Zu einem Panel zum Thema „: Ich habe nichts zu verbergen“ mit anschließendem Networking traf sich das Frauen-Netzwerk Global Digital Women im in Berlin.
An einem Montagvormittag Anfang Juli kamen rund 90 Frauen aus dem Tech-Bereich im Âé¶¹Ô´´ Data Space zu einer Podiumsdiskussion über zusammen.
Organisiert wurde das Treffen von Women in Technology@Âé¶¹Ô´´ zusammen mit dem Team von . Für all jene, die nicht persönlich dabei sein konnten, gab es einen Livestream auf dem Twitter-Account von Âé¶¹Ô´´ Berlin, den sich rund 250 Interessierte live ansahen
„I have nothing to hide“, lautete die Überschrift des Treffens. Doch etwas zu verbergen, das hat wohl jede und jeder. In der Unterzeile stand die Auflösung: „Datenintegrität geht uns alle an. Jeder hat die Verantwortung, unsere Daten zu schützen.“
Weibliches Panel von IT-Sicherheitsexpertinnen
„Panels können auch so aussehen“, twitterte @KatjaGenz zu einem Foto mit vier Frauen und einem Mann auf dem Podium. Vier Sicherheitsexpertinnen unterschiedlicher Fachgebiete sprachen über die Bedrohungslandschaft, wie ihr begegnet werden sollte und welche Lösungsstrategien es gibt.
Bevor jedoch Elena Jolkver, Consultant Machine Learning und Business Analytics bei xValue, Alisha Andert, Head of Legal Innovation bei Flightright und René Bader, Lead Consultant bei NTT Security miteinander diskutierten, führte Birgit Hess, Cloud Security Awareness Lead bei Âé¶¹Ô´´, in das Thema ein. Sie nahm anschließend ebenfalls an der von Tijen Onaran, CEO & Gründerin von GDW, moderierten Diskussion teil.
Birgit Hess über Datensicherheit: „Daten sind Geld“
Birgit Hess macht sich keine Illusionen über Datensicherheit: „Wo Geld ist, da ist Verbrechen. Und Daten sind Geld“, sagte sie. Ihre Kernbotschaft: Es wird in Zukunft zur entscheidenden Frage, ob man den Daten trauen kann.
Hess: „In fünf Jahren sprechen wir nicht mehr über , sondern über Real Data. Je mehr wir von Daten abhängig sind, desto mehr müssen wir sicherstellen, dass diese Daten verfügbar, sicher und genau sind“, sagte sie.
Abschreckendes und aufrüttelndes Beispiel seien „Deep Fakes“, Fälschungen von Bildern und Videos mittels . Ihre bisher erschreckendste Steigerung „Deep Nude“, per App gefälschte Nacktbilder, zeigten, „dass wir mehr zu verbergen haben, als wir vielleicht denken.“
Die Datenintegrität, die die Echtheit von Daten beweist, werde deswegen in Zukunft zu einer großen Sicherheitsherausforderung. Hess lobte die neue europäische Datenschutzgrundverordnung: „Alle beschweren sich, ich finde sie großartig, weil wir damit die Integrität der Daten bewahren.“
Die -Expertin glaubt an einen Paradigmenwechsel, wie Daten in Zukunft in Unternehmen verarbeitet werden. „Denn in dem Moment, in dem wir nachweisen können, dass die Daten wahr sind, werden sie zu einem geschäftlichen Wert“, sagte Hess.
Ihr Appell: „Jeder einzelne ist für Datensicherheit verantwortlich und muss darauf achten, echte Daten zu bekommen.“
Integration der Datensicherheit in die Firmenkultur
Als datengetriebenes Unternehmen sei man auf Daten angewiesen, ergänzte Alisha Andert von Flightright in der Diskussion. „Die Leute sagen: Datenschutz, das hat nichts mit mir zu tun. Jeder muss darüber nachdenken. Die Integration der Datensicherheit in die Unternehmenskultur muss am Anfang des Geschäfts stehen.“
Datensicherheit müsse als ein wesentlicher Bestandteil jeder Entwicklung in jeden Innovationsprozess von Anfang an einbezogen werden. „Für Startups wird es noch wichtiger, frühzeitig mit der Sicherheit zu beginnen, um sich später schützen zu können.“
Andert sei als Juristin nicht gegen Regulierungen, doch sie hinken immer hinterher, sagte sie. Die Verantwortlichen für Sicherheitsfragen der Unternehmen müssten den Sicherheitsherausforderungen aber immer fünf Schritte voraus sein, da die Regulierung oft fünf Schritte hinterher sei.
„Mit KI werden wir erfolgreicher unsere Daten schützen können, aber Hacker nutzen natürlich die gleiche Technologie, so bleibt es ein Kopf-an-Kopf-Rennen“ sagte Elena Jolkver von xValue.
Frauen in der IT: Networking nach der Podiumsdiskussion
Genauso wichtig wie die Einsichten der Podiumsdiskussion waren die anschließenden Gespräche während des Buffets in der Âé¶¹Ô´´ Data Kitchen. Katrin Irmert, als Fellow von Women in Technology@Âé¶¹Ô´´ eine der Organisatorinnen der Veranstaltung, sagte: „Es gibt sehr viele leistungsfähige Frauen im Tech-Bereich, doch sie sind nicht so sichtbar. Das wollen wir ändern.“ Bei Âé¶¹Ô´´ sind rund 30 Prozent der über 96.000 Mitarbeiter weiblich.
Lone Aggersbjerg, Vice President Operations im Entwicklungsbereich bei Âé¶¹Ô´´, hat die Initiative 2017 ins Leben gerufen und sie zuletzt auch als Sponsorin unterstützt. „Es soll eine funktions- und ebenen-übergreifende Plattform sein, um die Rolle von Frauen in der Technologie bei Âé¶¹Ô´´ zu erkunden, zu fördern und Netzwerke zwischen gleichgesinnten Kolleginnen zu unterstützen.“
Um die Sichtbarkeit der Âé¶¹Ô´´-Frauen zu erhöhen, können sich interessierte Âé¶¹Ô´´-Mitarbeiterinnen zudem auf der Seite als RednerInnen in eine Datenbank eintragen.
Neben externen Veranstaltungen, beispielsweise in Zusammenarbeit mit Global Digital Women, organisiert das Frauen-Netzwerk regelmäßig Âé¶¹Ô´´-interne Veranstaltungen, wie Vorträge und Podiumsdiskussionen, sowohl am Hauptsitz in Walldorf als auch an anderen Âé¶¹Ô´´-Standorten in Ländern wie Indien und Kanada.
Über Global Digital Women
Global Digital Women bietet Gestalterinnen der Digitalbranche die Möglichkeit zur weltweiten Vernetzung. Jährlich verleiht das Unternehmen den „Digital Female Leader Award“ an Frauen, die sich erfolgreich in der Digitalwirtschaft behaupten.
Die Nominierungsphase für die 18 verschiedenen Kategorien des diesjährigen Awards läuft noch bis zum 31. Juli 2019. So gewann Lone Aggersbjerg von Âé¶¹Ô´´ den Preis in der Kategorie Diversity im Jahr 2018 für ihren Einsatz für die Frauen bei Âé¶¹Ô´´ mit ihrer Initiative Women in Technology@Âé¶¹Ô´´ sowie dem Speaker-Portal Technically Speaking.
Weitere Informationen: