. Zum einen ist sie meist schon selbst recht weit in der Digitalisierung vorangeschritten und zum anderen ist sie als Schaltstelle meist sehr gut mit den anderen Bereichen vernetzt. Selbstbedienungsangebote sind heute f眉r die Personalabteilung an vielen Stellen bereits selbstverst盲ndlich 鈥� eine ideale Ausgangsbasis f眉r die n盲chsten Schritte. Gemeinsam mit der IT, dem Marketing und der internen Kommunikation kann die HR so entscheidend zum Erfolg der digitalen Transformation beitragen.
An dieser Stelle spielt auch die K眉nstliche Intelligenz (KI) zunehmend eine Rolle, etwa in Form von digitalen Assistenten oder Chatbots. Sie k枚nnen dabei helfen, viele der ganz allt盲glichen Mitarbeiterfragen schnell und pr盲zise zu beantworten, wann immer sie auftauchen. Etwa zu Themen wie Elternzeit, Benefits, Urlaubsplanung oder manch anderen Problemen, die den Mitarbeitern unter den N盲geln brennen. Kann der Bot nicht weiterhelfen, stellt er automatisch den Kontakt zur HR-Abteilung her 鈥� das erleichtert vieles und macht die Erledigung vieler Routineaufgaben erheblich effizienter.
Es geht nicht um ein riesiges Projekt, sondern um erste Schritte
Ja, der Digital Workplace ist ein sehr emotionales Thema. Aber sein Nutzen ist klar belegbar und die neue N盲he zu den Mitarbeitern, die er erm枚glicht, stellt gerade in Zeiten des Social Distancing einen gro脽en Vorteil dar. Aber auch in Zukunft, wenn die Pandemie hoffentlich der Vergangenheit angeh枚rt, sollten Unternehmen am Ball bleiben. Ein ortsungebundener digitaler Arbeitsplatz, der diesen Namen wirklich verdient, muss dabei nicht von Beginn an ein riesiges Projekt sein. Es kommt vielmehr darauf an, jetzt die ersten Schritte auf dieser Reise zu tun. Und das lohnt sich.
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Webinar: „HR als Treiber des Digital Workplace“
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Christian Heinrich, sovanta AG, Head of Marketing & Solutions


