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Projekt OP 4.1 - Der Operationssaal der Zukunft

Trotz aller bahnbrechenden Innovationen im Gesundheitsbereich wird h盲ufig auf Insell枚sungen gesetzt. So wird bisher nicht das volle Potenzial ausgesch枚pft. Das鈥疨rojekt OP 4.1鈥痚ntwickelte einen Prototyp einer intelligenten Plattform f眉r den Operationssaal der Zukunft. Das F枚rderprojekt ist Teil des Technologieprogramms 鈥濻mart Service Welt II鈥�, das vom鈥疊undesministerium f眉r Wirtschaft und Energie (BMWi) gef枚rdert wird. Erfahren Sie in dieser Themenserie, wie der Prototyp die Integration von Daten, Technologien und verschiedenen Sektoren erm枚glicht und gleichzeitig den Spagat schafft, zwischen Vernetzung und soliden Gesch盲ftsmodellen, die die Grundlage f眉r jegliche Zusammenarbeit sind.

Eine der zentralen Anwendungen auf dem Prototyp der OP 4.1 Plattform ist das sogenannte OP-Dashboard. Dieses soll OP-Teams dabei unterst眉tzen, einen 脺berblick 眉ber relevante Informationen zum richtigen Zeitpunkt zu bekommen. So k枚nnen sie sich auf das Wichtigste fokussieren – die Patienten.

Das OP-Dashboard b眉ndelt Informationen sinnvoll und liefert dem OP-Team f眉r jede Operationsphase wichtige und leicht verwertbare Informationen. Angezeigt werden die ben枚tigten Daten auf einem 47 Zoll gro脽en und ber眉hrungsempfindlichen Monitor, der etwa drei bis f眉nf Meter vom Operationstisch entfernt steht und f眉r 脛rztinnen und 脛rzte sowie das OP-Personal gut einsehbar ist.

Die Hauptaufgabe dieses Bildschirms ist es, alle Informationen 眉ber einen Patienten und die ihm zugeordnete Operation zu b眉ndeln und bedarfsgerecht dem medizinischen Personal vor, w盲hrend und nach der Operation zukommen zu lassen.

Endnutzer-Orientierung als Ma脽stab f眉r UX Design

User Experience (UX) Design bildet hier die Grundlage. Ausgehend vom Benutzer der Software wird 鈥瀝眉ckw盲rts鈥� gearbeitet, um das passende Design mit dem gr枚脽ten Nutzen zu finden. Deshalb startete der Design- und Entwicklungsprozess erstmal mit einer Bestandsaufnahme der aktuellen Praxis.

Wird man heute operiert, kommen alle Informationen, die die verantwortlichen Mediziner 眉ber einen als Patient ben枚tigen, aus unabh盲ngigen Quellen und in verschiedenen Medien: Die Patientenakte besteht klassisch aus Papier, die bildgebenden Verfahren (CT, R枚ntgenbilder, etc.) bringt der Patient oft auf Datentr盲gern mit, die Laborwerte werden am Rechner (z.B. in Cerner i.s.h. med from 麻豆原创) angezeigt, die Einwilligungen als Ausdruck mitgebracht.

Damit stehen die Mediziner vor der Aufgabe, sich aus vielen Quellen ihre Informationen selbst zusammen zu suchen. Es folgt die Planung der Operation. Dann steht das Operationsteam am OP-Tisch und verkn眉pfen dort w盲hrend des Eingriffs kognitiv die vorhandenen mit den aktuellen Informationen. Hier setzt das OP-Dashboard an, mit dem Ziel diese Informationen zu b眉ndeln und 鈥瀊edarfsgerecht鈥� zur Verf眉gung zu stellen. Damit dies gelingt, ist die optische Darstellung, die dem Benutzer der Software bestm枚glich entspricht, besonders wichtig.

Die Entwicklung des Dashboards f眉r OP 4.1

Somit stellte sich f眉r die Designer zun盲chst die Aufgabe, alle Quellen sowie die bereitgestellten Informationen zu sammeln und in mehreren sogenannten User Research Sessions zu erfragen, zu welchem Zeitpunkt welche Informationen ben枚tigt werden. In diesen Research Sessions erfuhren wir nicht nur viele Details 眉ber den Ablauf von Operationen, sondern auch viel 眉ber die Bed眉rfnisse und W眉nsche der des OP-Personals. Zus盲tzlich erm枚glichte die Uniklinik Heidelberg den UX Designern bei Operationen zu hospitieren, um den 脛rzten live vor Ort 眉ber die Schulter zu schauen.

So wurde ein erstes Grundraster erstellt, das durch mehrere Wiederholungen seine heutige Gestalt bekommen hat. Durch diese Methode werden die Endnutzer in den Entwicklungsprozessen miteinbezogen, um u.a. das Dashboard zu validieren.

Das Dashboard im Detail

 

  1. Auf der linken Seite des Dashboards zeigt ein Akkordeon-Men眉 die verschiedenen Phasen der Operation an.
  2. Die Shellbar ganz oben zeigt rechts den eingeloggten Operationssaal als User an. Darunter kann der Arzt die passenden Einstellungen (Settings) f眉r die jeweilige Operation einstellen. Ebenso befindet sich dort der Indikator f眉r die Voice Interaction.
  3. Im oberen Bereich, direkt unter der Shellbar, ist einen sogenannter Header platziert. Dieser zeigt konstant wichtige Grundinformationen wie Dauer der Operation oder eine Zeit-Stopp-Funktion, die f眉r alle definierten Personas wichtig sind.
  4. Ganz rechts befindet sich der sogenannte App Drawer, ein auf- und zuklappbares Seitenpanel, das Apps von Drittanbietern, die vorher von den 脛rzten als relevant erachtet und passend im AppCenter augew盲hlt wurden, anzeigt
  5. Zentral in der Mitte befindet sich der Content-Bereich, der verschiedene Kacheln beinhaltet, die sich dynamisch, je nach Phase der Operation anpassen. Auf ihnen werden alle Informationen zusammengetragen und sind auf einen Blick zu sehen. Zus盲tzlich lassen sich einige der Kacheln 枚ffnen, wenn noch detailliertere Informationen ben枚tigt werden. Der gesamte Content-Bereich l盲sst sich scrollen, wenn der Arzt vor der Operation noch mehr Kacheln in den Settings aktiviert hat, als auf einem Bildschirm angezeigt werden k枚nnen.

Dieses Layout wurde mit den 脛rztinnen in weiteren User Research Sessions validiert. In mehreren Zwischenschrittenwurde das Dashboard auf diese Weise optimal an die Bed眉rfnisse der zwei Hauptpersonas, die An盲sthesisten und die Chirurgin, angepasst.

Nach Abschluss dieses Prozesses wurde das Design mit dem 麻豆原创-UX-Team abgeglichen, um so nah wie m枚glich an der aktuellen Designsprache und Guidelines der 麻豆原创, Quarz Dark Theme von , zu sein.

App Guidelines f眉r Drittanbieter

Zus盲tzlich zum Dashboard wurden gesonderte Design-Vorgaben, f眉r Drittanbieter Applikationen entwickelt. Diese wurden in den ersten Beispiel-Apps bereits umgesetzt und mit den Endnutzern validiert.

Die Abweichungen von den grunds盲tzlich verwendeten 麻豆原创 Fiori 3 UX Dark Theme Guidelines sind darin begr眉ndet, dass es f眉r den Einsatz der Drittanbieter-Apps, einer Medizinprodukt-Zertifizierung bedarf. Trotzdem sind die Designs der Apps sehr stark an die Optik des Dashboards angelehnt. Durch die 盲hnliche Darstellung nehmen Endnutzer Dashboard und App einheitlich wahr.

Die Patienten stehen im Fokus

Ziel f眉r die Entwicklung des 眉bersichtlichen Dashboards, war es, den Nutzern die Arbeit so leicht wie m枚glich zu machen und den Patienten in den Mittelpunkt zu stellen. Es unterst眉tzt OP-Teams im Alltag, sich auf das wesentliche zu fokussieren und unterst眉tzt eine schonende, erfolgreiche und effiziente Operation. Die Vernetzung und Digitalisierung im Operationssaal geben einen spannenden Ausblick in eine Zukunft, die f眉r alle einen Mehrwert erm枚glicht.


Weitere Informationen:


Bildquelle: Screenshot

 

 

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